Posts by yoho90


    37 Grad im Schatten. Gefühlte 50 Grad in der Sonne. Ich habe beim "Shopping-Center" einen Parkplatz unter Bäumen ergattert. Die schattigen Parkbuchten sind nicht so begehrt, wie man bei diesem Wetter annehmen dürfte, denn sie befinden sich am allerhintersten Ende des riesigen Park-Areals.

    Als ich mit dem Einkaufswagen zurückkomme, ist der erste Handgriff: alle Türen auf, Fenster herunterkurbeln.


    "Ja, so eine Fensterkurbel ist wirklich eine tolle Sache", spricht es plötzlich hinter mir.

    Ich drehe mich um. Da parkt ein Golf, ziemlich neu, jedenfalls im Verhältnis zur Flosse.

    Die da gesprochen hat, ist etwa in meinem Alter und freut sich sichtlich über den Oldtimer.


    Sie steigt aus, drückt auf den Knopf ihrer Auto-Fernbedienung – und nichts passiert. Weder verriegeln sich die Türen noch fährt die Fensterscheibe der Fahrertür nach oben. Der folgende Fluch ist eher undamenhaft, kommt aber von Herzen.

    "Okay", sagt sie, nachdem sie sich beruhigt hat. Sie setzt sich zurück ins Auto und fährt die gesamte Bordelektronik wieder hoch. Aha, denke ich beim Blick auf das Armaturendisplay, ein E-Golf. Ein Surren und das Fenster gleitet jetzt doch nach oben.

    Aussteigen, Knöpfchen der Fernbedienung drücken. Klack, Klack, Klack. Geht doch!

    "Der fährt sich schön", sagt sie, "aber die Karre macht einfach was sie will. Genießen Sie Ihre Fensterkurbeln. Die tun jedenfalls was SIE wollen."


    Sprachs, schnappt sich meinen inzwischen leeren Einkaufswagen und zieht von dannen.

    Ich habe immer noch ein Grinsen im Gesicht, als ich schon lange wieder auf dem Heimweg bin.


    Grüße Bernd

    Hallo Konstantin,

    wenn das Wasser von der Stirnwand kommt, dann schau Dir mal genau den Übergang Stirnwand zum Innenkotflügel an. Besonders im Bereich des Dämmmaterials.

    Ich bin vor dreißig Jahren mit Hilfe eines scharfen Schraubendrehers schnell fündig geworden. Da die Durchrostung nicht besonders groß war, hab ich Sicca drüber geschmiert. Hält bis heute dicht.

    Grüße Bernd

    Hallo Illya,

    als erstes solltest Du überprüfen, ob im Bremsflüssigkeitsbehälter Bremsflüssigkeit fehlt. - Falls Ja, hast Du ein Leck in einer Bremsleitung (Korrosion) oder eine Bremszange ist undicht.

    Wenn Du keine Bremsflüssigkeit verloren hast - was ich für wahrscheinlich halte - aber trotzdem einen plötzlichen Druckverlust hattest, dann kann es eigentlich nur der Hauptbremszylinder sein. Wenn der Fehler nur sporadisch auftritt, bedeutet das, das eine der Dichtungen darin kurz vor Total-Ex ist. Meistens funktioniert sie noch und dann gibt es mal wieder einen Aussetzer.

    In dem Fall ist auf jeden Fall ein neuer Hauptbremszylinder fällig. Den für meine Flosse (/8 HBZ) konnte ich ohne 'Schmerzen' bezahlen. Beim wesentlich neueren W124 sollte es dann auch möglich sein.

    Grüße Bernd

    ..., aus einer Zeit, wo sie nur wenige Tausend Euro kosteten...Die gute alte Zeit.

    VG

    Nicht Euro, D-Mark. ;) Ist wirklich sehr lange her. Genauer gesagt war das 1990.

    "Gute alte Zeit". - Das Flosse-Fahren war damals billiger als heute. Allerdings hatte ich als Student auch deutlich weniger Spielgeld. Von da her sitze ich inzwischen, trotz allem, deutlich entspannter hinterm Steuer.

    Grüße Bernd


    Hallo Konstantin,


    ich vermute leider auch, dass Du ein erhebliches Korrosionsproblem hast, denn da wo das Wasser rauskommt, sollte sich serienmäßig kein Loch befinden, durch das es in den Innenraum laufen kann. Das mal vorneweg.


    Außerdem scheint mir das ein bisschen arg viel Wasser. Das könnte auch von hinten kommen.

    Wohin entwässern denn die Mulden der Kofferraum-Scharniere?

    Wenn sie nicht sauber, sondern voller Kompost sind, hol den erst mal aus der Ablauföffnung raus, also den Kompost. Ein Teelöffel tut da gute Dienste.


    Darunter - unter dem von mir vermuteten Kompost - entdeckst Du ein Loch mit etwa einem Zentimeter Durchmesser. Dieses Loch ist eigentlich das Oberteil eines Rohres, das in den Kofferraum peilt. Darauf war ursprünglich mal ein Schlauch gesteckt, der in den hinteren Radkasten zielte. Dort war ein kleines Gitter angebracht, durch das das Wasser – theoretisch – nach draußen ablaufen sollte.

    In der Realität ist das Gitter entweder dicht oder nach Schweißarbeiten im Radkasten gar nicht mehr vorhanden. Dann beginnt die Korrosion und irgendwann steht das Wasser dort, wo Radhaus und Schwellerspitze aufeinandertreffen. Und dann ist es im Schweller. Und es rostet weiter, bis es seinen Weg in den Innenraum findet. – Splish- splash.


    Am Anfang meiner Flossenjahre hatte ich das Problem auch. Ich hab einfach einen Zehner-Bohrer genommen und Ablauföffnungen ins Bodenblech gebohrt. Dann noch ein Lattenrost unter die Fußmatte. – Fertig! Das war aber keine Dauerlösung.


    Grüße Bernd


    PS: das Foto oben stammt aus dieser Zeit. Die Flosse war gerade mal 25 Jahre alt und ich auch noch sehr jung und flossentechnisch sehr 'unschuldig'.

    PPS: die Schläuche, die die Scharniermulden entwässern, führen inzwischen directement durch die Reserveradmulde nach draußen. Nicht original, aber trocken.


    Gestern bin ich erwischt worden. Bei einer Transportarbeit. 800 kg Pflastersteine mussten von A nach B gebracht werden. Da alleine schon der Transportanhänger 500 kg Leergewicht hat, war das für unsere beiden anderen Alltagsautos deutlich zu viel. Aber nicht für die Flosse. So ein Diesel zieht das Gewicht locker und außerdem noch völlig legal.

    Außerdem haben die Dieselflossen den Ruf – neben dem Taxigewerbe - hauptsächlich der Landbevölkerung als Zugfahrzeuge gedient zu haben, wenn der Traktor dafür zu langsam war.

    Auch unser blauer Benz hat so eine Vorgeschichte. Erstbesitzer von Mercedes und Anhängerkupplung war ein Landesprodukten-Kaufmann.

    Also, why not?


    Aber nicht bei jedem kommt so was gut an. Ein junger Mann war ehrlich empört. Wenn er so ein Auto hätte, er würde das in die Garage stellen, jeden Tag abstauben und polieren und bei Sonnenschein am Sonntag mal eine Runde damit fahren.

    Ich habe ihm angeboten beim Abladen zu helfen, um das Auto zu entlasten.

    So weit ging die Oldtimer-Liebe dann aber doch nicht und er hat sich schleunigst getrollt.


    Grüße Bernd (mit Muskelkater)

    Hallo Lutz,

    mein Versuch mit Schnellglühkerzen ist Jahrzehnte her und ich bin, genau wie Du, damit gescheitert. Das Anlassen wurde zur Motorquälerei.

    Das heißt, eigentlich ist mein Mechaniker mit den Schnellglühkerzen gescheitert. Denn er hatte die Idee zum Glühkerzenwechsel. Immerhin ein Spezialist für den OM615 und den OM621.

    Wir haben lange gegrübelt, woran es liegen könnte. Hilfreich war eine Schnittzeichnung des Motors. Da ist dann zu sehen, dass die Glühkerzen weit in die Vorkammern hineinragen. Und offensichtlich, so das Ergebnis unserer Überlegungen, verwirbelt der eingespritzte Kraftstoff rund um die Standard-Glühkerze zündwilliger als um die Schnellglühkerze.

    Seitdem gehört die Diesel- Gedenkminute einfach zum Startvorgang dazu und der Motor springt auch nach über 400.000 Kilometern bei frostigen Temperaturen noch an. Allerdings in den letzten Jahren eher unwillig. Ein, zwei Umdrehungen sind schon nötig. Bei Plusgraden ist er hingegen sofort "da".

    Ich würde die Dinger an Deiner Stelle wieder rausschrauben. Viel schneller als eine Flosse ist der /8 auch nicht unterwegs. Da kommt es auf eine Minute mehr oder weniger nicht drauf an. ;)

    Grüße Bernd

    Hallo Thomas,

    ich würde noch einfacher ansetzen, und das Gelenk, in dem das Bremspedal hängt, ölen (falls Du das nicht schon getan hast). Und dann bewegen und wieder ölen und bewegen und wieder ölen.

    Als ich meine Flosse gekauft hatte, brauchte der Hebel der Lenkradschaltung eine kräftige Hand und blieb da stehen, wo man ihn hinbewegte, auch wenn da gerade kein Gang lag. Als damaliger Laie war mir nicht klar, dass das so nicht ganz dem Auslieferungszustand entspricht.

    Bis der Missstand dann meinem Lieblingsmechaniker auffiel. Daraufhin wurde ich in das Auto gesetzt, bekam eine Sprühdose in die Hand plus einem Fingerzeig, wo ich damit hinstratzen soll und dann wurde die Bühne hochgefahren. Unten werkelte der Maestro und oben durfte ich sprühen und den Schalthebel bewegen. Mindestens eine Stunde lang. Wenn ich erlahmte kam von unten ein strenges "Nicht einschlafen!!"

    Was soll ich sagen, der Lenkradschalthebel bewegt sich seitdem federleicht.

    Viel Glück!

    Grüße Bernd


    Hallo Hans,

    Du sagst, die Hinterachse hättest Du "gemacht"? Gab es auch ein neues oder wenig gefahrenes Differential?


    Deine Beschreibung erinnert mich akkurat an ein Phänomen, das mich bei meiner Flosse jahrelang begleitet hat, ohne dass sich eine Ursache finden ließ: Klacken bei Lastwechsel. Schalltechnisch ganz schwer zu verorten. Angefangen von der Kupplung bis zur Hinterachse war alles verdächtig.

    Als dann die Hinterachse für eine Überholung fällig war, haben wir die Schultafel in der Werkstatt sauber gewischt und mit Kreide notiert, wie viele Kilometer meine Flosse, seit sie das Werk verlassen hat, wohl gefahren ist. Wir kamen auf 1,5 Millionen. Minimum. Davon mindestens mal 500.000 Kilometer im Hängerbetrieb (Landesprodukten-Kaufmann als Erstbesitzer).


    Mein Flossen-Spezialist riet daraufhin, nichts mehr von der alten Achse weiter zu verwenden, (außer den Bremstrommeln).

    Also haben wir in seinem Lager nach einer passenden Achse mit wenig gefahrenen Kilometern gesucht und wurden auch fündig. Kam aus einem Unfallwagen mit 50.000 km auf dem Tacho, wie auf einem Ölzettel am Achsrohr zu lesen war. Trotzdem wurde die Achse komplett zerlegt, entrostet, lackiert, alles neu gelagert, abgedichtet und schließlich eingebaut. - Seitdem ist das Klacken weg.


    Der "Meister" hat dann noch etwas recherchiert und wir haben uns darauf geeinigt, dass das Klacken wohl Symptom eines verschlissenen Differentials gewesen ist.

    Angesehen hat man den Zahnrädern nichts. Das Problem muss sich im Zehntelmillimeter-Verschleiß-Bereich abgespielt haben.


    Wenn Du bei Deinem 300er nichts anderes findest, dann könnte es durchaus das Differential sein.


    Grüße Bernd


    PS: die eingeätzten Zahlen auf dem (nach dem Zerlegen verstaubten) alten Differential-Zahnrad sind – so vermute ich – beim individuellen Einmessen der Differential-Teile entstanden. Ein Zeichen dafür, wie sorgfältig hier im Werk gearbeitet wurde.


    Man braucht Training Training Training und Training. Wenn man das nicht hat, helfen diese Systeme. Den jungen Fahrern sollte man allerdings mal zeigen, was passiert wenn sie ohne diese Systeme fahren und welcher Illusion sie unterliegen, das Fahrzeug selbst zu steuern. Ich kann daher sehr empfehlen, seine Kids nach den Erlangen des Führerscheins in so ein Training zu schicken.


    So ein Sicherheitstraining schadet uns 'Alten' aber auch nicht. Am besten mit einem "richtigen" Auto...

    Und außerdem, so eine elegante Seitenneigung schafft keine moderne Karre.

    Grüße Bernd


    Die Grenzen der Flosse habe ich 2010 lernen müssen. Da war die Straße vereist und es ging bergauf. Ohne Ketten war dann auf halber Berghöhe (der Dortmunder Süden ist ein wenig hügelig) Ende Gelände. Ich habe rückwärts im komplett zugewehten Straßengraben geparkt, um die Fahrbahn nicht zu blockieren, und gewartet bis es taut. Als die Temperatur wieder Richtung Plus ging, bin ich dann ein paarmal zu Fuß zu dem Graben-Parkplatz gerutscht, um ja nicht den Moment zu verpassen, in dem das Eis auf der Fahrbahn weg ist. Zu spät kommen wäre peinlich gewesen und ob ein Schutzbrief auch bei persönlicher Dämlichkeit greift…? Das wollte ich lieber nicht ausprobieren.


    Für den Flachland-Alltags-Schnee nehmen wir seitdem das kleinste und leichteste Auto, das wir im Fuhrpark haben: einen Corsa B. Der ist bisher immer durchgekommen und die Ketten in der Reserveradmulde haben wir noch nie gebraucht. Nicht mal bei Ausflügen ins Sauerland. Und da liegt dann im Zweifelsfall schon ein bisschen mehr von der weißen Ware.



    Der Schnee auf Texel war eigentlich harmlos. Allerdings hatte es die Hutze unter der Windschutzscheibe zugeweht. Was haben wir gefroren, bis der Schnee im Lufteinlass endlich durch die Motorwärme geschmolzen war…


    Grüße aus dem momentan schneefreien Dortmund

    Bernd

    Hallo Hansi,

    die Rückbank sollte, zusätzlich zu den Gewindebolzen, am unteren linken und rechten Ende zwei gabelförmige Bleche haben. Die passen über je einen Gewindebolzen an der Karosserie. Unterlegscheibe und Mutter drauf. Fertig!

    Das Unterteil hat auf der Vorderseite zwei Pinne. Die gehören in zwei Löcher in der vorderen Kante des Karosseriekastens, auf dem die Bank aufliegt. Mehr Befestigung gibt es für die Sitzbank nicht. Je nach Zustand der Polsterung musst Du kräftig schieben, um die Pinne in die entsprechenden Löcher zu fabrizieren. Erfahrungsgemäß ist eine zweite Frau oder Mann dabei sehr hilfreich.
    Grüße Bernd

    PS: so ist es jedenfalls an meiner Flosse. Baujahr 07/1965

    Ich habe in den Dutzenden von (selten) mehr oder (deutlich häufiger) weniger gelungenen Modellen

    keine durchgängige Design-Linie und schon gar nicht eine "Sinnliche Klarheit" entdecken können.

    Was meint ihr?

    Hallo Harald,

    ich meine: da haben sich die zehn Semester Germanistik des Pressetexters doch gelohnt. - Oder? ;)

    Grüße Bernd

    Vielen Dank Bernd,

    Na klar ,über den Schweller das macht Sinn .Ich habe gar nicht mehr in Erinnerung das soviel Platz unter der Schwellerabdeckung ist das der Fingerdicke Strang darunter passen soll.

    Sollte das Kabel vor Tepich Verlegung bzw. Verklebung am Schwelle liegen?

    Beste Grüße

    Hansi

    Hallo Hansi,

    bei meiner Flosse liegt da noch die Original Gummi- bzw. Kunststoffverkleidung und die haben wir vor dem Verlegen des Kabelstranges auf die Schweller-Innenseite geklebt. Wenn Du Teppich verlegst, könnte es passieren, dass das mit der Kabelstrangabdeckung nicht mehr passt, je nach dem, wie hoch der Teppichflor ist. Eventuell darfst Du also den Teppich nicht bis ganz an die 'Finne' kleben, sondern musst einen Spalt für das Kabel und die Abdeckung lassen.

    Aber da machst nur Versuch klug. Probier es einfach mal mit einem Teppichrest.

    Grüße Bernd

    Hallo Hansi,

    linker Schweller ist klar. Oben auf dem Schweller gibt es eine Naht, die wie eine Finne über den ganzen Schweller läuft. Der Kabelstrang liegt auf der Innenseite dieser 'Finne'. Darüber kommt eine Abdeckung aus Kunststoff, die auf die 'Finne geklammert wird.

    Das Sitzkissen der Rückbank muss raus (falls es nicht sowieso raus ist). Dann suchst Du in Fahrtrichtung links auf Höhe der linken unteren Ecke der Rückbank-Rückenlehne nach einer Öffnung in der Blechwand, die Kofferraum und Fahrgastraum voneinander trennt. Da muss der Kabelstrang durch.

    Grüße Bernd

    Hallo Roman,


    ich fahre jetzt seit 1989 eine kleine Dieselflosse, aber Unterdruck im Tank hatte ich noch nie.

    Wobei der Tankdeckel tatsächlich keine Entlüftung hat. Bei meinem steht das auch extra drauf. Stell Dir mal vor, Du parkst bei vollem Tank mit der Schnauze nach oben auf einer steilen Straße. Bei dem kurzen Tankstutzen gäbe es dann kein Halten mehr.


    Aber: wir sind öfter mit sehr vollem Kofferraum unterwegs und dabei habe ich beobachtet, dass die Schläuche von dem Entlüftungsbehälter gerne abrutschen. Obwohl die neu und schön weich und elastisch sind.

    Falls das einem der Vorbesitzer Deiner Flosse passiert ist, könnte es sein, dass die Schläuche beim Aufstecken vertauscht wurden?

    Kontrolliere den Verlauf der Schläuche am besten an Hand einer Explosionszeichnung.

    Ein Foto aus meinem Kofferraum macht keinen Sinn, weil an dem Entlüftungsbehälter noch ein Zusatztank angeschlossen ist. Die Schlangengrube funktioniert, wirkt aber etwas verwirrend.


    Ansonsten glaube ich nicht, dass sich in dem Plastikbehälter irgendein Hexenwerk befindet. Wir haben vor einiger Zeit mal so ein ähnliches Teil aus einem modernen VW aufgesägt, weil wir neugierig waren, was da eigentlich drinnen ist. War jetzt ziemlich simpel. Etwas Aktivkohle (die gibt es in der Flosse bestimmt noch nicht) und ansonsten ein Auffangbehälter, falls sich der Kraftstoff bei großer Hitze ausdehnt und eben eine Entlüftung (via Aktivkohle). Aber ich glaube nicht, dass der Behälter an Deiner Flosse zusitzt.


    Was schon eher sein könnte: schmeiß Dich mal auf dem Rücken unter die hintere Stoßstange. Da siehst Du dann in Fahrrichtung links direkt hinter der Heckschürze aus dem Kofferraumboden ein dünnes Rohr mit einem umgekehrten Trichter drauf kommen. Da solltest Du mal mit einem Draht stochern und schauen, ob das Rohr frei ist. Wenn die Flosse monatelang gestanden hat; es gibt Tierchen, die gerne in solchen "Höhlen" ihre Nester bauen.


    Grüße Bernd

    Hallo Roman,

    des Rätsels Lösung: Gummi ist umso elastischer, desto wärmer seine Umgebung ist. Wenn Du auf das Kupplungspedal trittst, dann entsteht logischerweise Druck. Bei sommerlichen Temperaturen weitest Du durch den Druck den zugequollenen Schlauch und er bleibt auch noch geweitet, bis Du das Pedal wieder los lässt. Die Bremsflüssigkeit findet so einen Weg und das Pedal kommt wieder hoch.

    In kalter - oder sagen wir mal kühlerer - Umgebung wird der alte Schlauch tendenziell unelastisch. Der arg verdünnte Innenquerschnitt reicht noch aus, um unter Pedaldruck die Kupplung zu betätigen. Aber mit dem Weg zurück klappt es nicht mehr. Ergo bleibt das Pedal immer mal wieder am Boden kleben.

    Ich hab das gerade hinter mir. Wir haben alles neu gemacht. Nehmer- und Geberzylinder waren undicht und angefressen. Der Schlauch zugequollen. Im Wartungsheft stand: "Februar 1990: zugequollenen Kupplungsschlauch gegen gebrauchten Schlauch getauscht." Will sagen, dass es der Schlauch 35 Jahre später fertig hatte, war jetzt nicht wirklich verwunderlich.

    Hoffentlich hast Du den richtigen Schlauch gekauft? Wenn ich mich richtig erinnere, gibt es vier Ausführungen: 14mm auf 14mm, 12 mm auf 12mm, 14mm auf 12mm und 12mm auf 14mm. - Viel Erfolg!

    Grüße Bernd

    Entweder werde ich alt, oder es war damals wirklich irgendwie alles besser. Die Musik sowieso, wie im Video zu sehen, die Autos aber auch. Der W108 vom Vater fuhr (eigentlich fast) immer, ohne gleich die Polizei zu rufen, wenn Paps mal eine Kurve etwas forscher nahm, und aufs Bankett kam. Wir haben komplett offline in der Dorfdisco Mädels "aufgerissen", ganz ohne Dating-App. Wir haben noch richtige Bücher gelesen, so aus Papier . . .

    Der Fernseher zeigte bei uns im österreichischen Grenzgebiet zu Dschland 5 Kanäle, und ab Mitternacht war Rauschen . . .

    Hallo Herbert,


    Früher war alles besser? - Ich hab mich gerade mal bei der nächsten Generation erkundigt. Die wollten da nicht zustimmen. Also so ein Leben quasi im Neolithikum. Nein Danke!

    Und wenn ich es so recht bedenke…


    Gute Musik gab es für mich als Kind nicht. Ich bin in einem engen Taleinschnitt am Mittelrhein aufgewachsen und der Radioempfang war sehr eingeschränkt. Eigentlich gab es nur das Programm des Hessischen Rundfunks. Und das war für "alte Leute".

    Einen Plattenladen auf dem Dorf? – Hahaha!


    Auto? – Meine Eltern hatten keines, weil mein Vater zwar ein begnadeter Chemiker war, aber trotzdem zwei linke Hände hatte. (Ohne Assistenten wäre ihm wohl andauernd das Labor um die Ohren geflogen.) Jedenfalls hat er, wie meine Mutter mir lange nach seinem Tod mal erzählt hat, den Führerschein Klasse 3 nicht geschafft und meine Mutter hat, um des lieben Friedens Willens, dann auch darauf verzichtet.


    Mädchen offline? – Die Auswahl auf dem Dorf entsprach nicht so ganz meinen intellektuellen und sonstigen Ansprüchen. Das wurde erst auf dem Gymnasium besser, obwohl es auf meiner Schule fast nur Jungen gab. Das von Nonnen geführte Lyzeum war jedoch gleich nebenan. Streng bewacht, aber doch einnehmbar. Trotzdem hatten wir einige unangenehme Gespräche bei der Mutter Oberin, die keinerlei Verständnis für Knutschereien hinter irgendwelchen Hecken hegte.


    Bücher? – Okay, damit hat mich mein Vater aus der Bibliothek versorgt, wofür ich ihm immer noch sehr dankbar bin.


    Und der Fernseher? – Meine Eltern hatten keine Zeit für diese Form der Zeit-Verschwendung. Also gab es in unserem Haushalt no TV.

    Ich glaube mich erinnern zu können, dass wir selber vor zwanzig oder dreißig Jahren mal so ein Ding besessen haben. Heute leben wir ohne. Miteinander reden oder zusammen an etwas arbeiten finden wir viel besser, als auf einen Bildschirm zu starren.


    Also so unterm Strich bin ich mit der heutigen Zeit ganz zufrieden. - So lange mich niemand zwingt ein modernes Auto zu fahren. ;)


    Grüße Bernd


    PS: das auf dem Foto ist mein erstes "Fahrzeug". Immerhin, mit der Farbe schon nahe an der Flosse.


    Den Song kannte ich gar nicht, und das obwohl ich von den Hopsern nahezu alles hatte.

    Ich glaube ich muss mal wieder ans Vinyl ran.

    Hallo Michael,

    mit Vinyl liegst Du schon richtig, aber..., Du musst nach amerikanischem Vinyl suchen.

    Der Titel ist auf der 'Standard'-Ausgabe von 'The Piper at the Gates of Dawn' nicht enthalten, sondern nur auf der USA-Version. Dort allerdings gleich als erstes Stück.

    Grüße Bernd


    PS: was ich etwas spooky fand: der Sänger, der zu hören ist, hopst nicht mit, sondern sein Nachfolger.

    das scheint ein Oldtimer-Treffen gewesen zu sein, wo immer dieser No-Name Bands auftreten.

    Hallo Herbert,

    der Auftritt war im Februar 1968 (die Angabe 1967 bei youtube bezieht sich auf das Veröffentlichungsdatum des Songs) in Brüssel, im Parc de Laeken, ganz in der Nähe des Atomiums.

    Auftraggeber der - aus heutiger Sicht - eventuell etwas befremdlichen Performance, war ein belgischer Fernsehsender.

    Meine - einzige - Quelle: die 'Pink-Floyd-Fans Nederland': https://www.pinkfloydfans.nl/pink-floyd-in-belgie/627-2/

    Grüße Bernd


    PS: jetzt weiß ich wieder, warum ich 'Rockstar' schon recht früh von der Liste meiner Traumberufe gestrichen habe. ;)

    Da ich jetzt schon sooo lange Flosse fahre – es sind 36 Jahre – bin ich mir oft gar nicht mehr bewusst, wie alt dieses Auto eigentlich ist.

    Bis ich dann zufällig auf einem Clip mit einer 1967 noch relativ unbekannten Band im Hintergrund eine Flosse stehen sehe (ab ca. 00:20 min). Wahrscheinlich erst wenige Jahre alt. Lack und Chrom glänzend.


    External Content www.youtube.com
    Content embedded from external sources will not be displayed without your consent.
    Through the activation of external content, you agree that personal data may be transferred to third party platforms. We have provided more information on this in our privacy policy.


    Wie ging das noch mal mit dem "Beamen"? Und funktioniert das auch rückwirkend?

    Nachdenkliche Grüße

    Bernd

    Hallo Rainer,

    zunächst mal: geht die Ladekontrollleuchte nach dem Starten des Motors aus oder brennt sie weiter?

    Und hast Du die 12, 8 Volt bei laufendem Motor an den Batteriepolen gemessen oder bei abgeschaltetem Motor? - Ist der Motor aus, dann sind 12, 8 Volt völlig normal. Bei laufendem Motor sollte das Messgerät so grob um die 14 Volt herum anzeigen.

    Auch nach nächtlichem Laden sollte die Batterie (bei abgeschaltetem Motor) nicht mehr als 12,8 Volt Spannung haben. Mehr wäre tendenziell ungesund.

    Falls es sich um die Kombination - Ladekontrollleuchte geht aus und Batterie wird trotzdem nicht geladen - handelt, käme bei mir der Moment, in dem ich nebenan klingel. Da würde mir dann geholfen.

    Aber wie ich das Forum kenne, gibt es hier mit Sicherheit genügend Stromkundige.

    Grüße Bernd

    Bernd,

    Bevor du die Keule auspackst:

    Bohrungen in der Stoßstange aufbohren, Einnietmuttern rein, fertig.

    Bg aus Singapur,

    Herbert

    Danke, Herbert

    Was es alles gibt! Hatte ich noch nie von gehört; Einnietmuttern.

    Ich werde mal meinen Schrauber-Spezi danach fragen. Sein 'Einsatzwagen' ist für gewöhnlich sehr gut bestückt. Bilder davon habe ich mir gerade schon angesehen.

    Das wäre ja wirklich eine sehr bequeme Lösung.

    Grüße aus Dortmund

    Bernd

    Hallo David,

    Du musst die Frischlufthutze abmontieren.

    Wenn ich das richtig vor Augen habe (und beim W111 alles so ist wie beim W110), dann müssen vorher auch noch die Scheibenwischer runter.

    Die Düse ist von unten in der Hutze mit einer Mutter gekontert, die bei Deinem Wagen offensichtlich lose sitzt.

    Viel Erfolg!

    Grüße Bernd


    PS: mach unbedingt ein Foto, wie die Scheibenwischer saßen und markiere ihre Position auf der Windschutzscheibe.