Einspritzdüsen

  • Hallo Zusammen


    Habe letzte Woche meine Düsenstöcke am Ponton ausgebaut
    zwecks Erneuerung der Düsen.


    Verbaut waren DN O SD 2111 (135 Bar)


    Wer kann mir den Unterschied sagen zu


    a ) DN O SD 2110
    b ) DN O SD 211


    Der Motor ist ein Original-Tauschaggregat von DB aus 1980
    und stammt aus einem L 319
    Am Motor ist nur ein "Tauschteile-Schild" von DB mit einer Nummer vorhanden,
    das Motortypenschild fehlt.


    Gruß Hubert

  • moin Hubert,


    ich nehme an Du hast einen OM 636. Da würde ich nur die Original Boschdüsen DN 0 SD 211 verbauen und mit 125 bar einstellen.


    Es gibt etliche Nachbauten aus Polen und Indien.


    Gruß


    Volker

  • Hallo Hubert,


    hatten wir die gleiche Frage nicht schon mal?


    Die DNO SD 211 ist die Standard-Düse für den PKW. Der Abspritzdruck wird auf 110-120 bar eingestellt (Abweichung untereinander max 5 bar).


    Zur DNO SD 2110 folgender Auszug aus dem WHB "OM-Dieselmotoren des Werkes Untertürkheim":
    "Die Einspritzdüsen der Sonder-Ausführung unterscheiden sich von den serienmäßigen Einspritzdüsen durch einen wenige my größeren Drosselspalt, neigen daher etwas weniger zum Verkoken und sind bei beanstandeten Motoren mit Teillastnageln zur Verbesserung des Teillastgeräusches und des Startnagelns einzubauen..."


    Um lästigem Auspuffqualm entgegenzuwirken wurde oft auch der Abspritzdruck auf bis zu 150 bar erhöht (z.B. bei Verwendung von Hubstablern in geschlossenen Räumen).


    Im Ersatzfall und Verwendung des OM636 im PKW würde ich grundsätzlich die Standardversion DNO SD 211 (original von BOSCH) verwenden, dürften auch um einiges billiger sein als die DNO SD 2110...
    Leider lässt BOSCH die Düsen heutzutage u.a. auch in fernen Ländern (auch Indien) fertigen, was aber nicht heißt, dass die Qualität schlecht sein muss... Nachbauten von dubiosen Herstellern würde ich nicht verwenden. Der normale Einstelldruck ist 115 bar, wie auf den Standard-Düsenhaltern KCA30 SD2/4 gut lesbar werksseitig von BOSCH eingeprägt wurde!


    Achtung: Bei der Gelegenheit unbedingt auch den Zustand der Vorkammern (wenn Kugelstift vorhanden; abgenutzt oder lose?) prüfen!


    V G v Schwedenponton :thumbup: ,


    Jürgen

  • Hallo Jürgen


    Das mit "hatten wir schon mal?" ist richtig.
    Allerdings wusste ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht welche Düsen denn in meinen Haltern stecken!
    Es sind eben diese DNO SD 2111!
    Da ich keine weitern Düsenstöcke mit "135 Bar" Stempelung hatte, habe ich mittlerweile
    4 komplette Düsenstöcke 135 Bar mit neuen und bereits eingestellten Düsen erworben und
    eingebaut. Der OM 636 läuft deutlich besser, das Nageln ist fast weg und vor allem die Qualmerei
    beim Startvorgang ist minimalisiert.
    Bisher musste ich immer vor einem Kaltstart die Passanten hinterm Auto wegscheuchen, damit Sie sich keine "Feinstaubvergiftung" eingefangen haben.


    Nichts destotrotz würden mich die Unterschiede der Düsen DNOSD 211; 2110 und 2111 brennend interessieren.


    Aus dem kurzfristig sonnigen Süden der Republik grüßt
    Hubert

  • Hallo Hubert,


    wenn das Rauchen allgemein besser geworden ist, hat sich deine Investition ja scheinbar gelohnt und die Nachbarn freuen sich auch.


    Mit dem Abspritzdruck von 135 bar segelst du allerdings hart am Wind, so etwas hat man zumindest bis 1964 keinem OM636 zugemutet. Ich denke mal, die Haltbarkeit der Vorkammern incl. der Kugelstifte und diverser anderer Komponenten könnte etwas leiden...


    Bei der DN 0 SD 2111 (nie davon gehört, gibt es bei Bosch unter dieser Bezeichnung nicht) handelt es sich doch hoffentlich nicht um eine chinesische Weiterentwicklung der DN 0 SD 211 ? :evil:


    Dass die Zerstäubung des Kraftstoffes bei höherem Druck ggf. besser wird, scheint logisch und die Neigung zum Rauchen wird geringer. Ein "gesunder" OM636 sollte aber solche Extremmaßnahmen eigentlich nicht nötig haben. Standard ist wie gesagt nur 115 bar und wenn die Kompression, der Förderbeginn und die Vorglühanlage in der Normleistung liegen, sollte es nicht zu besonderen Rauchbelästigungen kommen.
    Die Unterschiede zw. DN 0 SD 211 und DN 0 SD 2110 habe ich ja versucht zu erklären. Der etwas vergrößerte Drosselspalt der DN 0 SD 2110 könnte in den fünfziger und sechziger Jahren die Strategie gegen schlechtere Treibstoffe (Verkokung) und gleichzeitig gegen das lästige Nageln gewesen sein. Das Rauchen dürfte bei diesen Düsen allerdings eher zugenommen haben, was damals aber niemanden gestört hat. Neuere Düsen (ab 1980) haben zwei hintereinander geschaltete Drosselspalte, wobei der letzte vor der Mündung nur die Aufgabe hat, den ersten vor dem Angriff der Verbrennungsgase zu schützen. Vielleicht ist die besagte DN 0 SD 2111 ja so konstruiert?


    Von welchem Hersteller sind denn die Düsenhalter und die Düsen, die du jetzt eingebaut hast?


    V G v Schwedenponton :thumbup: ,


    Jürgen