Karosseriebauer für w116 in NRW gesucht! (oder einfach Hilfe zu Karosserie Fragen)

  • Hallo zusammen,


    ich bin leider wieder auf der Suche nach einem Karosseriebauer, der Lust hätte sich meinem w116 anzunehmen!

    Ich besitze das Auto noch nicht zu lange und habe von meinen Vorbesitzern leider viele Steine in den Weg gelegt bekommen.

    Darunter verrostete Bananenbleche, teilweise sehr dünner Boden und leider auch ein verspachteltes Dach mit eingebautem Schiebedach :cool: .

    Dazu kommt noch eine ominöse Vorreparatur im Nachbarland zum günstigen Preis und dessen Nachwirkungen, sowie lange Standzeiten im freien...


    Das sollte eigentlich bei jemandem gemacht werden. Nachdem ich das Fahrzeug übergeben habe, wurde der Wagen leider einfach nach draußen gestellt, bis ich ihn die Tage verschneit wieder zurück in die Garage geholt habe. Zwischen Abgeben und vorzeitiges Abholen liegen momentan fünf Monate ohne Fortschritt. Wie die Geschichte mit dem weitergeht weiß ich noch nicht, ich habe aber leider kein Vertrauen mehr (ohne keine Ahnung von der Branche).


    Technik ist mein Schwerpunkt womit ich mich auskenne, aber beim Thema Karosserie bin ich leider selber raus und würde mich über jede Hilfestellung oder Ermutigung freuen.

    Das Thema Reparaturbleche wäre denke ich ebenfalls interessant. Ich konnte selber leider nur noch auf originale Bodengruppen für den 116er stoßen, sonst gar nichts.


    Grüße Niklas

  • Also wenn schon das Dach verspachtelt und die Bodengruppe dünngerostet ist, würde ich aufhören und mir eine bessere Karosse suchen. Das wird ein Faß ohne bzw mit dünngerostetem Boden.

    Schlachte den Wagen, lagere die guten Teile ein und hol Dir einen blechmäßig Besseren. Wenn Du Karosse und Lack nicht selber kannst, ruinierst Du Dich finanziell. Es gibt bei unseren Nachbarn westlich des Rheins auch heute noch W116 mit ordentlichem Blechkleid, aber Standschäden an der Technik und der Innenausstattung. Die Dinger sind dort als Gebrauchte wegen ihrer schieren Größe und Komplexität nie besonders beliebt gewesen und stehen nur herum.


    Beim Benz gilt schon immer: Das blechmäßig bessere Auto ist der bessere Kauf, gerade bei in großen Stückzahlen gebauten Viertürern. Wir reden ja nicht von echten Seltenheiten wie einem /8-Kombi, wo man denkmalschutzmäßig um eine Fahrgestellnr und die Fragmente einer Karosserie herum restaurieren muß, weil es nur wenige Fahrzeuge gibt und sich 90% der Population in Ornbau befinden...


    Grüße

    bacigalupo

  • Leider ungeteilte Zustimmung. Bananen in ordentlich plus je nach Zustand die Dachhaut eines Spenders falls dort wirklich ein Baumarkt Schiebedach drin ist sorgt für einen wirtschaftlichen Totalschaden.


    Ich hatte bei mir den Querträger hinter der Stoßstange Unfallbedingt, dazu noch eine schlecht reparierte Kofferraumtasche. Beim Karosseriebauer sorgt das dann ohne Lack schon für 8k € zusammen mit ein paar kleineren Stellen im Motorraum. Wäre es nicht seit 1980 in unserer Familie, wäre es das wohl gewesen für einen 280SE.


    Südfranzösisches Fahrzeug, Technik und eventuell Innenraum umziehen falls verblichen/ gerissen.

  • Hallo Niklas,


    Dem Beitrag von bacigalupo ist nichts hinzuzufügen. Gespachteltes Dach , nachträglich eingebautes Schiebedach und sehr dünner Boden sind Hinweise auf eine substanzlose Karosserie wo mal hier und mal da etwas schweißen zu keinem befriedigenden Ergebnis führt. Wir würden dich hier in ein „offenes Messer“ rennen lassen , wenn wir das nicht so klar benennen würden. Gute Karosseriebauer sind selten und vor allem sehr teuer. 20 t€ sind das sehr schnell aufgebraucht …… und trotzdem kein Ende in Sicht.

    Eventuell hat die Werkstatt (wo du das Fahrzeug wieder abgeholt hast) die Probleme im Vorfeld erkannt und deshalb die Finger davon gelassen.

    Man soll in allem Schlechten auch was Gutes suchen …… wer weiß für was es gut war , das noch niemand mit dem Fahrzeug begonnen hat.


    Viele Grüße Mario

  • Hallo zusammen,


    danke für die ganzen Meinungen.


    Ich habe mich auch schon mit dem Gedanken gefasst einfach die Karosserie zu tauschen.


    Ich glaube ich hatte mich etwas blöd ausgedrückt mit Dach und Schiebedach... das ist ein Auto mit von Werk aus großem Schiebedach, welches im Zuge der Arbeiten schlecht eingebaut und mit dem Dach zusammen quasi eingespachtelt wurde, um keine auffälligen Spaltmaße zu bekommen.

    Ich hänge mal Bilder an, um sich das ganze besser vorstellen zu können.

    nachträglich eingebautes Schiebedach



    Die nächste Fragen die sich mir stellen würden, da das jetzt ein 6.9er ist:

    Hatte der irgendwelche Karosserieänderungen zu den anderen? (zB Fahrwerk)


    Wie ist das jetzt, wenn ich die (gute) Technik und Ausstattung ausbaue und in eine andere SEL Karosse einbaue? Wie gehe ich da mit dem Eintragen beim tüv um? Kann man dann quasi das ganze Auto statt 300SEL zum 450SEL erklären?


    Gibt es die Möglichkeit, die Fahrgestellnummer irgendwie über einen offiziellen Weg zu übernehmen, oder ist die dann "verloren"?


    Bitte versteht mich nicht falsch, ich habe ja auch schon darüber nachgedacht, aber ich kann auf die Fragen keine richtigen Antworten finden.

    Deshalb habe ich bisher auch noch gewissen Abstand zu der Thematik gehalten.


    Ich habe das Auto von einem ehemaligen Arbeitskollegen aufkaufen dürfen, ich würde mich nur ungerne ganz davon trennen.

    Falls jemand eine gute SEL Karosse hat oder kennt und so ein Umbau möglich wäre, könnte ich mir zumindest diesen Schritt nach dem klären der Fragen vorstellen.


    Grüße, Niklas

  • ...eine andere nicht 6,9er Karosserie ist uninteressant, da sich der Vorderwagen sehr unterscheidet und nicht unerhebliche Schweißarbeiten nach sich ziehen würde !

  • Alleine von dem was man am Dach sieht wird es unterm Rock noch abenteuerlicher sein. Christian hat es schon gesagt (und er weiß dazu auch wesentlich mehr als ich), der 6.9er unterscheidet sich deutlich. Auch wenn die Bilder im EPC gleich aussehen. Alleine durch sowas wie den Öltank und das geänderte Fahrwerk im Vergleich zum "normalen" W116. So ein 6.9er ist natürlich schon die Königsklasse des 8ender Hubraums im Nachkriegsdeutschland. Aber selbst für einen 6.9 der mehr kostet als die "normalen" ist es nicht lohnenswert was hier rein fließen würde.


    Du brauchst zwingend einen 6.9er als Karosseriespender.

    Fahrgestellnummer kann man nicht so einfach übernehmen.

    Logischerweise sind die auch nicht oft zu finden. Wie sieht denn der Zustand der Hydropneumatik aus? Auch die ist am 6.9 einzigartig bei den W116. Und wenn defekt teuer.

    Sofern die Technik passt wäre also Umbau in einen Karosseriespender kein Problem, dein Fahrzeug wird ja wieder ein 6.9er werden. Afaik gibt es noch 1-2 Unterschiede falls deiner ABS hätte und der andere nicht, aber die sollten machbar sein. Damit musste ich mich bisher noch nicht beschäftigen, da meiner keins hat und die Karosse soweit gut ist.

  • Hallo ,

    Hab gerade auch einen 6.9 wo am Schiebedach Rost aber noch nicht soweit , da lag es einfach an dem Windschutz mit Edelstahlhaltern der Rest der Karosse ist top.
    Mein Winter W116 der deutlich schlimmer runter herum am Schiebedach aussieht hat aber auch noch nicht so grosse Löcher und der hat mindestens schon 3 mal Schweller gekriegt, da hab ich bisher auch einfach nur wieder neu drüber gespachtelt und das jetzt schon seit 15 Jahren.
    Frage mich deswegen wirklich wie der Rest vom Auto ist , beliebte Stelle sind auch die Übergänge an der A Säule am Dach unter den Zierleisten.

    Einfachste Lösung wäre wahrscheinlich Himmel ausbauen (ist beim W116 eigentlich relativ einfach) , alles Freilegen und soweit möglich Bleche mit modernen Kleben drunter kleben das Dach ist ja auch nicht wirklich tragend , schweißen könnte Probleme mit Verzug am Dach geben , perfekt wird es aber so natürlich nicht das wird es nur mit neuer Dachhaut.
    Wenn man es aber selber nicht machen kann wird es aber sehr schwierig werden eine Firma zu finden die da ran geht ohne das man sich von den Arbeitskosten einen anderen 6.9 kaufen kann , als Firma muss es ja auch perfekt werden.

    Karosserie ist meiner Meinung auch eine Frage der Ansprüche wenn es nicht 100% Perfekt ohne Spachtel und wie Orignal sein soll kann man vieles wieder retten ohne wahnsinnigen Aufwand , nur wen der Rest vom Auto auch so aussieht und man nicht selber schweißen kann ist das Hoffnungslos.

    MfG
    Ramiro

  • Hallo zusammen,

    danke für die ganzen Antworten, freut mich echt sehr.


    ...eine andere nicht 6,9er Karosserie ist uninteressant, da sich der Vorderwagen sehr unterscheidet und nicht unerhebliche Schweißarbeiten nach sich ziehen würde !

    Ich hatte bereits damit gerechnet, dass sowas der Fall sein wird und der Vorderwagen technisch für den Motor umgebaut wurde. Leider konnte ich dazu bisher nur noch keine großen Beweise finden, da ich selber auch keinen zweiten 116er als Referenz habe.


    Wie sieht denn der Zustand der Hydropneumatik aus?

    Die Hydropneumatik sieht tatsächlich gut aus. Bisher hat sich das Fahrzeug eigentlich immer zügig wieder in Fahrhöhe nach längerer Standzeit gefahren, allerdings hatte ich mich bisher noch nicht großartig mit dem Höherfahren vom Fahrwerk darüber hinaus beschäftigt...

    Das Fahrzeug hat auch bereits abs verbaut, welches ebenfalls funktioniert.


    beliebte Stelle sind auch die Übergänge an der A Säule am Dach unter den Zierleisten.


    nur mit neuer Dachhaut.


    Wenn man es aber selber nicht machen kann wird es aber sehr schwierig werden eine Firma zu finden die da ran geht ohne das man sich von den Arbeitskosten einen anderen 6.9 kaufen kann , als Firma muss es ja auch perfekt werden.

    Karosserie ist meiner Meinung auch eine Frage der Ansprüche wenn es nicht 100% Perfekt ohne Spachtel und wie Orignal sein soll kann man vieles wieder retten ohne wahnsinnigen Aufwand , nur wen der Rest vom Auto auch so aussieht und man nicht selber schweißen kann ist das Hoffnungslos.

    Das spiegelt ziemlich genau wieder was momentan mein Gedankengang ist.

    Ich weiß, dass tatsächlich nur um das Schiebedach rum gespachtelt wurde (Türen ebenfalls, aber da kriegt man zum Glück guten Ersatz), das restliche Auto ist sehr ehrlich, was Rost angeht.

    Ich bin leider Fan davon, sowas dann möglichst lange beisammen zu halten. Das fällt mir schon bei einem anderen Projekt auf die Füße. :rolleyes:


    Ich bin mir sehr sicher, das ich das Auto viel fahren werde, weshalb es Sinnvoll sein könnte, einmal alles "richtig" zu machen. Allerdings weiß mein Geldbeutel noch nicht so sehr, wie toll der das finden würde.

    Da ich das Auto auch selber fahren möchte und auch nicht über einen kurzfristigen Verkauf nachdenke, würde es mich dann auch eher stören, wenn ich mich selber nochmal durch das Auto pfusche.

    Ich sollte über meinen ehemaligen Karosseriebauer auch noch eine neue Dachhaut und andere Blechteile für das Auto haben, was manches erleichtern könnte.


    Momentan versuche ich tatsächlich Adressen zu finden, auf welche man mit solchen Arbeiten zugehen könnte und bin da tatsächlich schon auf ein paar gestoßen, welche ich jetzt mal anschreiben möchte, um eine Idee zu bekommen worauf ich mich da einlassen würde...

    Wenn das keine Option sein sollte, muss ich dann über andere Möglichkeiten nachdenken.

    Ein zweiter ganzer 6.9er wäre für mich zu viel an Platz und es wird wohl lange dauern, bis jemand ausschließlich eine Karosserie für so ein Fahrzeug anbieten wird.

    Ein Verkauf würde mir jedenfalls sehr schwer fallen, zumal ich ihn mir ja eigentlich als Belohnung zur Gesellenprüfung gekauft habe...


    Grüße, Niklas

  • Hi Niklas,

    wenn das restliche Auto gut ist, würde ich auf jeden Fall das Dach reparieren (lassen). Das klang am Anfang nicht so. Einen Karosseriebauer in deinem Wohngebiet kann ich aber auch nicht empfehlen.

    Gruß Peter

  • wenn das restliche Auto gut ist, würde ich auf jeden Fall das Dach reparieren (lassen). Das klang am Anfang nicht so


    Hallo Peter,

    Dach und die anscheinend bekannten hinteren Innenkotflügel sind tatsächlich die zwei Hauptdarsteller vor denen ich Sorge habe.

    Kleinere unbedenkliche Stellen kann ich mittlerweile vielleicht auch selber, mit Hilfe von Kollegen und Bekannten ausbessern.

    Die technische Basis ist absolut in Ordnung.


    Kann mir denn vielleicht jemand sagen, in welche Richtung die Kosten von so einer Dach Reparatur, oder gar Tausch der Dachhaut gehen? Ich sollte sogar eine neue Dachhaut zur Verfügung haben, also dann quasi nur Arbeitskosten plus lackieren?


    Wie anspruchsvoll ist der Aufbau der Innenkotflügel? Wenn ich mir das richtig angeguckt habe, scheinen dort ja mehrere Bleche aufeinander zu treffen. In welche preisliche Richtung würde sowas gehen?


    Grüße, Niklas

  • Hallo Niklas ,

    Ich denke , so richtig wird dir keiner einen Preis nennen können. Die meisten Karosseriebauer lassen sich auf einen Kostenvoranschlag nur mit Eventualpositionen ein. Soll heißen : „Ich kann dir erst sagen , was es kostet , wenn ich das Fahrzeug angefangen habe und den gesamten Aufwand sehen kann.“ Sollten dir jemand einen Festpreis anbieten , so ist die Gefahr groß , das bei evtl.Mehraufwand gepfuscht wird nur um mit dem vereinbarten Preis klarzukommen.

    Bei uns in der Nähe gibt es zum Beispiel einen Karosseriebaukurs. Dort war ich mal 2Tage und habe meine Schweißfähigkeiten wieder aktiviert. Der Chef hatte mir dann angeboten , mit mir zusammen Schweißarbeiten an meinem Fahrzeug fachgerecht auszuführen. Evtuell gibt es ja sowas in deiner Nähe.



    Viele Grüße Mario

  • Hallo Mario,


    du weißt nicht, wie sehr ich mich gerade über diese Nachricht freue.

    Ich habe selber auch schon nach solchen Kursen gesucht, leider konnte ich in dem Zusammenhang noch keinen Spezifischen mit Karosserie und Oldtimern finden.

    In meiner modernen Kfz-Mechatroniker Ausbildung wurde zudem leider alles, außer Karosserie und ähnlichem vermittelt, was für mein Oldtimer Hobby ein großes Problem darstellt.

    Ich werde mir den vorgeschlagenen Kurs mal angucken und hoffe etwas ähnliches bei mir finden zu können. Sonst mache ich gerne mal Bildungsurlaub um mir das anzueignen.


    In der Zwischenzeit konnte ich zudem mit mehreren Alt-Monteuren von uns reden, welche durch ihr Netzwerk alte Karosseriebauer oder Firmen kennen, welche fast ausschließlich an Mercedes Modellen gearbeitet haben, oder immer noch tuen.


    Ich bleibe positiv und hoffe, dass das Auto irgendwann mal wieder legal auf der Straße fahren kann :thumbs2up:


    Viele Grüße,


    Niklas

  • Hallo Niklas,

    Da gehen wir doch alle davon aus , das dein Fahrzeug wieder legal auf die Straße kommt. Solltest du wirklich den Lehrgang bei Heckers besuchen , so bist du natürlich herzlich auf Kaffe und Kuchen eingeladen , da ich nur 40 km entfernt wohne.


    Viele Grüße Mario