w111, 250se M129 Motor vibriert

  • Evtl. steckt ja auch noch ein Rest der Kohle in der Kappe? Die Strecke sollte der Funke zum Überspringen eigentlich schaffen. Oder das Ding fehlt jetzt komplett samt Feder. Oder die Feder steckt noch in der Kappe? Fragen über Fragen... nur Ralf kann uns die Antwort sagen...


    Grüße


    Tom

    Kann ich. Kohle ist oben bündig abgebrochen. Feder kann ich zwar nicht sehen, aber ich vermute die steckt noch dahinter.

    Und ich wundere mich warum der nicht rund läuft... :)

  • Aha... die Feder hält ja die Kohle fest. Da ist oben an der Kohle so ein Stift der in die Feder greift und sich einklemmt.

    Dann dürfte das tatsächlich ( hoffentlich ) der Fehler sein. Der Funke muss ja immer erst mal die Strecke überwinden zum Rotor. Besonders wenn Leistung abgerufen wird ( größerer Gang und viel Gas ) müsste er rumbocken.

    Evtl. bist du mal beim Aufsetzen der Kappe am Rotor oder so hängengeblieben, oder das Teil ist so mal abgebrochen.


    Grüße


    Tom

  • Hallo zusammen,


    die neue Verteilerkappe ist jetzt da. Ich hab sie eingebaut und die Zündung so eingestellt das die Markierung im Leerlauf (750) etwa 2 Grad über OT ist. Genau kann ich das nicht sehen weil die Markierung dann hinter dem Pfeil ist. Kann das einigermassen richtig sein?

    Die Beschreibung verwirrt mich mal wieder total.


    BG Ralf


  • So, ich habs 65 mal versucht. Mit der Einstellung wie ich sie aus dem WHB und anderen Online Tipps habe läuft er nicht. Ich hab jetzt mit zigfachen Einstellungen getestet und eine gefunden bei der er erstmal bis 4000 Touren recht rund läuft. Mit der Einstellung aus dem WHB hat das aber wenig zu tun. Wenn ich ihn blitze, steht er demnach jetzt zu früh. Ich lass es erstmal so. Danke an alle!


    BG Ralf

  • Hallo Ralf,

    bei der Symptomatik würde ich überprüfen ob der angezeigte O.T. mit dem tatsächlichen übereinstimmt.

    Ebenso ob in der Zwischenwelle beide Scheibenfedern verbaut sind.

    (wenn sich der Verteilerantrieb mit etwas Gewalt zum Rest verdrehen lässt dürfte eine fehlen)

    Gruß HaWA

    Das ermitteln des optimalen ZZP wurde vor Erfindung des Zündblitzers mitsamt der dazugehörigen einsehbaren Ablesevorrichtung durch Fahrversuch bewerkstelligt. (Richtung früh bis es klopft/klingelt und dann ein paar Grad zurück)

  • Danke Hawa,


    bei meinem weiss man ja nie ob die Schwungscheibe nicht von einem Opel Kapitän stammt :) Ich werde heute nochmal fahren. Gestern habe ich den ZZP so gehabt, dass er weder klingelte noch bockte. wenn ich ihn nur 1mm auf spät verdrehe bockt er wieder. Ich habe aber auch ein wenig den Verdacht dass die Unterdruckverstellung nicht passt. Die kann man ja wohl auch einstellen (hab ich zumindest gelesen). Wenn er heute nicht klingelt und nicht bockt fass ich da erstmal nichts mehr an :)


    Hoffentlich ist das so :)


    BG Ralf

  • Ja, man kann die Stange der Uterdruckdose verstellen. Das habe ich bei meinem 6.3 gemacht. Dazu braucht es aber eine Unterdruckpumpe mit Manometer, dazu die Unterdruckkurven aus dem WHB, und darüber hinaus ist es ein rechtes Gefummel und viel Messerei mit der Pumpe und dem Strobo....


    Da du noch recht neu in der Materie bist, würde ich erstmal davon abraten. Lediglich kannst du mal an der Unterdruckleitung zur Dose saugen und sehen, ob sie Vakuum hält bzw ob sich die Grundplatte im Verteiler entsprechend verschiebt.


    VG TOm

  • Ja, man kann die Stange der Uterdruckdose verstellen. Das habe ich bei meinem 6.3 gemacht. Dazu braucht es aber eine Unterdruckpumpe mit Manometer, dazu die Unterdruckkurven aus dem WHB, und darüber hinaus ist es ein rechtes Gefummel und viel Messerei mit der Pumpe und dem Strobo....


    Da du noch recht neu in der Materie bist, würde ich erstmal davon abraten. Lediglich kannst du mal an der Unterdruckleitung zur Dose saugen und sehen, ob sie Vakuum hält bzw ob sich die Grundplatte im Verteiler entsprechend verschiebt.


    VG TOm

    Danke Tom, dann lass ich es lieber. Ich bin ja schon mit dem ZZP überfordert :(

  • Moment mal...


    "...Ist eine 123 ignition.,,,"


    Hat die überhaupt eine Unterdruckverstellung?

    2. Braucht man trotz elektronischer 123\ignition Zündung immer noch den Unterdruckanschluss und wozu ist dieser gut?

    Bei laufendem Motor bildet sich im Ansaugtrakt ein Unterdruck, weil der Motor durch die Auf- und Abwärtsbewegung der Kolben in den Zylindern und dem Öffnen und Schließen der Ventile Benzin-Luftgemisch ansaugt, diesem Luftstrom sich aber verschiedene Widerstände entgegenstellen. An erster Stelle dieser Widerstände steht die Drosselklappe, deren Öffnungsgrad mit dem Gaspedal gesteuert wird.

    Ist die Drosselklappe weitestgehend geschlossen (d. h., das Gaspedal ist nicht oder nur wenig betätigt) und der Motor läuft mit erhöhter Drehzahl (Teillastbereich), werden die Brennräume nicht optimal befüllt und die Verbrennung findet leicht verzögert statt. Um dieser Verzögerung Rechnung zu tragen, wird der Zündzeitpunkt unter diesen Umständen (großer Unterdruck im Ansaugtrakt) Richtung früh verstellt. Dies bewirkt, dass nun trotz verlangsamter Verbrennung der Druckpunkt auf den Kolben in seiner Abwärtsbewegung im Arbeitstakt zum richtigen Zeitpunkt erfolgt.

    Die 123\ignition benötigt, wie konventionelle Zündverteiler auch, diesen "Input", also eine Information, wie groß der Unterdruck im Ansaugtrakt ist, um den Zündzeitpunkt entsprechend Richtung früh verstellen zu können.

    Fahrzeuge, die im Motorsport eingesetzt werden, benötigen diesen Anschluss meist nicht, da sie vorwiegend im Volllastbereich betrieben werden. Im Volllastbereich entsteht im Ansaugtrakt kein bzw. nur sehr wenig Unterdruck, da die Drosselklappe in dem Bereich komplett geöffnet ist.

    Verschiedene Vergasertypen eignen sich nicht zur Abnahme des Unterdrucks aus dem Ansaugtrakt. Uns sind nur sehr wenige Fahrzeuge mit Webervergasern bekannt, die eine zusätzliche Frühverstellung durch Unterdruck besitzen.

    Generell sollten Sie eine 123ignition mit Unterdruckanschluss ordern, wenn der Originalverteiler eine Unterdruckdose hat. 123\ignition Verteiler mit Unterdruckanschluss können auch ohne Anschluss des Unterdruckschlauchs betrieben werden. Dabei findet einfach keine unterdruckabhängige Verstellung (sondern nur die drehzahlabhängige Verstellung) statt.


    So steht es geschrieben. Also denke ich schon.


    BG Ralf