Fahrverbote für Oldtimer mit H-Kennzeichen

  • Allen an diesem Thema Interessierten kann ich nur empfehlen, sich den Artikel aus der F.A.Z. vom 31.1.2019, S. 3 zu Gemüte zu führen: "Eine Zahl macht Karriere - Ohne Grenzwerte gäbe es heute keine Fahrverbote.Wußten die Politiker früher, was sie taten?" Dort wird sehr gut und in vielen Details dargestellt, auf welche unglaubliche Weise die heutigen Grenzwerte zustande gekommen sind (und letztlich: Wie sie vor diesem Hintergrund von den Gerichten fehlinterpretiert werden). Link hinter Bezahlschranke: https://www.faz.net/aktuell/po…festegelegt-16016359.html


    Ich denke, der EU wird - nicht nur auf diesem Gebiet - künftig ein schärferer Wind ins Gesicht wehen (vgl. auch den Artikel in derselben Ausgabe der F.A.Z., S. 7: "Vom Sinn und Nutzen der EU - Eine zentrale Aufgabe besteht nun darin, entweder zu erklären, warum wir eine europäische Regel brauchen - oder sie abzuschaffen."). Vor diesem Hintergrund bleibe ich, Uli, vorsichtig optimistisch.

  • Ich denke, der EU wird - nicht nur auf diesem Gebiet - künftig ein schärferer Wind ins Gesicht wehen (vgl. auch den Artikel in derselben Ausgabe der F.A.Z., S. 7: "Vom Sinn und Nutzen der EU - Eine zentrale Aufgabe besteht nun darin, entweder zu erklären, warum wir eine europäische Regel brauchen - oder sie abzuschaffen."). Vor diesem Hintergrund bleibe ich, Uli, vorsichtig optimistisch.

    Hallo Matthias
    Vor dem Hintergrund der allgegenwärtigen Stimmung (vgl. z.B. G. Thunberg) geht es nicht mehr darum, wie Grenzwerte zustande kommen. Es geht nur noch darum, dass man Grenzwerte WILL, je strenger, desto besser, und dass diese durchgesetzt werden.
    Kindern, die keinen Spinat mochten, hat man früher selbigen mit dem Argument, dass der ja so gesund sei, eingetrichtert - ein Rechenfehler und eine falsch gesetzte Kommastelle bei der Eisenangabe, wie heute allgemein bekannt ist. Aber wie lange hat man kleine Popeyes mit dem Pampf gepestet?


    Ich bleibe gar nicht mal so vorsichtig pessimistisch.

  • Letztens im Sommer bin ich nachts aufgewacht mit einen brennenden Kehl und tranenden Augen, ich habe gedacht das Haus brennt.
    Da nichts zu sehen war habe ich draussen geguckt ob es nicht das Nachbarhaus oder so war.


    Habe mich dann mitternachts im 200 Diesel gesetz und habe mit offenen Fenster gespaeht wo der Stichenden Brenngeruch herkam. Im Ende war es dann diesen Bio-Holzbrenn-Energieanlage die hier seit kurzem in der Gegend gebaut worden ist...

  • Die Luft ist, wie sie ist, und sie wird beeinflusst, wie es eben geschieht. Mal dieseln die Pötte über den Rhein durch Köln, enie frau reker - die mit der Armlänge Abstand - will, dass sie langsamer fahren in der Annahme, dass sie dann weniger Dreck machen, und der Bundesverband der deutschen Reeder braucht nichtmal einen Tag, um der Frau Reker zu sagen: "Wir fahren schon durch Köln so langsam, wie es eben geht."


    Da fliegen die Fluchzeuge über uns hinweg, es kümmert keinen, und Kerosin wird immer noch nicht besteuert - gut Lobby-geschützt, das.


    Was passiert, wenn die Luft per Diesel- und Altbenziner-Fahrverboten sauberer wird? Sie wird nicht sauberer, denn dann können die Lobbys der Spedieure mehr Meilen machen und und und. Es wird immer nur dort eingegriffen bei denen, die da dächten, sie hätten die beste Lobby - das indirekte Mandat erteilt, beim normalen Bürger.


    Dem gesagt worden war, Bürger, wähle mich, ich vertrete deine Interessen. Dann wird der gewählt, und dann ... vertritt er Interessen. Dass das noch deine seien, ist seit Strucki Pfeife selig bekanntermaßen nicht mehr so, denn es ist ja unfair, einen Politiker nach der Wahl an den Versprechungen messen zu wollen, die er vor der Wahl machte.


    Also packt man immer nur den in die Tasche, der sich am schlechtesten wehren kann, den arbeitsamen Bürger, der seine vier oder fünf Buchstaben morgens um 5.45 Uhr aus dem Bette erhebt, um dann von seinem Arbeitseinkommen 55% Steuern, Abgaben und Umlagen zu leisten, und von dem, was ihm überbleibt, nochmal 19% Mehrwertsteuer.


    Mehrwert, ja für wen? Für einen verwaltenden Beritt, der irgendwie nicht wirklich kleiner geworden ist in den Jahren seit den Agenda-Reformen, mit denen sie einen triezen und mit sozialem Abstieg bedrohen, solltest du dich mal nicht willfährig verhalten betreffs der Zumutungen des Arbeitslebens.


    Z.B. Flexibilität... Zeitlich und örtlich dich verfügbar zu machen, Anfahrtszeit auf deine Kappe, Anfahrtkosten auch auf deine Kappe.


    Folge? Sinnvollerweise genau dann, wenn dein "Invest" in dein Arbeitsweg-Mobil dir verunmöglicht wird, dass du deinen Boss um einen Leasingwagen befragst. Will er nicht, Generalstreik.


    Wie denn auch sonst?


    Aus versteuertem Einokmmen einen Eu 6-Wagen kaufen, ab 8.000 EU, der dir gleich mal vom EU-Gericht in Straßburg als gegebenenfalls auch aussperrbar bezeichnet ist?


    Irgendwann ist schicht im Schacht. Bei immer mehr Menschen GEHT es dann nicht mehr. Wie verpennt ist eigentlich eine NRW-Landesregierung, die JETZT ERST, vor wenigen Tagen, hat hochrechnen lassen, was geschieht, wenn die DUH alle ihre 60 Städteklagen gewinnen wird? Dann sind allein in NRW 2.5 Millonen PKW von Fahrverboiten betroffen. Das ist der blanke Wahnsinn. Was MACHT denn ein Oberbürgermeister von Essen, Thomas Kufen? Spross einer KFZ-Händler-Familie (Citroen)? Er stellt sich hin, jammert einen, dass ihm die Mittel aus der Hand genommen seien, und verweist auf Berlin und die Landesregierung.


    Und dann guckst du genauer, der Herrmann in BaWÜ hat die älteren Benziner mit EU 1 und EU 2 und EU garnix ausgenommen von den Fahrverboten, und in Essen? Du guckst genauer, und stellst fest, dass die Ausnahmegenehmigungen, die du beantragen kannst, dir als Normalbürger nur "gewährt" werden, wenn du dein Auto schon bis 2008 angemeldet hatttest. ... Also eine absolut scharfe Gegensteuere, keinerlei Erleichterungen für die Bürger.


    Der klagt zwar vor dem Oberverwaltungsgericht, aber wenn er verliert? Dann gelten GENAU DIESE knallharten Spielregeln GEGEN die Essener Bürger. Ich habe mein Elternhaus im Essener Westen stehen, wohne am Ostrand Dortmunds. Um meinen Bruder und unsere Mutter (86) zu besuchen, muss ich MITTEN DURCH die künftige Umweltzone, die wie ein Keil Nordsüd den Essener Osten vom Essener Westen trennt. Ab dem 1.7. kann ich erstmal noch durch Gelsenkirchen auf der A42 fahren, "obenherum", aber die zwei in GE gesperrten Straßen könnten mal eines Tages nicht ausreichen, und dann wird der famose Herr Resch von der Umwelthilfe schon die Klage gespitzt haben, um aus den zwei Gelsenkirchener Straßen eine riesige Umwelt-Sperrzone werden zu lassen. Wuppertal "untenrum" mit der A46 wird dann zu vermuten auch dicht sein, dann fahre ich von Dortmund-Unna die A1 bis leverkusen runter, dann rechtsab, hoch an DÜsseldorf vorbei bis Duisburg, und schleiche mich dann wieder ostwärts gen Essener Westen bei Muttern rückwärts durch die Brust ins Auge an - Weg ca. 130 km, heute 55.


    Es ist der blanke Irrsinn, was einem diese verpennten Fatzkes von Politikern da lobbypampernd eingebrockt haben. Und es ist keinerlei Umwelt- oder Gesundheitsprogramm, denn dann würden die den Zugverkehr untersuchen auf Feinstaub, den Flugverkehr besteuern, und den Entsender der Sahara-Stäube auch am Steuersäckel zu packen versuchen, aber nee - sie packen nur den Normalbürger. Und wenn die Herschaften Politker ihre eigene Mobilität gefährdet sehen, dann kaufen sie sich Neuwagen - und eher keine E-Autos, sondern starke Verbrenner-Limousinen aus dem Steuersäckel, und wenn die Flieger Mist sind, dann kaufen sie sich paar nagelneue Airbusse, wie dieser Tage.


    Generalstreik.


    http://www.aufstehen.de


    Ach noch eines... Autos mit H genießen eine generelle, deutschlandweiete "Duldungsregelung". Wenn H-Autos nicht erwähnt sind in Urteilen der Verwaltungsgerichte, dann gilt das fort. Ich fahre also mit meinem W126 420 SE 3.0 D weiterhin durch die A40 und den Essener Tunnel. Bekomme ich ein Ticket, zahle ich das nicht. Kommt der Gerichtsvollzieher, lasse ich ihn nicht rein. Kommt er mit Sheriff wieder (tschuldige Stefan ...), lasse ich die beiden nicht rein. Kommen sie mit einem dritten, dem Schlossermeister, sich Zugang zu erzwingen, und würden hier die Boxen oder den Flügel pfänden, dann kann ich immer noch überlegen, ob ich zahle, oder mich mal einbuchten lasse, kostet 110-120 EU per Tag..., oder ob ich hinter der Türe die Axt schwingen werde.


    Wo Unrecht Recht wird, wird Widerstand Pflicht. (Martin Niemöller? Oder Bert Brecht?)


    Schnauze voll von diesen merkbefreiten lebensfernen Affen, die sich da "Bundespolitiker" nennen und betreffs Verkehr seit gefühlten Jahrhunderten aus einer bestimmten obskurantischen Ecke zu kommen scheinen, wo man an der bundesrepublikanischen Lebens- und Arbeitswirklichkeit offensichtlich so weit vorbei hantiert, dass denen alle Maßstäbe abhanden gekommen zu sein scheinen.


    und jaja, ggfs., an die, die mich kennen, ich arbeite nicht mehr, kann mir ein loses Mundwerk leisten, und leiste es mir. Ich habe über 30 Jahre am Anschlag eingezahlt, und bin schon mit den Schröderschen Hartzschen Agenda-Reformen gründlich verarxxxxt worden. Da war nach Ende ALG1 dann plötzlich doch die beantragte EU-Rente nicht drin, bin wohl "zu gesund".... Dann waren es ab da noch VIER JAHRE bis zur Rente. (Darum bin ich nun zwei Jahre niciht in Ornbau gewesen.)


    Wirklich schnauze voll von den Hansels. Wer sich nun als Politiker beleidigt fühlt, der soll mich verklagen.


    Dann hört man öfter: "Ihr sollt nicht immer nur meckern, ihr müsst euch engagieren...."


    Tue ich. Siehe: http://www.aufstehen.de . Hier laufen drei Projekte-


    1- "Lütgenbümmel" - eine kleine lustige plakataktion an der mehrfach verschachtelten Stadtgrenze Dortmund-Bochum, wo das unglaublich dreckige Bochum als notleidende Stadt (51 Mikrogramm NOx) in das lt. Angela Merkel noch tolerabel saubere Dortmund übergeht (50 Mikrogramm, kein Scherz): "Bis hierher wird Ihnen der Dieselumbau gefördert." (Du bist in Bochum auf dem Harpener Hellweg.) 200m weiter: "Ab hier, lieber Bürger, bezahlst du deinen Dieselumbau selber." (paar kurze Meter auf Dortmunder Stadtgebiet.) Dann wieder: "Hier, liebe Bürger, beginnt nochmal die Bochumer Gnadenzone des gesponserten Dieselumbaus." Und paar Meter weiter: "Nun, lieber Bürger, hast du definitiv Pech gehabt, du wohnst in Dortmund und wirst deine Dieselmobilität selber bezahlen."


    2- "Flashmob Borsigplatz" , 45 Diesel kreiseln im Berufsverkehr um den berühmten Platz im Dortmunder Nordosten. Kreiseln und kreiseln, auf der Beifahrerseite plakatiert "Aufstehen! Gegen Fahrverbote". Da man aber beim Autofahren schlecht aufstehen kann, muss mal einer stehenbleiben..., dann verteilen freundliche Menschen an die umstehenden interessierten oder desinteressierten Zuschauer Flyer. Bevor das eskaliert, nehmen sie wieder Platz in den Dieseln und machen alles wieder frei, bevor der Hubschrauber nachsehen kommt.


    3- "Dieselasyl Bochum": Wir Aufsteher sind gut vernetzt. Aus dem 360.000-EW-Städtchen Bochum machen wir eine Millionenstadt - wieviele Dieselfahrer sich auf einmal in dem stinkend dreckigen Bochum (51 mikrogramm NOx) zum angemeldeten Wohnsitz niederlassen... ... Du musst ja heute nichtmal ein neues Kennzeichen prägen lassen... und dass es verboten sei, auf 55qm 25 Kollegen wohnen zu lassen, das musst auch erstmal herausbekommen. Also, Bochum wird zur Millionenstadt...!.... Bis wir alle unsere "Stinkekarren" auf Staatskosten (???) saniert haben...


    http://www.aufstehen.de

    In der Theorie verhält sich die Praxis wie die Theorie. In der Praxis tut sie das nicht. (Yogi Berra)


    1. Mittwoch 19h „Junkers Ratshaus“ B1 Soest-Bad Sassendorf, Franz Magner 02941 61142
    1. Mittwoch 19h „Zum Freischütz“ Dortmund-Schwerte B 236 im Stadtwald Schwerte, Jörg Scheele 0172 2322972
    3. Mittwoch 19.30h "RoadStop" Münster Schiffahrter Damm 315, Stephan Schorlemmer 0251 664924
    3. Donnerstag 19h „Jagdhaus“ Mollenkotten 144 Wuppertal, Sebastian Treibholz 0172 6491828

  • Ich halte es nicht für angebracht, wenn dieses zugegebenermaßen auch politische Thema dazu missbraucht wird, hier im vdh-Forum für Rechts- oder in diesem Fall Linksextremisten Werbung zu machen.


    Die Initiative der Frau Wagenknecht ist so ziemlich das Letzte, wo unsere Interessen als Olddaimler-Fans vertreten werden.


    Oliver

  • Meinungsfreiheit und deren Bekundung ist Grundlage unserer freien Gesellschaft. Daran darf auch nicht gerüttelt werden!


    Und natürlich dürfen wir auch hier nicht die Augen davor verschließen, dass/wenn politische Entwicklungen/Unzulänglichkeiten unser Hobby mitbetreffen.


    Aber ich verbitte mir wie Oliver jedewede Parteiwerbung in diesem Forum - dafür gibt es andere, geeignetere Plattformen.


    Gruß
    Lutz

  • Nur kurz zur info - Aufstehen ist KEINE Partei (ich mache daher auch keine Parteiwerbung), sondern sammelt poliitsch Interessierte aus dem eher linken Spektrum ab. Dem Rechtsdrall was entgegensetzen.


    Wäre es eine Partei, dann wäre ich nicht dabei - mit so manchen Bauchschmerzen... aber man muss was tun.
    Persönlich bin ich eher mal weniger bei Sahra W aus B, sondern mehr bei Marco B aus DO.
    Neuerdings parteilos, wie sich vielleicht herumgesprochen hat...
    Gegen die verdammte Lobbykratie.


    Und jetzt bitte weiter... mit der Meinungsfreiheit.

    In der Theorie verhält sich die Praxis wie die Theorie. In der Praxis tut sie das nicht. (Yogi Berra)


    1. Mittwoch 19h „Junkers Ratshaus“ B1 Soest-Bad Sassendorf, Franz Magner 02941 61142
    1. Mittwoch 19h „Zum Freischütz“ Dortmund-Schwerte B 236 im Stadtwald Schwerte, Jörg Scheele 0172 2322972
    3. Mittwoch 19.30h "RoadStop" Münster Schiffahrter Damm 315, Stephan Schorlemmer 0251 664924
    3. Donnerstag 19h „Jagdhaus“ Mollenkotten 144 Wuppertal, Sebastian Treibholz 0172 6491828

  • Dann vergeßt aber auch bitte nicht die Kreuzfahrtschiffe.
    Vergnügen für zig 100.000.
    Die Dinger fahren mit Schweröl und die Reederei sitzt irgendwo im Niemandsland, wo sie selbstverständlich keine oder nur kaum Steuern zahlen.
    Auch nicht zu vergessen der Billigtourismus.
    Fliegen, egal wohin zum nahezu Nulltarif.

  • Sorry, aber ich finde die Werbung für politische Initiativen in diesem Forum völlig deplatziert. Das ausufernde Gewäsch macht die Sache nicht besser. Es geeignetere Foren um seinem politischen Missionarsdrang nachzukommen. Wenn hier nicht eine gewisse Selbstdisziplin geübt wird, verkommt dieses Forum. Technische Themen und Bezingespräche finde ich viel interessanter.


    Grüsse Udo

  • Das ist das Café, hier darf getratscht werden.
    Technik gibt es nebenan...
    Und das Autothema ist aktuell hochpolitisch, wenn hunderttausende durch die Kalte Küche enteignet werden und nur eine Handvoll sich dagegen wert. Der Diesel ist erst der Anfang, danach kommen die Benziner dran und ab 2021 dann die allgemeine Maut... Ja, ja, die Deutschen werden hinten rum entlastet... wer´s glaubt! Siehe "Soli", nur zeitlich begrenzt für den Wiederaufbau des Ostens *lol* oder die Sektsteuer, nur für den Wiederaufbau der Reichskriegsflotte...


    Apropos Schiffe...

    Wer nicht merkt, dass hier eine große FAKE-News Kampagne am Laufen ist, merkt nicht mehr viel.


    Uwe

  • spätestens, wenn die Fahrverbote auch die Oldtimerfahrer treffen und es dann einen spürbaren Wertverlust bei den Oldies geben wird, wird die Verkehrspolitik jeden Liebhaber interessieren, aber dann ists vielleicht, nein ganz sicher, zu spät. Das positive Image der Oldtimer beim Durchschnittsbürger läßt ja schon langsam nach und Politik läßt sich nun mal vom Umfragen lenken.


    Politische Werbung für eine bestimmte Gruppierung braucht es hier im Forum sicher nicht, aber das Thema Fahrverbote sollte jeden hier anfangen zu interessieren, sonst werden zB 111er Cabrios mittelfristig zwar günstiger, aber leider nicht mehr nutzbar, und das kann keiner wollen, weil dann auch ein 123er nicht mehr fahren wird

  • Wir hatten sauren Regen, Waldsterben, Ozonloch, Nuklerar verseuchtes Wild, Treibhauseffekt und und und... Trotzdem haben wir auch als Oldiefahrer eine Verantwortung und doch hoffe ich, dass diese Diskussion auch bald wieder in den Analen verschwindet.


    Wenn die Automobilindustrie wegen der Fahrverbote 10 Millionen neue Autos verkauft, sind das rund 120 Millarden Euro für den Staat. Wer erwartet da ernsthaft ein Einschreiten der Politik?

  • eben deswegen wird diese Diskussion nicht verschwinden, denn hier treffen sich die Interessen von ökoreligiös Verblendeten mit denen der Industrie, damit auch mit den Interessen der entsprechenden Arbeitnehmervertreter, was deren gutes Recht ist. War doch vor 10 Jahren bei der Abwrackprämie auch so.


    Man kann dem Staate höchstens vorrechnen, daß die Oldtimerszene inzwischen doch einen Haufen kleinerer Betriebe am Laufen hält und damit auch in der Provinz Arbeitsplätze schafft, Steuern generiert etc. Und daß die Youngtimer Euro 1 und Euro 2 die Oldtimer von morgen sind, die brauchen auch Teile und Reparaturen, generieren damit auch lokal vor Ort Beschäftigung und Steuern.


    Tastsache ist, daß wir nicht ungeschoren davonkommen werden, wenn wir uns nicht zu Wehr setzen. Wie man das genau politisch ins Werk setzt und mit wessen Hilfe, darüber muß zeitnah nachgedacht werden. Vor den Karren von Extremisten lassen wir uns lieber nicht spannen, besser in der Mitte ansetzen

  • Da, ist nun ein Aufruf zu einer Organistaion politisch oder nicht?
    Mit Sicherheit politisch.
    Die Res Publica der Republik bezeichnet so etwas seit dem alten Rom als die Dinge der Öffentlichkeit betreffend.


    Ob es uns gefällt oder nicht, es betrifft uns.


    Haben wir das Thema hochgebracht aus "Umweltverantwortungsbewußtsein"?
    Nein, es wird uns aufgedrängt, weil unsere Fahrzeuge ein leichtes Feindbild der Umweltaktivisten ist.


    Wem es noch nicht aufgefallen ist, es werden gezielt kleine Gruppen aufs Korn genommen, die dann im Zeichen der Umwelt reglementiert werden, eine Art Domino-Taktik.
    Die "Großen" läßt man halt laufen.
    Unsere alten Sterne gehören mit zu den Minderheiten.


    Natürlich könnten wir uns als Klub dagegen aussprechen, einfacher wäre es natürlich in anderen "politischen" Gruppierungen. Jedem sei die seine überlassen.


    Die freie Rede und ggf. eine Aufruf einer Gruppierung zu unterbinden, erachte ich hier nicht als angebracht, solange es nicht verfassungsfeindlich ist.
    Ein jeder möge sich seine eigene Meinung bilden. Das ist Bestandteil der Demokratie.
    Und das hier ist das Cyber-Benz-Cafe. Freie Rede!

  • ...den aber auch niemand in Abrede gestellt hatte.


    Der Aufruf zum Mitmachen bei einer bestimmten, klar politisch ausgerichteten Organisation ist mir halt eine Spur über eine Meinungsäußerung hinaus.


    Aber ich habe halt schon immer ein Problem mit Missionaren gehabt, wennauch bislang nur im religiösen Zusammenhang. ;)


    Wenn jemand eine Organisation anpreist, die parteiübergreifend die Interessen und Belange von uns Oldtimerbetroffenen in diesem speziellen Zusammenhang aktiv vertritt, dann passt das allerdings gut hierher.


    Gruß
    Lutz

  • Ob BerndBs Aufruf zum Mitwirken an dieser Initiative hier nun hingehört oder nicht, geht wie die Initiative selbst an unserem Thema eher vorbei.
    (Meiner Ansicht nach im Schwafelforum vielleicht ok., aber als eigener Fred mit passendem Titel)


    Was also könnte man wirklich tun?
    Vielleicht würde Aufklärung und Imagewerbung etwas helfen. Grosse Vereine und Verbände könnten so etwas stemmen. Das könnte künftig ein zunehmend wichtiger Teil der Oldtimer-Vereinsarbeit werden (was jetzt nicht als Aufruf an den VDH gmeint ist, gell). Aber schliesslich hatte der Herr K. ja genau das im Sinn wenn auch äusserst unglücklich in seinem Vorschlag und die Herangehensweise: die eigenen Interessen schützen und dafür andere opfern.
    Es wäre eventuell hilfreicher, Oldtimer (und ihre Halter) als positiv-konservativ im Sinne von Wertekonservativ - das sind z.B. die Grünen im Kern auch - darzustellen, weg vom Image als „Hobby für Reiche“ praktiziert von Egoisten, hin zu einem Bild, das den derzeitigen Zeitgeist besser trifft:
    - Gegenteil von Wegwerf-Mentalität
    - Ressourcenschoner
    - Wenigfahrer
    - Absage an Leistungs- und Gewichthochrüstung (keine SUVs)
    - Nicht Aggressive/Defensive Verkehrsteilnehmer
    - evtl. T-Limit Befürworter


    Nur mal so als Vorschlag, laut gedacht. Statistische Daten dazu gäbe es, glaube ich, genug.


    Eine Anmerkung allerdings noch zum Thema Oldtimer-„Industrie“ und Arbeitsplatzsicherung als Argument gegen Fahrverbote:
    Man kann das schlecht ins Feld führen und andererseits argumentieren, dass man ja eine ach so kleine Gruppe ist, die mit ihrem geringen Prozentsatz am Geschehen nicht ins Gewicht fällt ...

  • Hallo zusammen,


    gegen den letzten Punkt "evtl. T-Limit Befürworter" hätte ich persönlich etwas. Siehe den Beitrag "zartes Pflänzchen" vom 30.01.2019. Noch macht es Spaß mal mehr als 130 oder 100 fahren zu dürfen, auch wenn man unsere Oldies wohl selten länger hetzt.
    :whistling:


    Gruß


    Alfred

  • Ja, geht mir genauso. Mit meinem 420er und jetzt mit dem 320er bin ich selten nur mit Richtgeschwindigkeit unterwegs. Aber irgend einen Tod wird man sterben müssen. Und nur der Verzicht ist eine Leistung, der auch ein bisschen weh tut. Und wie geschrieben, ist nur laut gedacht ...
    Aber es hätte gerade dieses Thema eine ziemlich Signalwirkung. Man stelle sich vor, eine Tempolimit-Initiative käme von der Oldtimerfront ...