Posts by yoho90

    Hallo Denni,

    zunächst mal: schöner Motorraum. So sauber und durchlackiert ist der von unserer Flosse nicht.

    Ich mag mich jetzt irren, weil ich da bestimmt seit zwanzig Jahren nicht mehr dran war, aber was Du da eingekreist hast sind die Abläufe des Wasserkastens der Lüftung. Das Rohr, von dem die Heizungsschläuche abgehen, befindet sich links und rechts neben Deinen Pfeilen.

    Wie bist Du denn drauf gekommen, dass da Hartplastikstopfen in den Heizungsschläuchen sitzen? Tastdiagnose? Endoskop?

    Die Frage nach dem "Warum" dürfte bacigalupo schon beantwortet haben. Mir fällt auch kein anderer Grund ein. Wobei, es muss kein Import aus dem Süden sein. So eine "Reparatur" kann ich mir auch bei Fahrzeugen vorstellen, die nur im mitteleuropäischen Sommer bewegt werden. Da braucht man nicht unbedingt eine Heizung.

    Zur Frage der Entfernung der Stopfen fällt mir nur ein, die Schläuche auszubauen und vielleicht bei dieser Gelegenheit auch gleich zu erneuern. (Uns ist mal einer geplatzt. Bei minus zehn Grad. In den Niederlanden. Das war nicht schön.)

    Ja und dann wird es spannend. Warum die Stopfen? Was ist undicht? Einer der Heizungskühler oder beide oder ein Ventil oder beide?

    Ich hoffe, Du hast einen gemütlichen Arbeitsplatz. Der Winter dauert ja noch ein bisschen.

    Grüße Bernd


    Aber da ich so schön unter dem Armaturenbrett abgetaucht war und auch das Lenkrad noch nicht wieder montiert war, wollte ich nochmals meiner Ganganzeige auf den Grund gehen. Sie zeigt P und R richtig an, aber dann wird es ungenau. In Fahrtstellung "4" steht der rote Zeiger schon auf "3". Tatsächlich kann man unten am Kreuzgelenk des Schalthebels eine Mutter lösen und die ganze Mechanik etwas justieren. Ist aber nach 55 Jahren alles nicht so leichtgängig ;) Ob es funktioniert hat, weiß ich, wenn ich das nächste Mal den Motor starte. Aufgefallen ist mir aber, dass das ganze Gestänge ziemlich Spiel hat.


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    Hallo Konrad,

    das Gestänge hat Spiel, weil es offensichtlich lange nicht geölt wurde. Diesem Missstand hast Du aber sicherlich inzwischen abgeholfen.

    Ich bin immer mal wieder mit dem Ölkännchen im Motorraum unterwegs. Auch wenn es bei der kleinen Flosse dort bei weitem nicht so viele Gelenke gibt wie bei einem 600er. Aber es lohnt sich trotzdem.

    Grüße Bernd

    Nur ein kleiner Nachtrag noch zu Michels Top-Anleitung:

    Bei dem grünen Belag außen auf den Heizungsventilen dürfte es sich um Rückstände von Kühlflüssigkeit handeln. Und wenn da Kühlflüssigkeit austritt, sind die Dichtungen auf den Absperrkörpern verschlissen.

    Ich würde sie erneuern.

    Grüße

    Bernd

    Hallo Olaf,

    unsere Flosse hatte auch viele Jahre lang eine gewissen Schieflage.

    Verschwunden ist sie, als im Zuge einer Überholung der Achsen vor zwei, drei Jahren rundum neue Stoßdämpfer montiert wurden. Die alten Dämpfer waren ziemlich abgenudelt. Auf den vorderen konnte ich nach dem Entfernen einer dicken Schmodderschicht das Produktionsdatum lesen: 1973.

    Eine weitere mögliche Ursache sind gebrochene Federn. Wobei der Bruch fast immer in der untersten Windung liegt. Schwer zu erkennen. Eigentlich nur auf der Bühne und mit sehr gutem Licht.

    Dritte Variante: die Federn haben Gummiunterlagen, die es in verschiedenen Höhen gibt. Kann gut sein, dass jemand links und rechts Unterlagen mit unterschiedlicher Höhe eingebaut hat oder dass eine Unterlage fehlt. Ich hab zwar noch nie gesehen, dass sich die Unterlage quasi dematerialisiert hat. Aber für unmöglich halte ich das nicht.

    Grüße Bernd

    Hallo Hans,

    haftbar macht Dich die Versicherung, wenn ein fehlendes Teil oder eine fehlende Funktion einen Unfall mit verschuldet hat.

    Also: Du fährst mit nur einem Bremskreis und verursachst einen Auffahrunfall. Dann könnte schon mal jemand auf die Idee kommen, die Bremsanlage an Deinem Wagen zu überprüfen. Wobei: der Fehler kann beim Unfall erstmals aufgetreten sein. Das wäre dann nicht Deine Schuld.

    Aber wie soll ein fehlendes Gaspedal einen Unfall verursachen? Mir fällt da gerade kein Szenario ein.

    Ich habe schon einige Unfälle erlebt - als "Opfer" - und da wurden immer nur die Fahrer einer 'technischen' Überprüfung unterzogen, nicht ihre Fahrzeuge. Und bei den Fahrern war die Trefferquote der Gutachter erstaunlich hoch. Sozusagen 100 Prozent.

    Grüße Bernd


    PS: bei unserer Flosse ist nicht die Halterung im Bodenblech das Problem, sondern das Gegenstück am Gaspedal. Plus der Gummibezug desselben. Ist natürlich alles ersetzbar. Aber manchmal siegt die Bequemlichkeit. Und es gibt noch so viele andere Baustellen. Nicht nur an Autos. Häuser sind auch sehr komplex. Und erst deren Bewohner...

    Hallo Hans,


    die Flosse ist mittlerweile sechzig Jahre alt. Welcher Prüfingenieur, der heute noch im Dienst ist, weiß, dass dieser Wagen ursprünglich mal ein Gaspedal hatte?

    Bisher hat sich keiner deswegen beschwert.


    Nun sind die Prüfer für die Flosse auch handverlesen. Sie achten auf das, was wirklich wichtig ist. Finde ich auch gut so. Ist ihr Job.


    Und wenn wir – wie in diesem Jahr - einige Schönheitsfehler wegen eines Todesfalles in der Familie meines Lieblingsmechanikers noch nicht behoben haben, dann glauben sie mir, dass – zum Beispiel - die Macke im Haubenlack bei der nächsten Prüfung weg ist. Und das wird auch so sein.


    Meine Frau beschwerte sich letzt, dass bei längerer Fahrt die Gasfußhaltung für sie unbequem wäre. (Sie hat deutlich kleinere Füße als ich.) Das wäre dann auf jeden Fall ein Argument, mal wieder ein funktionierendes Gaspedal zu erwerben und vor Urlaubsreisen einzusetzen.

    Aber sonst können wir mit der Gashebel-Lösung gut leben.


    Grüße Bernd

    Hallo Norbert,


    es gibt schon einen "vernünftigen" Grund nachträglich so ein Loch zu bohren. 'Nachträglich' weil, serienmäßig ist das definitiv nicht.


    Jetzt muss ich etwas ausholen. – Wir haben, neben der Flosse, noch zwei etwas neuere Autos in der Familie (erst 30 bzw. 27 Jahre alt). Die haben beide hängende Gaspedale. Deswegen haben sie, anders als die Flosse, auch durchgehende Bodenteppiche im Fahrer-Fußraum. Und da wir häufig mit Schlamm an den Schuhen einsteigen, liegt da noch eine Gummimatte drauf.

    Vorgestern gab's viel Schnee, der sich – weil zu nass - beim Einsteigen ins Auto nicht vollständig von den Schuhen abschlagen ließ. Der ist dann während der Fahrt getaut und hat eine große Pfütze im Waffelmuster der Gummimatte hinterlassen.

    Ähnliches passiert, wenn wir bei Regen mit nassen Schuhen einsteigen.


    Bei der Flosse sammelt sich diese Pfütze zu Füßen des am Bodenblech fixierten Gaspedals und verteilte sich bei Schnee an den Galoschen auch noch unter der Bodenmatte. Ich fand diese Gaspedal-Konstruktion schon immer 'na ja'.

    Als die Gummihalterung des Gaspedals verschlissen war und es sich andauernd aus seinen zwei Kügelchen löste, habe ich es ausgebaut und probiert, ob sich nicht auch mit der Stange Gas geben lässt, auf der das Pedal oben fixiert war. – Es funktioniert. Sehr gut sogar.

    Und im Flossen-Fahrerfußraum liegt jetzt ebenfalls eine durchgehende Gummimatte.

    Die Überschwemmungen zwischen Bodenblech und Original-Bodenmatte sind damit Geschichte.


    Ja, und deswegen ist das Wasserablaufloch an der Gaspedalhalterung zwar nicht schön, aber irgendwie sehr pragmatisch. Da hatte jemand keine Lust mehr, alle Nase lang die steife Bodenmatte rauszufummeln und darunter das Wasser aufzuwischen. Ich hätte das Loch sogar noch etwas größer gebohrt. Auf die Idee bin ich aber nie gekommen. Ich habe gewischt. Schön blöd!!


    Grüße

    Bernd

    Hallo Denni,


    dann auf zur Fehlersuche.


    Erster Schritt: Wird der Motor überhaupt warm?

    Das kannst Du überprüfen, indem Du einige Kilometer fährst und das Thermometer im Kombiinstrument beobachtest. Wenn das auch nach 10 Kilometern (da sollte er längst warm sein, auch wenn es draußen kalt ist) nur laue 40 Grad oder so was in der Gegend anzeigt, ist vermutlich das Thermostat defekt. Der Wechsel ist einfach. Ersatz gibt es auch.


    Zweiter Schritt: Wenn der Motor warm wird, der Innenraum aber weiter kalt bleibt, dann brauchst Du eine Taschenlampe und solltest altersmäßig unter achtzig sein. Falls nicht, empfehle ich eine zweite, helfende Hand.

    Du legst Dich dann in den Fußraum (Sitze ganz nach hinten) und leuchtest in der Mitte, über dem Getriebetunnel, unter das Armaturenbrett. Da siehst Du links und rechts von den Heizungskühlern zwei Ventile, zu denen Drahtzüge führen. Wenn Du oben die Heizungshebel verschiebst, sollten die Hebel an den Ventilen sich bewegen. Tun sie das nicht, sind entweder die Drahtzüge defekt oder die Ventile sitzen fest oder beides.



    Wenn der Motor warm wird und die Ventile sich bewegen, melde Dich wieder.


    Viel Glück


    Grüße Bernd


    Hallo Uli,

    okay, also Abgase gelangen über Schiebedach oder offene Fenster ins Wageninnere...

    Während das Auto fährt oder nur, wenn Du an der Ampel stehst?

    Gebläse an oder Gebläse aus?

    Ich kenne das Phänomen auch von unserer Dieselflosse. Allerdings nur bei stehendem Fahrzeug. Wenn der Wind ungünstig steht, treibt er den Dieselabgasgeruch von hinten nach vorne und über die offenen Fenster oder auch nur über die Lüftung ins Wageninnere. Wenn ich gerade angehalten habe, könnten auch Phänomene eine Rolle spielen, die mit dem Rest-Fahrtwind zusammenhängen. (Da könnte jemand physikalisch begabteres als ich es bin sicherlich mehr zu sagen.)

    Dein Geruchseindruck dürfte aber auch damit zusammenhängen, dass die Abgase moderner Fahrzeuge bei warmen Kat kaum noch zu riechen sind. Um so mehr fällt der ungefilterte Geruch eines Oldtimers unseren Nasen auf. Auf der Autobahn rieche ich einen anderen Oldtimer vor uns - im wahrsten Sinne des Wortes - meilenweit.

    Grüße Bernd

    Die Licht- und Schattenseiten der Oldtimerei?


    Sicher, es gab schwarze Tage, da habe ich mich sehr ernsthaft gefragt, ob ich noch bei Verstand bin? Zum Beispiel als ich den Rost unter dem vor 30 Jahren aufgetragenen U-Schutz entdeckt habe. Oder als der neu eingebaute Tank auslief, weil ich beim Reinigen und Lackieren ein Loch, winzig wie eine Nadelspitze, übersehen hatte. Oder – ist lange her – als bei minus zehn Grad in den Niederlanden einer dieser kleinen Schläuche vom Motorraum zum Heizungskühler platzte und der Innenraum mit Kühlwasser geflutet wurde.


    Aber den großen Rest der vergangenen 30 Jahre ist die Flosse für uns … Zuhause. Ein Heim auf vier Rädern. Vertrautes Terrain. Unzählige Erlebnisse und Geschichten. Erinnerungen. Menschen. Reiseziele.


    Rationale Erwägungen haben da keinen Platz. Ob ein Golf jetzt nicht doch günstiger gewesen wäre? Oder ein W123, weil einfach besser gemacht?


    Die Flosse ist laut, lahm, schmutzig und eigentlich völlig unzeitgemäß. Und genau deswegen passt sie zu uns.


    Schöne Weihnachten euch allen.


    Grüße Bernd










    Hallo Faith,


    wenn ich bedenke, was ich mit 28 Jahren autotechnisch so angestellt habe…

    Ich hatte da eine Flosse. Zu der Zeit gerade mal 25 Jahre alt. Mit minimalen Rostansätzen. Also wirklich minimal. Quasi kaum sichtbar, weil alle am Unterboden.


    Warum musste ich auch so neugierig sein? (Ist wohl berufsbedingt.) Jedenfalls haben wir das Auto auf die Seite gekippt (Weichbettung in einigen alten Matratzen) und ich habe mir die größte Flex geschnappt, die ich finden konnte. Mit den schärfsten gezopften Drahtbürsten, die es im Handel gab.

    Jo, und dann habe ich das bisschen Flugrost entfernt und anschließend die Fragmente des Bodenblechs (und der Stehbleche) vorsorglich mit Grundierung aus der Sprühdose fixiert.






    Danach habe ich meinen eingelagerten 2CV wieder angemeldet und bin zwei Jahre Ente gefahren.


    Schweißen konnte ich nicht. Das hat ein guter Freund übernommen. Aber ich durfte Rost klopfen, Schweißnähte sikaflexen, grundieren, lackieren, montieren…


    Jetzt ist es 30 Jahre und mehr als 400.000 Kilometer später. Die Flosse fährt immer noch und ich habe nach wie vor Spaß daran.


    Will sagen: nur Mut. Es lohnt sich.


    Grüße Bernd


    PS: und es geht nichts über schönes Licht, das nicht jedes Detail und nur die Butterseite zeigt...


    Hallo Klaus,

    das kenne ich sowohl vom OM621 als auch vom OM615.

    Das Phänomen trat bei mir immer dann auf, wenn der Wagen zeitweise viel Kurzstrecke gefahren ist oder auf Langstrecken sehr, sehr gemächlich bewegt wurde.

    Offensichtlich haben sich dabei in der Auspuffanlage Rußrückstände abgelagert, die vor allem beim plötzlichen Gaswegnehmen (also im Schubbetrieb) "herausgekehrt" wurden.

    Ein gutes hatte die Sache: die nachfolgenden Autos sind mir nicht, wie üblich, auf der Stoßstange herumgeritten, sondern haben besonders viel Abstand gehalten.

    Mein Mechaniker hatte eine andere Methode den Auspuff zu kehren. Immer nach der großen Inspektion hat er den Wagen mit Höchstgeschwindigkeit über die Autobahn gejagt. Gerne im Dunkeln. Hinter uns ein Regen rotglühender Rußpartikel. Sah sehr eindrucksvoll aus.

    Da Du sagst, der Ölverbrauch sei weiterhin im Rahmen, tippe ich mal auf eine ähnliche Ursache für die Qualmentwicklung wie bei unserer Flosse.

    Grüße Bernd

    Hallo Thomas,

    bei meiner Flosse sind genau diese Flächen, die bei dem /8 durch die Gitter geschützt werden, voller kleiner Stein-Einschläge. Ein Reparatur-Farbtupfer neben dem anderen. Geholt habe ich mir die auf skandinavischen Schotterpisten.
    Könnte es also sein, dass das ein Steinschlagschutz ist und gerne für Schweden und Finnland geordert wurde?

    Grüße

    Bernd

    Ich fahre diesen Sommer meinen 180 D als Alltagsauto. Vor allem das große Faltdach ist ein Genuss.

    Hallo Klaus,

    der ist einfach nur schööön.
    Ich hatte mal einen 2CV; vor der Flosse. Lange her. Aber da fand ich das Faltdach, mangels anderer Belüftungsalternativen - die Klappfenster waren ein Witz - auch schön. Musste halt einen Hut tragen, denn ich bekomme schnell einen Sonnenstich.

    Heute genieße ich den Schatten unter großen Flossendach, bei rundum geöffneten Fenstern.

    Grüße Bernd

    Hallo Thomas,

    da der Thread wiederbelebt wurde, habe ich noch mal ein bisschen darin gestöbert. - Tolle Aufnahme. Du hast das Auto mit der perfekten Farbe in der dazu passenden Umgebung fotografiert. Stell Dir vor, der wäre, rot... oder schwarz.

    Bei +5 Grad offen ist ... mutig. Mich hätte das den 'Zündschlüssel' gekostet. Marita ist recht schlank und friert viel schneller als ich. Ich bin immer froh über die seitenweise regulierbare Heizung. Früher saßen wir vorne/hinten links und rechts nach Geschlechtern sortiert. Das Frieren scheint in der Familie zu liegen.

    Kleiner Tipp: Licht anmachen und jemanden hinters Steuer setzen, die/der so tut als ob. Wirkt gleich viel lebendiger.

    Grüße

    Bernd

    Harald Juhnke, bist du's ?

    Das Zitat (Würde es in Frauen, Koks und Brandwein investieren und den Rest dann sinnlos verprassen.) stammt nicht von Harald Juhnke, sondern von George Best:



    Grüße Bernd


    PS: der Spruch hing in meiner Schrauberbude an prominenter Stelle im Büro. Deswegen weiß ich so was.


    PPS: im Original klingt es übrigens viel verruchter als auf Deutsch:

    "I spent a lot of money on booze, birds and fast cars. The rest I just squandered"


    Quelle: http://news.bbc.co.uk/2/hi/uk_news/4090840.stm

    Ich hab das letztes Jahr mal ausprobiert, mit dem 'nicht mehr arbeiten'.

    Langeweile hatte ich definitiv keine. Aber mein Hirn war unterbeschäftigt. Ich habe festgestellt, dass ich meinen Beruf und meine Arbeit brauche, um mich wohl zu fühlen.


    Nun habe ich als Freiberufler natürlich den Vorteil, selber entscheiden zu können, wie viel ich arbeite. Ich gehe es inzwischen ein kleines bisschen lockerer an, übernehme keine Terminjobs mehr und fühle mich gut dabei.


    Wenn mir eine Million zufliegen sollte… Ich würde einfach so weiter machen, wie bisher.

    Außer: es gibt da ein Haus, das in einer völlig überteuerten Gegend steht und das wir gerne übernehmen möchten. Die neunzigjährige Bewohnerin tät sich sehr darüber freuen würde. Da käme ein Teil der Million gerade recht.


    Der Rest: Beruhigungspille fürs höhere Alter.

    Und wenn wir's nicht brauchen sollten: zwei der potentiellen Erben haben ganz bewusst Berufe ergriffen, die keine Reichtümer versprechen, die aber wichtig und sinnvoll sind. Die freuen sich bestimmt.


    Grüße Bernd


    PS: okay, ein bisschen was würde ich noch in die Flosse investieren. Aber das wären dann 'Peanuts'. ;)


    Zunächst mal an alle Danke für das nette Feedback.


    Thomas:

    ein R107 passt irgendwie auch nicht auf einen 'wilden' Übernachtungsplatz oder auf einen Campingplatz. So etwas Feines habe ich dort noch nie gesehen.


    Zu den Fotos: sie sind fast immer ein Gemeinschaftswerk. Die Locations werden zusammen gesucht und erkundet. Die genaue Kamera- und Fahrzeugposition im Vornherein ausdiskutiert und festgelegt. Das passende Objektiv ausgewählt.

    Ein gutes Bild gelingt selten in einem Anlauf, sondern oft erst in mehreren Durchgängen. Ich brauche also zusätzlich gefahrlose Wendemöglichkeiten an jedem Ende der 'Bildstrecke'.

    Wenn das Gespann in Fahrt zu sehen ist, sitze fast immer ich am Steuer und Marita hat die Kamera. Denn ich habe das Rangieren mit Hänger von Kind auf trainiert. Was ich (mit dem Traktor und dem Drehgestell-Zweiachser) umgesemmelt hatte, musste ich selber reparieren. Deshalb kann ich immer noch ganz gut rückwärtsfahren und rangieren. Die per Funk gegebene Anweisung "Und jetzt fünfzig Zentimeter nach hinten, dann ist das Licht perfekt" erschreckt mich also kaum.

    Marita ist nicht so die Rangier-Spezialistin. Dafür hat sie sehr viel Ausdauer mit der Spiegelreflex.

    Gelernt haben wir das übrigens beide nicht. Hauptberuflich produziere ich heute Radio-Beiträge. Das Fotografieren gehörte allerdings bei meiner Ausbildung zum Print-Journalisten mit dazu. Vieles, was ich weiß, hat ein netter Kollege, der kurz vor der Rente war, an mich weiter gegeben.


    dieselflo

    Das ist aber ein seltener 'Pan', den Du da hast. Mit Nasszelle und Toilette. Oder was ist das für ein Modell auf dem Bild mit dem Jaguar? (Ist das ein Jaguar?) Jedenfalls zieht der einen anderer Touring als der W123 auf dem oberen Foto.


    Grüße Bernd

    Hallo Mathieu,


    zum Stadtverkehr. Deine Flosse war, wenn ich das richtig sehe, ein Benziner. Wir haben einen Diesel. Der braucht sehr lange, um auch nur ansatzweise betriebswarm zu werden. Und die meisten meiner Stadtfahrten gehen nur über drei, vier Kilometer. Mit schlechtem Gewissen. Aber ein Wäschekorb voller Lebensmittel passt nicht auf mein Fahrrad. Also verschleiße ich eine Golf-IV-Maschine mit Kolbenkipper und lasse meinen OM leben.


    Eine Übernachtung in der Flosse… Respekt. Ihr seid hart drauf. (Und eure Lendenwirbel sind hart im Nehmen.)



    Wir lieben Komfort in jederlei Hinsicht. Sicherlich einer der Gründe, warum wir Flosse fahren. Anfangs bestand das Übernachtungsarrangement aus einem Zelt, das im Flossenkofferraum problemlos unterzubringen war. Natürlich stilecht aus Baumwolle.

    Der Umschwung kam auf einer Frankreichreise. Wir sind auf der Loire und diversen Kanälen gepaddelt und so was von nass geworden. Nicht, weil wir gekentert wären. Das Wasser kam ausschließlich von oben. Am Ende war nicht nur das Zelt durch. Auch die Schlafsäcke waren klamm, all unsere Klamotten feucht und keine Sonne in Sicht. Auf Tage. Wir haben die Tour abbrechen müssen.



    Danach kam der erste Wohnwagen. Ohne fließend Wasser, ohne Klo, ohne Kühlschrank, ohne Heizung. Aber trocken und mit einem Gaskocher ausgestattet. Herrlich. Und der Eriba Faun war sogar noch älter als die Flosse. Baujahr 1959.

    Wenn da nicht diese Komfort-Falle gewesen wäre. Wir hätten ihn nicht an den Sammler aus der Bulli-Szene gekauft, der für die Verhandlungen extra aus England angereist war.



    Der nächste Eriba hatte dann eine Heizung. Und einen Kühlschrank. Und Wasser aus einem Wasserhahn, nicht aus dem Kanister. Das Bett konnte aufgebaut bleiben, denn es gab noch eine extra Sitzgruppe.

    Der "Triton" war schön, bis ein Motorradfahrer seine Enduro darin 'geparkt' hat. Ich bin seitdem gegen Haschisch am Steuer bzw. am Lenker.



    Inzwischen reisen wir – etwas verschämt und manchmal den rustikalen Anfängen nachtrauernd – in einem Eriba, der – jedenfalls für uns – keine Wünsche mehr offen lässt. Die Ausstattung ähnelt einem einfachen Wohnmobil. Aber jetzt ist auch gut. 1.100 Kilo. Mehr möchte ich der Flosse nicht zumuten.


    Back to the roots haben wir auch mal probiert, als die Flosse überraschend kränkelte. (Die Manschette an der Hinterachse war gerissen und so spontan nicht ersetzbar.) Aber wir sind irgendwie zu alt fürs Zelt.


    Ab und an leiht die nächste Generation sich das Baumwollmonster aus. Weil das so schön 'retro' ist. Aber letzt habe ich entfernt das Wort 'Van' gehört.

    Noch ist der zu teuer. (Rechnen haben sie gelernt.) Und eigentlich müsste ich ihnen den VW-Bus ausreden. Aber ich werde das nicht tun. Die Diskussion kann ich nur verlieren.

    Denn da ist die Flosse. Sicherheitstechnisch? - Na ja! Nach ungefilterten Dieselabgasen stinkend, mit Abschmierfett um sich werfend und immer irgendwo ein klein wenig inkontinent.


    Nein, ich werde schön die Klappe halten!


    Grüße Bernd

    Ich mag' den Schminkspiegel für die Beifahrerin ;) ...

    Thomas


    Hallo Thomas,


    die "Beifahrerin", die sich gerne selber hinters Steuer setzt (wir knobeln bei gemeinsamen Fahrten um den Platz hinterm Lenkrad), bleibt gerne ungeschminkt. Schon immer.


    Kennen gelernt habe ich sie übrigens auf einer kleinen Insel mitten in der finnischen Seenplatte. Wir führten beide eine Kanu-Reisegruppe und suchten einen Lagerplatz für die Nacht. Sie war zuerst da und hat mich mitsamt meiner 'Jungs' wieder von dem Eiland vertrieben. Eine Studentengruppe passte nicht zu ihren Schweizer-Premiumpaddlern.


    Am Ende der Saison suchte sie eine Mitfahrgelegenheit nach Deutschland. Ich hatte die Flosse - damals noch unrestauriert - und viel Zeit, bis das Semester wieder los ging. Und es gibt viele Wege von Puumala nach Dortmund. Das kann dauern...


    Grüße Bernd


    PS: beim Gespannfahren tut der Spiegel - ausgeklappt - übrigens gute Dienste. Auf der anderen Seite gibt es auch noch einen.


    Eigentlich fahre ich die Flosse nur noch auf Langstrecken und nicht mehr im Stadtverkehr. Aber gestern stand sie noch vom Vorabend vor der Tür und es war sehr heiß draußen und schön schattig drinnen, es zog nicht durch die offenen Fenster und die "Alternative" hat keine Klimaanlage.

    Also habe ich ein paar Erledigungen mit der Flosse gemacht.


    Die Leute gucken, mehr, als wenn ich auf der Autobahn unterwegs bin. (Oder vielleicht fällt es mir da auch nicht auf.)

    Die Reaktionen bei der Einfahrt zum Aldi-Parkplatz:


    "Geile Karre!" (zwei Jugendliche mit Migrationshintergrund)

    Winke, winke (ein vielleicht sechsjähriger Junge an Papas Hand.

    Lächeln, leuchtende Augen und ein die Halswirbelsäule gefährdendes Kopfverdrehen (eine Frau um die siebzig)


    Ich sollte vielleicht doch öfter mal wieder Flosse fahren.


    Grüße Bernd

    Hallo Timo,

    das ist eine Frage der Prioritäten. Glückliches Kind mit der Chance, einen Hang zu Oldtimern zu entwickeln, oder Leder?

    Ich hab mir diese Sitze auch immer etwas kritisch angesehen... und dann eine dicke Wolldecke untergelegt.

    Grüße Bernd


    PS: einer hat angebissen. Fährt jetzt Golf II im Alltag. Selber ausgesucht und heiß geliebt.

    Okay, hat zwar jetzt nicht direkt mit dem Daimler zu tun, kommt aber zumindest aus Stuttgart :)


    Wie wurden Anfang der 60er Jahre in einer Stuttgarter Sportwagen Schmiede die Spaltmaße der Türen " eingestellt"

    Ich hatte recht häufig den Verdacht: gar nicht. (Kann eigentlich nicht sein. Aber andererseits. Ist lange her und die Zeiten ändern sich.)


    Grüße Bernd

    Hallo Olaf,

    ich hab - berufsbedingt - zwar ein ganz gut trainiertes Gehör. Aber da war jetzt nicht gerade so etwas wie mein Sennheiser MD21 am Werk, sondern nur ein Smartphone-Mikrofon.

    Trotzdem mal meine Einschätzung: kein Wind, sondern Metall an Metall und das drehzahlabhängig. Hört sich aber nicht wie ein Radlager an. Das bollert normalerweise einige Oktaven tiefer. Eher nach einem Lager in einem Aggregat. Was Kleines. Servopumpe, Lichtmaschine. In der Richtung würde ich suchen.

    Grüße Bernd