W123 230E geht aus / Motor stirbt nach kurzem Anspringen ab.

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  • W123 230E geht aus / Motor stirbt nach kurzem Anspringen ab.



    Hallo,

    es geht um einen 230TE, Bj 1981, Automatik, Motor M102 mit einer K-Jetronik. Der Wagen stand 1 Jahr, lief angeblich zuvor und wurde einfach abgestellt.

    Spritpumpe war ausser Funktion. Tank wurde gereinigt, Spritpumpe gewechselt, nun folgender Stand der Dinge:

    Zündung ein, die neue Pumpe summt 3 Sekunden, wie´s sein soll. Motor springt sofort an, stirbt aber nach knapp 10 Sekunden "normalem" rundem Motorlauf einfach ab, als bekäm er kein Sprit mehr. Ob mit Gaspedalbedienung oder ohne Berührung des gleichen: er geht einfach aus, ohne Mucken oder stottern. Daher vermute ich, er kriegt keinen Sprit mehr. Direktes erneutes starten bringt nichts, dann ruckelt er manchmal mit dem bisschen Sprit den er sich noch irgendwo her holt, aber springt nicht an. Weiteres starten lässt nur den Motor drehen ohne jegliche Zündungen. ABER: Warte ich mind. 10 Minuten oder länger und starte DANN erneut, läuft er wieder seine paar Sekunden proper an und geht wie beschrieben wieder aus.

    Ergriffene Massnahmen:
    Spritleitung am Mengenteiler geöffnet: Sprit spritzt ordentlich raus / liegt mit Druck an, und zwar auch NACHDEM er gerade abgestorben ist.
    KPR funktioniert. Trotzdem mal gebrückt und Spritpumpe dauerhaft laufen lassen. Kein Unterschied, verhält sich alles gleich wie oben beschrieben.
    Unterdruckleitungen sämtlichst überprüft auf poröse Anschlüsse / Gummiverbinder und die "auffälligen" erneuert, ebenfalls keine Änderung im Startverhalten.

    Kann es der Kaltlaufregler sein? Wenn ja, kann ich ihn brücken / übergehen? Bitte um Rat.


    Danke!!

    Volker
  • Hatte mit Druckluft mal vom Zulauf und vom Rücklauf her bei abgeschraubter Leitung durchgepustet, denke das dürfte sauber sein. Könnte vielleicht aber schon am verstopfter Zufuhr liegen. Wer weis, wie oft die Vorbesitzer schon versucht haben mit dem alten Sprit / Startspry / anderem Zeuch zu starten.. Aber das Sieb im Mengenteiler drin kann doch nicht zu sein, oder? Dann dürfte er doch nicht so schön regelmässig starten auf anhieb..
  • Hi Tom,

    hab ich auch schon dran gedacht. Allerdings wieder verworfen, da die Vorbesitzer irgendwelche gut betuchten Künstler und Bootshändler aus St. Tropez waren, die da garantiert noch nie Hand angelegt hatten. Wagen war vom Ehemann, der 2010 verstarb, danach hat die Witwe ihn noch hin und wieder bewegt, aber nie was dran gemacht, und schliesslich Ende 2017 einfach abgestellt.

    Daher denk ich, eher Kraftstoffversorgung irgendwat dicht. Zündung verstellt sich ja nicht von allein. Und dazu läuft er ja im Standgas, kurz nach dem Start für knapp 10 Sekunden absolut sauber und rund, leicht erhöhte Drehzahl wegen Kaltlauf, aber kein Deut auf ´ne verstellte Zündung. Dann müsste er ja wenigstens bisschen zuckeln / ruckeln / stottern und mit Gas geben zumindest kurz am Laufen gehalten werden können. Aber werd morgen dennoch mal nach der Zündung gucken.

    Und zuerst mal das Sieb im Zulauf vom Mengenteiler anschauen -DANKE Obelix!

    Grüsse! - Volker
  • Hi Volker, ist ja auch nur ein schneller Check, um das auszuschliessen. (Ich hatte vor Wochen eben auch Benzindruck, Tastverhältnis, etc überprüft, ohne Befund. Motor lief kurz und ging dann aus. Letztendlich hat das Strobo gezeigt, dass die Verteilerlkappe defekt war).
    Viel Erfolg bei deiner Suche und dass der M102 bald wieder schnurrt!
  • Hallo,

    ich hatte an einem M102 mit KE mal den Fall, dass der Rücklauf vom Mengenteiler Dicht war. Der Motor sprang an, lief kurz und ging dann aus. Alles Mögliche ausprobiert, es lag immer Spritdruck an (logisch) aber es war immer das Gleiche. Er sprang an, weil es kalt genug war. Das Kaltstarteinspritzventil hat ins Saugrohr eingespritzt und deswegen sprang er an. Wäre es Sommer gewesen, hätte ich den Fehler eventuell nie gefunden.

    Gruß
    Dirk
  • phantomax wrote:

    Zumal nicht klar ist, warum die Dame nicht mehr gefahren ist n/ den Wagen genutzt hat....
    Ist doch klar: Weil die Kiste immer schlechter gelaufen ist, sägender Leerlauf, schlussendlich bei jedem Halt ausging...

    Du hast geschrieben, dass das Auto einen KLR hat. Die Luftschläuche der GAT-KLR lösen sich nach 15 Jahren einfach auf! Reißen in Längsrichtung auf! Da bringt auch ein (elektrisch) möglicherweise stillgelegtes... ähm... defektes KL-Ventil nix. Das Fiese ist, dass diese Falschluftquelle dann nicht im Ansaugbereich liegt, sondern irgendwo bei den Radhäusern, wo halt das KLR-Gedöns verbaut wurde.
    Dazu kommt, dass der M102 eigene serienmäßige Falschluftquellen hat. Ich würde z.B. wetten, dass der Gummi-"Trichter" unter dem Luftmassenmesser auch einen Riss hat, dann noch undichte Dichtungen an den Einspritzdüsen, usw. vielleicht noch eine Lamdasonde, die zu stark abmagert und AUS die Maschine, sobald die Kaltstartanreicherung durch das KS-Ventil verbraucht ist

    Google mal nach Falschluftquellen am M103, die sind fast identisch mit denen des M102.

    Du hast kein Spritproblem, sondern zu viel Sauerstoff, behaupte ich mal.

    Uwe
  • AUFLÖSUNG!!!

    Hallo zusammen, und vorallem <3 <3 <3 an Dirk!

    Volltreffer!! Was ein Glück hab´ich nich´angefangen am Mengenteiler rum zu basteln.

    ES WAR DIE RÜCKLAUFLEITUNG! Sie war, wie von Dirk auch, dicht, und zwar kurz vorm Tank! Gesäubert, durchgepustet - die Karre schnurrt wie´n Kätzchen... Hatte schon beim BOSCH Dienst nach ´nem Termin gefragt - wer weis was die alles probiert, getauscht und am Schluss berechnet hätten - wenn sie überhaupt drauf gekommen wären.

    Und gerade ich steh dem Internet normal immer recht skeptisch gegenüber. - Aber bei so was ist´snatürlich ein Traum! Toll - bin echt von den Socken - sozudagen in letzter Minute dieser Hinweis!

    :thumbsup:

    Bis bald! Volker