Startpilot, Bremsenreiniger, Silikonspray?

  • Hallo Uli,


    jetzt erkennbar, die Leitungen sind aus Stahl, dann auch dicht. Auf dem ersten Bild hatte ich nur die Ummantelung gesehen.

    Und Du riechst keinen Kraftstoff in der Garage, dann sollte nach zumindest auf der Druckseite alles dicht sein.

    Jetzt zu dem leerlaufenden Filter, wage verwegene, neue Hypothese:

    Kleine Undichtigkeit, bzw. Belüftung am Anschluss der Pumpe.

    Die Leitung geht in hohem Bogen nach hinten weg, wirkt wie eine "kommunizierende Röhre", nur umgekehrt.

    Tank mit Anschluss liegt tiefer als der Anschluss an der Pumpe, damit läuft der Sprit in den Tank zurück und der Filter ist leer.


    Bin gespannt, was bei Deinen Forschungen herauskommt.


    Gruß

    Thorsten

  • Ja, hatten in der Lehre einen mit Heckschaden durch einen Auffahrunfall reinbekommen.

    Der Kunde meinte er müsse an den Kofferraum, der ließ sich aber nicht mehr öffnen.


    Später mit Hammer und Montiereisen geöffnet. Standen Kisten mit Rotwein drin. Einige Flaschen zerbrochen, aber viele nicht.

    Es war im Winter, und mit Brenner gab es dann "Glühwein" für alle.


    War ein fürchterlicher Spritgeruch ...

  • Ja, der Geruch der langkettigen Kohlenwasserstoff habe ich ganz gut im Griff, die etwas kürzeren stehen gerade im Glas vor mir :-) .

    Der Theorie mit dem Zurücklaufen des Benzinz steht entgegen, warum dann es im Filter nach der Pumpe mehr wird. Aber ich werde mal bei nächster Gelegenheit schauen, ob dann aus der Leutung am Tak etwas herausläuft, wenn ich die Leitung dort abnehme.

    Gruß Uli

  • Hallo Freunde,

    Startversuch nach einer Woche Stillstand:


    Filter vor und nach der Kraftstoffpumpe beide leer

    30 sec cranken

    10 mal Gaspedal voll durchtreten

    cranken, Motor hustet, geht aber sofort wieder aus

    10 mal Gaspedal voll durchtreten

    cranken-keine Reaktion

    Benzinschlauch an den kleine Filter vor der Pumpe angeschlossen, 3 m lang , in Benzinkanister auf dem Boden

    cranken-keine Reaktion

    Schlauch ist leer

    Schlauch mit Benzin befüllt und wieder an den kleinen Filter anschlossen

    cranken-Motor springt an.


    Fahrzeug aus der Garage zu mir an s Haus gefahren ( 10 km) :

    Beide Filter befüllt

    Kleine Wanne unter Benzinpumpe und Filter gehängt

    => Tropfen aus dem kleine Filter ! Undichte Stelle muß ich noch lokalisieren

    => Kleine Filter ausgebaut und durch Schlauchverbindung ohne Filter ersetzt


    Demnächst neuer Versuch

  • Ich gebe nun mal mein "Papageienwissen" zum Thema zum besten:


    Ich habe/hatte das gleiche Problem (Heckflosse Benziner) , konnte aber einen älteren ehemaligen KFZ Meister (schon lange Rentner), der auf und an diesen Autos damals gelernt hat, zur Nothilfe "überreden".


    Da mein Auto nach der Winterpause nicht meht ansprang, baute er den Luftfilter ab und während ich "orgelte" stellte er fest, dass kein Sprit in den Vergasern ankam.


    Er baute die (mechanische) Spritpumpe aus , da er auf eine hart gewordene Membrane tippte . Er legte diese Membrane 48 Stunden bei sich zu Hause in eine spezielle Flüssigkeit (?) und baute dann die Pumpe mit neuen Dichtungen wieder in mein Auto ein.


    Die Pumpe fördert jetzt und der Vergaser bekommt nun Sprit.


    Auf meine Frage nach dem zusätzlichen Einbau eine Spritfilters meinte er, dass man da aufpassern müsse, weil der Widerstand ggf. dann so groß wird, dass die mechanische Pumpe es nicht schafft.


    Es gäbe wohl spezielle Kraftstofffilter , die für den Einbau vor der mechanischen Pumpe geeignet sind.

    Vielleicht weiß der eine oder andere Forist etwas mehr dazu ?


    Schönen Sonntag.

    Es sind auch schon Meister vom Himmel gefallen.

  • Hallo Retros ( heißt Du so ?),


    ich denke Dein Meister hat recht. Drosseln auf der Saugseite ist immer heikel.

    Laut WBH sollte die Membranpumpe eine Ansaughöhe von 900 mm Kraftstoffsäule, also ca. 65 mbar , bei Nockenwellendrehzahl 2500 U/min haben.

    Das habe ich auch schon gemessen, bei stillstehendem Auto, Luft in der Leitung und vor allem bei Starterdrehzahl brachte die Pumpe nichts messbares zusammen.

    Läuft der Motor, die Leitung ist befüllt, dann komme ich auf ca. 30 mbar i Leerlauf und sogar auf 80 mbar bei hoher Drehzahl.

    Über dem Filter konnte ich keine Verlust ermitteln, aber bei der doch recht überschaubaren Ansaugleistung der Pumpe kann Ihr das den Rest geben, habe mal meine Doku aus dem letzten Jahr beigefügt.

    Änderung zu dem ist jetzt der Filter hinter der Pumpe, mal sehen ,was sich tut.


    Wenn ich da komplett durch bin schreibe die dann den Roman , "Kraftstoffsystem. Das unbekannte Wesen" Die Kapitel, "Tank", "Filter", "Pumpe" habe ich schon, fehlt noch "Vergaser, Leitungen und Co"


    Gruß


    Uli

  • Hallo Jungs,


    sieht so aus, als ob ich dem Thema näher komme.

    Kleiner Filter vor der Pumpe war draußen, Schlauch von der Stahlleitung an der Banane bis zur Pumpe ersetzt.

    8 Tage Standzeit : Auto zündet sofort, muß dann noch ein wenig cranken, und dann kam er ganz brav, war mit ein paar Gasstößen zu motivieren und lief brav mit erhöhtem Leerlauf im Choke.

    Auffällig : Der Filter nach der Pumpe war aber zunächst komplett leer, aber offen bar war die Leitung bis zur Pumpe nicht mehr leergelaufen, so daß sofort Sprit kam.

    Bei genauer Inspektion der alten die Leitung war die im oberen Bereich recht aufgespreißelt und porös, das kam dann wohl die Luft ins System. Hoffe das wars. Habe die nächsten beiden Wochenenden keine Gelegenheit ans Auto zu gehen, dann werde ich so drei Wochen Standzeit haben, werde dann sehen


    Gruß


    Uli

  • Moin,


    ich kehre nochmal zurück zu den Beiträgen mit dem Anorgeln: funktioniert wie beschrieben gut, aber wenn ich nach dem Anorgeln die Zündung ausschalte, läuft der Motor noch kurz weiter, und diese "Nachlaufphase" wird jedes Mal länger, erst ca. 1 Sek. inzwischen ca. 2-3. Wenn ich den warmgefahrenen Motor ausschalte, passiert das nicht. Ich möchte das nur ergänzend hinzufügen, bin allerdings ratlos.


    Viele Grüße

    Rüdiger

  • Hallo Rüdiger,

    na dann machste das nächstemal 10km vor Ankunft einfach schon mal den Motor aus :D

    wie Du sieht bekommst Du hier im Forum immer sachliche und konstruktive Ratschläge :-)


    Also wenn Zündung (Klemme 15) aus ist dann sollte Ruhe herrschen. Kann das sein dass Dein Zündschlossschalter am Abnippeln ist?

    Beim Einspritzer käme mir noch ein falsch verdrahtelter Ein-Sekunden Zeitschalter in den Sinn aber das haben wir ja hier nicht.


    Viele Grüße,

    Hagen

    .

  • Nachlaufen/Nachdieseln passiert bei Vergasern ohne Leerlaufabschaltventil (die Strombergs haben ein solches ab ca. 1971, die Solex 4A1 m.W. auch), da entzündet sich beim/nach dem Ausschalten der Zündung, bevor der Motor zum Stillstand gekommen ist, das noch angesaugte Benzin-/Luft-Gemisch an glühenden Ölkohleablagerungen an den Auslaßventilen.

    Da hilft eigentlich nur, den Motor mal auf einer langen Strecke "freizufahren", die Ventile einzustellen und Kurzstreckenbetrieb zu vermeiden, wenn man nicht den Kopf abnehmen und die Ventile reinigen will.

    Ansonsten: Beim Ausschalten der Zündung gleichzeitig mit eingelegtem Gang und angezogener Handbremse Motor abwürgen.


    Grüße

    bacigalupo

  • "Beim Ausschalten der Zündung gleichzeitig mit eingelegtem Gang und angezogener Handbremse Motor abwürgen."


    ... so wie man's oft bei älteren Filmen sieht ? (beim Tatort ist mir diese Methode öfter aufgefallen ;-))

  • Moin,


    na dann machste das nächstemal 10km vor Ankunft einfach schon mal den Motor aus :D

    das Nachlaufen /Nachdieseln tritt, wie beschrieben, nur bei einem abgebrochenen Kaltstart auf, ohne gezogenen Starterzug und ohne vorheriges Durchtreten des Gaspedals. Der warmgefahrene Motor macht keine Probleme. Daher danke ich herzlich für die freundlichen sachdienlichen Hinweise!:cool:


    Beste Grüße

    Rüdiger

  • Moin,


    möchte nur, ganz ohne rumzubarscheln, anmerken: Motor springt jetzt gut an, ohne Anorgeln, stattdessen das Gaspedal 5 Mal durchtreten und dann mit gezogenem Starterzug starten, am Ende dann auch kein Nachlaufen, liegt vielleicht auch an den gestiegenen Außentemperaturen...;)


    Beste Grüße

    Rüdiger

  • Hallo Freunde,

    kleine Ergänzung von meiner Seite,es wird nun doch Frühling, ich hatte nun eine Standzeit von 23 Tagen, ca. 30 sec cranked, choke, ein paar mal Gaspedal durchdrücken , und dann kam er ganz brav. Hurra.
    Gruß Uli

  • Moin,


    in einem anderen Forum gab es für Oldtimer-Einsteiger, die sich eine Flosse zulegen und wissen wollten, worauf man achten sollte, den Hinweis, dass man bei Außentemperaturen von 10 Grad und weniger das Auto besser stehen lässt...


    Beste Grüße

    Rüdiger

  • Hallo Rüdiger,


    na ja, die Flossen waren damals ja nicht nur Sommerautos und sind auch bei -20C gefahren worden. Ich habe auch eine (Alltags-)Flosse in Whitehorse / Yukon gesehen deren Besitzerin mir versicherte dass diese auch bei -45C im Winter startet (in dem Fall aber wohl schon mit Starthilfemaßnahmen und ggf. Vorwärmung mit Flammenwerfer).


    Wenn der Motor nicht richtig startet dann ist was defekt oder verstellt und muss repariert werden.


    Viele Grüße,

    Hagen

    .