Spurverbreiterung beim Mercedes W 108, Baujahr 1972

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  • Spurverbreiterung beim Mercedes W 108, Baujahr 1972

    Hallo Freunde des Altblechs,

    wenn der Oldtimer fast perfekt ist und der Motorraum nahezu fabrikneu aussieht, kommt eine gewisse Unruhe auf, was denn jetzt noch zu "verbessern" ist.
    Meine Schrauberfreunde haben mir dazu geraten, eine Spurverbreiterung um je 2cm an der Hinterachse vorzunehmen, damit das Fahrzeug von hinten nicht so obeinig aussieht. Es gibt diese Spurverbreiterung z.B. beim H&R-Team. Eine Anfrage beim H&R-Team hat jedoch ergeben, dass für den W 108 eine allgemeine Betriebserlaubnis für die Spurverbreiterung nicht vorhanden ist, für den W 126 liegt eine solche vor. Eine Nachfrage beim hiesigen TÜV hat ergeben, dass bei einer Eintragung das H-Kennzeichen gestrichen wird. Das will ich natürlich nicht und ich will auch nicht ohne Eintragung einfach eine Spurverbreiterung einbauen.
    Jetzt meine Frage:
    Hat jemand für den W 108 eine Eintragung in den Kfz-Schein erreicht, ohne dass das H-Kennzeichen dadurch verlustig ging. Welche Erfahrungen habt ihr bei dieser Sachlage gemacht. Um Ratschläge wäre ich dankbar.

    Mit freundliche Grüßen

    Rainer
  • Hallo,

    zu Deiner Frage kann ich nichts schreiben.
    Aber:
    Hast Du hinten das Boge-Bein eingebaut, oder als Alternative die Stahlfeder (mit welcher die Betriebserlaubnis ebenfalls erlischt beim 280SE)?
    Mit der Stahlfeder stehen die Wagen - nach meiner Beobachtung - oft o-beinig da ... .
    Ansonsten ggf. dünnere Gummischeiben unter den oberen Enden der hinteren Federn einsetzen, dann kommt das Heck etwas runter.
    Oder sind hinten vielleicht die falschen Federn verbaut?

    Grüße
    Marc
  • Hallo Rainer,

    ich habe bei einem o-beinigen W113 (Stahlquerfeder) das Differential um 12mm abgesenkt (Abstandsringe und längere Schraube am Mittellager) und etwas höhere Federgummis eingebaut. Damit war er hinten etwas höher (was mMn. gut aussah) und der positive Sturz war weg. Mein W108 hat hinten nach Einbau von "Federn für Länder mit schlechten Straßenverhältnissen" auch etwas postiven Sturz an der Hinterachse. Da werde ich jetzt das Differential auch absenken.

    Viele Grüße,
    Hagen

    p.s.: H-Kennzeichen, Betriebserlaubnis, Eintragung und so ein Gedöns interessiert hier auf der Insel niemanden.
    .

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von VDH0815 ()

  • Hi, vielleicht sollte ich die Frage anders stellen.....wie viel Platz ist noch, wenn du mit Schmackes in der Kurve fährst ?
    *Gruß Hoffy !!!
    Hintergrund: Denke mir, die 5 cm sind schon gut, aber der Querstabbi für die Hinterachse ist Gummi gelagert und dadurch "schwimmt" die Hinterachse auch ein wenig hin und her und damit sind die 5cm auch ausgereizt.....noch 2 cm dazu, Reifen taucht auch in der Kurve mit ein, gibt es Kratzer auf den Reifen.....natürlich nicht, wenn du nur gesittest durch die Gegend fährst ;o)
  • Hahahaha...."ohne den flüssigen Verkehr aufzuhalten"....also mußt du doch rasen :o)))))
    Mach dir mal hierrüber Gedanken "damit das Fahrzeug von hinten nicht so o-beinig aussieht" , als mit irgendwelchen Verbreiterungs - Platten rum zu eiern ;o)

    Fahrwerk ist neu, Boge ist neu, Wagen steht O-Beinig da.....Wurden die Achsbuxen hinten am Boden festgezogen oder auf der Hebebühne ????
    *Gruß Hoffy !!!
  • Hi und häähhhh.....hatte ne Frage gestellt und will hier nicht Rätselraten draus machen.
    Dann sei doch zufrieden und nix wurde falsch gemacht.....mach mal ne'n Foto von deiner O-Beinigen Hinterachse und setz es hier rein.
    Werden am Boden, in der Grube und oder auf Hebebühnen zum rauffahren angezogen.....is aber kein Geheimnis.
    *Gruß Hoffy !!!
  • ups
    @Wuff_6.3
    Bist Du Dir da ganz sicher, daß das so ohne weiteres geht?
    Ich habe hier gelernt, daß diese Anpassung beim Coupe nicht geht.

    hoffy schrieb:

    ist Gummi gelagert und dadurch "schwimmt"
    Es soll ja Gurus geben, die vor 15 Zoll Felgen warnen, weil diese etwas breiteren Felgen auch beim 6,3 an der Karosserie schleifen können (!). Und der 6,3 hat andere Radhäuser.
    Gruss & schönen Tag,
    Hendrik
  • Ich für meinen Teil frage mich die ganze Zeit, was Spurverbreiterungen an der "O"-Beinigkeit ändern sollen. Wenn der Wagen mit positivem Sturz an der HA da steht, so jedenfalls interpretiere ich den Begriff "O"-beinig, werden auch Spurplatten daran nichts ändern, das Gleiche gilt für breitere Felgen oder solche mit geringerer ET...

    Und ja: Die Fahrwerke mit ihren spieligen Achsschenkelbolzen und vergleichsweise kapriziösen Querlenkern reagieren empfindlich auf Modifikationen wie breitere Reifen etc..

    MfG
    Maik
    "Die weltweite Nachfrage nach Kraftfahrzeugen wird eine Million nicht überschreiten, allein schon aus Mangel an verfügbaren Chauffeuren"
    (Gottlieb Daimler)
  • Großarth4405 schrieb:




    wenn der Oldtimer fast perfekt ist und der Motorraum nahezu fabrikneu aussieht, kommt eine gewisse Unruhe auf, was denn jetzt noch zu "verbessern" ist.
    Sowas hatte ich noch nicht,

    Scherzmodus "on"

    aber ich würde in dem Fall einfach damit fahren und das Fahrzeug geniesen.

    Scherzmodus "off"
    Viele Grüsse

    Winfried

    300 SE W112 Cabrio M189 Automatik Fahrgestellnummer ...9840 Ende 1967

    mercedes(affe)gehrmann-privat.de
  • Hallo Maik,
    mit o-beinig meine ich, dass die Hinterräder von oben nach unten schräg verlaufen, so dass der Reifen oben nach außen gerichtet ist und unten nach innen, also so \---/.

    Die bisherigen Antworten zeigen wohl, dass es niemanden hier im Forum gibt, der eine Spurverbreiterung mit Spurplatten bei einem W 108 hat eintragen lassen. Es scheint auch so zu sein, dass der TÜV dieses nicht erlaubt.

    Viele Grüße
    Rainer
  • Hi Rainer, die bisherigen Antworten scheinen dich nicht zu befriedigen, bau dir die Platten an, fahr zum Tüv und mach ne Einzelabnahme, du bist zufrieden, der Tüv ist zufrieden und die Welt ist wieder in Ordnung.
    Oder mach die 225er Reifen rauf, sparst du dir die Platten und der steht dann hinten bestimmt nicht mehr O-Beinig da. Oder leg dir ne Bleiplatte im Kofferraum, dann dürfte der nicht mehr O-Beinig dastehen. Man könnte auch den Tank mal voll machen, sind 85 Liter, also 85 KG mehr Gewicht.
    *Gruß Hoffy !!!

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von hoffy ()

  • Hi Hoffy,
    es kann keine Rede davon sein, dass ich mit den bisherigen Antworten nicht zufrieden bin. Ich bin Dir und allen anderen dankbar für die Vor- und Ratschläge. Ich stelle nur fest, dass wohl niemand der W 108-Fahrer Spurplatten verbaut hat, die vom TÜV genehmigt wurden. Da es für die Spurplatten keine ABE für den W 108 gibt, wird der TÜV auch keine Einzelabnahme machen, so wurde es mir vom TÜV gesagt. Und wenn dann noch schließlich das H-Kennzeichen entfällt, hat sich die Angelegenheit ohnehin erledigt, wie ich ja schon eingangs meiner Anfrage geschrieben habe. Übrigens auch ein voller Tank ändert an der O-beinigkeit nichts.

    Allen vielen Dank und viele Grüße
    Rainer
  • Moin,

    also Deine Perle hat hinten neue Federn, und vielleicht auch neue "Gummiteile" über diesen (am oberen Ende), welche es - glaube ich - in drei Stärken gibt (auch zum Ausgleich, falls das Heck etwas schräg stehen sollte ...).
    Könnte es denn sein, das da zu starke Federn eingebaut worden sind, oder vielleicht sogar unpassende (von einem anderen Modell)?
    Die Federn haben Farbmarkierungen, und die welche drinnen waren (idealer Weise ab Werk), sollten eben wieder rein kommen (in neu).
    Warum wurden die Federn eigentlich gewechselt? Hing er hinten runter? Da gegen ist ja die Boge verbaut.
    Oder stimmt was mit der (funktionierenden!?) Boge nicht? Die gibt es ja auch in mehreren Ausführungen (wobei ich nicht weiß, ob unterschiedliche Ausführungen generell in den 108er einbaubar wären).
    Und was ist mit dem Mittellager (mittig im Kofferraum)? Hast Du da ggf. was unpassendes verbaut (vielleicht passt ja z.B. das vom 6.3er, und vielleicht ist dieses zu hart / groß / hoch, was ich nicht weiß / beurteilen kann).
    Irgendwo bei diesen Möglichkeiten liegt die Ursache für das hohe Heck (außer, dass die Vorderachse zu tief ist ...., und es deshalb den Hintern hoch hebelt).
    Ich gehe davon aus, dass das Heck noch ab Werk ist, oder wurden da umfangreiche Schweißarbeiten ausgeführt, bzw. gab es vielleicht mal einen Unfallschaden (vor Jahrzehnten), so dass deshalb ggf. deutlich mehr hinten nicht mehr passt?
    Vielleicht wurden ja schon mal unpassende Federn verbaut, und diese dann nochmals (wieder unpassend) erneuert.

    Grüße
    Marc
  • Großarth4405 schrieb:

    Hallo Marc,
    das Heck steht nicht hoch, die Räder stehen o-beinig.
    Viele Grüße
    Rainer
    Wenn das Auto hinten so steht, wie Du es weiter oben beschrieben hast, dann steht auch das Heck zu hoch. Im Normalfall steht ein 108er hinten mit leicht negativen Sturz da, die hinteren Radbögen decken die Reifen etwas ab. Wenn dann noch die Vorderachse passt, ist die Zierleiste am Schweller praktisch in Waage.
    Dein Auto steht mit positiven Sturz da, worunter das Fahrverhalten leidet, da hierdurch die Hinterachse instabil werden kann, insbesondere beim anfahren/durchfahren von Kurven. Das Heck steht höher als werkseitig vorgesehen.

    Ich wiederhole mich: Weder der Anbau von Spurplatten, noch breitere Reifen werden dieses Problem beseitigen, weil die Ursache damit nicht beseitigt wird.

    Mit freundlichen Grüßen
    Maik
    "Die weltweite Nachfrage nach Kraftfahrzeugen wird eine Million nicht überschreiten, allein schon aus Mangel an verfügbaren Chauffeuren"
    (Gottlieb Daimler)