Posts by Wuff_6.3

    Hi Ralf, sicher kann ein unrunder Motorlauf auch von der ungleichmässigen Kompression kommen, die du an Zyl2 und 3 hast. Wie schon empfohlen, mach einen Druckverlusttest, um zu sehen, wo die Kompression verloren geht.

    VG TOm

    Wieder durchgefallen.

    Wieder die Handbremse.


    Ich werd noch verrückt.


    Nachdem ich ja nach dem ersten TÜV/Collaudo Termin die Handbremse überprüft hatte und die neben dem Spreizschloss hängende Bremsbacke wieder richtig eingesetzt hatte sowie neu eingestellt hatte, hätte ja nun alles klappen sollen. Und was war? Nix! Der Bremsenprüfstand zeigte wieder eine deutlich ungleichmässige Bremswirkung an (die normale Fussbremse war vorne und hinten ok).


    Die Prüfer und ich haben es dann nochmal mehrfach versucht, auch auf einem anderen Prüfstand, ebenso mit ein paar Probebremsungen auf dem TÜV Gelände mit blockierenden Hinterrädern, trotzden, keine Änderung.


    Beim letzten Versuch dann macht es plötzlich "Kracks" und ich ziehe den Stockbremshebel bis zum Anschlag ohne Widerstand raus. F.u.c.k! Das war natürlich das Ende der Prüfung. Aber es kam noch schlimmer: beim Rausfahren vom TÜV Gelände bemerkte ich ein höchst unschönes Schaben, Schleifen und Kratzen vom linken Hinterrad. Also flugs eine Radmutter rausgeschraubt um auf den Versteller zu schauen... öha...wo ist denn der??? Das Rad noch etwas weitergedreht und hinter dem Radmutternloch taucht ein ziemlich verbogenes, angeschliffenes Metallstück auf. Wtf??


    Schnell überlegt was tun.


    Abschleppen lassen? 210 Kilometer von Turin bis an den Comer See? Überschlagsmässig mindestens 500 Euro. Und erstmal einen Abschlepper finden. Und vermutlich ewig warten...


    So fahren? Hm, kaputt war die Handbremse ja nun, während die Betriebsbremse völlig ok war.


    Na gut, also langsam losgetuckert.


    Unterwegs deutliche Geräusche von hinten. Gulp. Unschön.

    Nach 50km mal auf einem Rastplatz angehalten und Hand an die Felge ... uii, ganz schön warm... (oder heiss, je nach Empfinden) (ok, war eher heiss). Also Radkappe nicht wieder aufgesteckt sondern im Kofferraum verstaut um der Bremse mehr Kühlung zu verschaffen. Ravus Zierring ebenfalls runtergenommen. 2 Kilo-Feuerlöscher im Kofferraum griffbereit plaziert, ebenso meinen 5L Wasserkanister.


    Weiterfahrt. Turin. Die Sonne scheint, der Wuff weint (naja fast).

    Beide Hände am Steuer, hochkonzentriert, Aussenspiegel in Richtung Radhaus gedreht und auf evtl. Rauchzeichen geachtet. Kam aber nichts. Ab und zu unter dem Wagenboden ein Geklötter (war der Bremszwischenhebel).

    Mit 80km/h über die Autobahn geschlichen und von allen Lastern überholt worden. Nach halber Strecke nochmal die Wärmeentwicklung geprüft, Felge war wieder kälter, immerhin.

    Dann endlich nach fast 3 Stunden zuhause angekommen, den 6.3 sogleich hinten hochgebockt, Reifen abgenommen, Bremssattel demontiert. Und dann die Scheibe abgenommen.

    Klöng.. Klimper.. Sproiiing..! Es fallen diverse Teile auf den Garagenboden. Au Backe!


    Analyse & Schadensbild.

    Der GAU - folgendes ist passiert: die Gussnase der Bremsträgerplatte, die die Handbremsbacken in Position hält, ist weggebrochen! Damit haben sich beim Bremsentest natürlich die Bremsbacken in der Trommel (also in der Bremsscheibe) mitgedreht, dabei die Haltefedern und das Spreizschloss rausgerissen, und dieses hat wiederum den Bowdenzug abgeschert.

    Beim näheren Betrachten der Gussnase zeigte sich, dass diese wohl einen (unsichtbaren) Haarriss hatte, jedenfalls war diese Bruchstelle dunkel vom Bremsstaub. Die andere Seite dagegen war blank und frisch gebrochen. Das erklärt auch, warum die Bremswerte links immer noch geringer als rechts waren, denn bei jedem Betätigen der Handbremse haben die Backen die gebrochene Nase immer ein wenig verschoben, so lange, bis sie beim letzten Test dann einfach nachgab und abbrach.

    Konnte man das vorher sehen? Praktisch nein. Mit war jedenfalls bei der ersten Reparatur nichts daran aufgefallen.

    Wer hat Schuld? Keiner. Weder die Italiener, und ich eigentlich auch nicht. Ich denke auch, eine Werkstatt hätte das nicht auf Anhieb gesehen (schon erst Recht nicht hier).


    Und nun? Die Bremsträgerplatte muss ersetzt werden. Und die Beläge. Und die Bremsscheibe (da haben die Teile nett ein Muster reingeschliffen). Und der Bowdenzug. Und zu allem Überfluss muss zum Ausbau der Bremsträgerplatte auch die Steckachse raus. Porca miseira.


    Kann denn dies Jahr gar nichts klappen? Dies 2020 ist ein Mist!! (Ralf rgswa wird da zustimmen).


    Und nun mein "Hilferuf": wo kann ich so eine Bremsträgerplatte bekommen? Laut EPC sollte das Teilenummer A1094200117 (für W109.018 .. 1444 Bj 69) sein. Ornbau Gebrauchtteile? Classic-Center? Internet?

    Auch ein paar Tips zur Reparatur sind willkommen!


    Zwei Bilder vom Schaden.


    (Die Gussnummer auf dem Bruchstück wird wohl nicht weiterhelfen, meinte Hagen Insulaner da es nur ein Teil der Bremsträgerplatte ist)


    Zerknischt,

    Wuff

    Zum Motorenbauer: Bitte nicht den genannten, da kannste den Motor auch gleich in eine Apotheke bringen! Seit der alte Chef nicht mehr da ist haben sich Preise und Qualität umgekehrt reziprok entwickelt!

    Gut dass du das ansprichst, Theo. Ich wollte je eigentlich nichts zu dem Thema sagen, aber es kommen schon Zweifel auf, wenn eine Firma zB einen Pagode-Motor als Showcase auf die Webseite packt, bei dem zwar mal wieder alles blinkt und blitzt, aber der obere Anschluss vom Thermostat dermassen korrodiert ist, dass man ihn vermutlich nicht dicht bekommt. Da müsste mehr Sorgfalt her, sowas finde ich bedenklich:

    https://www.vaeth-motoren.com/…-und-W1113_600x600@2x.jpg

    Ventilspiel war Ok, aber sonst nichts. Auf den Kolben stand Öl, die Kompression zwischen 8 und 12! Und am Zylinderkopf war etwas wie ein Schweissnaht zu erkennen die wohl nicht geglättet wurde.

    Das war der überholte Motor, Ralf?

    Ja, die blinken so, dass einem gleich die Tränen kommen, vor allem wenn ich dann bei mir die Haube aufmache......

    Aber blink-blink ist manchmal "aussen hui, innen pfui", siehe zB die Probleme mit Ralfs Motor oder das defekte, angeblich generalüberholte Getriebe in einem anderen Thread.

    Dann lieber unrestauriert, aber gepflegt, mit Gebrauchsspuren.

    Aber das ist meine persönliche Meinung.

    Wow. M129 umgebaut auf untenliegende Nockenwelle und Trockensumpfschmierung ! :thumbup:

    Haha, auch mir wird ganz schwindelig bei Thomas Bildern. Dabei ist es noch gar nicht Zeit fürs Feierabendbier :)


    (Wenn man auf das Bild klickt und sich die Originalversion ansieht, stimmt die Perspektive. Seltsam...da steckt bestimmt wieder Bill Gates dahinter)

    Hi Ralf, bei den Motorvibrationen hilft nur, systematisch an die Sache ranzugehen. Wie ich vorgehen würde:


    1) neue Zündkerzen

    2) Zündzeitpunkt und Verstellung checken

    3) sicherstellen, dass Ventilspiel & Kompression ok sind

    4) Zustand Motolager


    dann:


    4) treten die Vibrationen NUR im Stand (reproduzierbar) bei einer bestimmten Drehzahl auf?

    ODER
    5) nur während der Fahrt, auch wenn du auskuppelst bzw auf 'N' gehst?

    Davon hängt stark das weitere Vorgehen ab.

    Grüsse, Tom

    Hi Alex, das Ausbohren der Löcher war unnötig, die soll so stramm um die Schrauben sitzen, damit da nichts hochsteigt. Kork ist elastisch, man kann die Dichtung also so monteren.

    Gruss Tom