"Fit-für-55" EU-Klimavorgaben und die Auswirkungen für alte Verbrenner

  • Guten Abend Zusammen!

    Seit einiger Zeit beschäftigt mich das Thema rund um die Kraftstoffversorgung und somit auch um indirekte Fahrverbote für Oldtimer. Indirekt deshalb, weil man keine offiziellen Fahrverbote für Oldtimer aussprechen muss, wenn es an den Tankstellen irgendwann keinen kompatiblem Sprit mehr zu kaufen gibt. Jürgen Resch von der Deutschen Umwelthilfe [DUH] hat dazu an anderer Stelle schon öfter mehr als deutlich Stellung bezogen. Ginge es nach ihm und seinem grünen Lobbyistenverein, würden die Oldtimer eher heute als morgen aus dem Verkehr gezogen. Er sieht sie sinngemäß als Bedrohung des Klimas an, was ich auf Grund der vom ADAC ermittelten durchschnittlichen Fahrleistungen von ca. 1.450km/Jahr, kaum erkennen kann. Und die Politik ist eher zurückhaltend unterwegs, was alternative Kraftstoffe für den Verbrennungsmotor betrifft. Zu groß ist wohl die Gefahr, dass solche Altauto-lebensverlängernden Kraftstoffe "den Erfolg" der Akkus-Autos schmälern könnte, so mein persönlicher Eindruck.

    Heute dann hat die EU nachgezogen und ab 2035 wird es keine Neuzulassungen mehr von Verbrennern geben, sofern die nächsten zwei EU-Gremien die Pläne 1:1 absegnen. Das wird vermutlich auch zur Folge haben, dass es weniger herkömmlichen Kraftstoff am Markt zu kaufen gibt. In Berlin gibt es bereits erste umgebaute Tankstellen von ARAL, wo nur noch Strom angeboten wird. Für bestehende Altfahrzeuge bestehen theoretisch wohl noch Möglichkeiten, dass sie mit CO2-neutralen Kraftstoffen (e-Fuels, etc.) weiterbetrieben werden können, was aber nicht für alle Motoren gilt. Insbesondere ältere Motoren scheinen hier nicht mit abgedeckt zu sein. In der NZZ von heute fand ich dazu den Hinweis, dass für ältere Fahrzeuge wohl eher die Verschrottung anstünde.

    Nach allem was ich bisher dazu gelesen habe, denkt zumindest Porsche inzwischen über die Entwicklung synthetischer Kraftstoffe nach, weil sie den 911er erstmal weiter als Verbrenner anbieten wollen. Diese Info stammt allerdings von vor dem heutigen Tag und könnte damit bereits überholt sein. Weiter wollte Porsche mittelfristig auch weniger den PKW-Bereich mit synthetischen Kraftstoffen versorgen als vielmehr die Fliegerei.

    Was sind den die Forenmeinungen zu diesem Thema? Gibt es hier bereits Informationen, wie es zukünftig um die Aufrechterhaltung eines Betriebes des Automobilen Kulturgutes bestellt ist? Den Umbau auf einen E-Motor finde ich auf Grund der Umrüstpreise jetzt nicht so attraktiv, von der damit verbundenen, fehlenden Authentizität der Fahrzeuge mal ganz zu schweigen.

    Viele Grüße

    Frank

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    Viele Grüße

    Frank

  • Ich glaube, daß sich da schon eine Lösung finden wird, aus dem einfachen Grund, daß es genügend gut mit der Politik vernetzte und wohl auch sehr wohlhabende Leute gibt, die einen Wertverlust ihrer teuren Oldtimer (911, Pagode, etc) dank eines direkten oder indirekten Fahrverbots nicht hinnehmen werden. Irgendein teures E-Fuel wird es auch in 30 Jahren noch geben, und für Behörden (Bundeswehr, THW, Polizei, Feuerwehren usw) wird es aus Gründen der ständigen Einsatzbereitschaft auch weiterhin Verbrenner geben, man wird das nur nicht so an die große Glocke hängen.


    Da mache ich mir jetzt keine allzu großen Sorgen. Bei Dieselfahrzeugen gibts ja schon seit Jahrzehnten Alternativkraftstoffe vom Acker, beim Benziner ist Alkohol eine recht einfache Lösung, siehe Brasilien.


    Grüße

    bacigalupo

  • Ich persönlich glaube eher weniger an den Einsatz dieser synthetischen Kraftstoffe für den privaten Bereich. Sie sind mit ca. 4,50€/Liter in der Herstellung derzeit noch sehr teuer und mit der Zeit nimmt der Bestand an Altfahrzeugen (und damit auch die Nachfrage nach diesen Kraftstoffen) ab. Das es sie geben wird, davon bin ich überzeugt. Nachdem was ich allerdings bis jetzt dazu im Internet finden konnte geht man nicht davon aus, sie für die breite Masse zur Verfügung zu stellen. Denn eins ist für mich sicher. In dem Maße, wie sich die deutschen Autohersteller gerade zum Thema Akku-Auto positionieren (siehe u.a. VW, Audi und Opel), kann und darf das E-Auto nicht floppen. Also muss alles dafür getan werden, dass die Verbrenner so schnell wie möglich von der Straße verschwinden.

    Eine Zurückhaltung des Marktes beim Kauf der Stromer, würde mit synthetischen Kraftstoffen sicher zeitlich ausgedehnt. Das wäre für die Autoindustrie, die bei den neuen Technologien finaziell quasi extrem in Vorleistung gehen muss, kontraproduktiv. Also ist es auch im Interesse der Automobilindustrie, wenn der Benzin- und Dieselhahn zeitnah zugedreht wird und Verbrennerverbote in den Umweltzonen (z.B. anfänglich für Euro 1 und Euro 2 Fahrzeuge) ausgedehnt werden.

    Ob wir uns da so auf die Vernunft der Politiker verlassen sollten, wage ich zu bezweifeln. Deshalb habe ich diesen Thread hier gestartet, u.a. weil ich bisher noch nichts dazu in den Benzheimer Floskeln gelesen habe. Oder ich habs verpasst, was auch möglich ist.

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    Viele Grüße

    Frank

  • Im Oldtimerbereich, bei entsprechender Nutzung nicht im Alltag und sagen wir mal 2-5000 km im Jahr, dürfte selbst ein Spritpreis von 4-5 EUR für einen Liter "synthetisch" nicht der teuerste Faktor sein. Wir wissen ja alle, was Instandhaltung und Reparatur kosten können...

    Für den Alltagsbetrieb eines Autos mit Verbrennungsmotor sieht es natürlich anders aus. Niemand hat aber gesagt, daß der Strompreis im Verhältnis niedriger als der Kraftstoffpreis sein muß, ich schätze, der Elektrofahrer wird dann auch gemolken, er muß ja auch "tanken" und unterwegs bleibt ihm keine Wahl. Autofahren wird allgemein teurer werden.


    Grüße

    bacigalupo

  • Ich habe die ganze Sache schon länger verfolgt. Man muss den Leuten mal klarmachen, was die Lobbyisten der Elektromobilität da verursachen, in dem Sie bestimmte Informationen wie zum Bsp. die Nachhaltigkeit, Kosten-Nutzen rentabilität , die Expertenmeinungen von Wissenschaftlern und Ingenieuren einfach unter den teppich kehren, nur um ein Produkt in dem Markt zu drücken, welches von allen auch noch subventioniert wird!

    ( Steuervergünstigung E-Autos ,ob mit oder ohne Hybrid (absurd!), Wechselanreize durch Zuschüsse beim Kauf (wobei die sogn. Verkaufspreise irrsinnig hochkalkuliert werden,um dann die Zuschüsse großartig abziehen zu können, etc.etc.)

    Übrigens gabs auch in den Floskeln schon die Vergleiche der Nachhaltigkeit und in anderen wissenschaftlichen Beiträgen bedeutender Wissenschaftler, die leider immer wieder in vergessenheit geraten und von den zuständigen Politikern oder Firmenbossen etc. überhaupt nicht wahrgenommen geschweige denn verstanden werden.

    Es wird einfach munter weiter subventioniert, die CO2 Steuern erhöht, damit auch genug Geld für die Subventionen vorhanden sind und der Strompreis liegt sowieso schon jenseits der Schallmauer, da hat kein Mensch mehr irgendeinen Einfluss, weil jeder dran hängt, wir sitzen alle in der Falle und machen einfach weiter.

    Ich schätze, dass im Falle eines kompletten Ausstiegs aus den Verbrennungsmotoren die Strompreise in etwas soviel kosten wie heute der Spritpreis, wenn man schnell mal in 10 min. "nachtanken" will, was ja bekanntlich nur an extrem leistungsfähigen Ladestationen geht, die heute sehr selten sind und morgen, bis das Netz von uns dann mit dem Strompreis bezahlt und umgesetzt ist, nur eine gewisse Anzahl ausmachen kann, weil die zugehörigen "dicken" Kupferkabel" erst vom Mond oder vom Mars importiert werden muessen, weil die Rohstoffe dazu hier auf unserem Planeten einfach nicht vorhanden sein werden. Das vergessen und / oder ignorieren diese Blender einfach.

    Man kann dazu eine Doktorarbeit hier reinschreiben, aber dazu ist mir das jetzt schon zu lange, dass es auch jemand liest, daher halte ich micht jetzt wieder zurück und bin mal gespannt , was hier noch für Meinungen und oder Aktivitäten angestossen werden.. ichbin bereit mitzukämpfen, damit wir nicht ständig über den Tisch gezogen werden..


    Gruß

    Tobias

  • Hallo Tobias,

    ... weil die zugehörigen "dicken" Kupferkabel" erst vom Mond oder vom Mars importiert werden muessen, weil die Rohstoffe dazu hier auf unserem Planeten einfach nicht vorhanden sein werden. Das vergessen und / oder ignorieren diese Blender einfach.

    deswegen sehe ich die ganze Sache ziemlich entspannt.


    Auch der dümmste Grüne wird irgendwann die Elektronikmüllberge als Problem erkennen. Nachhaltig ist da gar nichts; im Gegenteil. Bei Betrachtung einer Technologie muss alles von der Produktion über Betrieb und spätere Entsorgung / Recycling betrachtet werden. I.a. wird leider immer nur der Betrieb betrachtet und das teilweise dann nur lokal am Fahrzeug. "Null Emissionen" kann kaum weiter von der Wahrheit entfernt sein.


    Es gibt auch Biokraftstoffe die durchaus preiswert sind und vor allem sind diese CO2 neutral (solange die Traktoren auch mit Bio Kraftstoff betrieben werden). Aber eine einfache Rechnung zeigt dass dies in Deutschland nicht möglich ist. Wie man aber elektrische Energie in gleichem Masse erzeugen, speichern (!) und verteilen will ist für mich nicht nachvollziehbar.


    Viele Grüße,

    Hagen

    .

  • Auch der dümmste Grüne wird irgendwann die Elektronikmüllberge als Problem erkennen.

    Wird er nicht!

    Das ist in der Politik wie bei der Industrie. Ab einer gewissen Hierarchie-Ebene und/oder Mitteleinsatz gibt es keine Fehler mehr, sonden nur noch 'Learnings'.


    Beilspiel:

    Bei uns in Stuttgart haben Sie die Haupteinfallsstraßen auf Tempo 40 reduziert und mit massig Radarfallen überwacht. Blöd nur, dass die 'grüne Welle' immer noch 50 ist, sodass spätestens bei jeder 2. Ampe angefahren werden muss.

    Die Schadstoffwerte werden also nicht runter gehen, sondern tendenziell steigen.

    Was wird in einem Jahr die Lösung sein? Tempo 30 oder wettet jemand dagegen?

  • Hallo Uli,

    Bei uns in Stuttgart haben Sie die Haupteinfallsstraßen auf Tempo 40 reduziert und mit massig Radarfallen überwacht.

    der Blödsinn in Stuttgart ist mir auch schon aufgefallen und es ist offensichtlich dass die Entscheidungsträger nicht mal rudimentäres technisches Verständnis haben. Ist auch nicht weiter verwunderlich da traditionell Anhänger der Grünen eher nicht aus Bereichen kommen wo dies erforderlich ist.


    Daran liegt es wohl auch dass sich diese Leute vor den Wagen der Autoindustrielobby spannen lassen ohne es zu bemerken.


    Also lehne ich mich entspannt zurück und lasse die Lemminge in Richtung Abgrund laufen; Fakten sind sowieso nicht gefragt. Ich denke die Tage der Menschen sind gezählt. Filme in Richtung "Mad Max" sind m.M.n. schon lange nicht mehr so utopisch wie vor 40 Jahren.


    Viele Grüße,

    Hagen

    .

  • "...Filme in Richtung "Mad Max" sind m.M.n. schon lange nicht mehr so utopisch wie vor 40 Jahren. ..."

    Wenn ich mir das "Publikum" des postelektionalen Sturmes des US-Kapitols in Erinnerung rufe, ist das Kleidungs- und Permanent"bemalungs"outfit bereits schon aus den Filmen entlehnt.






    Die Sitten auch...


    Michael

  • Hallo Michael,


    Wenn ich mir das "Publikum" des postelektionalen Sturmes des US-Kapitols in Erinnerung rufe, ist das Kleidungs- und Permanent"bemalungs"outfit bereits schon aus den Filmen entlehnt.

    Die Sitten auch...

    danke für die Bilder ! Da ich keinen Fernseher habe ist mir wohl entgangen wie nahe die Gesellschaft zumindest in Amiland schon am Kollabieren steht...


    Nachdenkliche Grüße,

    Hagen

    .

  • Moin.

    Machen wir uns Nix vor: in spätestens 25 Jahren werden Oldtimer bis auf wenige Ausnahmen / Gelegenheiten nur noch Stehzeuge in diversen Museen sein.

    Entweder werden Verbrenner direkt verboten, oder derselbe Effekt durch spaßverderbende Auflagen, Beschränkungen oder schlicht Verteuerungen gewollt hervorgerufen.

    Hinzu kommt der zunehmende, ebenfalls auf Dauer unangenehme, soziale Druck (wie kürzlich hier beschrieben: KLICK!). Da kann man heute ein noch so dickes Fell an den Tag legen, Technologische Irrwege noch so korrekt beschreiben, oder zurecht schlicht auf die klimatischen Irrelevanz der von Oldtimern emittierten CO2-Mengen hinweisen.


    Wenn dann irgendwann eingesehen wird, dass das alles stimmt, was wir da heute behaupten, wird es leider schon zu spät für unser Hobby sein.


    Sorry für meine Schwarzmalerei, aber letztlich isses nunmal kein umweltfreundliches Hobby, da beißt die Maus keinen Faden ab. Die Nachhaltigkeits-These halte ich auch nicht für sehr zugkräftig, da ein Oldtimer in der Regel(!) ja doch eher ein zusätzzliche Spielzeug und kein Alltagsgegenstand ist, den man statt des modernen Dienst- oder Familienbombers fährt. Genauso wie Motorräder oder Motorsportgeräte jedweder Art.


    Beste Grüße,

    Lutz

    Humor ist der Knopf, der verhindert, dass einem der Kragen platzt.

    (J. Ringelnatz)

  • Die Nachhaltigkeits-These halte ich auch nicht für sehr zugkräftig, da ein Oldtimer in der Regel(!) ja doch eher ein zusätzzliche Spielzeug und kein Alltagsgegenstand ist,

    Ich sehe da kein Problem solange der Kraftstoff nicht aus Mineralöl gewonnen wird. Das ist dann wirklich CO2 neutral und nicht einfach die Probleme ignoriert so wie das bei den Batterieautos gemacht wird.


    Wenn dann irgendwann eingesehen wird, dass das alles stimmt, was wir da heute behaupten, wird es leider schon zu spät für unser Hobby sein.

    Also ich gebe da nicht so schnell auf. Ich versuche jedem der willig ist sich das anzuhören (und das sind die allermeisten) die Problematik der Batterieautos darzulegen. interessanterweise finde ich auch viele die sich schon selber schlau gemacht haben und nicht einfach die Parolen der Batterielobby nachplappern.


    Es geht auch nicht um Behauptungen sondern schlicht um nachrechenbare und nachvollziehbare Zahlen. Leider werden auch auf der Seite der Batterieautoopposition Milchmädchenrechnungen aufgemacht und Verbrenner schöngerechnet. Das hilft der Diskussion dann leider auch nicht.

  • Stimmt alles was Du sagst.
    Allerdings passt das auch 1:1 aufs Thema Corona. Und jetzt sag mir mal, wie weit es bei Politikern wie Volk her ist mit der Akzeptanz und Beherzigung wissenschaftlicher Fakten...

    Da kannst Du reden und reden und reden, und es wird nicht von vielen eigentlich intelligenten Leuten gehört oder verstanden (gewollt).

    Humor ist der Knopf, der verhindert, dass einem der Kragen platzt.

    (J. Ringelnatz)

  • Hallo Nordhorst,

    ich denke auch, dass Oldtimerfahren in 25 Jahren ein exklusives Hobby sein wird.
    Ich vermute es werden viele von den Kisten dann auf E-Antrieb umgerüstet.

    Einen 40 jahre alten Ferarri 308 habe ich schon umgebaut gesehen.
    Statt der ehemals ca. 220 Pferde hatte der 450 Pferde von Tesla drin.

    Ich denke da eröffnet sich ein Markt.

    Viele Grüße
    Michael

    Eigentlich ist eigentlich ein Scheißwort.

  • Und jetzt sag mir mal, wie weit es bei Politikern wie Volk her ist mit der Akzeptanz und Beherzigung wissenschaftlicher Fakten...

    Sage ich Dir: siehe Anhang. Ist von heute.


    Also den Betrieb haben sie schon gerafft; dieser kann aber gerade bei Batterieautos deutlich verbessert werden; das Problem der Speicherung bei alternativer Stromerzeugung wäre damit gelöst. Die Problematik beim Bau und Entsorgung wird aber bleiben. Ich denke ich werde dem Herrn Hermann mal einen Brief schreiben...

  • Na, dann hoffen wir mal, dass er nicht der einsame Rufer in der Wüste ist/bleibt.


    Es ist ja nicht so, dass es dazu in letzter Zeit nicht schon ausführliche, sehr fundiert-faktenbasierte TV-Dokumentationen und Sondersendungen im Öffentlichrechtlichen Fännsehn gegeben hätte. Schaut sich scheinbar auch keiner an, der damit etwas politisch anfangen könnte/müsste/sollte....wollte.

    Humor ist der Knopf, der verhindert, dass einem der Kragen platzt.

    (J. Ringelnatz)

  • Moin Fred,


    das dauert halt immer etwas länger bei den Politikern. Die müssen ja immer ihre Fahne in den Wind hängen und warten erst mal ab was die Lemminge so sagen bevor sie sich selber zu dem Thema melden. Politiker mit Rückrat sind extrem selten geworden.


    Und die Sachzwänge werden ein Umdenken in andere Richtungen bewirken. Spätestens wenn die Ladestationen an den Autobahnen brauchen wo sich die Autos in 20 Minuten die Batterie vollsaugen wollen und die Anschlussleistung einer Kleinstadt nötig ist werden die merken dass das nicht so einfach ist.


    Ich denke Jared Diamond hat das in seinem Buch "Collapse" richtig formuliert: wir brauchen keine neuen Technologien um die Probleme der Erde zu lösen. Jede neue Technologie hat sich im Nachhinein als problematischer herausgestellt als das was wir schon hatten.


    Meine Theorie ist dass die Nachhaltigkeit invers proportional zur Komplexität der Technologie ist.


    Ein dauerhaftes Überleben auf der Erde wird mit Kraftfahrzeugen und Internet und Mobiltelefon nicht möglich sein.


    Viele Grüße,

    Hagen

    .


  • Einen 40 jahre alten Ferarri 308 habe ich schon umgebaut gesehen.
    Statt der ehemals ca. 220 Pferde hatte der 450 Pferde von Tesla drin.

    Ich denke da eröffnet sich ein Markt.

    Hi Michael,

    ein Markt, ja vielleicht. Aber das hat mit unserem Hobby, jedenfalls so wie ich es betreibe(n will), nichts mehr zu tun.

    Einen E-Flossenzombie werde ich mir ganz sicher nicht in die Garage stellen, dafür bin ich zu Ingenieur, da bin ich raus.

    Ich frickele mir ja auch kein Batterie-Quarzuhrwerk in Opas alte Pendel-Standuhr mit Westminster-Schlagwerk.

    Für mich ist es nicht nur das Design, sondern unbedingt auch die drinsteckende Technik, die den Reiz ausmacht.

    Beste Grüße,

    Lutz

    Humor ist der Knopf, der verhindert, dass einem der Kragen platzt.

    (J. Ringelnatz)

  • Hallo Lutz,

    ja die Fahrzeuge werden sich verändern, da bin ich mir sicher, dass da ein großer Absatz sein wird.
    Das ist dann eine andere Gemeinde.
    Ich als Originalfreak werden der alten Technik auch nachweinen.
    Allerdings, sollte es soweit kommen, und ich denke ich erlebe es nicht mehr, dass ich den Verbrenner nicht mehr
    fahren darf, werde ich auch umbauen.

    Mit allem Schmerz.
    Aber ich bin mir sicher es wird viele geben die lassen den Karren dann stehen.
    Dann wird es die Nachkommenschaft regeln.

    Ich bin sicher das dies nicht aufzuhalten ist.
    Wir werden sehen.

    Viele Grüße
    Michael

    Eigentlich ist eigentlich ein Scheißwort.

  • Moin,


    die Oldtimerei wird schon deshalb exklusiv werden, weil der Nachwuchs ausstirbt. Schaut euch mal auf den Messen oder in den Clubs um, viele alte Männer. Die Entwicklung wird in Richtung Sammler-Museeums-Stehfahrzeuge gehen. Die stellen überhaupt kein Umweltproblem mehr dar. Weil die Entwicklung absehbar ist und die Oldtimerlobby ein gewisses Gewicht hat, rechne ich nicht mit gravierenden Verboten. Ich sehe das deshalb entspannt. Von meinen Oldtimern werde ich mich wahrscheinlich irgendwann aus Altersgründen trennen, wie die meisten hier im Forum.


    Mit der Umrüstung auf E-Antrieb beschäftige ich mich seit einiger Zeit. So ein Auto hat zwar wenig mit einem Oldtimer zu tun, aber interessant wäre es trotzdem so ein Projekt anzugehen. Ich habe schon alles mögliche gebastelt, warum nicht eine EV-Conversion. Ein geeignetes Basisfahrzeug hätte ich schon. Momentan hat aber die Vollrestauration des Jaguar E-Type V12 Priorität. Mal sehen wie sich die Preise für Batterien, E-Motoren etc. entwicklen.


    Grüße Udo

  • Hallo Udo,


    Meinen Benz, lasse ich so. Der bleibt bis zu einem Verbrennerverbot so. Jedes Jahr wird er vollständiger was Originalität betrifft. Bald ist er komplett.

    Dann brauch ich irgend ein anderes Projekt.


    Ich denke gerade über nen Fiat 500 oder ein Karman Ghia mit E-Antrieb nachBeim Fiat dürfte der Platz für die Akkus ein Problem werden.

    Den Rest bekommt man irgendwie hin.

    Wenn ich eine Karosse finde die

    Die Karmans sind aber alle so vergammelt.
    Unglaublich, was haben die denen früher zum Essen gegeben.

    Grüße

    Michael

    Eigentlich ist eigentlich ein Scheißwort.

  • Moin,


    bei mir ist´s ein Porsche 911, Restraurationsobjekt, frühes G-Modell, alles kaputt. Wenn Elektro, dann muss er richtig aus dem Quark kommen. Problem sind wie auch bei deinen Ideen die Akkus. Rein bekommt man sie. Aber dann sind sie vorne in der Aufprallzonen und ggf. hinten im Innnenraum. Mit Lithium-Ionen-Akkus bekomme ich da Ängste. Ich denke es ist besser zu warten bis Feststoffakkus verfügbar sind. Die sind ungefährlicher und haben eine höhere Leistungsdichte. Der Ponton wäre gut geeignet, man könnte einen Sandwichboden basteln. Kommt für mich aber nicht in Frage.


    Grüße Udo

  • ich denk auch, daß sich das Problem von selber löst, wenn der Nachwuchs ausbleibt in der Szene. Die paar Leute, die dann noch kraftfahrtechnisches Kulturgut im Originalzustand pflegen und ab und zu fahren, werden eher wie Denkmalpflegende betrachtet werden, die Emissionen ihrer Fahrzeuge wird man in einem freien Land hinnehmen, so wie man ab und zu einen Dampfzug die Schiefe Ebene hinaufschnaufen läßt. Sollte Gretas EU-Zukunftstraum aber eben nicht mehr frei sein, dann muß man eben gehen, falls man das kann. Es wird Länder geben, die da traditionell liberaler eingestellt sind, GB, CH, USA, dort werden sich Verbrenner-Oldies noch gelegentlich auf den Straßen zeigen und man wird sie in Ruhe lassen und ihnen gelassen hinterherblicken.


    Ein mutwillig auf Elektro umgebauter Oldtimer ist einfach nur ein Eunuch mit Rädern.


    Grüße

    bacigalupo

  • Hi Udo


    ich glaube wegen Fahrzeughandling muss man vorne und hinten einen Packung verbauen

    Das wird spannend.

    Halt mich/uns auf dem Laufenden.
    Ich glaube da gibts noch mehr Interessenten dafür.

    Mich haben schon einige angesprochen dazu die Interesse haben.

    Viele Grüße
    Michael

    Eigentlich ist eigentlich ein Scheißwort.