Starthilfe bei müder Batterie

  • Beim Verpacken meines Hallenumzugsgutes hatte ich tief unten im Schrank noch ein älteres Starthilfegerät gefunden, akkubetrieben, seinerzeit der letzte Schrei, nun aber der Akku natürlich leer und auch nicht mehr zum Leben zu erwecken.


    Es ist ja nun mal allgemeine Lebenserfahrung, dass man die Geräte und Teile, die man für den Notfall hortet, "niemals nicht" benötigt und irgendwann aufgrund von irreparabler Grätsche entsorgen muss.
    Starthilfemittel gibt es ja nun diverse, vom Kabel mal abgesehen bis hin zum Booster-Powerpack, sogar solche, die nicht größer als ein Powerpack für Handy und Konsorten, aber auch hier steht immer der aktuelle Ladezustand als Limit im Raum. Und wir wissen... || :cursing:


    Da ich einerseits kein ausgewiesener Freund von dauernd angeschlossenen Erhaltungsladegeräten bin, andererseits auch nicht immer bei Saisonstart allen Mobilen einzeln mit Strippe Lebenssaft einhauchen möchte (kommt zwar wegen der Trennungsschalter selten, aber dennoch vor, dass ich es muss), habe ich, angeregt durch die Diskussion in einem markenfremden Forum mir mal dieses Gerät zugelegt (zwar nicht ganz so günstig, aber die Neugier ließ die Skepsis verdrängen):


    https://www.ebay.de/itm/193358382620 (keine Verwandtschaft mit dem Anbieter, auch keine Prozente....)


    Klar, ginge einfacher und billiger mit Kabel, aber auch dazu bräuchte es stets einen fitten Spender.
    Und hier soll sogar die müdeste Batterie noch den Gerätekondensatoren genügend Ladung spenden (nach entsprechender Wartezeit natürlich), dass es für einen kräftigen Anlassschwung sorgen soll.






    Hat da schon mal jemand Erfahrungen gesammelt mit diesem Gerät?

    Michael

  • Ich würde keine Wunder von dem Ding erwarten. Die Kondensatoren werden meiner Einschätzung nach nur ein paar Sekunden Saft liefern. Wenn der Wagen dann nicht angesprungen ist, heisst es erneut laden, mit entsprechender Wartezeit.

    Ich hab mir einfach eine 55Ah Varta gekauft, die ich in geladenem Zustand winters im Autokofferraum mittransportiere und die ausreichend Saft hat, um den Wagen mit warum-auch-immer-leergegangener Batterie zu starten.

    VG Tom

  • Hallo,


    habe bis jetzt mit einem überbrückungskabel und einem anderen Wagen immer jedes Auto gestartet bekommen.


    Gruss


    Gregor

  • Wohl klar, habe ich bis jetzt logischerweise auch. Möchte halt - so wie jetzt zur Zeit des Umzuges und daher nicht immer in Oldienähe befindlich - die winterliche Unlust des Akkus beim ersten Saisonstart überbrücken und mir das Rangieren mit dem Spender ersparen. Mehr nich'...


    Und ein gescheites Ladekabel mit mind. 25mm² Q und brauchbarer Länge kostet bei vertrauenswürdiger Verarbeitung/Hersteller auch schon 'nen Fuffi, Baumarktware mit liederlicher Kabelfixierung/Klemmenform kommt mir nicht "inne Hütte"...


    Da ich derzeit noch ca. 80 kms von den Mobilen entfernt bin, möchte ich auch nicht unbedingt ein Ladegerät unbeaufsichtigt dranhängen. Und 'ne Batterie im Kofferraum mitführen? Näää…


    Michael

  • Hallo, Michael,


    warum baust Du die (3 oder 4) Batterien nicht aus und lädst sie zuhause wieder voll auf? Dann hast Du doch erstmal Ruhe.


    Gruß


    Ulli

    230 SL 10/63
    220 SE 07/64
    - irgendwas ist immer...
    ----------------------------------------------------------
    vdh-Regionaltreff Münster/Münsterland
    jeden 3. Mittwoch ab 19.30 Uhr im RoadStop,
    48157 Münster, Schiffahrter Damm 315


    www.pagodentreff.de

  • So doll sind die Booster wohl alle nicht, Versagen bei niedrigen Temperaturen (Frost) bietet Anlass zur Kritik, daher aber evtl. gerade für unsere Zwecke möglicherweise brauchbar:

    Modell Preis ADAC Urteil
    Dino Starthilfe 136102 150 € gut
    Afendo 5 in 1 130 € gut
    Pro User LI400A 150 € gut
    Noco GB30 140 € befriedigend
    Xlayer Powerbank Off-Road¹ 75 € ausreichend
    APA Power Pack 165281¹ 100 € ausreichend
    Kunzer MPB901¹ 90 € ausreichend


    Ausführlichere Details hier:

    https://www.adac.de/infotestra…52650&SourcePageId=253155


    Gruß - Christoph

  • Weil ich nicht noch zusätzlich einen Akkutourismus aufbauen möchte , Ulli, bin kein Freund von Batterietransporten im Fußraum. Hab' derzeit dazu noch einiges Wichtige an der Backe. Und wenn sich das Dingen bewähren sollte, war es den Spaß wert.

    Mal sehen....


    Gruß vom noch-nicht-Münsterländer an den Kernwestfalen :)

  • ich habe seit Jahren immer eine Reservebatterie dabei. Die ist zum leichteren Transport in einer Tasche. Das komische ist, seit ich die Batterie mitführe habe ich selbst kein Problem mehr, konnte aber auf verschiedensten Treffen oder auf der Strasse anderen helfen.


    Allerdings habe ich auch nur noch einen OldDaimler im Stall.


    https://www.bootsmotoren4you.de/Batterietasche_1

    Viele Grüsse


    Winfried


    Nach 10 Jahren im Exil in der Schweiz schweiz.png ist mir das ß abhanden gekommen und es wird auch nicht mehr eingeführt!


    300 SE W112 Cabrio M189 Automatik Fahrgestellnummer ...9840 Ende 1967 „Schlüpferblau-Met.“


    w112 (affe) gehrmann-privat.de

  • Da bin ich wirklich gespannt, wie gut das Teil funktioniert. Gerade der Dieselstart wird spannend... Bitte berichte!


    Ich würde das Gerät direkt eine Nacht in den Tiefkühler legen, danach laden und an einem Diesel (am Besten an einem mit Dieselgedenkminute) testen, schließlich wird versprochen, dass das Gerät das schafft.


    Ich glaube tatsächlich nicht, dass die Temperatur des Gerätes ein so großes Problem sein wird, da Elkos üblicherweise keinen großen Kapazitätsabfall durch niedrige Temperaturen erfahren. Ob die Leistung dann aber genügt, einen Motor, der bei -20°C gerade nicht sehr viel Lust hat sich zu bewegen, wirst Du wohl in den nächsten Monaten (Jahren?!) nicht mehr testen können...

  • Da muss ja ne gewaltige Elko Kapazität drinstecken....

    ich überschlage mal:

    Anlasser der Benziner hat 1.2kW, dh bei 12V laufen da rund 100 Ampere durch. Das ergibt einen Widerstand von (R=U/I) 12V/100A = 0,12 Ohm.

    Elkos bzw Kapazitäten entladen sich mit t=R*C. Für 10 Sekunden Power wird dann eine Kapazität von C=t/R = 10s/0,12Ohm = 83F (Farad) gebraucht. Elkos gibt man üblicherweise in uF an, zB 100uF. 83 Farad entsprächen somit 83.000.000 uF. Heftig heftig....

  • Wenn es wirklich nur um leergefallene Batterien in ansonsten startwilligen Autos geht, würde ich persönlich ja das Dino Kraftpaket 400 empfehlen.

    Damit hab ich mittlerweile schon den W108 (280S), den S124 (E280), den Hyundai meiner Frau und neulich sogar meinen ollen 1994er Ford Explorer 4.0 problemlos starten können. (Für letzteren soll das Gerät laut Herstellerangabe eigentlich zu schwach sein. Hat aber trotzdem funktioniert ...)


    Ob das Ding bei Frost die Grätsche macht, weiß ich nicht - ich hatte es zwar letzten Winter mit ans Nordkap genommen, aber es ist klein und leicht genug, daß man es problemlos mit ins "Handgepäck" nehmen kann und es so nicht die Nacht im schockgefrosteten Auto liegenbleiben muß.


    Nach meiner Erfahrung hält das Teil die Ladung wirklich monatelang - aber spätestens nach zwei oder drei Monaten brauche ich es eh wieder, weil man es auch prima als Powerbank für alle USB-befeuerten Geräte benutzen kann. Und zwar lange. Richtig lange!


    Es ist klein, handlich, schnell und ohne große Fummelei an- und wieder abgeklemmt und für unter 100 Euro zu haben.

    Mehrere Autos hintereinander damit zu starten habe ich bislang noch nicht probiert, mache mir da aber auch keine großen Illusionen: irgendwann ist die Kapazität dann doch zuende. Dieselmotoren habe ich auch noch nicht damit zu starten versucht, habe auch hier gewisse Bedenken was die Kapazität angeht.


    Ansonsten ist das Ding echt sein Geld wert!