Neues w111 Cabrio

  • Nabend


    Leicht provokativ in die Runde geworfen, aber nicht bierernst gemeint und nur meine Meinung:


    Originalität hin oder her - dieser 220 ist ohnehin radikal umgestrickt worden -

    diese Farbe „entherrlicht“ den W111 aufs Traurigste!


    Mit diesem Elfenbein, das m.E. Gar keines ist oder darstellt, assoziiere ich verschossene Leibwäsche, Zahnstein, nikotingelbe Kettenraucherfinger, früh-80er-Jahre WC-Schüsseln und Milchprodukte-Allergie-Diarrhö.

    Zu guter Letzt verleiht sie den an sich coolen roten Sitzen einen leichten ex-Ostblock-Chique der 50er Jahre, was an sich gar nix Schlechtes heisst, aber vielleicht nicht das ist, was man will. Die Farbe ist in etwa so sexy wie hautfarbene Stützstrümpfe.


    Ich tät auch umlackieren wollen.


    über Farbe kann man so herrlich streiten

    8o

  • Ich finde du hast das sachlich fundiert analysiert und argumentativ wie stilistisch auf den Punkt gebracht ;) . Jeden morgen habe ich mein schönes Auto in Erinnerung und dann schaue ich aus dem Fenster und nir drückt die Blase...

  • Mit den roten Sitzen hast du das doppelte Glück, dass die nicht nur schön, sondern auch recht breit kombinierbar sind.

    Von allen Weiss-Varianten über Grau/Silber, Ocker/Beige bis zu Rot/Braun und sogar Schwarz und schliesslich - als heftiger Kontrast - auch Blau geht eigentlich alles (dann natürlich mit passendem Verdeck) ausser Grün.


    Kennst du diese Seite?

    http://www.classicway.de/overview.php?idtitel=W111_Cpe


    Vermittelt ein paar gute Eindrücke. Mein Favorit fürs Cabrio mit braunem Verdeck und roten Sitzen wäre wohl 728 Beigegraumetallic. Dürfte auch dem modernen Rauchsilber recht nahekommen.


    Das Coupédach, wenn das auch noch umlackiert werden soll, könnte dazu in 460 dunkelrotbraun oder 542 dunkelrot sehr hübsch aussehen.

    Bin nur nicht sicher, wie gut mir die Kombination von Metallic- und Unilack bei Zweifarbenlack gefallen würde.

  • Hallo Paul,


    klar kenne ich die Seite und hab mich auch schon oft gefragt ob ich nicht besser auf das tunisbeige schwenke weil es ja immerhin ein Original 111er Ton wäre. Aber mir gefällt das Rauchsilber einfach zu gut und ich hätte zudem den Vorteil problemlos Teile tauschen zu können. So könnte ich erstmal mit der Coupehaube fahren weil ich die nicht selbst lackieren kann. Oder mit der die bei mir noch im Lager rumliegt. Und wenn ich die Tür tausche, baue ich einfach die ein, die schon im Lager steht, fertig in Rauchsilber.


    Heck und Seitenteile hab ich schon mehrfach lackiert, wenn der Untergrund stimmt ist das ein Nachmittag, Kotflügel geht auch schnell. Irgendwann müssen halt mal Kühler, Ansaugbrücke und batterie raus, damit der Motorinnenraum auch passen kann, aber auch das ist ein Wochenende.


    Sieht so aus als hätte ich einen Plan...


    BG Ralf

  • Plan klingt gut.


    Hoffe, du kannst deine Türen wirklich so einfach tauschen, falls mal nötig. Angeblich passt kein grosses Teil von einem 111 auf den anderen, weil alles die Karosserie betreffend an jedem Fahrzeug individuell angepasst wurde.

  • Gestern habe ich allerdings auch die Vorteile einer Unilackierung erfahren können. Am rechten Kotflügel gab es besorgniserregende Dellen und Risse. Ich habe damit gerechnet, das darunter Durchrostungen zu finden sind. Allerdings hab ich auf der Innenseite der Kotflügels keine Probleme sehen können.


    Also hab ich das alles erstmal grossflächig blank geschliffen und festgestellt, das da blankes Blech drunter ist, etwas verbeult aber kein Rost. Also am Waldrand schnell gefillert, beilackiert und dank der grossen UV Trocknung trockengefahren. Abends konnte ich schon die Übergänge nass schleifen und alles wieder polieren. Das gleiche hatte ich noch am linken Seitenteil und auch da ist es jetzt wieder perfekt.


    Da ist ein Metallicaufbau mit mehreren Klarlackschichten doch aufwendeiger...


    BG Ralf


  • Plan klingt gut.


    Hoffe, du kannst deine Türen wirklich so einfach tauschen, falls mal nötig. Angeblich passt kein grosses Teil von einem 111 auf den anderen, weil alles die Karosserie betreffend an jedem Fahrzeug individuell angepasst wurde.

    Hi Paul, ich weis, beim Coupe passten die neuen Türen besser als die alten. Das war aber Glück.

    Ich kann aber gut ein paar Wochen mit einer nicht perfekten Tür fahren und die Originaltür dann in Ruhe zerlegen und aufbereiten um anschliessend wieder zurück bauen. Die spalten meiner jetzigen Fahrertür sind zu gross, also müsste die Tür eigentlich nach hinten und der Kotflügel angepasst werden. Oder ich mach die Tü+r einfach ein paar mm breiter wenn sie vor mir auf dem Tisch liegt. Autos die nicht fahren machen bei mir Blutdruck ;(


    BG Ralf

  • Oder ich mach die Tü+r einfach ein paar mm breiter wenn sie vor mir auf dem Tisch liegt. Autos die nicht fahren machen bei mir Blutdruck ;(


    BG Ralf

    Das würde mich interessieren, ich müsste meine Türen auch verbreitern. Du könntets daraus einen extra Beitrag machen.

    Viele Grüsse


    Winfried


    Nach 10 Jahren im Exil in der Schweiz schweiz.png ist mir das ß abhanden gekommen und es wird auch nicht mehr eingeführt!


    300 SE W112 Cabrio M189 Automatik Fahrgestellnummer ...9840 Ende 1967 „Schlüpferblau-Met.“ anzeige.png


    w112 (affe) gehrmann-privat.de

  • Hallo Ralf,

    sag mal, mich würde interessieren wie Du die benötigte ölfreie Druckluft fürs Lackieren am Waldrand erzeugst. Du hast einen Leistungsfähigen 12V-Kompressor im Kofferraum der die benötigte Menge zum Lackieren liefert?

    Vielleicht wäre da der W112 etwas für Dich, der hat ja serienmäßig einen Luftpresser am Motor der bis zu 20bar liefert (ob die Menge zum Lackieren reicht wäre auszuprobieren). Du mußt dann halt nur den Motor laufen lassen, sollte am Waldrand aber niemanden stören.

    Viele Grüße,
    Thomas

  • Das würde mich interessieren, ich müsste meine Türen auch verbreitern. Du könntets daraus einen extra Beitrag machen.

    Hi Winfried,


    beim Coupe hab ich damals recht viel Filler auftragen müssen. Da ich die Fläche immer wieder plan geschliffen habe, aber die Kante nicht, reichte das genau um den Spalt zu optimieren. Auf der anderen Seite habe ich den Spalt auch schon mal ganz zugespachtelt und mit einer Feile in Nagelfeilenformat wieder aufgefeilt. Dann hab ich solange mit mehreren Lagen Schleifpapier auf das gewünschte Mass geschliffen. Ich habs auch schon mal mit Zinn versucht, aber seit dem ich weiss wie gesundheitsschädlich der Schleiffstaub davon ist, hab ich davon wieder Abstand genommen. Ulii, mein Karrosseriebauer schweisst auch schon mal einen Zentimeter dran und flext sich den wieder passend. Das ist mit Sicherheit die haltbarste Variante. Wenn du aber schon mal Glasfaserspachtel runter schleifen musstest, wirst du an der Haltbarkeit kaum Zweifel haben.


    Ich werde gern berichten wie ich es dann beim Cabrio mache - sofern es gelingt.


    BG Ralf

  • Hm, dann sollte ich mich mal nach einem umschauen. Zur Not nur um damit den Druck für die Lackierung der anderen beiden ;)

  • Ahhh, jetzt ! So könnte das klappen.


    Aber mal ernsthaft: wäre das nicht wirklich was zum Autolackieren? Ralf scheint ja dank der am Waldrand tätigen Bauern absolut fliegenfreie Luft zu haben aber leider haben die Agrarökonomen hier auf der Insel wohl noch nicht so die chemische Keule eingesetzt. Abends vorher die Karre reinfahren und dann am nächsten Morgen lackieren. Die Stöße noch abkleben so dass es halbwegs luftdicht ist.


    Viele Grüße,

    Hagen


    p.s.: das Zelt gibts sogar in höschenblau passend zur Wagenfarbe smiley.png

    .

  • Jaaaneee! Jungs, das geht so nicht. Wo ist denn dann der Wind der verhindert, dass das ganze Auto im Lacknebel verschwindet, und wo ist die Sonne, mein UV Trockner, ohne den gehts gar nicht. Und ich muss ja immer den Lack trocken fahren, damit sich da keine Fliegen drauf setzen...


    Nee, so wird das nix.

  • Nabend zusammen,


    heute konnte ich die Baustelle Leder abschliessen. Der Beifahrersitz war spröde und brüchig. Ausserdem war auf der inneren Wange ein ca. 10cm langer Riss. Das brüchige Leder habe ich erst tagelang mit Balistol getränkt und weich geknetet. Den Riss habe ich mit einem etwa 5cm grösseren Lederstück von unten unterfüttert und mit Pattex verklebt. Nach einem Tag Trocknung habe ich den Riss dann mit Flüssigleder vom Lederzentrum gefüllt und verspachtelt. Da das Flüssigleder nach dem trocknen immer stark einfällt, musste ich den Vorgang etwa 5 mal wiederholen. Ein bisschen vom Riss sollte aber sichtbar bleiben, weil die Fläche sonst zu glatt und wie Plastik wirkt. Dann habe ich das ganze mit Leder Farbauffrischer mehrmals mit der Tupftechnik überfärbt und anschliessend wieder mit Balistol getränkt.


    Ich bin mit dem Ergebnis sehr zufrieden und finde man kann das weiche, glatte Leder auf dem Foto schon gut sehen. Die Lehne ist auf dem Foto noch nicht geölt und die Armlehne war erst heute abend fertig gefärbt.


    BG Ralf


  • Moin Ralf,


    das kommt doch schonmal ganz gut. Bei meiner Lederausstattung hatte ich als ersten Schritt noch ne Reinigung mit Seife, Bürste und Microfaser gemacht.


    Bezüglich neuem Lack: In der VespaScene und inzwischen wohl auch nicht mehr nur da, erzielen Fahrzeuge mit O-Lack (auch angegriffen) die besten Preise. Ist fast schon ne Wissenschaft geworden, wie man diverse Überlackierungen entfernen kann, ohne den O-Lack zu beschädigen.


    Drum würd ich mir bei dem Ü-Lack so vorgehen, dass man auch noch später mal wieder auf den O-Lack zurückkommen könnte.


    Meint Olof



    P.s.: auch ne schöne Farbe und passt zu rot -> http://www.classicway.de/w111-…c-beige-grey-metallic.htm