Aktuelle Schiebedachdichtungen einbauen im W115 und auch für W110 W111 W112 W114 W123 mit mechanischem SSD

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  • Aktuelle Schiebedachdichtungen einbauen im W115 und auch für W110 W111 W112 W114 W123 mit mechanischem SSD

    Hello,
    habe die hintere und die vordere Dichtung gerade beim VdH gekauft. Die Hintere (IM Deckel) ging nach stundenlanger Quälerei (Silikonspray verwendet) bis auf ein Stück von 2cm rein, steht rechts und links aber je ca. 1cm über. Muss die nochmal raus, oder schneide ich die ab? In der Nut bewegen lässt sie sich nicht mehr.

    Die Vordere (zwischen Karosserie und SD-Wanne) habe ich mit Spülmittel eingerieben und, wie bei ROHDE beschrieben, zuerst unten eingelegt/reingedrückt. Dann den oberen Teil der Dichtung nachzuschieben, gelingt mir nicht. Es flutscht ja auch alles und damit flutscht es ja auch immer wieder raus. Ich würde am liebsten Die SD-Wanne absenken, um diese Dichtung einfach einzulegen, kann aber leider keine Anleitung finden, wie das gehen soll. Ist das überhaupt zu raten?
    Danke an alle Antwortenden und Gruß,
    Michael 3000.
  • Hallo,

    Es klappt tatsachlich um die vordere Dichtung so reinzumachen, ist aber eine ganze Fummelarei.

    Beim W123 habe ich dann letztens beim 240TD die Schiebedachwanne abgesenkt, das was viel einfacher. Beim W123 ist die Himmelverkleidung vorne aber nicht unter die Frontscheibe gesteckt und es ist daher leichter den Himmel Ortlich zu loesen.

    Ob das absenken beim W110/115 auch einfach geht... musste ich mal versuchen.

    Ich muss auch wieder bald dran beim W110

    Gruesse, Mathieu
    Freude am fahren - Mercedes Benz
  • Hallo Michael,
    Frontscheibe Fensterschlüssel Spiegel Sonnenblenden mit Halteclips Abbauen,
    Einstiegskeder abnehmen Himmel ablösen
    Schrauben vom Rahmen erreicht.
    Alternativ kannst du auch versuchen die Aluleiste abzunehmen ebenso die Haltebleche an den Schienen um den Himmel an der Öffnung abzulösen und versuchen die Schrauben zu ertasten.
    Lass es!!!
    Gruß HaWA
  • Hallo, da war ich doch recht froh den Beitrag zu finden, da ich auch gerade die Dichtung vorne einbauen wollte und war dann doch beunruhigt, dass es so eine fummelsarbeit sein soll.
    Gestern habe ich nun bei mir die Dichtung angebracht und war überrascht, wie einfach es doch eigentlich ist, oder habe ich etwas falsch gemacht. Die Dichtung sitzt meines Erachtens recht gut.

    Die obere Gummilippe habe ich zwischen der Unterseite des Daches (weiss) und der schwarzen Schiene reingeschoben.
    Vorher habe ich diese Rille gut eingefettet, zum einem damit es besser flutscht und zu anderem als Rostschutz.

    Habe links und rechts mit der Biegung gleichzeitig begonnen, damit die Abstände an den Seiten stimmen.

    Die untere Seite der Gummilippe habe ich unterhalb der schwarzen Schiene geschoben.

    Alles richtig gemacht?

    Viele Grüße
    Eric





  • Also gut, HaWA, ich lasse es mit dem Absenken der Wanne. Überzeugt!
    Feliu, bei Deinem Beitrag habe ich mich gefragt, ob Du die Dichtung richtig herum eingesetzt hast. Diejenige Lippe der Dichtung, die NICHT in die Nut gestopft werden soll und nach Montage sichtbar bleibt, öffnet doch nach unten, oder? Das heißt, sie fungiert nicht als "Regenrinne" wie ein V, sondern andersherum. Oder irre ich mich?
    Gruß
    Michael 3000
  • Hallöle zusammen,

    vor wenigen Tagen habe ich ebenfalls beide SSD-Dichtungen erneuert. Mein wichtigstes Hilfsmittel war dabei in beiden Fällen ein sehr(!) stumpfer Schlitzschraubendreher, sowie etwas(!) Flüssigseife bei der vorderen, und etwas(!) Gummiprofilkleber bei der hinteren Dichtung.
    Die SSD-Wanne blieb dabei wo sie war.

    Seitliches Einschieben und Durchziehen der Dichtungen habe ich dabei nicht praktiziert. Es wäre nach ersten Tests eine Mordswürgerei geworden, oder hätte soviel Gleitmittel erfordert, dass ich Bedenken hatte, dass die Dichtung im späteren Gebrauch wieder herausrutscht.

    In beiden Fällen habe ich zunächst jeweils die Enden der Dichtungen an Ihre endgültige Position gebracht, also mittels stumpfem Schraubendreher die Gummiwülste dorthin gestopft, wo sie hingehören. ein Gedanke dabei: wenn ich nur an einem Ende anfange, laufe ich aufgrund der Dehnbarkeit des Dichtungsgummis Gefahr, dass ich am anderen Ende entweder zu kurz oder zu lang herauskomme. Im Falle von "zu kurz" ist ein Nachziehen kaum möglich, und im Falle von "zu lang" bleibt nur Abschneiden - mit der Gefahr, dass das Gummi womöglich irgendwann im Gebrauch doch noch "zurückspringt" - und dann zu kurz ist. Mag sein, dass meine Bedenken unbegründet sind, aber ... das wollte ich nicht selber herausfinden... ;)

    Vordere Dichtung: habe mir Erics Bild geklaut, und rot eingekreist was im Rahmen verschwinden muss, und grün, was man später noch sehen kann, direkt am Dachausschnitt bzw. Rahmen anliegend. Hier habe ich besagte Flüssigseife in den (gesäuberten, entrosteten, rostschutzlackierten) Profilschlitz gestrichen, sowie das Dichtgummi an den Stellen, die im Profilschlitz verschwinden sollen. Seife hat den Vorteil, dass sie irgendwann trocken wird, ein späteres Herausflutschen also unwahrscheinlich ist. Fette bleiben immer flutschig, und wenn auf mineralölischer Basis, greifen sie womöglich den Gummi an. Muss ja nicht sein. Also: linkes und rechtes Ende der Dichtung durch vorsichtiges aber nachdrückliches Hereinstopfen an der Sollposition "installiert", und dann in der Mitte, dann wieder jeweils auf halber Strecke zwischen zwei bereits fixierten Stellen, ähnlich dem Pilgerschritt beim Schweißen. Dadurch hat man am Ende an allen Stellen den Gummi mit gleicher Spannung, also ohne Dellen oder Beulen, an Ort und Stelle.

    Hintere Dichtung: ohne Seife oder sonstige Gleitmittel. Passgenaue Positionierung und spannungsgleiche Einbringung in kleinschrittiger Fleißarbeit mit dem stumpfen Schraubendreher wie die vordere Dichtung. Am Schluß Fixierung der etwas abstehenden Enden jeweils auf ca. 2-3cm Länge "um die Kurve herum" mit etwas Profilgummikleber. Auf den beiden Bildern ist da noch nichts geklebt.

    Natürlich ist beim Hereinstopfen Geduld und Konzentration gefordert, man muss auch bereits bearbeitete Stellen ggfs. nochmal nachbearbeiten, bis alles gerade sitzt. Auch sollte man die lackierten Kanten am vorderen Dachausschnitt bzw. an der hinteren Deckelkante mit einer Lage Krepp-Klebeband o.ä. schützen für den Fall, dass man mal mit dem Schraubendreher abrutscht oder "danebenstopft".

    Dauer pro Dichtung: etwa 20 - 30 Minuten.

    Vielleicht hilft´s ja zur Veranschaulichung.

    Beste Grüße,
    Lutz

    P.S. ich teile Michaels Ansicht, dass die sichtbare Lippe der vorderen Dichtung nach unten öffnen, also nicht als Regenrinne fungieren soll. Denn als Rinne fungiert ja an sich schon die darunterliegende SSD-Kassette (Wanne) mit ihren Abläufen in den 4 Ecken.
    Bilder
    • rot drinnen, grün draußen.jpg

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    • hinten, links, Seitenansicht.JPG

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    • hinten, rechts, Draufsicht.JPG

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    • stumpfer Dreher.JPG

      1,26 MB, 2.592×1.944, 27 mal angesehen
  • Hallo Michael,

    da dieser Fred nicht nur für W115-Piloten, sondern (mindestens) auch für W110/111/112/114/123er-Besitzer mit mechanischem SSD interessant sein dürfte (da praktisch baugleich), wäre es sinnvoll, wenn Du die Überschrift Deines Start-Postings entsprechend abänderst, sodass er auch von nachfolgenden Rechercheuren und Suchfunktionsnutzern auffindbar wird.

    Bei den eSSDs schaut das Ganze etwas anders aus, glaube ich. Im Zweifel einfach das "im W115" ersatzlos streichen.

    Dank&Gruß
    Lutz
  • Hallo Lutz,
    so, die vordere Dichtung ist schon mal drin. Es hat mit Deiner Beschreibung sehr gut geklappt. hier noch einige Anmerkungen:
    Alle Beschreibungen waren ausnahmslos gut. Man sollte aber auch nicht zu wenig Flüssigseife nehmen. Die gesamte Dichtung innen und außen "flutschig" machen, ebenso die Nut. Dann erst unten einlegen. Der danach kommende obere Teil ging bei mir sogar ohne Hilfsmittel (stumpfer Schraubenzieher) rein, nur mit den Daumen. Vielleicht muss man am Schluss noch dieses sichtbare "auf dem Kopf stehende V" anheben, um dahinter dann mit dem Schraubenzieher den unteren Teil in die Nut zu schieben. Vorsicht bei den anvulkanisierten Kurven der Dichtung: bei mir ist sie ein wenig eingerissen bei dem ganzen Gezerre.
    Vielen Dank nochmals an alle.
    Grüße
    Michael 3000
    P.S. hintere Dichtung kommt noch.
  • Hintere Dichtung:
    hat ebenfalls sehr gut funktioniert. Wichtig: Hier kein Gleitmittel verwenden. Nachdem man an den Enden angefangen hat, im "Pilgerschritt" weitermachen. Zuerst die Kante vom Unterteil in die Nut legen, dann von oben nachdrücken (da, wo der SD-Lack ist). Bei mir ging es sogar nur mit den Daumen. Am Schluss habe ich mit einem Karosseriekeil nachjustiert, und zwar zunächst von oben zwischen Lack und Dichtung runtergedrückt, dann noch "von hinten" auf den Wulst, damit er nochmal nachrutscht.
    Danke und allen anderen auch viel Erfolg!
    Michael 3000