Vorsorglicher Wechsel der ZKD beim M 129 I (129.980)

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  • Vorsorglicher Wechsel der ZKD beim M 129 I (129.980)

    Hallo,

    unlängst hat mich ein 250SE Fahrer, welcher seit 50 Jahren (!) diesen Motortyp fährt (seit 30 Jahren nun Wagen Nr. drei, die anderen beiden zuvor hat der Rost zernagt, der erste SE war damals neu gekauft worden), darauf hingewiesen, dass bei seinen drei M 129er Motoren bei jeweils ziemlich genau 125.000 km die ZKD anfing, undicht zu werden (in seinem Fall stets Kühlwasser, was am Motorblock außen runter lief). Hat sich nicht von selbst repariert .... . War auch bei einem Freund von ihm der Fall, in den 70er Jahren.
    Er meinte, ich soll die ZKD vorsorglich wechseln, diese würde ohnehin demnächst fällig werden.
    Dann steig er wieder in seinen Wagen ein und fuhr weiter, mit gefühlt 90 Jahren ... .

    Mein Wagen hat bald 120.000 drauf.

    Wie ist Eure Meinung dazu, vor allem in Hinblick auf den M 129 I?
    Ist in meinem Fall noch die erste ZKD, welche seit 51 Jahren dicht hält, zumindest von außen betrachtet.
    Will da jetzt kein Fass aufmachen, falls jedoch einige von Euch ähnliche Erfahrungen gemacht haben, wäre es ggf. zu überdenken.

    Und würdet Ihr Neuware verbauen (inkl. neuer Dehnschrauben, so dass man nach 1.000 km nichts nachziehen muss), oder eine NOS-Dichtung (welche seit Jahrzehnten im Regal liegt, optisch top) mit den aktuell verbauten Schrauben (sofern alle auf gehen), und diese dann nach 1.000 km - klar - nachziehen?
    Besser Neuware, vermute ich. Oder spricht was explizit für eine NOS-Dichtung?

    Danke für ein paar Sichtweisen.

    Grüße
    Marc
  • Hallo Marc,

    ich habe vor ca. 23 Jahren meinen M129 auf der Autobahn verheizt (hatte das Auto gerade erst repariert und frisch auf der Straße). Motorschaden aufgrund defekter Kopfdichtung zwischen Wasserkanälen und Brennraum (Wasserverlust, Überhitzung, Hauptlager und Kurbelwelle gefressen). Kopf war am Rand so angenagt dass eine Reparatur nicht sinnvoll war. Motor hatte damals ca. 150tkm runter.

    Viele Grüße,
    Hagen
    .
  • Hallo, Marc,

    ja, die verbrennen. Auch beim 220er. Hier sagte man mir sogar bei 250tkm muss auch der Kopf getauscht bzw. überarbeitet werden.
    Naja, ist wohl etwas Panikmache dabei.
    Damit die Dichtung nicht vom inneren Wasserkanal durchgeht, sollte man den Kühlwasserkorrosionsschutz (Ravenol G11, Glysantin G48 und wie sie alle heißen) alle 3 bis 5 Jahre tauschen.
    Das Zeug verbraucht sich und der Motor samt ZKD zeigen sonst Korrosion innen im Wasserkreislauf.
    Ansonsten gilt hier für das lange Motorleben, keine Vollgasfahrten mit hohen Innendrücken und Temperaturbelastung. Den Motor immer auf erlaubte CO einstellen, zu mager läßt ihn auch zu heiß werden.
    Zündig niemals auf zu früh stellen. Auch da verbrennt der Motor gerne heiß.
    Aber vorsorglich tauschen würde ich nicht. Die Werkstätten sind sonst gerne dabei, den Zylinderkopf zu planen, und das geht bolß ein paar mal, da der nur 0,8 bis 1mm Fleisch dafür hat.
    Normalerweise muss auch der Brennraum dabei geräumt werden oder die Kolben oben abgedreht werden, damit die Kompression nicht zu hoch wird. Sonst belastet das auch noch die Pleuellager und Kurbelwelle.
    Macht bloß kein Instandsetzer mehr.
    Bei höhere Kompression steigt sonst auch noch die Verbrennungstemperatur (und Leistung), was aber die ZKD dann auch nicht mag. Das nächste Mal ist also schon vorprogrammiert.

    Einfach das Kerzenbild im Auge behalten, Öl auf Schlamm überprüfen und Motorsichtung draußen machen,

    Gruß
    Christian
  • genau Christian,

    es hilft die Dichtung 3mal an zu ziehen. Das habe ich damals auch immer so gemacht. Einmal bei der Montage, das zweite Mal nach dem Probelauf und ein drittes Mal nach 500km mit ÖL- und Filterwechsel. Das war immer ne dauerhafte Sache.

    Habe selbst einen 220 Sb gefahren, da war bei 230.000 km eine neue Dichtung fällig, selbstredend muss der Alukopp dann geplant werden.

    Gruß

    Volker
    gelöscht!