W112 Coupé chemisch entlackt und entrosten

    W112 Coupé chemisch entlackt und entrosten

    Hallo,
    ich habe Ende Februar einen Termin zum chemischen entlacken und entrosten, Tauchbadverfahren. Damit auch die Hohlräume absolut entlackt und entrostet werden, muss ich sicherstellen dass die Chemiebrühen gut in die Hohlräume einfließen und wieder abfließen können und soll dafür an den tiefsten Stellen der Hohlräume Löcher bohren.

    Ich weiß dass hier schon Kollegen W111 Coupes in chemischen Tauchbäder hatten.

    Kann mir von euch jemand sagen wo ihr da entsprechende Löcher gebohrt habt?
    Viele Grüße Ulli

    W112 300SE Coupe, April 1964
    Hallo,
    bei mir ist nichts zugeschweißt :cool:
    Ich habe schon einige Ablauflöcher an der Coupe Karosse gesehen. Ich werde mir mal den Plan für die Hohlraumversiegelung vornehmen und schauen welche Sektionen da versiegelt werden sollen und was da schon an Öffnungen/Löcher sind und mir dabei auch Hohlraumstellen sind wo keine Ablauflöcher sind, wie z.B. Der erwähnte Fondfussraum.
    Viele Grüße Ulli

    W112 300SE Coupe, April 1964
    Hi Ralf,
    die Brühe vom Entlacken das muss alles raus bevor die Entrostung gemacht werden kann und diese Brühe muss auch komplett raus bevor der ins KTL Tauchbad geht.
    Oder wie Hoffy oben sagt dass die Brühe nicht auf die Stasse dröppelt :thumbsup:
    Ich werde hier später mal darüber berichten.
    Viele Grüße Ulli

    W112 300SE Coupe, April 1964
    Hi Ulli,

    das Prinzip ist einfach. Damit die Brühe rein und rausläuft, muss an der obersten und untersten Stelle ein Loch sein. Du musst dir die Karosse genau anschauen, wenn sie nackt ist. Auch im Dach ist am höchsten Punkt ein Loch zu bohren. Überleg dir auch, wo Lufblasen entstehen könnten. Zur Größe der Löcher: Im Dach sind 3,5 bis 4 mm ausreichend, man sollte das Loch problemlos wieder zuschweißen können. Wo man es nicht sieht, können die Löcher größer sein. In den Hohräumen der Bodengruppen ist i.d.R. viel Dreck und Rost die sich nicht unbedingt auflösen aber raus müssen. Es ist auch zu berücksichtigen, dass der Entroster die karosse und Hohlräume mit dem dampfstrahler spült. Dort wo ohnehin Bleche ersetzt werden, müssen (z.B. Schweller) würde ich richtig grosse Öffnungen reinflexen. Zu ersetzende Bleche kann man auch vollständig entfernen wenn man ev. erforderliche Versteifungen eingeschweißt hat.

    Bei mir waren bei allen Autos nach der Entlackung/Entrostung noch Dreck, Steine, Spachtelklumpen etc. in den Hohräumen insbes. Schwellern. Die Leute, die die Drecksarbeit beim Entroster machen sind eher gering bezahlt. Die Betriebe selbst haben viel Geschäft, worunter die Qualität leiden kann. Man muss die Sache selbst durchdenken und vorbereiten. Das trifft auch für die KTL zu.


    Udo

    Udo
    Hallo Udo,
    ich lasse die Entlackung/Entrostung hier machen
    abbeiztechnik.de/
    da kommt das Coupé in eine Art Drehgestell wie man auf den Bildern sieht. Das Fahrzeug wird also nicht nur eingetaucht, sondern dabei auch um seine eigene Längstachse gedreht. Ob das jetzt effektiver für das Ein- und Ausfliessen der chemischen Flüssigkeiten und der gelösten Rückstände ist als nur das schräge Eintauchen des Fahrzeuges vermag ich jetzt noch nicht zu beurteilen.
    Im Dach brauche ich nichts zu bohren, da ist das Schiebedach, die Schwellerspitzen müssen vorne beide erneuert werde, die flexe ich grossflächig auf und in den Schwellerköpfen hinten da bohre ich dann am tiefsten Punkt 10 oder 15mm Löcher rein. Wie oben schon erwähnt sehe ich mir die jetzt komplett nackte Karosserie anhand des Hohlraumversiegelungsplans an und schaue wo schon ausreichend Öffnungen sind und wo nicht.

    Danke für deine Informationen.
    Viele Grüße Ulli

    W112 300SE Coupe, April 1964