Bremssattel

  • Hintergrund der Frage:


    Hatte meine HA komplett überholt, alle Lager und Gummis neu.

    Bei der ersten Fahrt hörte man Schleifgeräusche.


    Komisch nur, Wagen auf der Hebebühne laufen lassen und man hört nichts.

    Handbremsbacken zurückgestellt, selbst die Kardanwelle abgemacht und den Wagen einen Berg runterrollen lassen, Geräusch immer noch da.

    Räder drehen frei, zumindest auf der Hebebühne

    Das Einzige was mir auffiel war, dass nach einer von zig Probefahrten der linke Bremssattel erheblich heißer war als der Rechte aber das Rad dreht einwandfrei :wacko:

  • Hi,

    gab es beim 109er nicht ein Problem mit der klemmenden Bremsabstützung? Da gabs hier im Forum einen längeren Thread mit Bildern, ich glaube von Thomas Jäckel (thomasj). Dies Klemmen verkantet vor allem bei Rückwärtsfahrt die Bremsscheibe mit dem Sattel/Bremsklotz. Vielleicht ist das ja auch bei deinem 109er der Fall. Mein 109er muckt auch beim Rückwärtsfahren/-bremsen....

    VG Tom

  • Hallo Sandokan500,


    die Führungen gehören zum Bremskolbenrückholung / Seitenschlagausgleich. Das Gegenstück siehst Du im Bremskolben. Damit soll ein definiertes Spiel zwischen Scheibe und Belag sicherhestellt werden, um den erhöhten Seitenschlag beim Tonnenlager auszugleichen.

    42mm Kolben gab es mit Bremsdruckregler bei den frühen 108/109. Bei DB Depot gab es mal eine Liste aller Änderungen über die Serie mit Einführungszeitpunkt.


    Was das Schleifen angeht kann ich auch nur vermuten, dass es irgendwie mit der Belastung der Räder zusammenhängt. Könnte die Felge ev. Am Bremsblech anlaufen?


    Gruss,

    Rainer

  • Danke Dir Rainer,


    habe alles nachgesehen, weder an der Felge oder am Bremsblech schabt es.


    Werde die HA nochmal komplett ausbauen. In diesem Zuge werde ich auch die Tonnenlager gegen Rillenkugellager tauschen.

    Einen Bremsdruckregler habe ich nicht, zumindest keinen wahrgenommen. Meiner ist Bj. 71 also auch kein frühes Modell

  • Original sind bei den V8 links und rechts Tonnenlager verbaut, das hat also ab Werk funktioniert, so wie es das bei -zig anderen Autos auch tut, bei meinem zum Beispiel.

    Warum die Lösung des Problems jetzt in der Umrüstung auf Rillenkugellager liegen soll, wo die Ursache ja augenscheinlich ganz woanders liegt, erschließt sich mir indes nicht...


    Wenn schon einmal festgestellt wurde, dass ein Bremssattel viel heißer war als alle anderen, ist da bestimmt nicht das Radlager Schuld. Bremsschläuche zugewachsen evtl.??


    MfG

    Maik.

    "Die weltweite Nachfrage nach Kraftfahrzeugen wird eine Million nicht überschreiten, allein schon aus Mangel an verfügbaren Chauffeuren"
    (Gottlieb Daimler)

  • Bremsschläuche sind neu.

    Das es nicht am Radlager liegt weiß ich aber spätestens beim nächsten Tüv sagt mir der Prüfer Radlager im Eimer und dann das Gedöne ihm zu beweisen das es so sein muss.

    Das Tonnenrollenlager soll Fluchtfehler ausgleichen. Wenn aber die Steckachse mit Rollenlager ohne zu verkanten eingeschoben werden kann, ist kein Fluchtfehler vorhanden, wofür dann ein Tonnenlager?

  • Hallo Martin,

    Wenn aber die Steckachse mit Rollenlager ohne zu verkanten eingeschoben werden kann, ist kein Fluchtfehler vorhanden, wofür dann ein Tonnenlager?

    die Geometrie ändert sich beim Ein/Ausfedern. Problem kommt daher weil der Drehpunkt Kardangelenk Antriebswelle nicht mit der Achse Lagerung rechtes Achsrohr übereinstimmt.


    Viele Grüße,

    Hagen

    .

  • Hallo Martin,

    die Geometrie ändert sich beim Ein/Ausfedern. Problem kommt daher weil der Drehpunkt Kardangelenk Antriebswelle nicht mit der Achse Lagerung rechtes Achsrohr übereinstimmt.


    Viele Grüße,

    Hagen

    .

    So ist es. Tonnenlager können höhere, stoßartige Radialbelastungen aufnehmen als Rillenkugellager und haben auf Grund ihrer besonderen Konstruktion die Möglichkeit, Fluchtungsfehler auszugleichen. Übermäßig sollte das Spiel auch an der rechten Seite trotzdem nicht werden, zumindest wenn das Gelenk im Inneren der Achse und das Schiebestück in Ordnung sind...


    Mit freundlichen Grüßen

    Maik.

    "Die weltweite Nachfrage nach Kraftfahrzeugen wird eine Million nicht überschreiten, allein schon aus Mangel an verfügbaren Chauffeuren"
    (Gottlieb Daimler)

  • Moin Martin,

    hatte auch einmal einen 109er mit Luftfederung. Gleiches Problem. Bei mir waren es die Kunststofführungen der Bremsabstützung oder wie man die Dinger nennt. Hast du die auch neu gemacht? Die sind meistens verschlissen und dann kann im Bremsfall und bei Einfederung der Bremssattel so schief drücken,dass es bei Fahrt schleift und auf der Bühne einwandfrei wieder freiläuft. War mal hier auch ein thread,der schon oben angedeutet wurde. Ist eine heikle Angelegenheit, weil es passieren kann, dass die Achse einseitig überhitzt(Scheibe dann auch unbrauchbar und rissig! und dann fest geht während der Fahrt ohne,dass man bremst. (Ich gehe mal von neuen Bremsschläuchen und korrekter eEntlüftung aus, das hast du ja geschrieben, alle Gummiteile neu?)

    viel Erfolg bei der Behebung des Problems.

    Gruß

    Tobias

  • Grüß' Dich Martin,


    bei mir war es damals im wesentlichen so, daß der Führungsstift im Bremssattel leicht eingekerbt war. Dadurch ist der Bremskolben mit seiner "Arretiermimik" gerne an dieser Stelle einge"rastet". Wenn jetzt aber die Bremsbelagdicke etwas zu "groß" ist, dann drückt er den Belag an die Scheibe. Es schleift. Ohne diesen Führungsstift bekommst Du aber gerne schnell einen zu großen Abstand der Beläge bei fahren (durch das kippen der Bremsscheibe beim ein- und ausfedern und durch das größere Axialspiel des Tonnenlagers).


    Wenn das bei Dir ähnlich ist, dann sollte nach einer Fahrt die entsprechende Bremsscheibe warm sein.


    Gruß Hans