Grüße aus Bonn mit der Bitte um Hilfe :-)

  • Hallo Zusammen,


    mein Name ist Mattheus und ich bin stolzer Besitzer eines 250SE aus dem Jahre 1966. Wie es so ist habe ich täglich nach einem alten Mercedes ausschau gehalten und bin vor knapp 4 Wochen durch einen Scheunenfund fündig geworden :-) Gekauft habe ich den Guten am Jahrestag, so ging die Fahrt nicht zu einem romantischen Essen beim Italiener, sondern ich habe meine Frau eingepackt und wir sind Richtung Wuppertal gefahren um meinen Kindheitstraum eines Oldtimers zu erfüllen.


    Jetzt muss der Gute erstmal fit gemacht werden. Ich würde mich auf tatkräftige Unterstützung in Form von Tipps und Adressen freuen.


    Mein Mercedes stand 40 Jahre in der Scheune, der Motor muss ans laufen gebracht werden, die Technik überprüft und aktualisiert sowie die ein oder andere Blecharbeit. Sprich bevor er die Straße sieht, muss er erstmal in der Werkstatt:-)



    Kennt jemand Werkstätten die sich mit Restaurierungen / Teilrestaurierungen in Bonn und Umgebung oder alt. Solingen und Umgebung beschäftigen ? Habt Ihr bereits Erfahrungen gemacht ?


    Ich freue mich auf euer Feedback und bin schon sehr gespannt :-)


    Viele Grüße aus Bonn


    Mattheus

  • Hi Mattheus,

    Gratulation!


    Zuallerallerallerserst solltest du dir das offizielle Werkstatthandbuch (WHB) hier aus dem Shop besorgen, kostet ca 100 Euro und hat über 1000 Seiten. Du wirst nicht umhin kommen, dir selber eine Menge Wissen anzueignen, denn die meisten Werkstätten werden sich mit dem Wagen nicht auskennen, und/oder sehr teure Rechnungen ausstellen, für Arbeiten, die du mit etwas Hilfe vom Forum auch selber erledigen kannst.

    2. Die Technik ist vergleichbar einfach, simpel und robust. Viele Schrauben, Klemmen, Anschlüsse, Dichtungen, Stecker, Motorteile etc lassen sich auch nach vielen Jahren noch gut lösen, gutes Qualitätswerkzeug vorausgesetzt.

    3. Besorg dir eine gute, kräftige LED Werkstattleuchte - gutes Licht ist eine enorme Hilfe

    4. Mir haben Auffahrrampen eine grosse Hilfe erwiesen, wenn man mal unter dem Wagen was zu tun hat

    5. Auch ein kräftiger Rangierwagenheber ist sinnvoll, ebenso qualitativ hochwertige Unterstellböcke


    Das nur mal so zum Anfang. Weitere Tips dann gerne zu konkreten Problemen.

    Ich hab meinen 280SE auch von Technik Zustand 5 nach Zustand 2 gebracht - in Eigenregie :)


    Ach so, und ein paar scharfe Fotos (Motor, Innenausstattung, aussen, Unterboden, ...) von deinem "Scheunenfund" wären gut, dass wir eine Vorstellung davon haben, welche Arbeiten wohl nötig sein werden.


    Grüsse

    TOm

  • Hi Tom,


    vielen Dank für deine Nachricht :-)


    Das Buch habe ich im Shop bisher noch nicht gefunden, ich werde es bestellen, sobald ich es finde.


    Bilder habe ich einige angehangen - weitere Bilder kann ich problemlos nachlegen. Am Blech sind wohl die bekannten Stellen zu bearbeiten. Türschwellen, Türen, Kofferraum unterhalb des Reserverads. Um die Scheinwerfer sind auch Rostblasen. Wie du Auto unter drunter aussieht, weiß ich nicht. Bisher steht der Wagen in der Garage meiner Eltern, da dies näher zum abschleppen war.


    Ich muss zugeben, ich bin beeindruckt von der Eigenrestauration. Das klingt sehr gut, war sicherlich aber auch sehr anstrengend ?


    Gerade die Belcharbeiten sehe ich nicht als machbar für mich an. Selbst beim Motor würde ich gerne jemanden dran lassen, der das Know How mit sich bringt. Werkstätten zu finden die Interesse und Know How haben, stellt sich in der Region schwieriger dar als gedacht.


    Daher wäre ich sehr dankbar, wenn der ein oder andere einen Tipp hätte :-)

  • Hallo Matheus,


    herzlich willkommen im Forum und meinen Glückwunsch zum Neuerwerb.


    Das glaube ich gerne, daß da keine normale Werkstatt ran will. Die meisten bringen einfach das Wissen dazu gar nicht mehr mit und der Wagen wird unter Umständen ein ewiger "Stehimweg".

    Du brauchst eine Werkstatt die restauriert und nicht repariert. Also fachmännische und auf das Modell abgestimmte Arbeiten. Die gibt es, ohne Zweifel. Allerdings solltest du dich darauf vorbereiten, daß da einiges an Ausgaben auf dich zukommt, wenn du nicht viel selbst machen kannst. Gute Leute verlangen auch gutes Geld.

    Der Wagen kann von unten ja eine Überraschung werden, sowohl positiv, als auch negativ. Wenn der Wagen 40 Jahre stand, ist es vermutlich mit einem "ans Laufen bringen" beim Motor alleine auch nicht getan. Lässt sich der Motor denn wenigstens drehen?


    Grüße


    Tom

  • Servus,


    Glückwunsch zum Erwerb des schönen Wagens!

    Ich schließe mich den Vorrednern an. Wenn Du das ganze Projekt an einen Fachbetrieb gibst, brauchst Du einen sehr gut gefüllten Geldbeutel.

    Hast Du eine Idee, mit was für einem Budget Du kalkulieren möchtest/kannst?


    *-Gruß

    Thomas

  • Ich muss zugeben, ich bin beeindruckt von der Eigenrestauration. Das klingt sehr gut, war sicherlich aber auch sehr anstrengend ?

    Sagen wir mal, es ist eine rolling restauration, dh viele Arbeiten sind über 10, 12 Jahre erfolgt. Dabei war der Wagen immer zugelassen und praktisch auch immer fahrbereit. Ich könnte es nicht, einen Oldtimer zu strippen und dann über Jahre wieder aufbauen, ohne ihn zu fahren. Der Fahrspass, den man bei einer 'rolling restauration' hat, gibt immer wieder neue Motivation.


    Gerade die Belcharbeiten sehe ich nicht als machbar für mich an.

    Ja das ist auch nicht mein Spezialgebiet. Ausser einer schief eingeschweissten Reserveradmulde ;)habe ich da auch nichts weiter dran gemacht. Wird aber auch irgendwann fällig...


    Zum Motor: hat dein Wagen wirklich 40 Jahre gestanden? Dann wird eine Menge Arbeit sein. Ich tippe mal auf

    - festsitzende Bremssättel wegen Korrosion

    - zugesetzte Bremsschläuche

    - ausgehärtete Simmeringe zB vorn an der Kurbelwelle (daher Tip von mir: vor dem ersten Orgeln ordenlich WD 40 hinter die Schwungscheibe (KW-Schwingungsdämpfer) vorn sprühen, um den Simmering zu schmieren

    - evtl Rost an Nockenwelle und Zylindern

    - evtl Korrosion am Kühlsystem wegen fehlendem oder alten Gefrier/Korrosionsschutz

    - Reifen: neu

    - neu: Batterie, alle Flüsigkeiten

    - Tank mit Innenrost, evtl durchgerostet

    - Stossdämpfer und Bogebein

    - uvm


    Hoffentlich ist es nicht so schlimm, aber da gehen schnell mehrere 1000 Euro drauf.


    VG Tom

  • Hi Mattheus,


    herzlich willkommen. Glückwunsch zu Deinem 250er. Ich hab mir spontan, heute vor 3 Jahren auch einen 250er von 65 zugelegt. Auf Dich warten spannende Zeiten und ich kann Dir versichern das du hier sehr, sehr viel Hilfe bekommst und auch manchmal Tipps die dich in die Irre führen.


    Du brauchst mehr Nerven als du glaubst, mehr Zeit und mehr Geld.


    Aber, wenn du durch hälst, wird es sich lohnen.


    Mach selbst was du kannst. Was du einmal gelernt hast, bleibt Dir für immer. Die wenigen Werkstätten die wirklich noch etwas von deinem Auto verstehen sind seltene Spezialisten, und wie die so sind, nicht billig.


    Willkommen!


    BG Ralf

  • Hallo Tom,


    danke Tom. Das Buch habe ich gestern Abend noch gefunden und gleich per Mail bestellt :-)


    Der gute Stand in der Tat 40 Jahre und musste der Garage weichen, da die Familie einen Audi E Tron bekommt und irgendwo muss ja der Strom für den Audi her kommen.


    Bei dem Motor handelt es sich um einen Originalen Austausch Motor von Daimler der erst 7.000km gesehen hat. Ob dieser aktuell dreht oder nicht ist bisher nicht getestet. In der Garage meines Vaters lässt sich nicht viel machen. Ich suche derzeit noch eine Garage bei mir in Bonn. In unsere Garage passt er leider nicht rein, da ist der Gute etwas zu lang geraten.


    Daher suche ich jemanden, der genau diese Dinge in die Hand nimmt und prüft und auch austauschen kann.


    Viele Grüße

    Mattheus

  • Hallo Ralf,


    vielen Dank für deine Nachricht. Das glaube ich dir gerne. Ich muss zugeben, dass ich wahrscheinlich auch etwas zu gutgläubig an die Sache herangetreten bin.


    Ich habe das Auto gesehen, mich reingesetzt und gedacht: Den muss ich haben. Die Arbeiten die auf mich zukommen und auch mit den ganzen Kosten, habe ich erstmal ausgeblendet :-)


    Mir ist bewusst, dass es sicherlich nicht bei 3.000 € bleibt, allerdings hoffe ich, den Guten im kommenden Jahr bewegen zu können.


    Viele Grüße

    Mattheus

  • Hallo Thomas,


    vielen Dank :-)


    Also das Budget für die Restauration liegt bei ca. 10-15k€. Ob dies letztlich ausreicht oder nicht, versuche ich gerade herauszufinden :-)


    Mir wäre im ersten Moment wichtig, dass die Technik / Motor gemacht und die Roststellen bearbeitet werden. Dann könnte man ihn schonmal anmelden, versichern etc.


    Der Innenraum sieht in Summe sehr gut aus und muss im ersten Moment gründlich gereinigt werden. Es sind keine Risse im Leder oder in den Teppichen. Die Armaturen sehen auch sehr gut aus.


    Jetzt suche ich gerade einen Betrieb, der die oben genannte Probleme bearbeiten kann, ohne das ich Sorge ums Auto haben muss.


    Viele Grüße

    Mattheus

  • Also das Budget für die Restauration liegt bei ca. 10-15k€. Ob dies letztlich ausreicht oder nicht, versuche ich gerade herauszufinden :-)

    ...

    Viele Grüße

    Mattheus

    Hallo Mattheus,


    dieses Budget kannst Du getrost mal 3 nehmen, wenn Du keine Halle hast und Selbstschrauber bist. Selbst auf dem obigen Foto ist Rost zu erkennen und nach meiner alten Regel ist der tatsächliche Rost das Zehnfache. Ich bin durch diese Mühle durch und viele - auch hier - verschliessen die Augen davor. Da werden nur ein paar große Posten kalkuliert, aber der viele, viele Kleinkram macht die Summe groß.


    Und Du wirst sehen, daß der Satz "wenn wir schon mal dabei sind", das Budget locker verdoppelt.


    Thomas

  • ...-.. Ich muss zugeben, dass ich wahrscheinlich auch etwas zu gutgläubig an die Sache herangetreten bin.


    Ich habe das Auto gesehen, mich reingesetzt und gedacht: Den muss ich haben. Die Arbeiten die auf mich zukommen und auch mit den ganzen Kosten, habe ich erstmal ausgeblendet :-)

    Hi Mattheus,


    das ist oft die beste Methode an einen Oldtimer ranzukommen, nicht so'n großen Kopf machen.. reinsetzten, will haben, mitnehmen. Wenn ich mir meine Oldikäufe vorher mit spitzen Bleistift durchgerechnet und versucht hätte, alle eventualitäten und Probleme abzuwägen... dann hätte ich mir NIE ein Oldi gekauft.


    Viel Spass mit dem Zwofuffziger :-)

  • Es sind keine Risse im Leder

    Du meinst Kunstleder ;)


    Glückwunsch zum frühen 108er!

    Zumindest auf den ersten Blick sieht er vollständig und wenig verbastelt aus, das ist schonmal ganz dankbar. Wenn nicht alles immer neu oder sogar besser als neu sein muss, dann kann sich so eine Instandsetzung (mit etwas Glück) durchaus auch im Rahmen halten.

    Viel Erfolg bei der Suche nach dem „richtigen“ Schrauber.


    Viele Grüße

    Markus

  • dieses Budget kannst Du getrost mal 3 nehmen,

    Hi Thomas, solche Grössenordnungen (30..45k€) lohnen sich nur für ein Coupe oder Cabrio, nicht aber für einen "normalen" W108. Ich denke, Mattheus liegt mit seiner initialen Schätzung schon realistisch...

    VG Tom

  • Moin,


    ich denke, ein Hobby sollte man nicht unter Wirtschaftlichkeitsgesichtspunkten betreiben, sondern danach, was es einem persönlich gibt. Was das Buget angeht, dürften 10-15.000 € realistisch betrachtet kaum ausreichen. Das lässt schon die Blechqualität erkennen, denn dass bedeutet in letzter Konsequenz auch neuen Lack.

    Ich würde mir eine Halle mieten, vdh-Stammtisch besuchen, Hilfe gebende Kontake knüpfen, mich in die Materie einarbeiten und so viel wie möglich selber machen. Dann ist es zwar mit dem fahren zunächst Essig, aber man bekommt ein vernünftiges Ergebnis und verringert und streckt die Kosten über die Zeit. Und man lernt sein Auto von Grund auf kennen. Wenn man allerdings so schnell wie möglich damit auf die Straße will und alles in professionelle Hände gibt, bin ich, was das Budget angeht, absolut bei Thomas.


    Gruß


    Ulli - 2 × unwirtschaftlich restauriert:)

    1 x wirtschaftlich geklautX(

    230 SL 10/63
    220 SE 07/64
    - irgendwas ist immer...
    ----------------------------------------------------------
    vdh-Regionaltreff Münster/Münsterland
    jeden 3. Mittwoch ab 19.30 Uhr im RoadStop,
    48157 Münster, Schiffahrter Damm 315


    www.pagodentreff.de

  • Hi Ulli, es ist aber auch eine Frage der Ansprüche. Muss nun am Anfang schon alles 'neu' oder reicht es den Wagen erstmal fahr+TÜV fertig zu machen, und alles weitere bei Bedarf? Das hält die anfänglichen Kosten im Zaum, natürlich hat man das Risiko dass mal ein Teil ausfällt. Das muss Mattheus abwägen... (Ich habe es so gemacht und bin im Nachhinein sehr zufrieden damit.)

    VG Tom

  • Hi Thomas, solche Grössenordnungen (30..45k€) lohnen sich nur für ein Coupe oder Cabrio, nicht aber für einen "normalen" W108. Ich denke, Mattheus liegt mit seiner initialen Schätzung schon realistisch...

    VG Tom

    Hallo Tom

    let's agree to disagree. Unter der Voraussetzung, daß er sehr wenig selbst machen kann, das Fahrzeug x Jahre gestanden hat, mache ich folgende Rechnung auf (und das Zeug braucht's m. E. für den TÜV):


    Motor: 3 - 10000 EUR, je nach Zustand

    Getriebe: ?

    Achsen: 3-5000 EUR (Bremsen, Dämpfer, etc. pp)

    Karrosserie: 15-25.000* (Wie erwähnt, tatsächlicher Rost = 10x sichtbarer Rost), Teile sind teuer

    Rest, Innenraum, Elektrik, Benzinleitungen etc., Bremsleitungen etc. ... 3-5000 EUR


    Alles unter der Maßgabe "wenn wir schon mal dabei sind". Der Selbstschrauber kalkuliert natürlich anders.


    Beste Grüße

    Thomas

    P. S.: Wenn Du den kompetenten, ehrlichen, nicht arroganten Karrosseriebauer für 60 EUR/Stunde findest, dann sag' Bescheid ;-)

  • Ich mag mich irren, aber gerade als Nichts-bis-kaum-was-Selbermacher möchte man gerne in einem Auto unterwegs sein, dem man vertrauen kann und mit dem man nicht dauernd wieder in die Werkstatt muss, zumal kompetente Adressen ja auch nicht gerade an jeder Straßenecke liegen. Sonst ist der Spaß schnell vorbei.

    Natürlich geht auch eine Rolling Restauration, aber dann fasst man alles mindestens zweimal an. Als Selbstschrauber geht das, aber zum Werkstattstundenlohn...? Hinzu kommen die mittlerweile völlig kranken Teilepreise. Aber trotzdem: Ist ein schönes frühes Modell. Ich würd ihn machen.:thumbup:


    Gruß


    Ulli

    230 SL 10/63
    220 SE 07/64
    - irgendwas ist immer...
    ----------------------------------------------------------
    vdh-Regionaltreff Münster/Münsterland
    jeden 3. Mittwoch ab 19.30 Uhr im RoadStop,
    48157 Münster, Schiffahrter Damm 315


    www.pagodentreff.de

  • Hallo Mattheus,


    herzlichen Glückwunsch zu Deinem Neuerwerb !


    Seltsam, das Armaturenbrett kommt mir irgendwie bekannt vor :-) Sogar der gleiche seltsame Warnblinkerknopf wie bei mir. Ich bin immer davon ausgegangen dass meiner nachgerüstet war...


    Lass' Dich nicht abschrecken von den Kommentaren hier (die alle gut gemeint sind und wohl auch stimmen :-) ) und rechne nie nach was die ganze Sache nachher gekostet hat. Aber ich stimme Wuff zu; viele Werkstätten kennen sich nicht gut mit den Autos auf und Du kannst viel Ärger und Geld sparen wenn Du Dich selber schlau machst. Mach so viel wie möglich selber; hier im Forum gibt es jede Menge Leute mit wahnsinnig viel Wissen die Dich dabei unterstützen oder auch Leute wie mich die Dich in (meist) die Irre führen :-)


    Viele Grüße und ich wünsche Dir viel Erfolg damit Dein Auto wieder zum Leben zu erwecken,

    Hagen

    .

  • Ja klar, ich bin halt passionierter Selbstschrauber, und viele Teile an meinen Wagen waren mit geringem finaziellen Aufwand instandzusetzen (zB Lima mit neuen Kohlen, Servobehälter mit neuen Dichtungen, KW SImmering, diverse Teile zerlegt, gereinigt und gefettet, dann wieder ok, BGS Flex-Auspuffquerrohr für den 6.3 34 Euro statt 350 bei MB,...), günstige Gebrauchtteile oder neu+günstig vom Autodoc. Bei MB nur das was man sonst nicht bekommt, und da auch eher nur Gummis und Kleinteile.

    Ich führe eine Excel Liste über alle meine Reparaturen, incl. jeweiligem Zeitaufwand und Kosten.
    Für die Olive sind an Technikreparaturen in 13 Jahren rund 10.000 Euro zusammengekommen, und 330h Arbeit (alles Eigenleistung). Klar, wer das in einer Werksattt machen lässt, die im Zweifelsfall eher neu kauft als alt/gebraucht aufarbeitet, dann kommen schon horrende Summen zusammen. Nur lohnt das dann m.E. nach nicht für einen W108 - das Geld ist dann besser in einer Pagode oder einem 111er investiert.


    Damit solls dann aber auch gut sein mit Sinn oder Unsinn von Reparaturkosten.

    Lassen wir den Themenstarter wieder ans Wort :)

    VG Tom

  • Vielen Dank für die ganzen Antworten und Informationen.


    Ich muss zugeben, dass ich im ersten Moment gedacht habe, dass das Budget ausreichen könnte...scheinbar war ich da ein wenig naiv.


    Zum Thema möglichst viel selber machen:


    Grundsätzlich scheue ich mich nicht, Sachen selbst zu machen. Jedoch war das Thema am Auto schrauben bisher nie Präsent bei mir. Daher war meine Vermutung / Denke, dass gerade bei einem Auto das etwas älter als 50 Jahre ist, jemand ran muss, der sich mit der Marterie auskennt.


    Bei diversen Telefonaten mit Werkstätten ist mir bereits aufgefallen, dass die Anzahl an potenziellen "Kennern" durchaus gering ist. Allerdings traue ich mich derzeit nicht zu, mangels einer Halle noch dem entsprechenden Werkzeug an Technik wie den Motor etc. zu gehen.


    Ich habe bereits auf Toms Tipp hin das Werkstatthandbuch bestellt, um ein Gefühl für die Komplexität zu erhalten. Als unbegabten Schrauber würde ich mich jetzt nicht bezeichnen und mit Hilfe des Forums und auch Personen vom Stammtisch, kriegt man technisch sicherlich einiges hin. Allerdings sehe ich Blecharbeiten tendenziell bei jemanden der Handwerk erlernt hat. Getreu dem Motto "Schuster bleib bei deinen Sohlen", ich traue mir dies wirklich nicht zu.


    Die ganzen Nachrichten zeigen mir, dass es sicherlich ein Projekt ist, welches man langfristig angehen sollte und muss.


    Habt Ihr alle Blecharbeiten selbst gemacht oder zum Teil selbst machen lassen ?


    Nehmt ihr Reparaturen selbst vor ? Habt Ihr Werkstätten in NRW die Ihr empfehlen könnt ?


    Sonnige Grüße aus Bonn

    Mattheus

  • Hallo Mattheus,

    Grundsätzlich scheue ich mich nicht, Sachen selbst zu machen. Jedoch war das Thema am Auto schrauben bisher nie Präsent bei mir. Daher war meine Vermutung / Denke, dass gerade bei einem Auto das etwas älter als 50 Jahre ist, jemand ran muss, der sich mit der Materie auskennt.

    Richtig ! Und die Person bist DU !


    Besorg' Dir das Werkstatthandbuch, da ist aller wunderbar drin beschrieben. Da ich davon ausgehe dass Du keine zwei linken Hände hast ist das meiste machbar. Auch wenn Du Werkstätten beauftragst ist es gut sich auszukennen.


    Viele Grüße,

    Hagen

    .

  • Ja klar, ich bin halt passionierter Selbstschrauber, und viele Teile an meinen Wagen waren mit geringem finaziellen Aufwand instandzusetzen (zB Lima mit neuen Kohlen, Servobehälter mit neuen Dichtungen, KW SImmering, diverse Teile zerlegt, gereinigt und gefettet, dann wieder ok, BGS Flex-Auspuffquerrohr für den 6.3 34 Euro statt 350 bei MB,...), günstige Gebrauchtteile oder neu+günstig vom Autodoc. Bei MB nur das was man sonst nicht bekommt, und da auch eher nur Gummis und Kleinteile.

    Ich führe eine Excel Liste über alle meine Reparaturen, incl. jeweiligem Zeitaufwand und Kosten.
    Für die Olive sind an Technikreparaturen in 13 Jahren rund 10.000 Euro zusammengekommen, und 330h Arbeit (alles Eigenleistung). Klar, wer das in einer Werksattt machen lässt, die im Zweifelsfall eher neu kauft als alt/gebraucht aufarbeitet, dann kommen schon horrende Summen zusammen. Nur lohnt das dann m.E. nach nicht für einen W108 - das Geld ist dann besser in einer Pagode oder einem 111er investiert.


    Damit solls dann aber auch gut sein mit Sinn oder Unsinn von Reparaturkosten.

    Lassen wir den Themenstarter wieder ans Wort :)

    VG Tom

    Hallo Tom,


    das sind ja erstmal Zahlen mit den man arbeiten kann :-)


    Hast du Bilder von deinem Projekt - sprich von Beginn an bis heute ? Mich würde interessieren, wie das Projekt bei dir angefangen hat und was am Ende 330h Arbeit ausmachen bzw. aussehen.


    Letztlich ist es ein Projekt mit dem ich kein Geld verdienen möchte. Mir ist bewusst, dass es ein Hobby ist, welches Geld kostet.

    Mein Ziel ist es, dass der Wagen zu einem Zeitpunkt X, fahrbereit ist und einfach Spaß macht. Ein Lächeln ins Gesicht zaubert er auch im jetzigen Zustand.


    Sobald das WHB da ist, werde ich mich in die Thematik einlesen und schauen, was ich mir davon selbst zutraue und was nicht.


    In der kommenden Woche schaut sich ein Werkstattbesitzer den Wagen an ( zertifizierte Oldtimer Werkstatt) - dieser wurde mir von einem Freund empfohlen, der sein Oldtimer Wohnwagen dort regelmäßig warten und reparieren lässt.


    Ich muss zugeben, dass Summen von 20k € mich in sofern nervös machen...damit habe ich bei der Besichtigung erstmal nicht gerechnet...


    VG Mattheus

  • Hast du Bilder von deinem Projekt - sprich von Beginn an bis heute ? Mich würde interessieren, wie das Projekt bei dir angefangen hat und was am Ende 330h Arbeit ausmachen bzw. aussehen.

    Hallo Mattheus,

    der Link sollte eigentlich in meiner Signatur drin sein, ansonsten nochmal hier: Erfahrungs- und Reparaturberichte zu meinem W108


    Bei Interesse kann ich dir auch meine Excel Liste mit all den angefallenen Reparaturen zuschicken (schick mir eine PN oder email).


    Grüsse, Tom