Posts by Gerd.Batke

    Hallo Nicolai,


    wie ich am Donnerstag geschrieben hatte, gehört zum Ausstattungscode 120 (der sich in der Datenkarte im Feld Nr.8 findet) - neben Angaben zu Teppich, Hutbalage, Türverkleidungen,... - eine Polsterung in der MB-Tex in der Farbe cognac 2402.


    Eine Übersicht der verfügbaren Ausstattungen findet sich in der Übersicht "Pkw Ausstattungen" - für den W108 mit MB-Tex z.B. hier: https://mercedesclubs.de/mitgl…ttungscodestex-polster108


    Auszug:


    Gruß,


    Gerd

    PS:

    Da man typischerweise das alte Lager ohnehin nicht wiederverwenden wird, bleibt natürlich auch die zerstörende Demontage desselben.


    Was man für diese Gewaltmaßnahme braucht findet man in fast jeder Werkstatt:


    - Schraubstock mit Alubacken, um die Achswelle darin einspannen zu können

    - Kleiner 115/125mm Winkelschleifer mit dünner 1mm Trennscheibe, welche bevorzugt schon weitgehend aufgebraucht ist - also mit noch kleinerem Durchmesser

    - Hammer

    - Großer Schlitzschraubendeher (gerne mit durchgehendem Stahlkern, sodass man ordentlich mit dem Hammer draufschlagen kann)


    Das Vorgehen ist einfach - erfordert aber langsames Herantasten, um nicht versehentlich die Achswelle oder die Bremsankerplatte zu beschädigen:


    - Achswelle senktrecht im Schraubstock einspannen, mit der im Bereich des Lagers abgeflacht Stelle zu sich hin zeigend.

    - Kugellageraussenring durch zwei schräge Schnitte in zwei Hälften zerlegen, danach Rollenkäfig ebenfalls in zwei Hälften zerlegen.

    - Nun den Lagerinnenring im Bereich der Abflachung der Achswelle mit zwei über Kreuz liegenden, schrägen Schnitten so tief wie möglich "anschneiden".
    Vorsichtig vorgehen um Achswelle nicht zu erwischen!

    - Das enstandene obere Dreieck mit Schraubendreher & Hammer rausschlagen.

    - Danach kann man den Schraubendreher nun prima ansetzen, um den Innenring zu sprengen - er ist geknackt, wenn er sich nach dem Schlag plötzlich ein wenig verdreht hat.

    - Mit Schraubendreher und Hammer läßt sich der gesprengte Ring nun relativ leicht von der Achswelle treiben.


    Hallo Lutz,


    bzgl. Deiner Bedenken die Ankerplatte bei der oben gezeigten Vorgehensweise möglicherweise zu verformen / zu zerstören, möchte ich Dir aus eigener Erfahrung zustimmen:


    -> Ich habe testweise mal bei zwei Achswellen -

    eine mit der Trägerplatte/Ankerplatte in der alten, gegossenen, schweren Ausführung (früher W108) und
    eine mit der neueren, leichten "Blechträgerplatte" vom späten 108 -

    die Kugellager per "Brute Force US-Methode" abgezogen.


    "Brute Force" Methode:

    Hartholz- oder Spanplatte auf den Betonboden, Achswelle aus 50...60cm Höhe mit dem Kerbzahnende darauf fallen lassen.

    -> Das Eigengewicht der Ankerplatte drückt auf dem Kugelllagerinnenring und diesen dann schließlich von der Achswelle;

    s. z.B. hier https://www.sl113.org/wiki/DriveShaft/RearWheelBearings


    Ergebnis:


    - Mit der alten, gegossenen, schweren Ankerplatte klappte das bei meinem Versuch recht ordentlich - 3...4 mal fallen lassen und das Lager war runter; die Ankerplatte war nicht verzogen (oder gar gerissen).


    - Mit der neuen, leichteren "Blech-"Ankerplatte hingegen war das Ergebnis ernüchternd - ich musste aufgrund des geringeren Eigengewichts der Blech-Ankerplatte die Fallhöhe deutlich erhöhen und die Achswelle auch zigmal fallen lassen, bis das Lager herunter kam.

    Als Resultat zeigte die Ankerplatte zeigte nachher Verzug im Bereich der Dichtfläche zum Achsrohr.

    Ich glaube kaum, dass sich die Platte wieder "planzieht", wenn sie wieder am Achsrohr verschraubt wird..... -> Ankerplatte Schrott.


    Nach dieser Erfahrung mit der neueren Ankerplatte würde ich auch bei der alten Ankerplatte Abstand von dieser Vorgehensweise nehmen und daher in Zukunft besser immer irgendeine Art Abzieher/Trennmesser/... verwenden, sodass dafür gesorgt ist, dass die Kräfte beim Abziehen nur auf das alte, gebrauchte Kugellager wirken (und nicht auf die Ankerplatte - zumindest nicht in einer Art, bei der die Ankerplatte verbogen werden kann).


    Gruß,


    Gerd

    Hallo Nicolai,


    am einfachsten wäre die Frage zu beantworten, wenn Du in der Datenkarte den Code im Feld "Ausstattung" nachsehen könntest.

    Beispiele:

    Ausstattungscode Polsterung

    lt. Datenkarte

    113 MB-Tex, bronzebraun 2400

    114 MB-Tex, naturfarben hell 2401

    120 MB-Tex, cognac 2402



    Ansonsten:
    Versuch einer Analyse basierend auf dem Foto:

    - Auf dem Bild meine ich zunächst einmal einen MB-Tex / Kunstleder Sitz zu erkennen.

    - Ferner sind Armlehne & Bordkante an der Tür in einer anderen Farbe - also ein Fzg. vor der Modellpflege '68 (...Du besitzt einen 250SE, richtig?).

    - Der Farbton könnte gemäß http://sterntwiete.mparschau.de/html/mb-tex_fruh.html cognac sein.


    Gruß,


    Gerd

    Hallo Nicolai,


    Glückwunsch zur erfolgreichen Fehlersuche!

    Wenn Du noch kurz zusammenfassen könntest, was denn bei Dir die gefundenen Ursachen & getroffenen Maßnahmen zur Beseitigung waren, dann könnte dieser Thread dem nächsten Hilfesuchenden besser als Basis für eine genauere Analyse am eigenen Fahrzeug dienen...


    ...oder waren es letztlich einfach die schon am 8. Januar beschriebenen Maßnahmen?


    Gruß,


    Gerd

    Hallo Sascha,


    wie Hawa schrieb, darf der Abziehring nicht den Käfig des Lagers berühren - er sollte also in der Ausrichtung eingelegt werden, wie in Deinem zweiten Foto gezeigt.


    Diese Ausrichtung erkennt man auch in der Schnittzeichnung im Werkstatthandbuch; Position 5 ist dabei der "Abziehring":



    Legt man sich den Ring auf das Lager, dann kann man auch sehr schön sehen, dass nur in einer Ausrichtung - wie Hawa schrieb - der Ring nicht am Käfig des Lagers schleift:


    Schaut man sich den Stapel aus Lager, Abziehring & Simmerring dann von der Seite an, sieht man auch, dass in der richtigen Ausrichtung alle Teile schön kompakt & ohne Spalte aufeinander aufliegen:


    Gruß,


    Gerd

    PS:

    Dein Abziehring zeigt (auf dem 2. Foto sichtbar) Schleifspuren vom Lagerkäfig - der war evtl. mal anders herum montiert!?

    Hallo Thomas,


    SLS hat auch die 145mm Schrauben im Programm (https://www.sls-hh-shop.de/mai…mm-kein-dehnschaft-p-3167) - allerdings nicht gerade zum Sozialtarif.


    Gruß,


    Gerd


    PS:

    Die "Zylinderkopfschrauben-Info" Übersicht bei SLS (https://www.sls-hh-shop.de/mai…rauben-info-c-3_2335_2385) scheint mir für die frühen M130 allerdings nicht ganz korrekt zu sein.
    SLS nennt für die kurzen Schrauben eine Länge von 105mm; das WHB aber 110mm und 110mm ist auch die Länge der Schrauben, die ich aus meinem frühen (allerdings werksüberholten) Motor herausgedreht habe.

    Hallo Manfred,


    meines Wissens haben sich die Befestigungspunkte bei der Flosse im Laufe der Bauzeit geändert - die Angabe des Baujahrs Deines Fahrzeugs wäre für eine genauere Einschätzung vermutlich hilfreich.


    Es gibt schon einige Threads zum Thema, siehe z.B.


    W111 Sicherheitsgutpeitschen

    Gurte/Sitze 220SB

    Gurte in Flosse nachrüsten - aber wo?

    Gewinde Gurtbefestigung an der B-Säule W110 / 190DC

    3-Punkt-Automatik Gurt für Heckflosse

    Automatik-Sicherheitsgurt Einbau Heckflosse Vordersitze


    Am besten nimmst Du aber zunächst einfach mal eine B-Säulenverkleidung runter, dann solltest Du den oberen Befestigungspunkt (für die Umlenkung) schon mal finden und ggf. auch sehen, ob der untere Punkt bei Deinem Fzg. an der B-Säule ist (ungünstig für die Positionierung der Rolle...) oder ob der untere Punkt eher am Schweller (also seitlich im hinteren Fußraum) zu finden sein sollte...


    Gruß,


    Gerd

    ...die kleine Ziffer ist vermutlich nur die Gussform Nr. o.ä.


    Die Kennziffer des Bremssattels findet sich normalerweise wohl groß mittig auf dem auf der innenliegenden Sattelhälfte.
    Schau' doch noch mal auf der anderen Bremssattelhälfte nach, ob sich nicht dort noch eine große 14 findet...

    Wenn nicht, dann bleibt Dir immer noch die Option den Sattel auszubauen & den Kolbendurchmesser mit der Schieblehre zu ermitteln.


    Gruß,


    Gerd

    Hallo Peter,


    Sättel mit Kennziffer "14" hatten wir gerade noch, s. Wo gehören diese Bremsen hin? .


    -> Das sollten die ATE Sättel mit 57mm Kolben für die Vorderachse sein.


    "G15" sagt mir gerade erst einmal nicht.


    Könntest Du Bilder einstellen?


    Gruß,


    Gerd


    PS:

    Die Teilenummer der ATE Sättel mit 57mm Kolben / Kennziffer "14" sollte 001 421 8198 (links) bzw. 8298 lauten.

    Lt. Teilekatalog sind die auch beim 200 W110 verbaut.

    PS:
    Zum Aufruf des alten Artikels entweder im obigen Beitrag auf den hinter dem "W108" liegenden Link klicken (Klick auf "280SE" führt leider zum falschen Artikel) oder diesen ausgeschriebenen Link in die Adressleiste des Browsers kopieren:


    forum.mercedesclub.de/index.php?thread/15846-w108-280se-3-5-anlasssperrschalter-ausbauen/


    Gruß,


    Gerd

    Hallo Ulli,


    Vorderachse. Und dabei würde ich auf W108/109/113 tippen.


    Die Bremskolben sollten dann 57mm Durchmesser haben.


    Allerdings gab es beim W108 zwei Ausführungen - bis Fgst.Nr. für Fzg. ohne innenbelüftete Scheiben und ab Fgst.nr. für Fahrzeuge mit innenbelüfteten Scheiben.


    Die frühen passen meines Wissens auch am /8 (...abgesehen von 280er & 240D3.0? - die hatten Zangen mit 60mm Kolben, soweit ich weiß).


    Gruß,


    Gerd

    Hallo Gunter,


    das Problem der fehlenden Antworten dürfte sein, dass - wie Wolf - viele sich gefragt haben, was denn mit "dieses Blechteil zwischen Chassis und Sitzgestell" wohl gemeint ist und z.B. auf erläuternde Fotos gewartet haben.


    Evtl. meinst Du ja tatsächlich die Sitzschienen (mit Längsverstellung), die unter unter das Sitzkissen geschraubt werden, wie sie z.B. in diesem aktuellen Angebot aus der eBucht (https://www.ebay.de/itm/Merced…25c254:g:tF4AAOSwnipWZKgE) gut im angeschraubten Zustand zu erkennen sind?


    Ist es dass, was Dir fehlt?


    -> Dazu gibt es diverse Angebote in der Bucht ("Sitzschienen W110"), viele Gebrauchtteile in Ornbau oder die Möglichkeit zu einer "Suche" Anzeige im Kleinanzeigenteil.

    (Ehemalige Bezeichnung beim Freundlichen: "Sitzführung - Schiebesitzführung", Teilenr. 110 910 8905 & 110 910 xxxx ?)


    Gruß,


    Gerd

    Hallo,


    nachdem ich nun auch die Sattelgehäuse etwas gereinigt habe, fiel mir auf, das sich die Varianten mit und ohne Schlagausgleich evtl. auch einfacher unterscheiden lassen - wäre gut, wenn dass noch jemand an weiteren zerlegten Sätteln verifizieren könnte:


    -> Meine Sättel
    - mit Scheibenschlag-Ausgleichsvorrichtung besitzen in der Gehäusehälfte, die nach innen (zum Differential hin) zeigt ein eingegossenes "R",
    - die ohne Schlagausgleich haben keinen Buchstaben (...abgesehen von "Ate" :-) ).



    Als ich den Sattel mit dem "R" in der Hand hielt, dachte ich im ersten Augenbleick, dies sei die Kennzeichnung für den Einbauort "rechts" - es war aber der Sattel für links...

    ...und bei zwei weiteren Sätteln mit Rückstellvorrichtung fand ich dann auch das "R" eingossen - was natürlich noch ein Zufall sein könnte...


    -> Daher die Bitte an die, die Ihre Sättel schon überholt haben und wissen, ob ein Schlagausgleich verbaut ist oder nicht, doch einmal auf dem jeweiligen Sattelgehäuse nach dem "R" zu schauen.


    Gruß,


    Gerd


    PS:

    Kleine Ergänzung zu meinem Beitrag von gestern:
    - Die Bremskolben für die Version mit Schlagausgleich sollten sich prinzipiell auch in Sätteln ohne Schlagausgleich verbauen lassen - sie sind also wohl als universelles Ersatzteil geeignet für beide Ausführungen geeignet.

    - Die Bremskolben für die Version ohne Schlagausgleich passen aber nicht in Sättel mit Schlagausgleich, da dann der Führungs-/Nachstelldorn (s. Bild) mit dem Bremskolbenboden kollidieren würde.

    Hallo,

    im Zusammenhang mit der Diskussion Tonnenlager oder Kugellager gab es wiederholt den Hinweis darauf, dass bei der Verwendung von Tonnenlagern an der Hinterachse auch Bremssättel mit Scheibenschlagausgleich zu verwenden seien (s. auch WHB ab'68).


    Es blieb aber glaube ich die Frage offen, wie die beiden Bremssattelausführungen denn ohne Zerlegung zu unterscheiden seien - daher habe ich nun ein Vergleichsbild der 35mm Bremskolben, wie sie beim 108/109 ab Aug. '69 (s. z.B. https://www.dbdepot.de/Technische-Informationen-W-108/109) verbaut wurden gemacht.


    Schaut man - bei ausgebauten Bremsbelägen - auf die Bremskolben, dann kann man leicht erkennen, ob es sich um die Version mit oder ohne Schlagausgleich handelt:
    Die Version mit Schlagausgleich weist mittig eine Erhöhung auf, die bis an den Bremsbelag heran reicht; bei der Version ohne Schlagausgleich schaut man in einen Topf hinein - sie besitzt in der Mitte ein "großes Loch".



    Gruß,


    Gerd


    PS:

    Aüßeres Merkmal beider 35mm Sattelausführungen (zur Unterscheidung von den frühen 42mm Sätteln, bis Aug. 1969) ist die im Sattelgehäuse eingegossene Kennzahl "35".

    Hallo Jürgen,

    guten Morgen!

    Ich mag etwas verpasst haben, aber ich denke, es wäre hilfreich evtl. noch Fahrzeugtyp/-motorisierung/-baujahr/... preiszugeben.


    Gruß,


    Gerd

    Hallo,


    ihr habt natürlich recht - ich habe die 18mm an die falsche Seite des Stutzens gezeichnet - ist ja auch anhand der restlichen Dimensionen erkennbar, dass es auf der Gewindeseite kaum 18mm sein können.


    Das Gewinde besitzt aber leider trotzdem 1mm Steigung - und ist somit in der Tat nicht so üblich....



    Gruß,


    Gerd