Ich bin eigentlich nicht ganz so neu hier...

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      Liebe Freunde des Forums,

      ich bin eingentlich schon lange Mitglied hier und habe kürzlich mit Entsetzen festgestellt, dass ich mich nie offiziell vorgestellt habe.
      Obwohl ich mich jetzt ein wenig dafür schäme, möchte ich es dennoch nachholen. Es gehört nun einmal zu den guten Manieren, dass man sich vorstellt und ein wenig über sich erzählt, wenn man irgendwo neu reinkommt.
      Da ich ausserdem kürzlich einen kleinen Ausflug mit meinem /8er in der schönen Stadt Ronda gemacht habe und dabei auch einige Bilder geschossen habe, ist das vielleicht eine gute Gelegenheit diese hier mit Euch zu teilen.

      Mein Name ist Francisco, man nennt mich hier in Spanien aber immer Kiko, das ist nämlich -neben vielen anderen- der Spitzname für Francisco.
      Geboren wurde ich als Sohn von spanischen Gastarbeitern in Backnang. Als ich etwa 1 Jahr alt war, sind wir dann alle nach Stuttgart gezogen. Dort bin ich dann aufgewachsen und habe bis zu meinem 24. Lebensjahr gelebt.
      In Stuttgart habe ich mein Abitur auf dem TG gemacht, weil ich später Maschinenbau studieren wollte. Nach dem Abi habe ich aber zunächst einmal eine Lehre "beim Daimler" als Automobilmechaniker gemacht. Damals hiess das noch so.
      Nach der Lehre begann ich dann mein Studium auf der FH in Esslingen, das brach ich aber dann ab, weil meine Familie wieder nach Spanien zog und ich mich entschloss ebenfalls in den Süden zu ziehen. Das war im Jahre 1994 (Mann ist das lange her...).

      Meine Eltern kommen beide aus einem kleinen Dorf in der Bergregion der Provinz Cádiz (Route der Weissen Dörfer) und dorthin sind wir dann auch hingezogen. Ich habe dann versucht hier weiter zu studieren, das ging dann leider schief, weil mein Abitur hier in Spanien nicht anerkannt wurde. Ich konnte mich dann zum Glück aufgrund meiner abgeschlossenen Lehre und einer weitere Aufnahmeprüfung doch noch in Maschinenbau matrikulieren, kurze Zeit später wurde ich dann aber erst einmal zum Militärdienst herangezogen. Aufgrund eines Fehlers beim Spanischen Konsulat in Stuttgart, hatte man mich dort nich korrekt abgemeldet und ich wurde kurzfristig als Desserteur gesehen. Also musste ich innerhalb von zwei Wochen alles stehen und liegen lassen und dann erst einmal zum Bund.
      Diese Zeit habe ich dann in Sevilla verbracht und dort bin ich dann auch erst einmal hängen geblieben. Sofort nach meiner Militärzeit habe ich dann in einem grossen Freizeitpark gearbeitet, wo ich für die Wartung der Fahrzeugflotte zuständig war. Danach habe ich zwei Jahre lang bei "Santa Barbara Blindados" gearbeitet, wo der Leopard II in Lizenz gefertigt wurde. Seit dem Jahr 2000 arbeite ich im Deutschen Konsulat, erst war ich in Sevilla, jetzt in Málaga. Ich habe nun also beruflich überhaupt nichts mit Autos oder sonstigen Fahrzeugen zu tun. Das mit dem Studium wollte ich eigentlich irgendwann nachholen, habe es dann immer wieder aufgeschoben und jezt, mit fast 50 Jahren, werde ich es wohl kaum noch zu Ende führen.

      Um dennoch weiter an Autos schrauben zu können, habe ich mir in meiner Zeit in Andalusien erst einen 220 D W115 (Baujahr 1973, aber noch 1. Serie) gekauft. Dann erwarb ich einen VW Golf 3 TDI 20 Jahre GTI Jubiläumsversion und vor einigen Monaten habe ich den Mercedes W201, den sich mein Vater 1986 in Stuttgart neu gekauft hatte, wieder in die Familie zurückgeholt. Es handelt sich hier um einen 190 D 2.5.
      Für den täglichen Gebrauch fahre ich normalerweise den Golf. Er hat zwar schon fast 500.000 km auf dem Buckel, läuft aber weiterhin sehr gut. Meine Frau fährt einen Mercedes B-Klasse 180 CDI mit Autotronic. Das ist übrigens auch das Auto, das mir am meisten Angst bereitet, da ich da ein wenig mehr Respekt habe, irgend etwas an dem Fahrzeug zu machen.

      Zur Zeit konzentriere ich mich hauptsächlich auf den W201. Es sind dort einige Baustellen offen, vor allem im Innenraum (bekannte Schwachstellen wie Sitze, Belüftungsdüsen und sonstiges Plastik innen, etc.) und an der Hinterachse.
      Der Baby-Benz hat als originale Extras eine Klimaanlage, Kopfstützen hinten, Fahrerarmlehne, rechten Spiegel,und Metalliklack (blauschwarz met. glaube ich). Sonst hatte sich mein Vater da eher geizig gezeigt, als er das Auto kaufte. War aber auch so schon relativ teuer damals.

      Der W115 hat als Extra Kopfstützen vorne, Fondbeleuchtung, Fahrerarmlehne und beheizte Heckscheibe. Die Farbe ist weiss. Als ich das Auto kaufte, war eine nicht serienmässige Klimaanlage der Marke Frigette im Zusammenhang mit dem originalen York-Kompresser eingebaut. Diese Anlage hat dann irgendwann ihren Geist aufgegeben. Bei nächster Gelegenheit möchte ich dann mal die originale Anlage von Behr nachrüsten. Ich glaube, dass ich dazu alle Teile zusammen habe, er fehlt mir aber immer die nötige Zeit.
      Im Jahr 2008 habe ich den /8 komplett lackieren lassen, weil das arme Auto voller Schrammen und kleinen Beulen war. In Spanien ist es leider üblich, dass mann beim Öffnen der Tür diese erst einmal gegen das nebenstehende Fahrzeug knallt. Es juckt die Leute auch nicht, dass da ein eher seltenes Auto steht. Wahrscheinlich markiert man damit das eigene Territorium, so wie Raubkatzen oder Bären ihr Revier dadurch eingrenzen, indem sie an Bäumen Kratzmarkierungen anbringen.

      Hier nun wie versprochen einige Bilder, die ich bei einer Ausfahrt in die wunderschöne Stadt Ronda (Provinz Málaga) gemacht habe:


      Der W201 steht noch in der Garage und kommt evtl. im Mai oder Juni wieder ins Freie. Ich werden ihn dann auch mal offiziell vorstellen.

      Ich nutze diese Gelegenheit auch, um mich für die vielen Beiträge, für die wertvollen Informationen und für das wirklich tolle Klima in diesem Forum zu bedanken. Es macht immer wieder Spass reinzuschauen und auch von anderen Themen zu lesen, die einen nicht direkt betreffen.

      Einen lieben Gruss aus dem Südzipfel Spaniens.

      Kiko
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      Uli aus S wrote:

      Soso. Nocheiner, der bei Lampart und Kirchners Otto sozialisiert wurde und beim Bahmer 'dem weißen im Auge des Feindes' entgegen sah...
      Hallo Uli,
      ach Mann, wie ist die Welt doch schön klein!
      Ja, genau dort habe ich mein Abi (Jahr 1990) gemacht. Mast, Egle, Ehepaar Matthes, Käppner (oder ähnlich, der die Buchstaben g und k bzw. d und t verwechselt hat und dann immer "Elegdrodechnig" oder "elegdrische Latung" sagte) und natürlich Herr Bahmer. Ich lache mich immer noch kaputt, wenn ich an seinen Sazt denke: "Machet's Fenschter zu! Die Welt verdient mi net!".

      Ja, ja, die schöne Schulzeit...

      Grüße

      Kiko
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      Und nicht zu vergessen: der olle Kinkel, bei dem wir für Leben prägendes erfahren haben.
      "Wir deutschen schieben es auf die Franzosen und sagen 'Pariser'. Die schieben es wieder auf die Engländerund sagen 'Capot d'Anglais' (englisches Mäntelchen) und die wiederum schieben es auf die Holländer und sagen 'Dutch rubber'." :)

      Abi '83
      Gruß

      Uli aus S