Eigenbauwerkzeuge und andere Hilfsmittel

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  • Bernhard hat zum Ausrichten der Kardanwelle das abgebildete Werkzeug gebaut, ich habe das dann an meinem /8 diese Woche mit Erfolg getestet. Das Ziel ist, die durch nicht exakte Kardanwellenflucht erzeugten Vibrationen auf Null zu bekommen.

    Es handelt sich letztlich um ein abgedrehtes Stück POM in Dicke der Gelenkscheibe, versehen mit dem Lochkreis vom Dreiarmflansch und einem an der Drehmaschine angefasten Verschiebestück einer alten Kardanwelle. Das Mittellager ist idealerweise das, weches dann auch an der Welle montiert werden soll. Ich empfehle das aus dem Grund, weil die Mittellager nicht zwingend identisch sind.

    Die Vorgehensweise:
    1. Gelenkwelle ausbauen, Gelenkwellenstücke zueinander markieren
    2. POM-Scheibe mit vorderem Gelenkwellenstück an Getriebeflansch verschrauben und Verschiebestück einstecken
    3. Mittellager in Tunnel verschrauben
    4. beide Motorlager an Fahrschemel lösen
    5. Schrauben Hosenrohre zu Krümmer lösen, Befestigung Auspuff zu Getriebe lösen
    6. Hinteren Motorträger lösen
    7. Flucht der vorderen Gelenkwelle zu Mittellager sauber einstellen, Schrauben Motorlager und Motorträger wieder festziehen

    Meißtens stimmt die Flucht in der Horizontalen nicht. Für die Vertikale muss entsprechend mit Beilagscheiben gearbeitet werden. Ich empfehle die Scheiben mit ausreichender Auflagefläche zwischen Getriebelager und Getriebe zu parken, ab Werk waren die aber scheinbar zwischen dem Motorträger und der Karosse. In meinem WHB steht zumindest der Satz, dass wenn Beilagscheiben zwischen Motorträger und Karosse sind, diese wieder exakt so eingebaut werden müssen, da sonst die Gelenkwellenflucht nicht mehr stimmt.

    Der Rest ist denke ich klar.

    Ergebnis: auch bei hohen Geschwindigkeiten (130 bis 200) keinerlei Vibrationen mehr und kein Brummen.
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    Mit doppelgenocktem Gruss, Matthias
  • Hallo zusammen,

    Ich denke die meisten hier kennen das leidige Thema festklemmende Bremskolben aus den Sätteln zu bekommen. Die übliche Methode mit Druckluft hat den Nachteil dass man häufig den benötigten Druck nicht zusammenbekommt und wenn doch der Kolben mit einem Knall rausspringt und ca. 1/2 Liter Bremsflüssigkeit durch die Gegend spritzt.

    Ich habe diesmal eine im Installationsgewerbe übliche Abdrückpumpe benutzt. Zuerst die Bremsflüssigkeit vollständig auslaufen lassen, dann die Pumpe anschließen, Sattel senkrecht stellen, Wasser durchpumpen und entlüften, Entlüfterventil schließen und Kolben ganz bequem und definiert rausdrücken. Danach Sattel und Kolben sofort mit Pressluft trocknen.

    Viele Grüße,
    Hagen
    .
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  • Hallo zusammen

    Ähnliches habe ich mir für meinen M189 Motor gemacht. Besser gesagt, ich habe es entworfen und mein Bruder hat die Blechwanne auf seiner Biegebank gebogen. Das Teil finktionierte perfekt, wurde an die vorhandenen Schrauben der Getriebeabdeckung mitbefestigt.

    Mittlerweile habe ich es an einen Bedürftigen mit leichter Inkontinenz weitergegeben da ich meinen Borgmannring (übrigens nur die untere Hälfte) gewechselt habe.
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    Viele Grüsse

    Winfried

    300 SE W112 Cabrio M189 Automatik Fahrgestellnummer ...9840 Ende 1967

    "Das Beste oder nichts?" "...ist immer noch besser als gar NICHTS"

    w112 (affe) gehrmann-privat.de
  • Hi Jörg

    Seit mehreren Monaten und knapp 4.000 km konkret dicht. Ist auch schnell wieder gemacht. Dafür lecken momentan meine Servoleitungen ein bisschen. Das war ja bei meiner Motorreparatur alles auseinander. Da muss ich ran wenn ich zurück bin.
    Viele Grüsse

    Winfried

    300 SE W112 Cabrio M189 Automatik Fahrgestellnummer ...9840 Ende 1967

    "Das Beste oder nichts?" "...ist immer noch besser als gar NICHTS"

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  • Rennflosse wrote:

    Hallo Winfried!

    Hättest Du vielleicht behalten sollen.
    Nach dem Tropfen ist vor dem Tropfen... ;)

    Viele Grüsse

    Jörg
    bleibt in der Familie, ging an Lutz ;)
    Viele Grüsse

    Winfried

    300 SE W112 Cabrio M189 Automatik Fahrgestellnummer ...9840 Ende 1967

    "Das Beste oder nichts?" "...ist immer noch besser als gar NICHTS"

    w112 (affe) gehrmann-privat.de
  • Ich habs ja schon wo anders gepostet, aber nur der Ordnung und der SuFu halber hier auch:
    Ich hab mich immer geärgert, wenn ich am M127 die KW drehen musste und die Stecknuss allein zu kurz, die kurze Verlängerung aber zu lang war, um mit der Ratsche am Alupropeller vorbeizukommen. Außerdem nervte es, beim Zündungsabblitzen mit einer Hand das Gasgestänge definiert in einer Stellung zu halten, mit der zweiten Hand die Strobolampe zu handhaben, mit der dritten Hand den Verteiler zu drehen und mit der vierten Hand die Klemmschelle... äääh, na ja... 8|
    Für diese Arbeiten hab ich mir zwei Helferlein zusammengeschustert, die nicht aufwändig zu machen sind, aber die dritte und vierte Hand gut ersetzen.

    Rohrsteckschlüssel exakt für die Tiefe der KW-Riemenscheibe abgelängt, der China-Ratschenringschlüssel (der normalerweise im Schrott gelandet wäre) passt schön zwischen der Riemenscheibe und dem Lüfterflügel durch. Ich frage mich immer, wie das mit handelsüblicher Nuss und Ratsche halbwegs menschenwürdig gehen soll....

    "Gasgeber". So lässt sich eine angepeilte Drehzahl sehr exakt einstellen und man hat zumindest eine Hand frei, die den Verteiler hindreht.


    Hier im Einsatz.
    Das Ganze noch in Nato-Lack RAL 3000 Feuerrot seidenmatt getaucht, damit es im Motorraum möglichst auffällt und nicht beim Starten vergessen wird (ratet mal, warum ich letztes Jahr in Ornbau mit Horst die Kühler-Ecke durchforstet habe...).
    Ich denke, das lässt sich auch für andere Gegebenheiten entsprechend anpassen.
    Ich fands ganz praktisch; die ein, zwei Stündchen an der Werkbank haben sich gelohnt.
    Gute Grüße
    Uli

    "Spaltmaße sind überbewertet."