OT Nockenwellenmarkierung zu Kurbelwellenmarkierung 10 Grad nach OT

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  • Richy115119 schrieb:

    ...ein intakter Kettenspanner läßt sich auch bei abgestellten Motor (also kein Öldruck vorhanden) nicht oder nur wenig zurückdrücken.

    Mein Motor ist jetzt seit Wochen nicht gelaufen und ich kann den Spanner nur wenige mm nach hinten drücken.

    VG Matthias
    OK, das bedeutet dann aber, dass es nur durch die Spannung der lagen Feder bei dir mehr gespannt ist. Wie es im fahrbetrieb aussieht, also ob die Hydraulik bei mir fubtioniert, kann mann wohl nicht testen, oder.?

    Wie schon gesagt, meine Kette kann man bei laufendem Motor nicht schlagen hören.
    Vg
    Tommes
  • Hallo Allerseits,
    Das hängt davon ab od eine Arretierung (lüftbegrenzung) vorhanden ist.
    Die gibt es bei M110 und M102.
    Die Diesel haben Spanner ohne solch eine Vorrichtung.
    Anfangs wurde die Öldämfpung sogar nur mit einer vom Kettenschleuderöl nachgefüllten Tasche versorgt. Das dürfte beim 616 dann mit leicht nachspannender Druckölversogung gelöst sein.
    Gruß HaWA
  • Hallo Tommes,

    die Kette verhält sich in deinen Videos völlig normal. Wenn man den Motor von Hand durchdreht entleert sich der Kettenspanner und es verbleibt lediglich eine gewisse Federkraft im Spanner die nicht ausreicht um die Kette auch auf der gegenüberliegenden Seite zu spannen Der Spanner hat nur die Aufgabe das sogenannte "Leertrum" der Kette wegzuspannen und somit den Kettenlauf zu beruhigen.

    Wenn die Kette beim Starten oder bei laufendem Motor Kette rasselt oder schlägt ist das Leertrum zu lose. Ursachen hierfür können ein defekter Spanner, eine eingelaufene oder gebrochenen Spannschiene oder eine übermäßig gelängte Kette sein. Deiner Beschreibung nach gibt es aber noch kein auffälliges Motorgeräusch.

    Das Kettenstück auf der rechten Motorseite (Laufrichtung NW zur KW) nennt sich "Zugtrum" und wird allein von dem Antriebsmoment der KW gespannt, folglich ist die Kette in deinem Video an diese Stelle ungespannt.

    An einem von mir überholten Motor (Neuteile sind also bekannt) wurde nach ca. 15 Jahren und 50.000km der NW/KW-Versatz geprüft und dabei eine Kettenlängung von 4 Grad festgestellt. Nachdem ich den Wagen 240D/8 auch selber fahre war ich über die Kettenlängung schon etwas erstaunt. Allerdings sind Anspringverhalten und Abgase auch unter Last im Anhängerbetrieb noch völlig in Ordnung.

    In deinem Fall würde ich im 1. Schritt lediglich die Steuerkette und nach Sichtprüfung gegebenfalls auch die Gleitschienen (Einlaufspuren) tauschen. Wegen der Klima würde ich den Kettenspanner nicht ausbauen. Aber Vorsicht die Spannerkräfte beim Kette durchziehen dabei nicht unterschätzen.
    Im zweiten Schritt würde ich den Motor erstmal Starten und schauen ob sich das Abgasverhalten merklich gebessert hat.
    Im dritten Schritt Einspritzzeitpunkt nach Überlaufmethode erneut bestimmen.
    4. Schritt Ausbau/Abdichten der ESP anschließend Einbau und Einstellung nach Überlaufmethode.

    Durch die Schritte 2-4 läßt sich der Effekt auf die Abgase jeweils gut nachvollziehen. (Lerneffekt für den Hobbyschrauber).

    Viel Erfolg

    Gruß Hans
  • Hallo Hannes,
    erstmal danke für deine Infos.

    Heute habe ich mal wieder weitergemacht und habe mich jetzt für folgendes entschieden.

    1. ESP habe ich ausgebaut (sämtliches Zeig außen rum musste weg. auch die Förderpumpe an der ESP musste weggeschraubt werden, um gerade so an die 3.untere Mutter zum lösen der ESP zu kommen.
    2. Habe mit eine neue Steuerkette und ein neues Nockenwellenrad bestellt.
    3. Habe mir Kettenspanner bestellt. Ich weiss noch nicht was ich machen soll. Alten Kettenspanner erstmal lassen, oder gleich reinbauen. Aber wie gesagt, der Klimakompressor ist im weg. Ob man den abschrauebn kann und zur seite drücken kann weiss ich noch nicht.
    Ich bin jetzt halt total verunsichert was das mit dem Kettenspanner angeht. Kann man den jetzt noch irgendwie testen, ohne ihn auszubauen? Momentan lässt er sich mit einem Schraubenzieher reindrücken. Aber jetzt ist ja auch kein Öldruck vom laufenden Motor da.

    VG
    Tommes
  • Hallo Tommes,

    ich weiß nicht was für ein Kettenspanner bei Deinem Motor drin ist aber die die ich kenne habe außer der hydraulischen auch eine mechanische Rastung. Bei Einbau einer neuen Kette muss diese zurück gesetzt werden sonst ist die neue Kette Toast. Aber Du siehst ja ob er sich ganz zurück drücken lässt wenn Du den neuen Spanner hast.

    Viele Grüße,
    Hagen
    .
  • @ Hawa,

    kannst Du mir erklären, warum der Kettenspanner vor dem Einbau entlüftet werden soll, wenn die Feder im Spanner für den Druck auf die Kette beim Startvorgang zuständig ist und dananch der Öldruck selbiges übernimmt.

    Als ich bei mir den Spanner gewechselt habe, habe ich diesen lt. WHB entlüftet. Dieser ließ sich dann nur noch sehr schwer nach hinten drücken.
    Öl ist aus dem Spanner beim Einbau nicht ausgelaufen, so wie ich das im Gedächtnis habe. Ich war dann der Meinung, dass der Spanner den aufgebauten Druck, auch nach abstellen des Motors zumindest eine Zeit lang hält.

    Danke , wenn du da Licht ins Dunkel bringen kannst.

    VG Matthias
  • Hallo Matthias,
    es gibt ja die frühen Versionen welche über die Öltasche befüllt werden.
    Bei denen ist es erforderlich die Tasche nach arbeiten an Spanner zu befüllen und denselben durch mehrmaliges zusammendrücken zu entlüften.
    Den Druck macht nur die Feder, das Öl ist zum Dämpfen da.
    Deshalb lässt es sich nach dem Entlüften/Befüllen nur noch schwer bewegen.
    Gruß HaWA
  • Hallo Tommes,

    meine Steuerkette hat hin wieder nach dem Starten geklappert. Weil mein 240D/8 auch eine Klima hat, habe ich den Austausch des Kettenspanners ein paar Jahre vor mich hingeschoben und erst in diesem Sommer angegangen. Die Klima (ungeöffnet) mit Halterung muß dazu weg ohne dem geht es nicht.

    Einen offensichtlichen Defekt konnte ich an dem Spanner weder im eingebauten noch im ausgebauten und zerlegten Zustand feststellen. Als Ursache käme Verschleiß am Kolben oder ein schlecht schliessendes Rückschlagventil in Frage. Beides ist ohne Prüfstand kaum feststellbar. Ich halte eine seriöse Prüfung im eingbauten Zustand für kaum möglich. Bei der Motorrevision vor 15 Jahren habe ich den Spanner nicht erneuert, er hatte bis dahin ca. 300.000 km hinter sich. Ich habe den Spanner letztendlich nur auf Verdacht gewechselt und weil der Rest mit ca. 50.000km in Ordnung sein sollte. So war es dann auch und seit dem ist Ruhe. Spannerprobleme durch Verschleiß sind beim /8 oder w123 Diesel nach Erfahrung in meinem Dunstkreis sehr selten, ich kenne nur einen Fall.

    In Deinem Fall würde ich den Spanner aktuell nur wechseln, wenn beim Motorstart bereits Kettengeräusche wahrzunehmen sind. Den Tausch kannst du auch später jederzeit vornehmen ohne den Motor dabei öffnen zu müssen. Ist eine separate Baustelle.

    Den Spanner habe ich vor Einbau nur rudimentär entlüftet, dadurch hat die Kette ca. 1 Minute gerasselt. Der Kettenspanner ist druckölbeaufschlagt und entlüftet sich von selber. Eine mechanische Raste gibt es nicht. Von selber läuft kaum Öl aus dem Spanner aus. Wenn man den Spanner zusammen drückt, tritt Öl aus dem konstruktiv festgelegten Leckspalt am Schaft aus, dadurch entsteht eine Dämpfeigenschaft ähnlich einem Stoßdämpfer. Wenn das Rückschlagventil defekt ist (z.b. durch Verschmutzung) kommt auch Öl aus der Ölbohrung am Flansch raus.
    Der Systemdruck baut sich im Spanner nach dem Motorstop zwangsläufig über den Leckspalt ab. Der Spanner läuft aber nicht leer und komprimiert sofort wenn Druck ausgeübt wird. Wenn man mit einem Schraubenzieher beständig gegen den Spanner drückt, wird der Spanner zwangsentleert und es ist nur noch die Federkraft spürbar. Im Stand wird die Steuerkette nur durch die Feder im Kolben vorgespannt.

    Gruß Hans
  • hallo Hagen, hallo Hans,
    Erstmal danke für die infos. Besonders an Hans, der es toll erklärt hat.

    Für mich heisst das, dass ich erstmal ohne den neuen kettenspanner den motor zusammenbauen und laufen lassen werde. Und dann eben hören ob die kette geräusche macht.

    Momentan ist definitiv nur die federkraft zu spüren. Also öl ist draußen.

    Den neuen bestellten kettenspanner mach ich dann später drauf, so wie Hans empfohlen hat.
    Vg
    Tommes
  • 11100 schrieb:

    Hallo Tommes,

    kann es nur noch mal wiederholen:
    "Vorgehensweise und weitere Informationen stehen übrignens in den Werkstatthandbüchern (WHB). Siehe Memberzone!"

    Ketten und Kettenschloss gibt es auch oft in der vdh Teileversorgung!
    Beim Kettenhersteller IWIS gibt es auch Informationen. Sh. deren Website.

    Der Kettenspanner funktioniert meistens mit Öldruck....also hydraulisch

    Gruss
    Hannes
    Hallo Hannes,
    ich wollte mir heute mal das WHB durchlesen, in dem steht wie man die Steuerkette austauscht.

    Entweder bin ich blöd, oder es gibt dieses WHB nicht.

    Hier habe ich geschaut:
    WHB /8 Teil 5 -Steuerung
    WHB /8 Teil 4 -Motorgehäuse/Triebwerkteile
    WHB /8 Teil 3 -Motor prüfen

    Nirgends steht aber wie man die Steuerkette wechselt.

    Kan mir bitte jemand sagen in welchem WHB das zu finden ist.

    DAnke.

    VG
    Tommes
  • Hi Hannes,
    vielen Dank für den Link.

    Ich habe im Memberbereich bei den Werkstattbüchern geschaut. Scheinbar gibts die WHB in verschiedenen Bereichen verstreut.
    Aber super, dass ich es jetzt habe.

    DAnke, dass du mir Mut zuspricht. Die kann ich auch brauchen. ^^
    Der Motor steht recht stark zerlegt bei mir in der kalten Garage und wartet auf Heilung. ;(

    Es fehlen noch ein paar E-Teile, dann gehts los.
    Aber die Tage konnte ich gut nutzen um die ausgebauten Teile zu reinigen.
    Die ESP sieht jetzt so geil aus, die könnte ich mir fast ins Wohnzimmer stellen (wenn da meine Frau nicht dazwischen funken würde :D )

    VG Tommes
  • Hallo,
    so, ich berichte mal weiter von meinem Motor, Steuerketten, Kettenspanner, Einspritzpumpen Projekt.

    Heute hab ich den Klimakompressor abgebaut, damit ich an den Kettenspanner rankomme. Hab mir nämlich sicherheitshalber einen neuen KS gekauft.

    Dann hab ich die Kette aufge"dremelt".

    Dann die Kette und das "alte" und "neue" Nockenwellenrad markiert.

    Offene Kette zu den Seiten weggelegt.

    Dann wollte ich das Nockenwellenrad abziehen. DAbei merkte ich, dass das Kettenrad an der Kunststoffkettenführung unten rechts hängen bleibt.
    Ich dachte schon ich müsste das auch noch zerlegen, aber in einer Stellung und mit etwas Kraft hab ich dann das Kettenrad gerade so an den Zähnen vorbei runterziehen können.

    DAnn hab ich mir mal auf HaWa's anraten die Scheibenfeder an der Nockenwelle/Nockenwellenrad angeschaut. Sah irgendwie verdächtig aus.
    Hab sie dann ausgebaut.

    Und siehe da, es ist tatsächlich eine versetzte Scheibenfeder. Allerdings die kleinste mit 0,7er Stärke. Die bewirkt laut WHB 2° an der Nockenwelle und 4° an der Kurbelwelle.

    Allerdings war die versetzte Scheibenfeder meines Erachten in die falsche Richtung versetzt eingebaut worden. Oder hab ich da einen Denkfehler???

    Wie auf dem Bild zu sehen ist, ist die Scheibenfeder (wenn man von vorne drauf schaut) nach links versetzt. Da wäre m.E. so, als wenn die Kette noch noch länger wäre.
    Was meint ihr??? Liege ich da richtig?



    Wenn ja, dann wäre die Kettenlängung ja eigentlich "nur" 6° nach OT (zuvor hatte ich 10 Grad nach OT gemessen) an der Kurbelwelle. (und wenn ich dievScheibenfeder rumdrehe und so einbaue wie es gedacht ist, dann nur 2° nach OT.
    Aber ich hab ja jetzt eine neue Kette, neues Kettenrad usw.
    Also jetzt mach ichs richtig!!!

    Habe eben noch bei Mercedes eine "normale" Scheibenfeder bestellt.

    Morgen gehts weiter.

    Aber sagt mal bitte was ihr von der versetzten Scheibenfeder haltet. Meint ihr auch die war falschrum montiert?

    VG
    Tommes

  • Hi Hawa,
    Ganz schön kompliziert die Sache.

    Ich hab mir eben mal die verschiedenen Situationen auf ein Blatt Papier aufgemalt.

    Ich hoffe, dass ich es jetzt gerafft habe.

    1. Die versetzte Scheibenfeder verändert nicht die Stellung der Markierung an dem Nockenwellenrad. Sondern nur die Stellung der Nockenwelle selbst.
    2. Das wiederum bedeutet in meinem Fall, dass meine Kette also doch so stark gelängt ist, sodass ich ein Längung der Kette von 10 Grad habe. Diese 10 Grad werden auch an der Kurbelwelle angezeigt.
    3. Durch die versetzte Scheibenfeder bleiben alle Markierungen gleich. Es wird "nur" die Nockenwellenstellung (ohne Nockenwellenrad) versetzt.

    Also in meinem Fall durch die versetzte 0.7er Scheibenfeder würde die Nockenwelle von 10 auf 6 Grad nach OT verstellt. Also immernoch total neben dran aber schon besser als vorher.
    Ich müsste die 1.3er Scheibenfeder verbauen, damit die Kettenlängung von 10 Grad komplett kompensiert werden würde.
    Mach ich natürlich nicht. Hab ja schon eine neue Kette und Nockenwellenrad gekauft.

    Ich hab das hier nochmal so ausführlich beschrieben, damit es für andere denen es auch so geht wie mir einfacher ist die Thematik zu verstehen.

    VG
    Tommes
  • Update

    Hi in die Runde.

    Heute hab ich endlich alle Teile für den Steuerketten Tausch erhalten und konnte mich heute an die Arbeit machen.
    Neue Kette, neues Nockenwellenrad, neuer Kettenspanner und eine normale Scheibenfeder ohne Versatz.

    Nach dem Wechsel hab ich mir gleich die Änderung der Steuerzeiten angeschaut.
    Ich habe eigentlich erwartet, dass die Kurbelwelle jetzt exakt auf OT steht, wenn die Markierungen am Nockenwellenrad fluchten.
    Tuts aber nicht.
    Die Kurbelwelle steht jetzt auf 2,5 bis 3 Grad nach OT.
    Klar, ist viel besser als vorher, aber dennoch nicht 100%

    Was meint ihr dazu.?

    Vg
    Tommes