Ideenfindung/Einschätzungen, Änderung Achsübersetzung (vs. Höchstgeschwindigkeit)

  • Servus Forum,


    neben dem vielen Kleinkram, weshalb ich manchmal schreibe (danke für eure Geduld :)), diesmal ein für mich elementares Thema, was ich hoffe, mit eurer Hilfe lösen zu können.


    Ich wende mich heute mit einem Anliegen an euch, bei dem Ihr mir durch eure Ideen und Einschätzungen hoffentlich weiterhelfen könnt.


    Ausgangslage:

    Heckflosse 230S mit 4.5 Motor M117.982, 225 PS mit ensprechender Bremsanlage.

    Hinterachse stahlgefedert, aktuelle Übersetzung 3.69, bei Fahrten bis max. 80 km/h auf der LkW-Spur erträglich. Alles darüber hinaus ist ein Höllenritt (liegt zum Teil am Wagen selbst, ändert aber nichts an der Drehzahl).

    Vor einer Weile sind Michelin MXV-P 185HR14 auf Fuchs-Barock 6Jx14H2 ET30 montiert worden.

    Mit Motor und Bremsanlage eingetragene Endgeschwindigkeit: 190 Km/h

    Heckflosse ist ein Sonderaufbau mit orig. Radstand, hinten ca. 25 cm verlängert.

    Durch den Sonderaufbau bedingt, entsprechend schlechterer cw-Wert, im Vergleich zu einer Standard Flosse, bzw. W108. Auf dem Bild kann man in etwa erkennen (hab grad kein anderes Bild zur Hand), daß der Wagen ab der A-Säule breiter wird und sich dadurch an der B-Säule links und rechts ein Absatz, quer zur Fahrtrichtung von je 10 cm ergibt (fahrende Schrankwand).


    Was soll geändert werden:

    Bedingt durch die recht hohe Motordrehzahl, soll eine längere Achse eingebaut werden (3,23/3.27 (4.5) oder 2,82 (6.3), ggf. mit den entsprechenden Anpassungen/Umbau auf Stahlfederung).


    Was soll NICHT geändert werden:

    Jetzt kommt quasi der springende Punkt - die Reifen sind neu und mit "H" bis 210 km/h zugelassen und die Felgen fahre ich nun seit 29 Jahren, das möchte ich (auch aus Mangels Alternativen) gerne so beibehalten.


    Frage:

    Habt ihr eine Einschätzung für mich, wie hoch mir der werte TÜV-Beamte meine Höchstgeschwindigkeit einträgt, mit einer 4.5 bzw. 6.3er Hinterachse?

    Gibt es einen Spielraum bei der Höchstgeschwindigkeit und wenn ja, wie groß mag der sein, um ihn ggf. auszuschöpfen?

    Vielleicht weiß ja sogar jemand, wie hoch ein originaler W108/109 4.5 bei Geschwindigkeiten, z.B. 120, 150 km/h dreht?


    Der Achs-Umbau ist momentan (neben den tausend anderen Baustellen) DER Hauptpunkt für mich. Das Fahren macht so einfach keinen Spaß.

    Seit nun 22 Jahren war ich nicht mehr in Ornbau auf dem Treffen, und da der Wagen nach der langen Standzeit nun endlich wieder läuft, möchte ich dieses Jahr (auf eigener Achse) nach Ornbau fahren. Unter den jetztigen Gegebenheiten aber keine gute Idee...


    Danke schonmal fürs lesen.


    Freu mich schon auf eure Ideen, Denkanstöße und Hilfestellungen.


    Viele Grüße

    da Robert


    53220-img-1779-jpg

    Viele Grüße

    da Robert

  • Hallo Robert.

    in der Konstellation ist die mechanische Geschwindigkeitsbeschränkung betriebserlaubnisrelevant.

    Die fehlende Tragfähigkeit wird durch 20 unter den erlaubten 210 liegende Höchstgeschwindigkeit kompensiert.

    Eventuell liesse sich das mit Drehzahlbegrenzung in den Griff bekommen. Blöderweise ist so ein begrenzender Verteilerläufer zu leicht tauschbar.

    Gruß HaWA

  • Hallo, ich würde einfach die HA tauschen und fertig. Im Kombi vermutlich eher auf 3.27. Wer viel fragt, bekommt viel Antwort.

    Gruß, Martin

    --
    Hauptsache man ist gesund und die Frau hat Arbeit

  • also bei der US-Version des 450SEL W116 (73er mit 190 PS) mit 3.06er Achse steht 195 km/h in der orig. Betriebsanleitung, diese steht nun auch im Kfz-Schein, zusammen mit 205/70R14 93H. In der Anleitung und auf dem orig. Typenschild stehen 205/70HR14.

    Mit 3.23/3.27 wird der Leichenwagen sicher langsamer sein als der aerodynamisch optimalere W116.


    Grüße

    bacigalupo

  • Servus zusammen,


    danke schonmal für eure Lösungsansätze.


    HaWa

    Das mit der mech. Geschwindigkeitsbegrenzung habe ich noch verstanden - gute Idee. Aber bei dem Teil mit der fehlenden Tragfähigkeit bin ich raus (liegt vermutlich daran, daß ich heute einen kräftezehrenden Tag hatte). Das muß ich mir bei Gelegenheit nochmal in Ruhe durchlesen...


    MartinK

    Prinzipiell hast du recht, wer viel fragt, bekommt viele Antwort(en), und u.U. nicht die, die man sich erwartet.

    Was ich in meinem Eingangs-Post vergessen hatte, die 3,69 Achse ist wie der Motor samt Bremsanlage eingetragen. Ich würde bei Übersetzungsänderung quasi ohne Betriebserlaubnis spazieren fahren, dabei wäre mir nicht ganz wohl. 3.27 könnte bezogen auf den cw-Wert ggf. tatsächlich die richtig Achse sein.


    bacigalupo

    Du hast recht mit dem US-450 SEL. 195 km/h wäre ja ok, aber ich habe den europäischen Motor. Im Tabellenbuch 1973 ist der Nicht-US W116.032/033, 450 SE(L) mit Motor M117.983 und 3.07 Achse, mit 210 km/h angegeben. Gut, mit meiner fahrenden Schrankwand wird es dann wohl weniger sein.


    Also dann doch eher die 3.27er Achse, wie Martin schon geschrieben hat. Ich hatte aber auch mit dem Gedanken gespielt, die lange 2,82 Achse einzubauen, dann klappt das mit der Europa-450 SE(L) Rechnung schon wieder nicht mehr und ich müßte dann in dem Zuge auf breitere, größere und schnellere Reifen umbauen.


    Vielleicht finde ich noch raus, wie hoch ein W108 mit (im Idealfall mit europäischem) 4.5 Motor bei verschiedenen Geschwindigkeiten dreht. Das könnte zur Achsbestimmung helfen. Jedoch ist der niederverdichtete W108 4.5 auch schon mit 200 km/h angegeben (Betriebsanleitung)...

    Der 6.3 (Europa) mit 2.82 Achse und 220 km/h...


    Ich fahr gegen Wochenende hin, einfach mal zum TÜV, mal schauen wie der das einschätzt?


    Bis dahin

    & nochmals danke


    Viele Grüße

    da Robert

    Viele Grüße

    da Robert

  • Hallo,


    die Drehzahlen/Geschwindigkeit in Abhängigkeit von Motordrehzahl, Getriebe- und Achsübersetzung und Reifendurchmesser sollten sich doch mathematisch ermitteln lassen...

    https://www.kfz-tech.de/Biblio…g/Fahrgeschwindigkeit.htm


    Da sich bei mir bei Formelsammlungen aber immer kalter Schweiß bildet, lasse ich selbst die Finger davon wenns geht :wacko:.


    HaWa

    Das mit der mech. Geschwindigkeitsbegrenzung habe ich noch verstanden - gute Idee. Aber bei dem Teil mit der fehlenden Tragfähigkeit bin ich raus (liegt vermutlich daran, daß ich heute einen kräftezehrenden Tag hatte). Das muß ich mir bei Gelegenheit nochmal in Ruhe durchlesen...

    Die Tragfähigkeit der Reifen nimmt mit zunehmender Geschwindigkeit ab. Wenn Du also unterhalb der angegebenen Höchstgeschwindigkeit des Reifen bleibst, erhöht sich quasi die zulässige Tragkraft des Reifens.


    GrüßeOlaf

  • Hallo Robert,

    long time no hear ;-) ... ich würde mir ggf. eine elektronische Lösung überlegen und mit dem TÜV abstimmen. Impulsgeber an die Tachowelle, die Maximalgeschwindigkeit ermitteln und dann die Benzinzufuhr und/oder Zündung abschalten. Es geht ja nur darum, das nachzuweisen ... Du wirst mit dem Hobel ja wohl nicht >190 fahren wollen.


    Das könnte man sogar mit dem Tacho auf der Werkbank nachweisen bzw. für den Testfall mit dem Fahrzeug auch bei z. B. 120km/h mit anderen Parametern (die dann später wieder auf die 190 geändert werden).


    Beste Grüße

    Thomas

  • Gibt noch eine Möglichkeit.


    Eine Tune 123; Man kann in dem elektronischen Verteiler die Drehzahl begrenzen; Gibts meines Wissens nach auch für V8er, zumindest für den M116 .

    Die Bluetooth hat sogar eine Wegfahrsperre. Aber da kann man auch während der Fahrt mit "dem Handy" die Drehzahl entriegeln.

    Mit der normalen 123-Ignition Tune ist das nur mit angeschlossenen Rechner oder separatem Schalter möglich.

    Um ein Entsperren zu verhindern, könnte man ein Siegel über die Schnittstelle kleben.

    Die Tune kostet um die 400 Euro.


    Fragen, ob der TüV da mitspielt oder kann.


    Gruß

    Christian

  • Hallo,

    wenn Du die Drehzahl begrenzt, dann ist aber Ausdrehen des V8 in den unteren Gängen wohl auch nicht mehr drin, oder?

    Beste Grüße

    Thomas

  • Servus, muß euch kurz berichten, was der Kfz-Sachverständige beim TÜV gestern zu meiner Idee, die Achse tauschen zu wollen gesagt hat.

    Ich hab ihm mein Kfz-Schein gezeigt, mit eingetragenen 190 km/h Höchstgeschwindigkeit (HGK) mit 3,69er Hinterachse. Auf Nachfrage, was denn original für eine Achse verbaut ist, habe ich (unwissend) 3,97 gesagt, obwohl es eine 4,08er war, wie ich jetzt weiß (230 S). Darauf hin hat er das Rechnen angefangen und gesagt, die HGK läge mit einer 3,27er Achse bei 230 km/h =O

    Vermutlich hat er übersehen, daß der Wagen mit der original Achse nur 170 km/h geht...

    Ihn darauf angesprochen, daß der damals schnellste Wagen 6.3, mit mehr Leistung, und einer nochmals längeren Hinterachse 2,82 "nur" 220 km/h fährt, und ggf. an seiner Rechnung was nicht stimmt, hat ihn kalt gelassen, und er hat mich mehr oder weniger mit dieser Info dann so stehen gelassen.

    Vorausgegangen ist das Thema mit den Reifen, daß ich H-Reifen auf dem Fahrzeug fahre und die gerne beibehalten möchte.

    Also das Ende vom Lied war dann quasi: Dann müssen Sie halt schauen, wie sie das mit den Reifen hinkriegen...


    Ich habe meinerseits auch einwenig rumgerechnet. Das funktioniert ansich ganz gut. So müssen sie wohl auch auf die HGK von 190 km/h gekommen sein.

    Original-HGK x Originalachsübersetzung / Wunschachsübersetzung

    170 km/h x 4,08 / 3,69 = 187,97 km/h

    Spinnt man die Rechnung vom original ausgehend weiter, sähe das so aus:

    170 km/h x 4,08 / 3,27 = 212,11 km/h


    Soweit sieht das noch ganz plausibel aus. Rechnet man dann aber auf eine 2,82er Achse wären es: 246 km/h

    Scheint mir ein Milchmädchen-Rechnung zu sein. Wie schon erwähnt, der 6.3 ist mit 220 km/h angegeben, und der cw-Wert wird auch nicht berücksichtigt.

    Achja, der Prüfer sagte noch, die HGK müßte man quasi ausprobieren, sprich auf der Straße/Autobahn vollgas fahren und mit einem Meßrad die Daten aufnehmen. Also ich möchte mit dem Wagen niemals vollgas fahren - er wollte dann auch nicht... :D


    Also es bleibt spannend...


    T-Modell

    Das mit der elektronischen Lösung finde ich einen interessanten Ansatz. Bloß hab ich keine Ahnung, wie man das umsetzten könnte. Muß mich da mal schlau machen.


    Elchtester

    Wäre vielleicht auch eine Lösung. Sofern die Drehzahl in den unteren Gängen dann auch begrenzt wird, ginge es nach dem Rechner in Post #6 dann um ein paar wenige Hundert-Umdrehungen. Wenn es denn so wäre, dann dreht der Motor halt keine 5850 U/min, sondern nur noch z.B. 5300 U/min. Würde mir vermutlich auch reichen.


    Viele Grüße

    da Robert

    Viele Grüße

    da Robert

  • Hallo, nochmal:

    Achse kaufen, drunter bauen, fahren. Glaubst du, da schaut jemals einer nach und zählt die Zähne des Zahnradsatzes?

    Gruß, Martin

    --
    Hauptsache man ist gesund und die Frau hat Arbeit

  • sprich auf der Straße/Autobahn vollgas fahren und mit einem Meßrad die Daten aufnehmen.

    anders geht es aber nicht, wenn es den Wagen mit diesem Motor und mit dieser Achse nicht gab, dann muss die Höchstgeschwindigkeit "ermittelt" werden.

    Hat der TÜV bei meinem Caddy Pickup (14D) damals auch gemacht. Er hat dann 230 kmh eingetragen.

    Er hatte nach der Fahrt ein Grinsen auf dem Gesicht.:cool:


    Breiti

    REGEL;

    schreibe im Internet nur, was du dich traust, dem gegenüber auch in Persona jederzeit ins Gesicht zu sagen!

    ?(

  • Hallo Robert,

    ein paar Gedanken meinerseits.

    Bevor Du Dir um di Übersetzung Gedanken machts, zunächst einmal ein Gedanken zur Leistung.

    Diesbezüglich habe ich mal ein paar Mercedes aus den Jahren nachsimuliert, ein 220SE benötigt dann bei einem Luftwiderstand von 0,411 und einer Fläche von 2,15 qm , eimen Rollwiderstandswert von 0,02 und einem Gesamtantriebsstrangwirkungsgrad vom 85 % für 175 km/h Höchstgeschwindigkeit fast genau die angegebenen 120 PS ( bei Normbedingungen)

    Das gleich mal durchexerziert an einem W116 6.9 , ( Cx=0,412; A=2,14; Widerstand und Wirkungsgrad gleich angenommen) da komme ich auch 282 PS für 237 km/h ( hatte mal eine Autozeitung gemessen).

    Das mal durchexerziert für dein Auto, so wie er ausschaut cx = 0,45 angenommen und A=2,4 qm vorausgesetzt, dann erhalten für 225 PS ene mögliche Topspeed von 207 km/h.

    Um das zu erreichen gilt es nun die Übersetzung auf den Nennleistungsdrehzahl auszulegen, für den 117 450SE also 5000 rpm.


    Mit der 3,23 Hinterachse bei vierten Gang und Übersetzung 1 / auch der Dreigänger hat , so denke ich, i=1 im hohen Gang) wäre dann ein Topspeed von ca. 185 km/h bei 5000 rpm zu erreichen, bei der 2,82 jedoch 210 km/h => dann sollte es die sein.


    Mit der 3,69 Achse sollte dann nie so etwas wie 190 km möglich sein, wo kam seinerzeit der Wert her ? Hast Du noch mehr Randbedingungen zum Getriebe ?

    Werde noch mal etwas tiefer reinschauen, aber so passt das für mich noch nicht .


    Gruß


    Uli

  • Noch mal kurz nachgerechnet, für 190 Km/h komme ich bei Deinem Auto auf etwa 180 PS.

    Wenn der 117 auf 6000 ausdreht und er dann diese Leistung noch hat ( nehme ich mal an, habe aber die Leistungskurve des 4,5 M117 nicht zur Hand), dann passt es .

    Heißt also :

    Achse 3,69 : 190 km/h,bei 6000 rpm und 180 PS

    Achse 2.82 : 207 km/h,bei 5000 rpm und 225 PS

    Achse 3,23 : ca. 205 km/h bei 5500 U/min und 220 PS ( Leistungskurse mal so angenommen)


    Bergab oder Rückenwind und abnehmende Widerstände ginge bei der 2,82 und nmax 6000 dann theoretisch bis 248 km/h , aber dann auch nur mit entsprechendem Schiebewind :-)


    Gruß Uli

    Uli aus München, 220b, BJ.65

  • Servus Uli, erstmal vielen Dank, daß du dir die Zeit genommen, und die Mühe gemacht hast, das im Detail auszurechnen. Das hilft mir auf jeden Fall weiter.

    Mit der 3,69 Achse sollte dann nie so etwas wie 190 km möglich sein, wo kam seinerzeit der Wert her ? Hast Du noch mehr Randbedingungen zum Getriebe ?

    Den Wert hat der TÜVler bei der Eintragung Motor, Achsen, Bremsanlage irgendwie ermittelt. Ich war selbst bei der TÜV-Abnahme nicht dabei, das hat meine Werkstatt gemacht.

    Mein Getriebe, wenn ich richtig geschaut habe, müßte ein W 3 B 050 sein:

    Angeblich ist mein Motor aus einem 107er 450. Also möglich 450 SLC (107.024) oder 450 SL (107.044) in standard mäßiger 8,8:1 Verdichtung. Im Tabellenbuch 1973 habe ich dazu folgendes gefunden:


              


    Und ich dachte immer, ich hätte eine Viergang-Automatik... :/

    Aber egal ob Drei-, oder Viergang-Automatik, der höchste Gang ist mit 1 angegeben.


    Bei Höchstgeschwindigkeit von 248 km/h mit Rückenwind, wäre eine Fahrt nach Ornbau ja, wie mal eben schnell Semmeln holen :thumbsup:


    Also Danke nochmal &


    Viele Grüße

    da Robert

    Viele Grüße

    da Robert

  • Bei Höchstgeschwindigkeit von 248 km/h mit Rückenwind, wäre eine Fahrt nach Ornbau ja, wie mal eben schnell Semmeln holen :thumbsup:

    Spaßeshalber mal nachgerechnet, um mit 225 PS und dem Cx * A Deines Bestatters auf 248 km/h zu kommen bräuchtest Du dann 62 Km/h Rückenwind, ungefähr 7-8 Windstarke Beaufort .

    Könntest Du mal in Daytona bei entsprechender Wetterlage am Strand probieren ( was man alles für Blödsinn berechnen kann )

    Oder in Dänemark, auf Römo. :-)

    Gruß


    Uli

    Uli aus München, 220b, BJ.65

  • Hallo Robert und alle anderen Beteiligten,


    ich kann leider nichts zur Lösung des Problems beitragen, aber ich habe ein auch ein Hinterachsübersetzungsproblem.

    Ohne hier den Chat zu "verdünnen" nur ganz kurz:

    Meine Hinterachsübersetzung passt nicht zum meinem 220 Sb mit verbautem 250er-Motor. Drehzahl zur Geschwindigkeit

    zu hoch. Empfohlen wurde mit die Achse mit 3,69 Übersetzung.

    Also Robert falls Du die Achse welchseln mußst/willst wäre ich ein evtl. Abnehmer für die 3,69er .....


    Grüsse Hans

  • Servus Hans,

    mit einem 250 S(E) ist im Tabellenbuch für den Schalter, wie Automatik eine 3,92er Achse genannt. Wenn dir das von der Drehzahl/Geräuschkulisse zu hoch ist, wäre die nächst längere Achse eine 3,75er von der 112er Flosse. Da so schon recht selten, ist diese wohl kaum zu bekommen, weil Sonderwunsch

    (s. Bild 2, s. Bild 1 für Tabellenkopf). Da ist die 3,69er Achse schon weiter verbreitet...

    Wo ich meine 3,69er Achse dann hintu weiß ich noch nicht, jemand anderes hier im Forum hatte auch schon Interesse bekundet. Allerdings wollte er nur das Differenzial wenn ich mich recht erinnere. Find den Beitrag grad nicht (mehr). Die Achse wäre also "am Stück" bei dir ggf. besser aufgehoben...

    Ich schreib dir mal eine PM.


      


    Viele Grüße

    da Robert

    Viele Grüße

    da Robert

  • Also mit so einem Prüfer brauchst Du jedenfalls nicht weitermachen...da brauchst Du schon jmd der Bock drauf hat...

    Oder aber die Schlagzahl 3.69 ziert später Deine Wunschachse und es wird niemals jemand näher nachfragen, aber das hab ich nie geschrieben...

    Viele Grüße

    Markus

    "Lohnt sich das?" fragt der Kopf.


    "Nein!" sagt das Herz, "aber es tut Dir gut!"


    www.m115.de


  • ...

    Darauf hin hat er das Rechnen angefangen und gesagt, die HGK läge mit einer 3,27er Achse bei 230 km/h =O

    Da hast Du ja schon einen Spezialisten erwischt ;-) ... wenn ich dem erzähle, daß mein Alltagsfahrzeug 9 Gänge hat und im 7./8./9. Gang die Vmax von 258km/h erreicht ... bei Vmax schaltet der in den 9. Gang und dreht unter 3.500 Touren (Benziner). Muß ich dann bei Aufhebung der Sperre eine Höchstgeschwindigkeit von 450km/h eintragen lassen? ;-)


    Anderen Prüfer suchen.

    Beste Grüße, Thomas

  • Ja, was macht man an so einem verschneiten April-Sonntag, an dem man eigentlich die Flosse rausholen wollte...


    Habe mir nochmal Roberts 3-Gang Übersetzungen angesehen und mit diversen Hinterachsen kombiniert, außerdem mir mal eine Leistungskurve für den 117 zusammengebastelt und der Rechnung halber das arme Ding mal bis 6500 U/min drehen lassen ( wenn dann nicht die Ventile durch den Kolben fliegen ;-) ) .

    Ergebnisse sind recht interessant:

    Im linken Diagramm ist Leistung und Drehmoment über Drehzahl aufgetragen, die grüne Kurve gibt den Leistungsbedarf für die Geschwindigkeit an, hier aber proportional zur Drehzahl im direkten ( dritten ) Gang dargestellt. Der Schnittpunkt zwischen grüner und roter Kurve zeigt dann die Leistung an, bei der Leistungsbedarf und vorhandene Motorleistung zusammen passen, darunter kann man noch beschleunigen, da ein Leistungsüberschuss zur Verfügung steht, darüber geht nichts mehr .

    Rechts das Gangschema über Geschwindigkeit.


    Mit Robert vorhandener HA mit 3,69 ginge es tatsächlich bis ca. 198 km/h , dann bei 6100 rpm und der Voraussetzung das meine Leistungskurve stimmt. Da die Drehzahl aber etwas hoch sein dürfte, macht dann die eingetragene Höchstgeschwindigkeit 190km tatsächlich Sinn, das wäre dann ca . 5870rpm.


    Mit der längeren 3,27 Achse sieht das dann anders aus, da wäre man nicht mehr drehzahl-, sondern leistungslimitiert, bei 5580 rpm werden dann 204 km/h erreicht, hierzu nötig sind 217 PS. Bei den oben erwähnten 230 km/h bräuchtest Du übrigens mit der Achse dann 6300 rpm und vor allem ca. 300 PS.


    Optimal ist dann die 2,82 Achse , da geht der Leistungsbedarf fast durch die den Scheitelpunkt der Leistungskurve, 207km/h bei 4885 rpm, bei 5000 wäre es dann 211, aber dazu braucht es 235 PS, die sind nicht da. Mehr als 207 geht also nicht ( bei den genannten Annahmen) Und Du bist bei entspannten 2360 rpm statt 3000 bei 100 km/h ( denke, da kommt es mehr drauf an als auf den Topspeed) .


    Interessant auch die Betrachtung mit der 2,65 Achse des 6.9; die Topspeed sinkt leicht auf 205 bis 206 km/h, aber man senkt die Drehzahl noch mal reichlich ab.


    Für die Beschleunigung auf 100 wäre beide langen Achsen nicht schlecht, da der erste Gang dann bis an 100 km reicht und der Schaltvorgang wegfällt, allerdings so etwas wie Traktion etc. nicht beachtet. Der Durchzug im oberen Geschwindigkeitsbereich leidet allerdings, aber um das genauer zu betrachten, ist meinen Leistungskurvenschätzung dann doch nicht sauber genug.

    Da hast Du ja schon einen Spezialisten erwischt ;-) ... wenn ich dem erzähle, daß mein Alltagsfahrzeug 9 Gänge hat und im 7./8./9. Gang die Vmax von 258km/h erreicht ... bei Vmax schaltet der in den 9. Gang und dreht unter 3.500 Touren (Benziner). Muß ich dann bei Aufhebung der Sperre eine Höchstgeschwindigkeit von 450km/h eintragen lassen? ;-)


    Anderen Prüfer suchen.

    Beste Grüße, Thomas

    Ach ja, Thomas, die 450 km/h kannst Du eintragen, wenn Du Deinem Alltagsauto ( Cx=0,28, A= 2, fr=0,01, eta=0.9 ?) etwa 1025 PS einhauchst . Auf geht's :-)


    Gruß


    Uli

  • Wenn dir das von der Drehzahl/Geräuschkulisse zu hoch ist, wäre die nächst längere Achse eine 3,75er von der 112er Flosse. Da so schon recht selten, ist diese wohl kaum zu bekommen, weil Sonderwunsch

    Hallo, Robert,

    die Pagode 230SL hat sie auch gehabt, allerdings Trommel hinten. Aber da könnte man das Diff benutzen.


    Ich habe noch einmal nach den V8 123 Tunes geschaut.

    Laß es sein, die verlangen 1800 für das Teil (mit D-Jet-Steuerung).

    Anscheinend Sonderfertigung, wohl von brasilianischen Schönheiten auf nackten Oberschenkeln zusammenbaut.


    Gruß

    Christian

  • Hallo, ich kann nicht behaupten dass ich diese Berechnungen alle durchgeführt habe. Tolle Sache. Vor Jahren habe ich mal ein LKW-Getriebe nach ähnlichen Gesichtspunkten ausgelegt, um im letzten Gang bei 80km/h genau im Bereich des niedrigen spezifischen Verbrauchs zu landen. Aber grob überschlagen habe ich die Werte schon.


    Hier haben wir es aber nicht mit einem LKW zu tun, aber mit einer Mega-Flosse mit Dreigang-Automatic. Der LKW hat natürlich mehr Gänge.


    Mein Favorit war und ist die 3,27er wegen der etwaigen Zähigkeit im ersten Gang. Bei einer Viergang-Automatic wäre ich sofort bei der 2,82. Ich denke eine der Beiden wird es werden. Was man nicht vergessen darf, ist, dass mit der niedrigeren Übersetzungszahl dann auch die Spreizung stärker wird und man dann sehen muss, dass man im nächsten Gang noch einen vernünftigen Anschluss in einer halbwegs brauchbaren Drehzahl bekommt.


    Bemerkbar macht sich das im normalen Fahrbetrieb, wenn die Automatic z.B. im zweiten Gang mit 3.27 bei 2500upm in den Dritten Gang schaltet. Dann landest du im Dritten bei etwa 1800 UpM und sagen wir 62 km/h geschätzt.


    Bei der 2.28 sieht das so aus. Schaltpunkt Halbgas 2500upm. Der Schaltvorgang liegt bei ca 73 km/h und du landest im Dritten dann bei 1700 UPM etwa, was sehr weit am Anfang des Drehmentanstiegs liegt und das kann beim weiteren Heraufbeschleunigen z.B. an einer Steigung ein zähes Geschäft werden.


    Man sollte sich bei der Auslegung also nicht nur an den Maxima orientieren, sondern auch daran, was im normalen Fahrbereich passiert.


    Gruß, Martin

    --
    Hauptsache man ist gesund und die Frau hat Arbeit

  • Hi Robert!


    Ich hätte dir eine PN geschickt mit dem Interesse an deinem Differenzial. Die Hinterachse meines 220Sb würde ich irgendwann gerne Mal umbauen.


    Grüße,


    Michael

  • Eine Tune 123; Man kann in dem elektronischen Verteiler die Drehzahl begrenzen; Gibts meines Wissens nach auch für V8er, zumindest für den M116 .

    Servus Christian, ich hatte mir das schon angeschaut, aber nichts für einen V8 gefunden, aber wie du oben schreibst, hattest du wohl mehr Glück, mit dem Nachteil des Preises...


    Flossenrot Danke hier nochmal in Schrift (statt nur Likes) für deine "verschneiter April-Sonntag" Spezial-Aufgabe...

    Viele Grüße

    da Robert