Zuerst muss man sagen: so eine schöne Farb/ Fahrzeugkombi wie auf den Bildern von Paul zu sehen...das entschädigt schon fast für die restlichen Probleme.
Ich habe hier als Alltagsflotte noch CLK320 A209, W202 C180 (Artikelbildfahrzeug der Wikipedia wer nachschauen will) und für Familie und Transporte einen S211 E500 vormopf im Gebrauch. Tatsächlich davor ein S210, ebenso E430T 4matic und EBENSO verkauft (und auch einen W116 280SE, aber 78er). Zum Vergleich haben viele im Freundeskreis auch VAG Diesel die nicht 1,9er TDI sind oder BMW.
Zu Andreas:
Den E430T 4matic hatte ich in 744 (Violan wäre ein Traum gewesen) mit sehr umfänglicher Ausstattung. Außer PTS, Standheizung, Linguatronic und 7 Sitzen war alles an Bord, was die Bestellliste hergab. Dezember 2002 als Aussteller geliefert. Wegen Rostgründen dann verkauft, nachdem ich einiges gemacht hatte. Türen und Kotflügel in 744 konnte man gut in "gut" finden. Immerhin nur im Freundeskreis verkauft, auch vergleichsweise günstig... er knackt jetzt demnächst die 400.000km. Gemacht wurde bei den Vorbesitzern schon viel, was jetzt noch fällig war, war die Gelenkwelle vorne rechts. Problematisch könnten die Querlenker VA oben werden, da die 4matic spezifisch sind. Hat Kumpel aber mit einem Teilepaket mitbekommen und wird sie dann auch richten. Immerhin durfte ich dann auch mal wieder damit fahren. Zum Glück bin ich nicht bei VAG gelandet.
Nach ausführlichem Überlegen wurde es dann ein S211 als E500 vormopf. Den M113 kenne ich, der hält fast ewig. M271? Kettentrieb frisst einiges an Geld, mit Pech Motorschaden. M272? Weniger Verbrauch, Leistung nicht schlecht. Ausgleichswellenrad hinüber? Motor raus... darum dann lieber den V8. 6 Zylinder Diesel? Als V6 raus. Steuer für Kilometerzahl lohnt nicht, Ölkühler ist eine Strafarbeit und wenn man Dreck im Hauptölkanal hat ist binnen 1k km was an den Kurbelwellenlagern. Injektoren? Da ruft der Geldbeutel auch juchu. 4 Zylinder Diesel? Vernunft ja. Herz: nein. So war der logische Entschluss: M113 also V8. 7 G wollte ich aus Komfort und Verbrauchsgründen für die Langstrecke (hat sich tatsächlich gelohnt). Arbeitsweg ist für mich mit gemütlicher und vorrausschauender Fahrweise tatsächlich mit 10-11l machbar. Langstrecke geht unter 9l vollbeladen. Heidelberg - Wien ging mit einer Tankfüllung, erst am Zielort auf dem Weg zur Tankstelle ging die Reservelampe an. Kann jedem M113 Fahrer nur empfehlen bei 200.000km mal nach dem LMM zu schauen und nur Bosch zu verbauen.
Was die Kosten treibt: Airmatic ist Pflichtprogramm. Solltest du eine in deinem T haben: meine haben 22 Jahre gehalten. Das habe ich ringsum mit original Bilstein Teilen behoben. Währenddessen hat der 5er BMW eines Kumpels der als ökonomischer Diesel unterwegs ist MEHR Geld in EINEN Scheinwerfer gesteckt als ich in die Airmatic (damals knapp 2500€, Montage selbst gemacht). Für die 211er ist eine Stardiagnose oder ein Klon oder was mit ähnlichem Funktionsumfang fast Pflicht. Damit kann man einiges als Selbstschrauber durchaus angehen. Oder Rundlauftests machen wenn mal was ist. OHNE hätte ich mir allerdings keinen angeschafft, da mir die Werkstattkosten dann zu hoch wären. Das Einzige was jetzt mal außerplanmäßig war: Stützbatterie hinüber. SBC bin ich am überlegen präventiv zu machen, auch wenn die Bremsflüssigkeit immer nach vorschrift mit Diagnose gemacht wird.
Der Kumpel mit dem VAG 2l Diesel im Golf Plus hat großes Glück und kann alle 3-4 Jahre durch sein Fahrprofil sein AGR machen lassen. Mein Vater hat einen F21 1er BMW, Wapu nach 90.000km fällig. Ist elektrisch. Kiste hat keine Anzeige für Kühlwassertemperatur. Laut BMW ist die schon "überfällig" gewesen, da man 70k km einkalkuliert. Entlüftung? Nur mit Diagnose. Er ist jetzt vom CLK als Ersatzwagen begeistert gewesen. Vielleicht auch etwas zu begeistert.
Kurzum:
Youngtimer Benze sind ohne Selbstschrauben schon nicht soooo günstig. Und Verbrauchsvorteile werden oftmals mit Technik erreicht, die beim Reparieren nach der durchschnittlichen Haltedauer des "Erstbesitzers" kostenmäßig ordentlich zu Buche schlagen. Bei so 230.000km kommen nochmal Brocken. Bei Youngtimern ist je nach Modell der Aufpreis dann unter Umständen geringer als das, was die Werkstatt dann für die Reparatur des "moderneren Motors" aufruft. Wer einen E350 CGI mit M272 mit abgenudeltem Kettentrieb UND defekten Injektoren hat, der kann gleich einen guten E500T davon kaufen. Hat aber zeitlebens Sprit gespart
Und: Mit einem 270 CDI macht man auch nichts falsch. Der läuft ewig.
BTW: mein zuverlässigster Daily mit Winterbetrieb etc war von Zivientlassgeld - Studium - Beruf - Familiengründung für 10 Jahre ein Peugeot 206 mit dem 1.6 16V. Tolles Fahrgefühl für die kleine Kiste. Einzige Pannen: 1x Zündspulenblock. Hatte sich angekündigt. Hätte ich verhindern können. 1x Motorsteuergerät durch Wasser (Ablauf der "Hutze" in der Motorhaube). Sonst reichte Wartung komplett aus für 120.000km und 10 Jahre.