M 103 Ölverlust

  • Moin,



    die Renovierungsphase meines 124er ist nun vorne angekommen.
    Mein Wille ist, das ich den Ölverlust des Motors einbremse oder besser noch , zum stoppen bringe, mir die Ölpumpe und das Siep anschaue und reinige, die Vorderachse von allen alten Gummiteilen befreien und aufarbeiten möchte. Gedacht war auch, die Steuerkette zu erneuern.



    Nach der demontage des Kühlers und seiner Anbauteile ging es darum den Viscolüfter unfallfrei vom Motor zu trennen.



    Wie sich herrausstellte, braucht man dazu ein Spezialwerkzeug. Mit diesem ist es möglich, die Schraube des Lüfters zu kontern und den Lüfter ab zubekommen. Dazu muss mannaber erst das passende Loch auf der Rückseite des Lüfters finden, das durch Öl, Dreck und schmier verstopft ist. Am Lüftergehäusde ist dafür zwar eine passende Nut vorgesehen, wenn aber auch die verdreckt ist, wird die such zu einem Geduldsspiel.


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    Sobald der Lüfter ab ist, kann man den Rippenriemen durch entspannen der Spannvorrichtung abbauen.


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    Anschließend ist der Lüfterlagerdeckel einfach ab zuschrauben. Um dafür etwas mehr Platz zu schaffen habe ich die Spannvorrichtung und die Servopumpe gelöst.
    Nun noch die Ventieldecke mit ein paar behertzen aber nicht gewalltigen Gummihammerschlägen vom Motor getrennt. Der kleine Entlüftungsschlach zwischen Ventildeckel und Zylinderkopf wird direkt mit getauscht.
    Die Besichtigung der Steuerkette und des Zahnrades sowie die in Augenscheinnahme des Kettenspanner und Schienen ( soweit in dem möglich ) ergaben, das ich da nicht dran brauch. Dieser Ausbau/wechsel erforden einen noch größeren Aufwand, den ich mir hier schenken konnte.


    Die demontage des Verteilermitnehmers gestalltete sich allerdings als kompliziert. Dieser wollte nur mit gewalt seinen angestammten Platz verlassen. So ging dieser zu bruch.Auch die rote Platte dahinter ging dabe zu bruch. :S


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    Das ausbauen mittels eines Abziehers ist auch mit einfachen Mitteln machbar. Dafür den Kettenschacht abdecken ist sehr wichtig. Nachdem die M8 Schraube etfernt ist, ein M 10 Gewinde ins Aluguss schneiden. Mit einer langen Schraube, mit langen Gewindeschaft und einer passende Nuss SW27, die aufs Kettenrad gelegt wird. Mit einer Mutter drück man gegen die Nuss und so wird das alte Teil aus der Nockenwelle gezogen ohne das noch mehr kaputt gemacht wird.


    Mit diesen Neuteilen wird der Rückbau gestartet.
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    Wellendichtring A 0189977947
    Ventildeckeldichtung: A1030160421
    U-Dichtung: A 1030150220
    Motorentlüftungsschlauch: A 1030940082
    Roter Deckel mit Dichtring: A 1031580088
    Den Zündungsmitnehmer habe ich durch einen Stammtischkolegen bekommen.


    Die "Sollsiffstelle" an diesem Motor ist wohl die U-Dichtung zwischen oberen und untern Gehäusedeckel.


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    Diese Dichtfläche muss sehr ordendlich gesäubert werden. Die Nut im unteren Deckel muss von allen Dreck, alten Dichtmitteln usw. befreit werden. Die neue Dichtung mit einem kleinen Klecks Dichtmittel an den beiden Enden in die Nut eindrücken.


    Den neuen Wellendichtring trocken ins Gehäuse einbauen.


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    Die sauberen Dichtflächen des Deckels leicht mit Dichtmittel belegen.
    Der Dichtring und den Nockenwellenstumpf mit Motoröl bestreichen.
    Nun den Deckel mit leichtem Druck auf die U-Dichtung an den Motorblock drücken, sodas der Decken leicht auf die zwei Passstiefte rutscht und der Dichring wohlwollend auf die Nockenwelle rutscht.Bitte alles mit ruhe machen, sonst besteht die Gefahr, das man den Dichtring zerstört.


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    Danach noch den neuen Deckel mit dem Dichtring ins Gehäuse einlegen und den neuen Mitnehmer mit Öl ins saubere Wellenende einschrauben.



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    Noch den Ventildeckel mit neuer Dichtung drauf.


    Fertig.

  • Hallo,
    Habe das neulich bei einem 104 gemacht,
    das Ölen ward zwar etwas eingedämmt aber eine morsche Kopfdichtung im Bereich Ölsteigkanal kriegt man damit leider nicht therapiert.
    Ausser wenn beim ZDK Wechsel unbedacht montiert wurde.
    Teste noch die Wasserpumpe, wenn die zu leicht und oder rauh dreht, mach sie neu.
    Gruß HaWA

  • Hallo,
    Habe das neulich bei einem 104 gemacht,
    das Ölen ward zwar etwas eingedämmt aber eine morsche Kopfdichtung im Bereich Ölsteigkanal kriegt man damit leider nicht therapiert.

    Meist rotzen die Karren ja hinten rechts am Ölsteigekanal das Möl raus. Egal ob M102/3/4.


    Gruß
    stefan

    An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern.(Erich Kästner)