Das ultimative Mercedes-Classic-Quiz

  • ...gabs tatsächlich für USA ! Hat aber nichts mit der gesuchten Spezialität zu tun, diese sollte das Startverhalten in gewissen Situationen verbessern ! Spuren davon finden sich auch noch an später gebauten Fahrzeugen !

  • Tja, irgendwie fällt keinem mehr was ein?

  • Hallo,


    bis FGStNr, 393 gab es ein Heißstartrelais A0015450832, das einen Heißstartmagneten am Luftmengenmesser aktiviert - aber nur für Linkslenker.


    Dieser Heißstartmagnet wirkt wohl auf den Hebel der Stauscheibe. Er wird wahrscheinlich den Steuerkolben etwas auslenken. Aber wie das genau geschieht, habe ich noch nie gesehen.


    Christian ich hoffe, dass Du mir so ein Exemplar zum Workshop am 20.7. zeigen kannst. Jetzt bin ich neugierig geworden.

  • Oh Mann,


    ich konnte mich erinnern, dass Du mir was erzählt hattest und hatte es wieder vergessen. Ich bin dann mit dem Hinweis Gemischsteuerung in die Teileinformation und habe mir die Gruppen 07 und 54 angesehen. Bei 54 habe ich das Heißstartrelais gefunden. Den Magneten habe ich übrigens nicht gefunden.


    Und dann hat mir die Einfühungsschrift des 6.9 nicht verraten, wie der Magnet genau funktioniert. Ich konnte aber sehen, dass er am LMM hängt. Damit waren die Möglichkeiten klar. Und ich konnte sehen, dass der LMM ersetzt wurde.


    So jetzt aber zum neuen Rätsel, wobei ich ich um Geduld bitte, da ich mich um eine ältere Familienangehörige stark kümmern muss:


    Beim 250CE wurde etwas in der Gemischaufbereitung im Feld getauscht. Was war das und warum wurde das gemacht bzw. was wurde als bessere Lösung in dem Teil umgerüstet?


    Wenn der Christian mir zugehört hat, weiß er das natürlich...

  • Hallo Volker,

    Beim 250CE wurde etwas in der Gemischaufbereitung im Feld getauscht. Was war das und warum wurde das gemacht bzw. was wurde als bessere Lösung in dem Teil umgerüstet?

    das ist ja einfach: die Drillschnaffe wurde gegen die Übernocke gegengespantelt. Das wurde gemacht um ein Anspröteln zu verhindern.


    Viele Grüsse,

    Hagen

  • Hallo Volker,

    das ist ja einfach: die Drillschnaffe wurde gegen die Übernocke gegengespantelt. Das wurde gemacht um ein Anspröteln zu verhindern.


    Viele Grüsse,

    Hagen

    Hagen...ich glaube wir sind der Lösung dicht auf den Fersen.

    Ich meine mich zu erinnern, dass dort in der Nähe der Drillschnaffe noch ein Schnüffelstück sitzt, das dem Fahrer beim Erreichen des Hochdrehzahlbereichs ( müsste beim 250er so ungefähr bei 14.000 UMin sein) ein akustisches Pfeiffsignal gibt....aber 100% sicher bin ich mir da nicht....🤔

  • ....Hagen meint den hier


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  • Also ich glaube meine Antwort ist so nah dran wie ich das als Normalsterblicher im Rahmen meines (beschränkten) Wissens beantworten kann. Sorry.


    Die richtige Antwort werden nur Entwicklungsingenieure von damals oder Leute die als Forumsnamen "Obelix" haben geben können.

  • Hast Du einen Tipp für die Ratenden?

  • Hallo Frank,


    bisher habe ich keine ernsthaft Ratenden gesehen. Dabei ist die Ursache und die Lösung interessant und die Situation hat dem Ruf der Jetronic bei Mercedes-Benz nachhaltig geschadet, auch wenn sie später behoben wurde. Wahrscheinlich der Grund, warum MB später so konsequent auf K-Jetronic umgestellt hat.


    Der 250 CE hat ja Jetronic als Einspritzung. Etwas darin hatte Kinderkrankheiten, die zu Ausfällen führten, von denen nur der ganz frühe 250 CE und nicht mehr der 8-Zylinder betroffen war. Deshalb wurden die betroffenen Teile alle beim Kundendienst klammheimlich gegen ein enorm stabiles Teil ähnlicher Bauart getauscht. Betroffen war neben dem Mercedes-Benz 250 CE auch VW als noch früheres Versuchskaninchen.

  • Hallo Voller,


    beim 250 CE wurden während der Bauzeit einige Teile optimiert und verbessert, aber das meiste vermutlich nicht bei Fahrzeugen welche im Feld waren getauscht. Ich weiss, dass u.a. die frühen Drosselklappenschalter mit den Leiterbahnen ein Problem hatten. Meinst Du den?


    Grüße

    Markus

  • Mit den Leiterbahnen wird es heißer. Alle Steuergeräte 0 280 001 002 wurden im Feld getauscht. Aber nicht wegen einer anderen Abstimmung etc.


    Warum genau ? Was konnte man damals noch nicht und hat dafür kreative Lösungen gefunden.

  • Leiterbahnen :

    hab mal was von thermischen Riss Problematik auf den Platinen in den Steuergeräten mitbekommen , man hat sich irgendwie mit Brücken zur Kompensation der thermischen Ausdehnung beholfen.


    Ist das mit der kreativen Lösung gemeint ?

  • Hallo Igor,


    genau. Die 0280001002 sind sogenannte Stiftgeräte, die außerdem auch noch kein Leerlauf Poti haben. Man konnte Platinen noch nicht durchkontaktieren. Also Lötpunkt oben, Lötpunkt unten, Draht durch und oben wie unten anlöten. Das gab dann thermische Risse und zu viele Ausfälle. Deshalb wurden alle diese Stiftgeräte ersetzt.


    Und was war die Lösung?

  • Hallo,


    eigentlich war Igor sehr nahe. Ich überreiche deshalb den Stab an ihn.


    Die Auflösung ist, dass man auf sogenannte Bügelgeräte umstellte. Die Lötpunkte oben und unten wurden leicht versetzt und dann wurde ein dünner U-förmiger Draht eingelötet. Damit konnte der Bügel etwas thermische Spannungen der Platine ausgleichen. Das muss viel Geld gekostet haben, alle 0 280 001 002 Steuergeräte im 250 CE durch 0 280 100 006 zu ersetzen. Solltet Ihr noch eines im 250 CE finden, dann ist die Umtauschaktion wohl leider abgelaufen. ;)


    Heute ist es einfach, da die Platinenhersteller Durchkontaktierungen durch Multilayer Platinen machen können. Da reißt nichts mehr. Das konnte also Igor ganz ohne Entwickler lösen. Bravo. Er lebt ja auch nicht auf einer Insel.