Heckflosse oder Ponton

  • Hallo zusammen. Ich will mir eigentlich eine kleine Heckflosse, Diesel, kaufen. Jetzt würde mir ein Ponton Diesel angeboten und da kam mir das Fahrzeug auch wieder in Erinnerung. Frage: bei welchen Fahrzeugen ist die Teileversorgung besser/schlechter? Wer hat Erfahrung mit den Kosten einer Restauration? Welches Fahrzeug ist kostenaufwendiger? Im Wikipedia habe ich mich mal über die Modelle bei den Ponton informiert und werde mir das mit dem Angebot mal abgleichen. Ich hab keine Ahnung von den Autos und muss mal ein paar Daten organisieren.

  • Stefan300TD

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  • Ponton, Ponton, Ponton, unbedingt :)
    Hat nur Vorteile:
    Du kannst das Heizungsgebläse anmachen ohne von nervigen Geräuschen gestört zu werden.
    Du bleibst im Hochsommer automatisch an den schönsten Stellen einfach stehen.
    Du hörst immer die Martinshörner, da das Radio nie so laut sein kann.
    Du verstehst auf Anhieb die Relativitätstheorie, insbesondere mit der Hydrak-Kupplung spürst du sofort, Geschwindigkeit ist relativ.

    Grüße
    Michael


  • Hallo Blitzenbenz,


    kauf dir das Auto was dir besser gefällt. Die Ersatzteillage- und -preise schätze ich relativ ähnlich ein, ebenso wie den Restaurationsaufwand. Die Dieselmodelle sind schon sehr entschleunigt, das würde ich mir nicht antun. Mit meinem Ponton 219, Schalter, 6 Zylinder, 85 PS kann man ganz gut mitschwimmen. Läuft über 150 km/h. Ich fahre ihn z.Z. im Alltag, ohne Probleme. Bleibt nie stehen und springt kalt wie heiß sofort an. Er läuft erstaunlich ruhig, man sitzt recht hoch, wie in einem kleinen SUV, die Bedienkräfte sind gering und man hat alles gut im Blick. Bei der Heckflosse wird es aber ähnlich sein. Man hat das etwas moderene Auto, dass auch etwas mehr Sicherheit bietet.


    Grüße Udo

  • Ich kann eigentlich nur durch Wahlbetrug verlieren.


    Ich denke diesen Argumenten kann kaum jemand was entgegensetzen :-) :-) :-)

  • Für große Fahrer ist die Flosse viel angenehmer und Modelle ab 1963 bremsen auch viel besser dank Scheiben vorn, zweikreishydraulik und Bremskraftverstärker in Serie. Auch ist die Pandelachse in der Flosse schon genießbarer.


    Auch hinten ist die Flosse sehr geräumig (im Prinzip innen so groß wie der W108), der Kofferraum ist des Urlaubers Traum.


    Ich bin beide schon öfters gefahren und finde den Ponton schon etwas anstrengend, die ganze Bedienung ist wirklich frühe 50er Jahre. In der Flosse sitzt es sich dagegen sehr angenehm mit viel Platz in alle Richtungen. Zum häufigeren Fahren würde ich einen 200D mit dem 5-fach-gelagerten Motor und 55 PS nehmen, den Motor kann man im Rahmen einer Überholung auch noch hubraummäßig pimpen mit entsprechenden Leistungszuwächsen...


    Grüße

    bacigalupo

  • Hallo Bacigalupo,

    aber dafür ist man immer wieder überrascht, was passiert wenn man einen der Knöpfe am Armaturenbrett bedient.
    Das hat auch was.

    Es soll Leute geben, die haben das Ponton Armaturenbrett tatsächlich beschriftet.
    Anfänger sage ich da nur. Mut zum Knop ist angesagt.


    Grüße

    Michael

  • Naja, Flosse ist wohl nicht gleich Flosse, und Pontone nicht gleich Pontone. Will sagen: Wir sind unimogerprobt, aber es ist erstaunlich, dass die die alten OM636 Pontones noch so viel Kraft zum Beschleunigen haben, bei dem Lärm, den sie entwickeln. Wohingegen sich die letzten Pontones nicht viel anders fahren als die 200er/8 (auch nur 'gesuperte' Pontones).


    Ersatzteile gibt's genug für die Teile, die nie kaputtgehen, und das sind viele!


    Ansonsten Geschmackssache, Gruß- Christoph

  • Erstmal Einspruch: mit den Diesel, egal ob Ponton oder Heckflosse kann ich sehr gut im Verkehr mitschwimmen ohne ein Hindernis zu sein. Ich bin immer wieder erstaunt wie gut mein Ponton mit läppischen 48 PS dank ausreichend Drehmoment den Berg hinauf zieht.

    Da ich beide Modelle gefahren bin, würde es mir echt schwer fallen eine Entscheidung zu treffen. Beide sind sehr gut, zuverlässig und was die Ersatzteilfrage angeht eigentlich problemlos - dank VDH und Gebrauchtteilemarkt. Letztendlich ist es eine Frage des Geschmacks welche Karosserieform besser gefällt. Das ist auch bei den beiden Modellen der größte Unterschied. Bezüglich der Technik und Fahrleistung nehmen sie sich nicht viel....

    Gruß Peter

  • Naja, ich schrieb von der OM636 Krawallmaschine, und dass die Kraft erstaunlich ist bei dem ja auch energiezehrenden Lärm ;)

    Zitat meines Vaters in den 60ern mit seinem 180D: War wieder Mordsstau auf der Bundesstraße, glücklicherweise hinter mir...


    Gruß - Christoph

  • als Alltagsauto ist eine Flosse sicher besser (mehr Zuladung, mehr Platz, übersichtlichere Knöpfe, bessere Schalldämmung, Bremsen, usw...), aber das Flair eines altertümlicheren Pontons und dessen Gemütlichkeit beim Fahren (sofern man es nicht eilig hat und eventuelle technische Problemchen insbesondere bei höheren Umgebungstemperaturen gelassen toleriert) erreicht sie nach meinem Dafürhalten nicht.


    Mögliche Befürchtungen, dass dieses Flair womöglich auf den Besitzer abfärbt, halte ich für unbegründet.


    Gruss von einem Ponton-Fan

    Fred

  • OT: Immer noch besser, es wird Krawall produziert, als Unmengen von Wärme wie beim M100.....man schwitzt bei jeder Aussentempertur (ohne Klima). Schätze 80 Prozent Wärme, 20 Prozent Vortrieb.

    Für MICH eine sehr wertvolle Diskussion der Erfahrenen. Danke!

    My2cents.

    Oliver

  • ganz vorne auch wieder doof.

    Was ist der Unterschied zwischen einer Autoschlange und einer lebenden Schlange? - Die lebende Schlange hat das A... hinten.


    Zum Thema: Beide Baureihen haben während ihrer Herstellungszeit erhebliche Entwicklungsfortschritte gemacht. Es dürfte schon ein Unterschied sein, ob man in einem 180 mit sv-Maschine und Zweigelenkpendelachse unterwegs ist oder in einem 180c mit ohc-Maschine und Eingelenkachse. Oder die Flosse mit Trommeln rundum und m. W. auch Einkreisbremse im frühen 190c oder der späte "Über-110" 230 ...


    Die (Zweigelenk-)Pendelachse gilt übrigens auch als "deutsche" Achse: Hacken zusammen und ab in die Büsche ...


    Hier an einem Käfer demonstriert

    Hier an einem Spitfire

    Oder hier ein Typ 3.


    Das Problem ist kinematischer Natur: Bei der Zweigelenkachse ist das Verhältnis zwischen dem Hebelweg der Seitenkraft und dem Hebelweg der Gewichtskraft des Fahrzeugs so ungünstig, daß bei schneller Kurvenfahrt die Gefahr besteht, daß das kurvenäußere Rad (bzw. die Achshälfte) schlagartig nach unten wegklappt. Das Fahrzeugheck wird angehoben, der Sturz schlägt schlagartig ins stark Positive, Seitenführung weg, ab in die Büsche (oder, wenn man Pech hat, den Baum oder den Gegenverkehr). Verstärkt wird das noch durch hohen Drehpunkt (=längerer Hebel) und unebene Fahrbahn. Diese Fahrsicherheitsdefizite hat Mercedes mit Einführung der Eingelenk-Pendelachse mit tiefgelegtem Drehpunkt weitgehend eliminiert und damit die Fahrsicherheit seiner Fahrzeuge deutlich erhöht. Beim W198I hatte man sich mit stark negativem Sturz beholfen, ist aber bei Gebrauchsfahrzeugen eher unpraktikabel. Half im übrigen nicht immer. Dem Corvair hat seine Pendelachse das Genick gebrochen.


    Ich schweife ab ...