W112 Achsübersetzung ändern

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  • W112 Achsübersetzung ändern

    Hallo
    Ich möchte an meinem frühen W112 Coupe die Achsübersetzung ändern, um bei höherer Geschwindigkeit die Drehzahl des Motor zu senken.
    Originall ist noch die 1:3,92 Übersetzung mit Gußachse und Dunlup Bremse und Luftfederung verbaut.
    Ich möchte die Achse und Bremse beibehalten und nur den Kegelradsatz umbauen, am besten auf etwa eine Übersetzung 1:3, bin ein Gleiter und kein Hetzer mit dem Wagen.
    Es soll angeblich eine Übersetzung 1:3,25 aus dem W113 230SL geben, aber passt die in das Gehäuse?, kleinere Nacharbeiten wären nicht das Problem da ein Maschinenpark und berufliche Ausbildung in Maschinenbau vorhanden sind.
    Hat schon jemand auf eine solche Übersetzung umgebaut und kann mir einen Erfahrungsbericht geben, bzw. eine günstige Bezugsquelle für andere Achsübersetzungen ?.
    Danke.
    Lg. Gerhard
    Mercedes W112 300SE Coupe Bj.63
    Mercedes W108 250SE Limo BJ.67
  • Hallo Gerhard,

    die kürzeste Achse aus der Pagode ist soweit ich weiß die 3,69, welche im Gegensatz zu Deiner Achse auch kein Sperrdifferential serienmäßig verbaut hat, also nicht ohne weiteres umbaubar ist.
    Ich würde an Deiner Stelle nach einer späten verstärkten Achse aus dem W109 suchen, die auch in die späten 112er verbaut wurde.
    Original waren im W112 neben der 4,10 und der 3,92 auch die 3,75.
    Eine 3.25 ist mir neu und im W112 vermutlich auch nicht sinnvoll fahrbar.

    Gruß Bernhard
  • Hallo, Gerhard,

    eine 3;25 Hinterachse hat es für die Pagode nie gegeben. Original für den 230 SL ist eine 3,75 HA mit Trommelbremsen.

    Gruß

    Ulli
    230 SL 10/63
    220 SE 07/64
    - irgendwas ist immer...
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  • Hallo Gerhard

    Ich hatte mal ein US W111 280 SE QP mit 4.02 HA, das ging mir mächtig auf den Zeiger.

    Dann verbaute ich aus einem 4.5 er W108 die 2.27 HA

    Das war ein Unterschied wie Tag und Nacht. Und beim Abzug konnte ich keine Nachteile feststellen. Ob die Kegelräder passen, keine Ahnung, aber W108 4.5 Achsen gäbe es bezahlbare.
    Viele Grüsse

    Winfried

    300 SE W112 Cabrio M189 Automatik Fahrgestellnummer ...9840 Ende 1967

    mercedes(affe)gehrmann-privat.de

    Hinweis: W112 - Treffen vom Sa. 15.09. bis So.16.09.2018

  • Hi Winfried,

    2,27?
    Habe ich ja noch nie gehört, das wäre ja noch deutlich länger als die vom 6.3er?
    Dachte immer, der 4.5er hat ´ne 3,23er-HA drin (und der 6.3er ´ne 2,82er-HA)?

    @Gerhard: Du schreibst explizit, dass Du die Übersetzung ändern, aber ansonsten die 112er Bremse etc. behalten möchtest. Also mit Absicht, wg. Originalität o.ä.? Die W109er Achse brächte ja auch den Vorteil wartungsärmerer und deutlich günstigerer Bremskomponenten mit sich... das war damals mein Hauptbewegungsgrund zum Austausch (und leider Sperrenverzicht) der originalen 3,75er-HA.

    Beste Grüße,
    Lutz, mit der 3,69er-HA ungesperrt (aus W109 3.5) im W112, soweit ok, aber dürfte auch gern noch etwas länger sein... ich glaube, ´ne 3,46er wäre schön, aber die gab´s glaube nicht luftgefedert...oder?
  • Moin Lutz

    eine 3.27 war es deffinitiv und gekauft habe ich sie als eine aus einem 4.5 (Verkäuferaussage) und eingestanzt war 3.27 auch. Ob ich da einem Gerücht aufgesessen bin, kann sein.

    Ich habe damals hier berichtet

    Augen auf beim Achsenkauf !

    Viele Grüsse

    Winfried

    300 SE W112 Cabrio M189 Automatik Fahrgestellnummer ...9840 Ende 1967

    mercedes(affe)gehrmann-privat.de

    Hinweis: W112 - Treffen vom Sa. 15.09. bis So.16.09.2018

  • Aber spannend find ich das jetzt schon.

    Kann man denn eine W108 ehemals stahlgefederte Hinterachse zusammen mit der geilen Luftfederung einsetzen, mit dem Vorteil der unkomplizierteren Bremse (ohne Bremsniederhaltungsschalengedöns) und dann noch mit megalanger Übersetzung?

    ?(
    Viele Grüsse

    Winfried

    300 SE W112 Cabrio M189 Automatik Fahrgestellnummer ...9840 Ende 1967

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  • winfried schrieb:

    Jetzt weiss ich wieder, Maik hat mich damals aufgeklärt, die US 4.5 hatten 2.23 und 2.27

    Nö, hatter nicht. Im von Dir verlinkten Fred schreibt er von 3,23 und 3,27 beim 4.5er W108. ;) :P

    Die andere Frage: also ich weiß ja nicht, ob´s schon mal einer gemacht hat, um irgendwas zu beweisen, aber eigentlich kann man eine Stahlfederachse nicht auf Luftfederung umbauen (Thema Bremsniederhaltung, etc.). Warum auch, es gibt ja genügend Auswahl bei den luftgefederten...

    Wer also eine "megalange" Übersetzung im W112/W109 haben will, der besorgt sich halt eine aus dem 6.3er. Ob´s dann noch zum jeweiligen Motor passt, ist eine andere Frage. Man will ja auch bei Stadtfahrt noch Spaß haben, nicht nur auf der Autobahn...

    Wer eine megalange Übersetzung im stahlgefederten Wagen haben will, der kann -ohne Radsatz-Umbauereien- maximal auf die Achse des W108 4.5 zurückgreifen. Oder, wie gesagt, er baut einen 6.3er-Radsatz ins vorhandene Stahlfederachsen-Diff. (falls technisch keine Hürde).

    Gruß,
    Lutz
  • winfried schrieb:

    Jetzt weiss ich wieder, Maik hat mich damals aufgeklärt, die US 4.5 hatten 2.23 und 2.27


    Hallo Winfried,

    also die US waren doch kürzer übersetzt; mit ist kein Auto der Zeit bekannt, das so eine lange Achse hat. Mein 500SL R107 (ab BJ 1981) hat die 2.27 und da dreht der Motor rund 4.000 bei 200km/h; also nicht passend für o. g. Autos.

    Ohne es im Detail zu wissen, hat mein US-W111 auch 4.0x als Hinterachsübersetzung.

    Beste Grüße
    Thomas
  • Hallo
    Ich habe mir nun mal die Ersatzteilnummer für die Achsübersetzungen herausgesucht, sowohl in der Pagode als auch im W112 gibt es im Ersatzteilheft die Übersetzung 1:3.69 mit der selben Nummer 112 350 09 39.
    Also sollte ein Umbau - Einbau des angebotenen Satzes von 1:3.25 (oldtimer-ersatzteile24) von der 230SL Pagode in den W112 und auch in die W111 doch möglich sein?, so könnte man wohl auch die originalle Differenzialsperre im W112 erhalten?.
    Habe ich hier einen Denkfehler im System?.
    Lg. Gerhard
    Mercedes W112 300SE Coupe Bj.63
    Mercedes W108 250SE Limo BJ.67
  • GRüß' Dich Gerhard,

    ich kann nichts zu der Frage beitragen, ob der 3.25-er Radsatz paßt. Ich kann aber von meiner Erfahrung berichten, einen MB 3.46 Radsatz in eine 3.92-er Achse zu montieren. Das Gehäuse mußte leicht ausgefräßt werden, damit das größere Kegelrad hineinpaßt. Das wirklich schlimme war, daß der Radsatz nicht ruhig zu kriegen war. Nachdem ich selbst nicht der Fachmann hierfür bin und meine Versuche immer eine heulende Hinterachse (bei 80km/h nahezu lastfrei) ergeben haben, bin ich zum Spezialisten nach Stutensee. Er hat die Achse neu aufgebaut und in einen 108-er eingebaut. Ergebnis war beinahe noch schlimmer als bei mir. Trotz scheinbar gutem Tragbild war die Achse sehr laut, bereits ab 60 km/h. Ich erzähle das, da es sicher gut ist, nach Erfahrungen des zu verbauenden Radsatzes bzw. Herstellers zu fragen. Ich möchte betonen, daß ich keine Erfahrungen über die Güte der Radsätze von oldtimerteile24 habe, keine guten und keine schlechten. Ich habe heute einen alten 3.46-Radsatz verbaut ...

    Beste Grüße

    Hans
  • Moin,
    Hans' Bericht bestätigt, was ich jetzt schon mehrfach zu hören bekam. Ich hatte vor, meine 3,46er Achse (aus dem nicht mehr fahrbereit gewesenen 108er-Schlachtwagen) komplett überholen zu lassen, bevor ich sie einbaue. Die befragte Werkstatt (nicht AI) riet jedoch dazu, die Achse erstmal zu fahren und zu schauen, ob das überhaupt notwendig ist, abgesehen von evtl. den Radlagern. Denn der Aufwand sei enorm, und das Ergebnis manchmal nicht leiser als zuvor. Auch mit neuem Radsatz nicht.
    Zudem singen die Achsen ja auch über 10.000e Kilometer ohne dass es zu einem ernsthaften Schaden käme.
    Und ich muss zugeben, dass ich auch noch nie von verschleißbedingt blockierter Achse und daraus resultierenden Unfällen gehört habe.
    Daher habe ich beschlossen, meine Achse unbehandelt einzubauen und erstmal im Fahrbetrieb zu beobachten. Im Zweifel ist es ja keine so große Aktion, sie wieder auszubauen.

    OK, bei einer Vollrestauration wäre das vermutlich keine adäquate Methode, aber für mein Gammelcoupe ist das schon ok...

    Grüße,
    Lutz


  • Grüß' Dich Lutz,

    ja, das geräuschfreie Einstellen des Radsatzes ist wohl eine Kunst für sich. Mir ging es aber vor allem darum, die Güte heutiger, nachgefertigter Radsätze zu hinterfragen. Mein Radsatz war neu gekauft bei MB. Und er war vom Fachmann in Stutensee nicht ruhig hinzubekommen, obwohl das Tragbild nicht schlecht war. Ich kenn die Radsätze bzw. den Hersteller von oldtimerteile24 nicht. Nach meiner persönlichen Erfahrung mit nachgefertigten Radsätzen, die MB (für nicht gerade kleines Geld) verkauft, würde ich immer nach Erfahrungswerten fragen.

    Beste Grüße

    Hans