Frage an die Elektrikexperten bezügl. Gleichstromlichtmaschine

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  • Frage an die Elektrikexperten bezügl. Gleichstromlichtmaschine

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    Hallo Leute,

    ich habe hier einen Ford der eine 6 Volt Gleichstromlichtmaschine hat mit weggebauten 2 Spulen Regler.

    Die Batterie wird überhaupt nicht geladen. Also testete ich die Lichtmaschine, indem ich D und F Terminal an der Lichtmaschine verbunden habe. Zunächst kommt so gut wie keine Spannung, dann bei erhöhter Drehzahl zieht die Lima dann rauf über 20 Volt und liefert im Leerlauf ca. 6,5 Volt. Da dachte ich, die Lima funktioniert also, dann wird wohl der Regler kaputt sein.
    Ich besorgte dann einen Regler aber das Ergebnis bleibt gleich. Wenn ich nun aber D und F bei angeklemmten Kabeln an dem Regler verbinde, zieht der Rückstromschalter an, der Regler regelt und die Batterie wird geladen, das Amperemeter zeigt laden an, mehr oder weniger je nach Drehzahl.
    Nehme ich die Brücke wieder weg, geht der Rückstromschalter wieder auf und lädt natürlich nicht mehr.

    Kann mir evtl. einer erklären was da los ist, wenn sich die Sache so verhält. Verstehe ich jetzt nicht, was da nun defekt ist.

    Kann es damit zusammenhängen, daß die Lichtmaschine lange nicht gelaufen hat? Davon habe ich schon mal gehört und man müsste sie wieder vormagnetisieren. Das habe ich auch eben ausprobiert, Spannung an DF ( bzw. hier F ) anlegen.

    Nachtrag von heute, 10.12.: Die Lima läuft als Motor nicht, weder über D noch über F. Man merkt zwar, daß Strom anliegt aber schafft es nicht sich zu drehen. Dann ist da also was faul. Optisch sieht alles gut aus aber da ist wohl der Kupferwurm drin.

    Grüße

    Tom

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  • Lima im Motorbetrieb testen!

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    Hallo Tom,

    gerade habe ich eine alte 12V-Gleichstromlichtmaschine einem kurzen Test als Motor unterzogen. Die Ergebnisse:

    1. DF mit Batterie-Plus und D- mit Batterie-Minus (Masse) verbunden: Die Maschine läuft selbstständig, aber relativ langsam im Motorbetrieb (entgegen der normalen Drehrichtung!) an (Reihenschlussbetrieb, Lima ist dafür aber nicht gedacht)
    2. Bei Betrieb wie unter 1. , jedoch zusätzliche Brücke nach D+ gelegt: Die Maschine dreht weiter und kraftvoll hoch, geht aber nach kurzer Zeit wieder auf eine deutlich niedrigere Drehzahl runter. Die Feldwicklung ist dabei prinzipiell wirkungslos.
    3. Bei gebrückten Anschlüssen DF und D+ läuft die Maschine nicht selbstständig an, da die Erregung fehlt.
    4. DF und D- beide mit Batterie-Minus verbunden und D+ mit Batterie-Plus verbunden: Die Maschine läuft in normaler Drehrichtung selbstständig an und anschließend kräftig im Motorbetrieb, genau wie ein gewöhnlicher Nebenschlussmotor!

    Ich denke, die Ergebnisse werden auf 6V-Maschinen übertragbar sein.

    Eine Vormagnetisierung dürfte keine Rolle spielen Dafür ist ja die Feldwicklung zuständig.

    Hast du die Maschine schon mit einem Ohmmeter einer Prüfung unterzogen?

    Der Widerstand zwischen DF und D- lag bei meinem Testobjekt bei 5 Ohm. Wäre hier bei deiner Maschine ein davon deutlich abweichender Wert, könnte der Fehler in der Feldwicklung zu suchen sein.
    Der Widerstand zwischen D+ und D- liegt deutlich tiefer, sprich < 1 Ohm. Beim Durchdrehen des Ankers darf die Anzeige zwar mal kurz zucken, aber niemals länger nach oben abweichen. Sonst wären einzelne Wicklungsteile vom Kommutator (Polwender, = Teil mit den Kupferlamellen) getrennt. Achtung: Messung nur bei spannungsfreier Maschine und vor der eigentlichen Messung die Messleitungen direkt verbinden, um deren Eigenwiderstand herausrechnen zu können...

    Bei maroden Maschinen haben die Wicklungsteile des Läufers häufig auch Schlüsse über den Kommutator. Zu deren Beseitigung muss man die Spalte zwischen den Kupferlamellen reinigen und am besten auch den Kommutator präzise abdrehen.

    Eine gute Seite zur "Weiterbildung" in Sachen GS-Lima ist, wie ich finde, diese hier:

    kfz.josefscholz.de/Gleichstrom-Lima.html

    Viel Spaß bei der Lektüre!

    Viele Grüße aus der Pfalz vom Schwedenponton

    Jürgen

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