Schaltmechanik Lenkradschaltung Strich 8

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  • Schaltmechanik Lenkradschaltung Strich 8

    Hallo,
    an einem der familieninternen Strich 8er (200) mit Lenkradschaltung spinnt die Schaltmechanik.

    Erkannt ist, dass der untere Federring, der die Hebel nach oben drückt, sich verflüchtigt hat.
    Dasselbe gilt für den Anlaufring oben
    Folge: 3. und 4. Gang sind nicht mehr einlegbar, dafür der Rückwärtsgang ohne den Hebel zu ziehen.

    Wenn ich provisorisch den unteren Federring simuliere, gehen alle Gänge wieder, aber der Rückwärtsgang ist weiterhin ohne Ziehen des Schalthebels einlegbar. Das verstehe ich nicht.
    Am oberen Ring kann es nicht liegen, da ja dadurch der Hebel für den Rückwärtsgang noch tiefer kommt und der Mitnehmer der Schaltachse früher eingreifen kann.
    Liegt das Problem vielleicht oben in der Mechanik beim Schalthebel ?

    Klar ist, wir brauchen eine dauerhafte Lösung.
    Gefunden habe ich hierzu keine Unterlagen. Wenn jemand einen Link weiss, wäre ich dankbar...

    Ansonsten: Hat jemand vielleicht einen Rat für mich, wie die Schaltmechanik mit möglichst geringem Aufwand ausgebaut werden kann?
    An die oberen Schrauben -um die Mechanik von der Schaltstange abzuziehen- kommt man von unten nicht ran.
    (wenn das Lenkgetriebe draussen ist, geht´s dann ?)

    Oder kommt man bei, wenn man die Abdeckung der Lenkstange bei der Durchführung löst und nach oben schiebt ?
    Oder muss ev die ganze Lenkung raus ?
    (Irgendwo hab´ich gelesen, dass das ganze Geraffel mit Schaltmechanik nach oben herausgenommen werden kann.
    Muss das wirklich sein bzw : macht das Sinn ?)

    Und dann bleibt immer noch die Frage, warum der Rückwärtsgang ohne Schalthebelziehen eingelegt werden kann. ?(
    Das verstehe ich wirklich nicht, kann es also auch nicht reparieren....

    Ich hoffe auf Erfahrungswerte ..

    viele Grüsse vom See

    Dieter
  • Die Anleitung im Strich8-Forum war wirklich hilfreich.
    Die Ursache meines Problems war definitiv, dass sich Federring und Scheibe auf der Schaltachse offenbar in Luft (oder besser Rost) aufgelöst hatten.

    Ich habe die Mechanik jetzt repariert und habe ein paar Anmerkungen, die anderen vielleicht helfen können:

    Also: Lenkstange muss beim besten Willen nicht raus.

    Die Konsole mit den Umlenkhebeln lässt sich relativ einfach ausbauen:
    An die oberen 2 Muttern kommt man gut ran mit einem gekürzten 13er Gabelschlüssel. Länge ca 10cm). Ich habe einen hierfür billigen Doppelmaulschlüssel "geopfert" und den 12er Kopf abgesägt.

    An die untere Schraube kommt man mit einem gekröpften 13er Ringschlüssel vom Fussraum her, wenn die Lenkstangenabdeckung hoch geschoben ist. (oder besser hoch- "gejuckelt", ging nicht einfach...).
    Das Ansetzen der unteren Mutter beim Zusammenbau ist Gefühlssache, man sieht ja nicht hin, ist aber machbar.
    (Und wer am Tag zuvor Fluid Film auf die verschraubungen gespritzt hat, dreht die Muttern nach dem ersten Lösen von Hand ab...)
    Ach ja noch ein Tip: ein Tuch im Spalt zur Mittelkonsole verhindert, dass sich allfällige Teile hinter die Mittelkonsole verabschieden können)

    Den Schalthebel für den Rückwärtsgang habe ich auf der Schaltachse belassen , die entsprechende Schaltstange blieb angekoppelt. Den Hebel habe ich zudem mit Kabelbinder so fixiert, dass er in oberster Position bleibt.
    Den Schaltknopf habe ich in Rückwärtsgang Stellung am Lenkrad fixiert.

    Das verhindert zum einen, dass sich der Quer-Bolzen in der Schaltachse verschieben kann und erleichtert die Wiedermontage.
    Wenn die Schaltstange nämlich in der obersten Stellung fixiert ist, können gefettete Hebel, Scheibe und Federring einfach auf die Schaltachse geschoben werden (Schalthebel müssen nicht ausgerichtet werden !!), bevor die Konsole letztlich aufgeschoben wird.
    Die oberen Muttern sind dann auch einfach anzusetzen und können fast vollständig von Hand fest gedreht werden, weil die Konsole praktisch bis Anschlag (ohne Gegendruck vom Rückwärtsganghebel) reinrutscht.

    Das Kabel des Rückwärtsgangschalters muss übrigens nicht -wie beschrieben- abgezogen werden. Der elektrische Teil ist drehbar (wenn er nicht festgemottet ist).

    Der Benz schaltet jetzt wieder wie neu.
    Auch der Rückwärtsgang geht nur noch rein, wenn der Schaltknopf vorher herausgezogen wird. Offenbar reichen hierfür die 4mm aus, die die Schalthebel jetzt höher auf der Schaltachse positioniert sind...

    Trotz allem: ein ziemlich hoher Aufwand um eine Scheibe und einen Federring zu ersetzen...

    viele Grüsse vom Bodensee

    Dieter