Alte Zeiten

  • Ja, die Haarpracht der siebziger...

    Da wir schon bei Wasser und auch Fremdfabrikaten sind, fiel mir gerade bei der verzweifelten Suche im Keller nach ein paar alten Unterlagen ein Bild in die Hand, Röm 1982, Autostrand, ca. 1 km von den Dünen bis zu zum Wasser, munteres Treiben auf der Piste, und der alte C-Rekord konnte sämtliche Golf GTI Club Members des Campingplatzes versägen, die spoilerbewehrt im Schritttempo den Sand aufschaufelten ,der Rekord aber echte Bluesmobileigenschaften entwickelte. Je näher man an Wasser kam, umso langsamer wurde es, bei etwa 3 cm Eindringtiefe in den Sand war nur noch Tempo 60 drin. Und dem ohnehin rostaffinen Opel konnte man beim Umsetzen der grüne Farbe in warme Braun gerade zusehen. Da wären wir wieder bei dem Thema Seeluft...

    Gruß


    Uli

  • Moin,


    ok, einen hab ich noch:




    Der Käfer meines Vaters Anfang der 70er Jahre auf einer kleinen dänischen Ostseefähre: Die Hinterräder 10 cm vom Schiffsrand entfernt, die Stoßstange hängt überm Wasser, kein Gitter, kein Tor, keine Absperrung, nichts... Das war in alten Zeiten nicht gefährlich genug, um es zu unterlassen, aber immerhin spektakulär genug, um es zu filmen, mit Super 8 (digitalisiert auf DVD, dann vom Bildschirm abfotografiert).


    Beste Grüße

    Rüdiger

  • Wow - der Opel samt Pilot war ja auch ein cooles Gespann...:thumbup:


    Und das Fähr-Abenteuer mit dem Käfer hätte wirklich auch schiefgehen können -

    statt Bodenwellen gibt´s auf der Ostsee bekanntermaßen dann und wann andere

    Wellen, die auch schon mal über höhere Bordwände springen und angrenzende

    Flächen schnell freispülen...


    Aber Glück gehörte damals irgendwie dazu - es war eigentlich nie gefährlich genug,

    und trotzdem ging es meistens gut...:saint:


  • Die Aufnahme habe ich in der Diasammlung meiner Schwiegereltern entdeckt. Leider nicht ganz scharf, aber immerhin: 3x /8 und 1x Flosse. Aufgenommen 1972 in Berlin.

    Tja, apropos alte Zeiten, im Bild eine Stätte meiner Ausbildung, sehr schön.


    Um diesen Platz bin ich recht viel herum gekommen, sei es im Auto (dann über viele Jahre im elterlichen Benz, im Büssing Bus, auf dem Velo...


    W123 und W124 haben mich geprägt, ich habe viel Zeit in diesen Wagen verbracht, als ich dann wegen Studiums wieder zurück nach Berlin zog, während meine Eltern derweil in Hamburg wohnten, bin ich im wesentlichen ÖV oder Rad gefahren. (Oder, im Surfurlaub in DK auch mal die Autos von Freunden).


    Ich selber habe erst spät, mit ca. 27 den Führerschein gemacht, weil ich im Berlin der Wendezeit (alte Zeiten: das waren die prägendsten Jahre für mich, das wäre dann nochmal eine eigene Rubrik wert....) einfach keine Zeit für ein Auto hatte :thumbsup:


    Hier mal ein paar Bilder:


    1976, 230 tiefgrün, mit chicer Heckjalousie, einer der ersten in Berlin, den wollte man uns über den Zaun abkaufen.





    1981, 200D irgendeinblau. Hoverspeed, passend zu alten Zeiten, war ein tolles Erlebnis. Der wurde nach einem Jahr wegen Leistungsmangel schon wieder verkauft. Das ging damals ohne grosse Verluste (!).




    1982, 200 T, surfblau, optisch mein absoluter Favorit.




    Für die Kanu-aufm-Auto hier noch ein Schmankerl:




    1985, 200T petrol, auch der W124 durfte Kanus fahren, aber auch Fahrräder.





    Danach kam leider wieder eine Limo, 1988 230E zur Abwechslung jetzt mal mit Skiern auf dem Dach. :-)


    Erstwagen war ein Audi 100 2.3 in gold, mit Treser-rundum-Spolier-Verzierung (!), an den ich durch besondere Umstände kam. Optisch in dieser Aufmachung nicht mein Fall, aber der 5-Zylinder war herrlich. Irgendwann waren viele Dinge auf einmal kaputt, hab den Wagen dann in kurzem Prozess in Hamburg auf einem Markt vertickt, von wo der Wagen direkt auf´s Schiff kam.


    Mein zweites Auto war dann mein 108er, den fahre ich heute noch.


    Hier ein Bild aus alten Zeiten, als ich dann wieder in HH wohnte und es genoss mit Lutz und Nils als 108er-Trio durch die Stadt zu cruisen.




    Hach ja, schön war die Zeit :-)


    Inzwischen spielt der Grauling in einem Trio in Zürich, mit einem hier wohlbekannten Goldstück :cool:



    Gruss

    Marius

  • Zwei Bilder mit Flosse - und anderem automobilem Kulturgut - habe ich noch gefunden.



    Schloss Charlottenburg in Berlin, 1972. Das Nummernschild der Flosse kann ich nicht identifizieren. Aber ich glaube nicht, dass es aus Deutschland stammt. Weiter hinten ragt auch noch das Heck eines /8 hervor.

    Den VW-Campingbus und den 911er würde ich gerne durch die Zeit rüberbeamen. Der Erlös müsste reichen, um die Flosse den Rest meines Lebens am Laufen zu halten.



    Ein niederrheinisches Neubaugebiet 1974. Der Besitzer der Flosse war Spediteur. Der wusste auch, was gut ist.

  • "Vorsicht Jungs! Da kommt Hannes mit seiner Dampf..WABADA-Wabada-wabada...."


    file.php?0,file=464,filename=IMG_0231b_L_TAXIstand_sw.JPG


    Mein zweites und mein erstes Auto...


    Ich meine ich war mit Nordhorst unterwegs? Als mitten auf einer hamburger Kreuzung hinten die Tür aufging und wir einen weiteren Mitfahrer bekamen... ohne "Ledich" auf'm Dach...

  • Beule -


    bitte größer das Foto - das hintere der beiden Fahrzeuge KÖNNTE ein Modell sein,

    dessen Namen ich in bestimmten Zusammenhängen nicht mehr laut nennen darf.


    Schade - eigentlich...

    (was sagt nochmal der Kampfflieger zu diesem Un-Wort?)

  • Vechtaer Moor, irgendwann in den frühen 70ern.


    Vaters W108. Mein Vorbild seit Kindergartentagen. Also das Auto, nicht die Qualitäten meines Vaters als Fotograf, die waren immer unterirdisch, meine halbe Kindheit muss ich ohne Kopf verbracht haben. Aber der W108 ist mir nie aus selbigem gegangen.

  • Da bin ich aber froh, dass ihr wirklich alle nur auf die Automodelle seht.
    Alles andere wäre nicht ehrenhaft.

    Interessant sind auc die beide die da rennen.
    Muss man echt rennen, wenn ein Ponton ankommt, die sind doch nun wirklich nicht die schnellsten :)
    Oder sind das Bankräuber?

    Eigentlich ist eigentlich ein Scheißwort.

  • Mir fällt vor allem auf, wie bunt und friedlich die Stadt damals noch war - siehe u.a. die beiden Mädels… „Das Paris des Nahen Ostens“ - bevor die Leute sich wieder einmal wegen ihrer Religionen gegenseitig umgebracht haben…

  • Hallo Christoph,

    ein "108er im Moor" Stillleben kann ich auch noch bieten - auch wenn es ca. 20 Jahre nach Deinem Bild entstanden ist (1994).



    Den 280S - in zunächst optisch recht bedauerlichem Zustand, dafür mit neuem TÜV & karosseriemäßig recht gut - hatte ich mir als Student für 3000.-DM zugelegt.

    Mit 38.000 "garantierten Originalkilometern" & vom "Freund des Erstbesitzers" konnte ich einfach nicht widerstehen - auch wenn der Freund versucht hatte, die Bildung des unter den Zierleistenbefestigungen hervorkriechenden Eisenoxids mittels dunkelgrauer Sprühgrundierung - die einfach großzügig über Lack/Rost & Zierleisten aufgebracht wurde :wacko: - "in den Griff zu bekommen".


    W108 Sondermodell "Zebra".


    Die verbliebenen Finanzen reichten natürlich nicht mehr, um schon im ersten Sommer eine Ganzlackierung durchzuführen - Haube, Kotflügel v/h & Heckdeckel mussten erst einmal reichen.

    Um das Werk zu vervollständigen wurde der Wagen im Herbst beim benachbarten Agrarier in der offenen Scheune untergestellt und jeden Monat eine Tür ausgebaut, um sie beim befreundeten Mechaniker (mit Eigenbau-Lackierkabine) mittels des schon auf Vorrat erworbenen "050 Glasurit" ebenfalls wieder zum Glänzen bringen zu lassen.


    Wer ein wenig genauer hinschaut stellt fest, dass nicht nur die Türpassung nachher suboptimal war, sondern, dass es auch nicht die beste Idee war, aus Gründen der Kostenreduzierung immer auf die Grundierung zurückzugreifen, welche jeweils gerade in der Lackierkabine ohnehin gerade zur Verarbeitung anstand:


    Während standardmäßig eigentlich immer eine ockerfarbene Grundierung in der Kabine zum Einsatz kam, war bei der Lackierung der Beifahrertür eine graue Grundierung verfügbar.

    Spart man dann auch noch an der Stärke der Decklackierung, dann fällt nach Wiedermontage aller Türen bei der ersten Frühjahrsausfahrt ein unerklärlicher Farbunterschied auf...

    Ähnliche Sparüberlegungen beim Ausbessern des Steinschlagschutzes am Längsträger ("es reicht ja, wenn ich nur die verdächtigen Stellen säubere & ausbessere") führten dann noch zu weiteren "optischen Akzenten"....
    ...und das der Vorbesitzer offensichtlich nicht so genau wusste, wo der Spiegel auf der Tür hingehört fiel mir auch erst später auf.

    Halogen-Nebeslcheinwerfer hatte der Wagen zwar ab Werk mitbekommen - die orignalen waren aber während der ca. 10 Jahre, die der Wagen schon beim Vorbesitzer in der Scheune verbracht hatte "irgendwie abhanden" gekommen.
    Da die natürlich noch vorhandenen Befestigungslöcher im Kotflügel irgendwie gefüllt werden mussten half der Schrotti mit einem Satz neuwertiger (zu großer) Hellas für 20.- DM gerne weiter...


    Dieser "Bastelzustand" hält sich bis heute und auch wenn ich immer noch den festen Vorsatz habe all die Schönheitsmängel "bei Gelegenheit zu beseitigen" erschien es mir im in den Folgejahren wichtiger die knarzende Vorderache zu überholen, Motor & Getriebe abzudichten, den speckigen Fahrersitz & zerbröselte Schiebedachdichtungen zu ersetzen, ...


    Gruß,


    Gerd

  • Ein zweiter Vechtaer hier :):):) Da sage ich doch mal ganz herzlich Moin!!! Wie schön, dass Dein W108 bis heute durchhält - da sieht man mal, was gute Pflege ausmacht :thumbup:

  • Dann muss ich noch einmal Nachlegen, Fahrt in den Urlaub 1970, bin nicht sicher ob das etwas Schimmelbefall auf dem Dia war, oder doch so viel Insekten.

    Mittlerweile habe ich auch die Theorie, das der deutlich geringere Fliegentod an den Autos heutzutage nicht an drastisch besseren Luftwiderstandbeiwerten der Autos liegt als am Insektenaufkommen, denn als ich im Sommer eine etwas längerer Strecke mit der Flosse unterwegs war wunderte ich mich doch wieder daran, was ich bei doch eher verhaltenen Geschwindigkeiten an der Scheibe und vorn an den Scheinwerfern wieder zu säubern hatte


    Gruß


    Uli

  • Im Sommer 1994 fuhr ich von München nach Lissabon, mit einem 220D/8.

    In München waren zu dieser Zeit noch 5 von 10 Taxen vom Typ 123, konnte man an jedem Taxistand so nachzählen.

    In Lissabon waren zu dem Zeitpunkt 5 von 10 Taxen /8er, und der Rest 123, was mich faszinierte. Über 20 Jahe im Dienst, und optisch deutlich besser als der meinige.

    Wie auf dem Foto unten schwarz, oben weiß(lich).


    Grüße

    Marc

  • Und in Istanbul, eine Flosse gleich wie mein erster :-)


    Da gab es viele schoene Auto´s, vor allem auch Amerikaner (Wahrscheinlich wegen der NAVO beitritt...).

    Die sind aber alle verschwunden, wahrscheinlich wegen eine Behoerden Aktion und dann von Tofas/Fiat ersetzt worden...


    Es sah damals gerade etwas sonniger aus...



    Ich war dann auch mal da mit den 240D

    Freude am fahren - Mercedes Benz