Posts by bacigalupo

    zumindest die Blechsubstanz wird bei einer ital. Erstauslieferung immer besser als bei einer deutschen sein, außer das Auto hat ein BZ-Kennzeichen und hat dem Alpinförster von Bruneck gehört oder einem Geschäftsmann am Brenner (dort stand jahrelang immer ein E250 Turbodiesel W210 mit ital. Kennzeichen in völlig angefressenem Zustand an der Straße, es war halt die Spitze des Alpenhauptkamms...).

    Und es gibt in Italien durchaus Autopfleger, in meinen Frühzeiten, als ic eine ganze Reihe von /8 von dort geholt habe, fand ich viele schöne Exemplare "sempre in box", die auch technisch in Schuß waren. Die Kisten waren neu teuer und wurden meist lange Zeit vom gleichen Besitzer gehalten.


    Grüße

    bacigalupo

    Der Stoff ist der des 280E W123 Serie 2 bzw der des W126 (Stoff "Scala"). 3.9er Achse und die alte Automatik verderben etwas den Fahrspaß. Bei Klima würde ich dringend testen, ob das Heizgebläse auch bei Heizungsbetrieb funktioniert oder nur im Klimabetrieb bläst. Reifen sind Vredestein Sprint Classic. Blech schaut ordentlich aus, bis auf den Bereich Kardantunnel/Fußraum rechts, vielleicht ein reparierter Aufsetzer? Dafür hat der SE ein offenbar erneuertes Bogebein.

    Schön im Hinblick auf den ital. Markt sind die orig. Kennzeichen, auf diese stehen die Italiener sehr. Rein technisch würde ich aber einen späten, geschalteten 280S bevorzugen, der ist technisch weniger komplex


    Grüße

    bacigalupo

    Also beim /8 kamen die eckigen Blinker zur Serie 1,5 im Mai 72, ich schätze, beim W108 dürfte das zeitglech gewesen sein, frühe 72er könnten also noch die runden Blinker gehabt haben. Möglicherweise hat sie aber auch jemand durch die eckigen ersetzt, weil er den moderneren Look haben wollte, und bei der Gelegenheit gleich die Doppelscheinwerfer nachgerüstet, wie es viele W108-Fahrer in den 70ern gemacht haben.


    Insofern würde ich darauf nicht viel geben. Wichtig sind ein nicht durch Unfall zerknitterter, gezogener Vorderwagen, bei Servolenkung eine nicht verpfuschte Lenkgetriebeverschraubung, originale hintere Radläufe und ganz besonders originale hintere Rahmenlängs- und Querträger. Die kann man nicht wirklich wirtschaftlich austauschen, sie werden meist nur geflickt, denn sonst müßte die Hinterachse raus und was dann kommt, ist gehobener Karosseriebau auf einer Richtbank.


    Ich würde einfach mal hinfahren und das Auto auf einer Bühne oder Grube gründlich mit guter Beleuchtung prüfen. Hat das Auto keinen Code 620 (Italien) auf dem Ausstattungsschild, muß erst recht geprüft werden, in Südtirol fahren und fuhren viele Gebrauchtimporte aus Bayern...


    Grüße

    bacigalupo

    Das Angebot in Italien an für Italien zulassungsfähigen Autos ist tatsächlich nicht groß und der Aufwand für den Import nach Italien aufwendig (ich habe 2021 einem Kumpel in Südtirol geholfen, einen Schweizer 220SE in Südtirol zulassen zu können, wir haben das Auto vorher erstmal 2 Wochen mit H in Rosenheim auf seine Tante zugelassen, damit es so in Italien als EU-Import galt...). Das ist auch noch von der Region her unterschiedlich, in Südtirol ist die Zulassung eines importierten Autos vergleichsweise einfach, trotzdem mit viel Aufwand verbunden, aber weiter südlich macht es keinen Spaß mehr.


    Autos "senza documenti" aus Abwrackaktionen oder endgültig aus Steuerersparnisgründen abgemeldete Karren "radiata d'ufficio" ohne Kennzeichen und CdP gibt es immer wieder, aber die sind nicht ohne Grund günstig. Der 280S hier fährt, hat ESSD, hat Servo (was die ital. W108 oft NICHT haben), hat das problemlose Getriebe aus dem /8, hat die 3.69er Achse, ist zugelassen in Italien, was will man mehr? Anschauen, durchschauen, probefahren, verhandeln, kaufen, zulassen, genießen, fertig.


    Hat der Wagen das "targa oro" des ASI? Dann ists in Italien ein anerkannter Oldtimer, der von einem Gutachter des ASI geprüft wurde.


    Grüße

    bacigalupo

    Linke Spiegel kosteten 1972 beim W114 in Italien 10.000 Lire, um die 60 DM, ich hatte mal die Originalrechnung eines 250/8 in der Hand. Sind recht oft mitbestellt worden. Warnblinkanlagen waren in I keine Vorschrift, sind aber auch bei der Mehrheit der Autos geordert worden. Die Seitenblinker waren Vorschrift, bei Importen nach Italien mußten sie nachgerüstet werden. In D können sie bleiben, sind ja nicht verboten.


    Grüße

    bacigalupo

    Schiebedach haben Norditaliener durchaus mal, auch /8. Gegenden wie das Veneto, die Lombardei, Piemont, Trient und Südtirol sind wie gemacht für die Nutzung eines Schiebedachs. Servolenkung hat der Wagen wohl, man sieht die Pumpe unten am Motor. Getönte Scheiben scheinen auch drin zu sein. Die Rückbank ist schön, bei den Vordersitzbezügen kann man sich auch mit denen des gleich alten 250/8 bzw 250C/8 behelfen, das Muster ist das gleiche.


    Wichtig ist: Die Lenkgetriebeaufhängung muß solide sein, den Bereich vom Radhaus aus kontrollieren. Die Längsträger über der Hinterachse sollten original und gut sein, das Bogebeim hinten vorhanden und funktionsfähig. Und das Heizgebläse sollte laufen, das ist noch unangenehmer zu tauschen beim W108 als beim /8...


    Der späte 280S hat einen an sich unproblematischen Motor, der weit günstiger zu reparieren ist als der Einspritzer, das Viergang stammt aus dem /8 und ist im Schadensfall immer noch leicht und günstig zu haben, nebenbei ist es auch äußerst haltbar. Die Kombination ist schön zu fahren, relativ sparsam und nicht unflott. Ein 72er hat eine 3.69er Hinterachse, mit der man auch mal 130 fahren kann, ohne taub zu werden.

    Die Kurbelgehäuseentlüftung wurde gern ins Freie verlegt beim 6 Zyl, um die Blow-By-Gase nicht im Luftfilter zu haben. Bei warmem Motor kontrollieren, wie stark es aus dem Schlauch raucht.

    Den echten "Italiener" erkennt man am Code 620 auf dem Ausstattungsschild.


    Grüße

    bacigalupo

    Das /8-Getriebe ist seitengeschaltet, das paßt nicht in den 250SE, in einen 280SE ab 1968 würde es schon passen, aber der hat einen größeren Kardantunnel, dort gab es das /8-5-Gang dann auch als Sonderwunsch. In den 250SE paßt bei serienmäßigem Kardantunnel eigentlich nur das ZF-5-Gang, was es auch für den 300SE gab.


    Grüße

    bacigalupo

    Springt der Motor mit Zugabe von Startpilot oder Bremsenreiniger direkt ins Ansaugrohr an? Dann kann man die Zündungsseite komplett ausschließen und weiter auf der Kraftstoffseite suchen.

    Im Zulauf des Mengenteilers sitzt doch so ein kleiner Filter, ist dieser evtl verstopft?


    Just my 2 Cents, Grüße

    bacigalupo

    der O319 ist schon einheftiger Restomod, selbst Achsen und Lenkung sind US-Technik. Fährt sicher nett und leicht, so mit Automat, Servo und leistungsfähiger Bremse. Wem es gefällt, bitteschön.


    Die Mechatronik-Pagoden finde ich ok, die Optik ist fast gleich zu serienmäßigen Pagoden, es ist alles rückrüstbar und es ist ein Mercedes-Antriebsstrang drin. Gut gemacht sind die Umbauten auch. Es gibt halt Leute, die mit einer Pagode streßarm 220 km/h erreichen wollen, mit einem Antriebsstrang, der nicht auseinanderfliegt, wenn der Fahrer mal längere Zeit richtig draufdrückt. Schade, daß Mechatronik den Umbau auf M112 nicht mit der damals auch bestellbaren 6-Gang-Schaltung wahlweise zum 722.6-Automaten anbietet.


    Gut gemachte Umbauten mochte ich schon immer.


    Grüße

    bacigalupo

    Der 230/8 hat aber eine andere Kupplung (Membranfederkupplung statt Schraubenfederkupplung) und deswegen auch ein anderes Schwungrad, die Flanschplatte am Motor, wo das Getriebe angeschraubt wird, ist auch eine andere, das Lochbild paßt nicht, auch der Anlasser ist deswegen anders. Ölfilter steht beim /8 schräg und hat meist einen Ölkühleranschluß (außer frühe 0,5er und Exportmodelle), bei der Flosse geh er gerade nach unten, sitzt aber immerhin an der gleichen Stelle. Servopumpe vom 230/8 hat meist einen externen Ölbehälter (außer frühe 0,5er wie die Wasserleiche in Ornbau).

    D.h. Schwungrad muß trotzdem umgebaut und damit gewuchtet werden. Das geht auch einzeln ohne Motorzerlegung, aber es sollte ein Fachmann machen.


    Und nein, die Lösung, einfach das Schaltgetriebe vom /8 in die Flosse zu übernehmen, funktioniert leider nicht, der Kardantunnel ist zu klein und die Betätigung der Schaltung erfolgt beim /8 von der Seite mit 3 Schaltstangen, das Getriebe ist nicht kopfgesteuert wie bei der Flosse.


    Grüße

    bacigalupo

    Unbedingt das Schaltgetriebeschwungrad nach dem Automatikschwungrad auswuchten! Eigentlich müßte der Motor sogar zerlegt und Schwingungsdämpfer, Kurbelwelle und das "neue" Schwungrad zusammen ausgewuchtet werden. Der M180 hat ja eh nur 4 Hauptlager, da kann ein Schwungradtausch bei grober Unwucht schnell mal einen Lagerschaden bescheren. Muß nicht, aber kann!


    Ich würde beide Schwungräder einem versierten Motorenbauer geben und den die Umwuchtung machen lassen.


    Grüße

    bacigalupo

    Du hast Recht, diese Tachos sind wohl wie die Tachographen kalibrierbar. Sehr praktisch. Meines Wissens gabs für den 814 wahlweise auch die 20-Zoll-Räder des 1117, wegen höherer Bodenfreiheit etc. Die Allradversionen (im THW hab ich meine Geländeausbildung auf einem 1117 4x4 gemacht, der kam überall durch und auch über Baumstämme drüber) haben imho auch 20 Zoll. Und THW-Fahrzeuge haben keinen Tachographen...


    Grüße

    bacigalupo

    Den Tacho mit der nicht mehr passenden Wegstreckenzahl (den eingebauten ohne Fahrtenschreiber) kann Dir der Ka-Ja-Tachodienst in Neunkirchen am Brand anpassen, Du mußt denen nur die Wegstreckenzahl des Fahrtenschreibertachos angeben, oder Du gibst ihnen die jetzige Diffübersetzung und die vom früheren Differential an, dann können sie das ausrechnen.

    Tempo 100 ist doch ganz angenehm mit dem dicken Brocken. Es gibt noch ein paar Länder, wo Fahrzeuge über 3,5t schneller als 80 auf der Autobahn fahren dürfen, Italien und Frankreich gehören dazu, da muß aber dann ein "100"-Aufkleber hinten angebracht werden.


    Innen schaut die Kasse ja ganz schick aus, die Einrichtung scheint ja noch teilweise "Bank" zu sein, das würde ich so lassen.


    Grüße

    bacigalupo

    Einen Nachteil hat dieses Fahrzeugtrio: Wenn die Rücksitzbank umgeklappt wird, müssen die Vordersitze sehr weit nach vorn gestellt werden, d.h. großeFahrer werden da nicht glücklich. Ansonsten, wenn doch, dann die Renault- oder Nissanversion kaufen, es ist eh ein Renault, egal welches Markenzeichen dran ist, was aber nichts Schlechtes in dieser Fahrzeugklasse bedeutet.

    Ich würde, wenn schon so ein variabler Allroundwürfel als Familienauto geplant ist, gleich einen Bus in der 2,8t-Klasse als L1H1 empfehlen, ist noch leicht zu parken, es geht aber bedeutend mehr rein und die Technik hält mehr aus.


    Grüße

    bacigalupo

    ich habe2011-21 200tkm, teils mit schwerem Hängerbetrieb, auf einen M112 (den kleinen 2.4) in einem E240 S210 gefahren, mit ordinärem 717er 5-Gang-Getriebe (das habe ich bei 350tkm durch ein Gebrauchtes ersetzt, weil durch das viele Herunterschalten die Abtriebswelle Spiel bekommen hatte). Am Ende, bei 370tkm, war die Karosse völlig durch, aber der Motor war völlig problemlos. Service nach Anzeige, mal Lambdasonden, und gleich beim Kauf eine neue Kette samt Spanner und als Verbundarbeit neue Kerzen. Der M112 ist ein völlig problemloser Motor, er säuft ein wenig, weil er als 2.4 recht drehmomentschwach ist und zur vollen Leistungsausnutzung gedreht werden will, im Hängerbetrieb nahm er 13-14 Liter, solo konnte man auch mal mit 9 Litern außerorts/BAB mit 130 km/h fahren, wenn man sich gezügelt hat.

    Der M113 soll ja ähnlich solide sein, vielleicht kauft man einfach einen sehr guten E430 W/S210, ohne 4matic, wenn man 8 Zylinder haben möchte, und einen 211 vermeiden möchte.


    Grüße

    bacigalupo

    Wenn man ein Auto anfängt zu hassen, sollte man es abschaffen. Außerdem sind manche Karren einfach Montagsprodukte, die hätten schon bei der Endkontrolle aussortiert werden müssen. Und wenn selbst diverse gute Fachwerkstätten Fehler nicht beheben können, dann weg mit dem Kahn. So wahnsinnig toll sind S211 jetzt auch nicht, daß man sie um jeden Preis totreparieren muß. Es verbrennt ja nicht nur Geld, auch Zeit und Nerven gehen drauf.


    Grüße

    bacigalupo

    umgekehrt, der Tacho zeigt dann etwas mehr an (408:390), da sich ja die Kardanwelle dann bei gleicher Geschwindigkeit schneller dreht. Der Motor wird dann noch lauter, auf der Autobahn besteht die Gefahr noch mehr, ihn bergab zu überdrehen. Ich würde keine 4,08er oder 4,1er Achse in einen Diesel einbauen. Wenn dann noch umfangsmäßig kleinere Reifen im Spiel sind (zB 185/80R13) statt der orig. 6.40/7.00R13, wird es noch schlimmer.


    Grüße

    bacigalupo