Das war's - 230 SL geklaut...

  • Auch mein Beileid!

    Ich kann es Stückweise Nachvollziehen, denn mein Stricher-QP habe ich durch ein Feuer hergeben müssen. Auch darin hatte ich hunderte Stunden Arbeit versenkt...


    Zur Versicherungsseite kann ich da nur positives berichten, der Schaden wurde unkompliziert nach dem vorhandenen Wertgutachten abgerechnet. Hier haben wir mit der Oldtimerversicherung den Vorteil, dass der Versicherer das Wertgutachten ja akzeptiert und damit kaum Spielraum nach unten hat, sonst hätte er ja das Gutachten schon anzweifeln müssen. Darum lohnt es sich auch bei günstigeren Oldies ein (Kurz-)Gutachten zu hinterlegen, selbst wenn der Versicherer dieses bis zu bestimmten Wertgrenzen nicht verlangt.


    Achtung Ulli: Meist sichert der Versicherer bis zu 115% (oder ähnliches) des Gutachtenwertes ab, sollte der Wert am Schadentag höher als am Tag des Gutachtens gewesen sein! Bei Deinem Auto könnte das immerhin ein fünfstelligen Unterschied bedeuten!


    Bei Diebstählen werden üblicherweise 6 Wochen ab Diebstahl mit der Regulierung gewartet. Genaueres dazu findet man in den Versicherungsbedingungen.

  • Oh je Uli, mein herzliches Beileid. Man soll ja niemanden was Böses wünschen, aber diesen Pennern wünsche ich die Pest an den Hals! Meinem Schwager wurde vor Jahren am Oldtimer Grand Prix auch seine Pagode geklaut. Ein absolutes Drama. Jahrelang an dem Fahrzeug restauriert und dann isser weg. In deinem Fall noch viel schlimmer da schon viel mit dem Fahrzeug erlebt .

  • Wie ich Ulli im PT drüben schon schrieb, bringt das m.E. gar nix.

    Profis kommen mit Jammer (legen also alle funkbetriebenen Abwehreinrichtungen lahm) und mit Rollschuhen (Lenkradkralle, Felgenkralle und Zündunterbrecher o.ä. sinnlos) und verstauen die Beute im fensterlosen "Lebensmittelkühlkoffer-LKW" mit z.B. Eiswerbung, der darf auch sonntags meist unbehelligt fahren, da "verderbliches Gut".


    Ganz so schwarz ("bringt gar nix") würde ich das nicht sehen wollen.

    Natürlich gibt es Wege, um praktisch jede Sicherheitsmaßnahme auszuhebeln - aber trotzdem sollte man einen Hochrisiko-Wagen so gut sichern wie man kann.

    Nicht alle Autoknacker sind die von dir beschriebenen perfekt durchorganisierten Vollprofis - die gibt es in allen Schattierungen, vom Vollprofi mit allen denkbaren technischen Hilfsmitteln bis hin zum Vollhonk mit nichts als einem dicken Schraubenzieher.

    Es gab schon genug Geschichten, wo jemand nicht nur sein Auto eingebüßt, sondern ein paar Wochen später auch noch eine Reihe von Bußgeldbescheiden erhalten hat, auf denen man die Reisestrecke Richtung Osten (oder ggf. auch Richtung NL) hervorragend ablesen konnte. In diesen Fällen hätte ein Tracker sicherlich schon hilfreich sein können, damit die Polizei ihn möglicherweise noch vor der Grenze stoppen könnte.


    Auch eine Lenkradkralle kann mitunter durchaus einen Diebstahl verhindern - selbst gut organisierte Profis, die mit Jammer, Kühlkoffer und Rollschuhen unterwegs sind, können nämlich ein in einer Tiefgarage abgestelltes Auto nicht direkt in den LKW laden, sondern müssen es erst einmal aus der Garage herausschaffen. Kurzschließen und rausfahren geht schnell, Rollschuhe druntersetzen, einen PKW davorspannen und das Auto so herausziehen kostet Zeit und erregt Aufsehen.


    Man kann Diebstähle niemals absolut sicher verhindern, aber wenn man es den Dieben schwerer macht, kann man sie zumindest reduzieren. Und wenn statt 100 Autos nur noch 30 abhanden kommen, ist das für die 30 verbliebenen Opfer zwar immer noch genauso schlimm, aber für die übrigen 70 ein - wenngleich unbemerkter - Erfolg.


    Ich glaube, das ist das Hauptproblem dabei: man bemerkt immer nur, wenn die Sicherheitsmaßnahmen versagen, aber leider nie, wenn sie ihren Zweck erfüllt haben: wenn das Auto immer noch dort steht, wo man es abgestellt hat, dann ist eben "alles wie immer" - man erfährt niemals, ob der Anblick einer Lenkradkralle, einer blinkenden Alarmanlagen-LED oder irgendwelcher Sicherheitsgravuren möglicherweise einen, zwei oder auch zwanzig Diebe abgeschreckt haben, die sich nun vielleicht stattdessen ein einfacher zu knackendes Opfer suchen ...


    Ich persönlich halte Tracker UND Lenkradkrallen bei wirklich hochpreisigen Autos für nützlich und sinnvoll: sie können zwar nicht jeden Diebstahl verhindern, aber ein paar Versuche sicherlich doch vereiteln.


    Das hilft jetzt zwar dem TE nicht mehr weiter (und ich bitte diesen Beitrag auch NICHT als ein "selbst schuld" zu verstehen, so ist er absolut nicht gemeint!), aber vielleicht kommt irgendwer anders ja durch diesen Thread dazu, sich Gedanken über Möglichkeiten zum Diebstahlschutz zu machen. Und da ist meiner Meinung nach ein "bringt alles gar nix" die falsche Botschaft. Mit einem: "man kann einen Diebstahl niemals absolut sicher verhindern, aber man kann es den Dieben mit einfachen Mitteln viel schwerer machen" ist man m.E. näher an der Realität dran.


    Schönen Gruß,

    und mein ernst gemeintes Mitgefühl für den TE: wenn ich mir vorstelle, meinen ollen 280S zu verlieren, dann krieg ich massive Bauchschmerzen ... :-(

    Robert

  • Hallo, zusammen,


    mittleweile sind fast 14 Tage um. Die Kripo tappt, wie ich es leider erwartet habe, im Dunkeln.


    Derweil erreichen mich diverse "vermeintliche" Sichtungen meines 230 SL, die interessanteste heute morgen aus Holland. Ein 230 SL in mittelrot, was sicher schon selten ist. Nach Überprüfung leider aber Fehlanzeige. Trotzdem danke an alle, die bisher und weiterhin die Augen offen halten. Die Info scheint ja über das Netz doch recht weit gestreut zu haben.


    Die ersten Gespräche mit der Versicherung sind ganz angenehm verlaufen. Muss noch nichts heißen, aber der Einstieg war ok.


    Ich werde weiter berichten.


    Gruß


    Ulli

    230 SL 10/63
    220 SE 07/64
    - irgendwas ist immer...
    ----------------------------------------------------------
    vdh-Regionaltreff Münster/Münsterland
    jeden 3. Mittwoch ab 19.30 Uhr im RoadStop,
    48157 Münster, Schiffahrter Damm 315


    www.pagodentreff.de

  • Ich möchte die traurige Gelegenheit noch nutzen, ein gewisses Bewusstsein für das Thema aufzubringen.


    In den Hallen- und Werkstattgemeinschaften, in denen ich bisher beteiligt war, war es beispielsweise vereinbart, keine fremden Leute in die Werkstatt zu schleppen. Man muss nicht jedem Ebay-Käufer stolz den gesamten Bestand zeigen, es reicht, wenn die Ware vor dem verschlossenen Hallentor übergeben wird...

  • Wir hatten gerade ein Riesenschwein. Mein Vater und ich ziehen gerade aus einer Halle aus da wir das Objekt verkauft haben. Das könnte jemand beobachtet haben, wie wir Oldtimer raus holen, denn eines Morgens lag der Schließzylinder der Außenbedienung des el. Rolltores im Gras. Da muss einer mächtig rumgebrochen haben, bis er das Gehäuse aus der Mauer hebeln konnte. Der Schalter darunter war auf öffnen umgelegt. Aber es öffnete sich nicht. Denn: Das Rolltor war an an einem der Vortage zu weit nach unten gelaufen und ging elektrisch nicht mehr hoch, mein Vater kurbelte es dann etwas hoch, was in der Regel dann die Elektrik wieder in Gang setzt. Zum Glück wusste er nicht, oder konnte sich nicht mehr erinnern, daß man den Deckel über der Kurbelöffnung wieder zumachen muss, da sonst kein Strom fließt.

    Ansonsten: Wäre der Typ drin gewesen.

    Nun schrauben wir immer die Sicherung raus.


    Grüße


    Tom