Ponton Zündung, auf der Suche nach Störungen

  • Ich amüsiere mich, Störungen von meiner Zündung zu finden und hoffentlich zu minimieren, Störungen die einige Testgeräte, die ich verwenden möchte, stören. Bei dieser Arbeit stellen sich zwei Fragen:

    • Soll das Gehäuse der Zündspule mit Masse verbunden sein? Für mich ist der 219 Schaltplan nicht ganz klar. Heute ist das nicht der Fall wegen Farbe…
    • Ich habe einen Satz entstörte Zündkerzen gekauft, BPR6HS (5kO) von NGK statt BP6HS. Dann habe ich meine Zündkerzenstecker (Bosch 0356150005) überprüfen; stellt sich heraus dass ich vergessen hatte, dass es sich um entstörte Stecker handelte (1.4kO). Ich nehme an, ich sollte nur eine Entstörung pro Zündkabel haben?!
  • Das Gehäuse hätte Kontakt mit dem Halter gehabt, wenn "jemand" es nicht so gut lackiert hätte.


    Die Frage ist also, sollte ich das Gehäuse abnehmen und es "reinigen", um es zur Masse, via den Halter, anzuschliessen? Ich bin immer noch ein bisschen verwirrt von den Antworten des Forums

  • Moin,


    die Widerstände addieren sich. Dadurch wird der Zündfunke schwächer. Sinnvoll ist die "doppelte" Entstörung nicht.


    Grüße Udo

  • Ausgenommen meine Testausrüstung und einige Störungen des Radios, habe ich keine andere Probleme, so weit ich es verstehe. Jetzt gehe ich alles durch um zu sehen ob ich alles korrekt gemacht hat, deshalb die Fragen.


    Die Testausrüstung hat mit meinen Vergaserprobleme, und Neugier, zu tun. Darüber werde ich später sicher mit einigen Fragen zurückkommen :-). Aber soweit bin ich zur Zeit nicht gekommen.


    So, die Frage ist leider immer noch, soll dass Gehäuse geerdet werden oder nicht :-)? Als ich es verstanden habe, waren die Ponton Zündspulen früher lackiert und deshalb dachte ich dass das Gehäuse nicht Massen haben sollte (der Halter ist geerdet durch seine Verschraubung am Innenkotflügel).

  • Hallo,


    nein die Zündspulen werden nicht gesondert geerdet, sie sind traditionell lackiert. Der Halter ist natürlich über die Schrauben geerdet. Zur Funkentstörung gab es Nachrüstsätze, die einen Kondensator über der Zündspule geschaltet haben. Später hat man die Primärleitung vom Kontakt des Zündverteilers zur Zündspule geschirmt ausgeführt.

  • Danke Volter! Dann weiss ich!


    Aus Neugier muss ich aber noch eine Frage stellen:


    Im Laufe der Jahre, einschließlich in diesem Thread, meinen viele Ponton-Kollegen, dass man nur einen Resistor „pro Zylinder“ haben sollten und absolut keine Resistorzündkerzen. Wenn ich mir aber den Inhalt des ”Entstörung bei eingebautem Radiogerät“ anschaue, enthält es viele Resistorein in Reihe.


    Ich kann verstehen, dass es mit heutigen Zündkerzen usw. vielleicht nicht nötig ist, auch nicht wenn man kein Röhrenradio verwenden. Aber zumindest sollte es möglich sein, ohne einen zu schwachen Zündfunken oder Ähnliches zu riskieren?! Oder was fehle ich?


  • Hallo Håkan,


    das ist schon fast alles richtig: Man hat einen Widerstand im Zündverteilerläufer und einen im Kerzenstecker. Nur den in der Zündkerze hat man nicht. Jetzt ist der Ponton nicht meine Spezialität und ich würde jetzt normalerweise in die Bosch Ausrünstungslisten schauen. Aber leider sind die seit 4 Monaten abgeschaltet und man weiß nicht, wann die wieder freigeschaltet werden.

  • Hmmm, dann ist wahrscheinlich der Ponton etwas anders als die neueren MBs, oder die Entstörteilen von damals hatten schlechter Qualität als heute?! Das Bild oben ist vom WHB 180-220SE und das Bosch Material, das man von dem bekomme, listet die gleichen Teile auf.


    Es wäre interessant zu wissen, ob jemand all diese Kondensatoren etc immer noch verwendet und irgendwelche Verbesserungen damit erzielt hat....

  • ...und ich würde jetzt normalerweise in die Bosch Ausrüstungslisten schauen. Aber leider sind die seit 4 Monaten abgeschaltet und man weiß nicht, wann die wieder freigeschaltet werden. ...

    Hilft diese hier (aus der zeitgenössischen BOSCH-Liste für den .924-Motor)?


    Bosch-Liste.pdf



    Michael

  • Hallo Håkan,

    Lackierte Zündspule heisst für mich;

    das Teil ist alt (sehr).

    Zündspulen sterben irgendwann, was sich durch merkwürdige Störungen bei oder oberhalb der üblichen Betriebstemperaturen bemerkbar machen kann.

    Zusätzliche Widerstände im Hochspannungsbereich wirken meiner Meinung nach (kann mich irren) eher Schonend auf die Spule.


    Oder geht es hier um (drehzahlabhängige Geräusche aus dem Radio/Lautsprecher?


    Gruß HaWA

  • Abend! Ich habe am Dienstagabend die entstörten Zündkerzen (wie früher mit entstörten Steckern) montiert und eine kurze Probefahrt gemacht. Kein Unterschied im Motorverhalten soweit ich das von der kurzen Fahrt beurteilen kann. Das Testgerät hat auch länger funktioniert, aber ich bekomme immer noch Probleme ab und zu ("merkwürdige Störungen" wie HAWa nennt es). Es hat nicht mit Drezahl zu tun.


    Eine neue Zündspule, Bosch 0 221 119 031, ist bestellt.


    Mach keine zu grosse Wissenschaft daraus...

    Ich stimme dir voll und ganz zu. Und das Knistern im Radio - immer noch da - stört mich eigentlich nicht wirklich. Ich würde dieses nicht durchgehen, wenn ich dieses Testgerät nicht benutzen wollte. Aus diesem Grund habe ich in der WHB und in meinem Bosch-Material nachgesehen, welche Art von Entstörung verwendet wurde, und habe verschiedene Teile für "normale" Radios und für UKW-Radios gefunden, wobei für die letztere, wie ihr seht, die Liste sehr umfangreich ist.

    Jetzt mache ich weiter, bis ich es für das Testgerät, sowie für das Radio, gelöst habe. Am Ende werde ich hoffentlich wissen, was die Störung verursacht hat und ich kann alles andere wegnehmen.


    Ich werde nach dem Wochenende mit dem Verhalten des Radios zurückkommen, jetzt habe ich es leider nicht überprüft. Aber wenn ich mich es richtig erinnere, bin absolut nicht sicher, ist das Geräusche drehzahlabhängig.

  • Hast du einen Entstörkondensator an der Zündspue dran? Und hat das Radio eine stabile Masseverbindung?

    Und wenn es bei der Fahrt auftritt, es gibt auch noch Kontaktzungen auf dem Radlagerbolzen (...zumindest beim W108, keine Ahnung ob der Ponton das auch schon hatte.)

    Ansonsten könnte es auch eine defekte Masse / Abschirmung an der Antenne sein.


    VG Tom

  • Hmm, damit fangen wir an, Ohm zu bauen :-)


    Ich habe auch darüber nachgedacht, diese Kondensatoren zu testen, da diese in "Bosch Service Liste 219" (auf Seite 3) oben erwähnt werden. Dann kommen wir aber zu der Frage, -welche- Kondensatoren zu kaufen. Ich werde Bosch fragen, was sie heute empfehlen, aber ich hoffe nicht auf eine gute Antwort, da sie nicht einmal mehr den Kondensator für den Verteiler produzieren. Wenn ich ihre Original-Teilenummer sowie die alte Bosch-"replacement" Teilenummer google, tauchen viele merkwürdige und no-name/no-info Kondensatoren auf.


    Masse für das Radio "soll" gut sein, Antenne auch, alles neu montiert und checked. Hmm, die Antenne soll die Masse beim Kotflügel "nehmen"? Möchte es noch einmal kontrollieren...

  • Hej Håkan,


    Radiostörungen können auf der Hochfrequenzseite (Antenne) oder auf der Versorgungsseite (Spannungsversorgung) reinkommen. Um erst mal herauszufinden wo Du entstören musst würde ich mal die Antenne am Radio herausziehen und testen ob die Störungen noch da sind.


    Und noch was: ist das bei FM (UKW) oder AM (LW/MW/KW) Empfang?


    Störquellen sind (wie in Beträgen oben schon erwähnt): Zündung, Lichtmaschine, Lüfter (innen, außen), elektrische Benzinpumpe (falls vorhanden), Radnaben usw..


    Entstörende Maßnahmen sind: Abschirmung, gute Masseverbindungen, Lage der Kabel, Widerstande oder Induktivitäten (in Reihe in der Versorgungsleitung), Kondensatoren (parallel zum Verbraucher), Ferritkerne, usw..


    Viele Grüße,

    Hagen



    p.s.: Bosch Classic scheint mittlerweile ein ähnliches Geschäftsmodell wie Mercedes zu haben: Webseiten mit wichtigen Informationen werden abgeschaltet bevor die neue läuft, Korrespondenz wird monatelang nicht beantwortet, Preise nicht nach Herstellkosten plus Profitmarge sondern an der Kundenschmerzgrenze kalkuliert.

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