Motor springt nicht mehr an M127 220SE

    Hallo Zusammen

    Gerade wollte ich es schreiben:der Ring sitzt bei mir zu hoch, nicht zu tief.
    Den Pertronixtest hatte ich mir heute auch gegoogelt. Ich ziehe jetzt in die Werkstatt um, werde also gehen, sehen und berichten.

    Bis später

    Update:
    Motor läuft wieder, da ich den Ring durch abschleifen der U-Druck Achsbefestigung weiter runter drücken konnte - Danke an 300SEL/6.3 für den Hinweis!

    @Maik betreffend Pertronix-Test:
    ich hatte mit der Pertronix den statischen ZZP mittels Prüflampe gesucht und gefunden, da bei Verdrehen je nach Position die Lampe aus- oder angeht. Kann ich mir in dem Fall das Prozedere mit den Kabeln und Multimeter um Spannungsfluktuation zu messen sparen und den Fehler ausschliessen, oder mache ich einen Denkfehler?

    Nach wie vor aber besteht das Problem, dass der Motorlauf ohne Last und Unterdruck gut, mit aber lausig im unteren Drehzahlbereich ist. Das war vor der Pertronix-Umrüstung nicht der Fall. Der ZZP mit U-Druck ist zwar aufgrund des rauen Laufs schwer zu messen, scheint aber von den Werten her zu stimmen, es wird also nach Vorgabe verstellt. Daher glaube ich eigentlich nicht, dass es an der Fliehkraft- bzw. U-Druckverstellung liegt. Nur an was dann? Bleibt doch eigentlich nur noch ein schwächlicher Zündfunke, zumal ich beim Abblitzen des ZZPs den Eindruck habe, dass es Aussetzer im Stroboskop gibt.

    Ich glaub ich will nen Diesel ... ||
    Gruß
    Paul
    Hallo Paul,
    ​wenn die Funkenposition nicht stimmt gibt es noch die Möglichkeit die Gewinde in der Montageplatte entsprechend umzusetzen.
    ​Hab ich bei einem 230SL getan.
    Dem Ami anzukreiden das die Unterdruckverstellung für USA etwas anders funktioniert wie hier ist unfair.
    Beim M110 V musste ich die Grundplatte neu anfertigen.
    Gruß HaWA
    Hallo Paul,

    bei einer elektronischen Zündanlage wie der Pertronix sollte niemals der ZZP statisch mittels Prüflampe eingestellt werden, die Zündanlagen sind dafür nicht ausgelegt, im schlimmsten Fall ist das Teil danach sofort im Eimer. Bei den Fulmax-Zündungen wird in der Einbauanweisung explizit auf diese Tatsache hingewiesen.

    Trotzdem wird Deine Anlage nicht defekt sein, andernfalls gäbe es gar keinen Funken. HaWa wird Recht haben: Du hast wahrscheinlich ein Problem mit der Funkenposition, der Impulsgeber sitzt nicht genau an der selben Position, an welcher vorher der Unterbrecher saß, dadurch stimmt die gesamte Position der Bauteile im Zündverteiler nicht mehr so, wie es original gewesen ist. Insbesondere trifft das auf den Verteilerfinger zu, dieser steht dadurch in suboptimaler Position zum jeweiligen Kontakt in der Verteilerkappe und der Zündfunken springt nicht mehr gescheit über.

    Abhilfe würde das Versetzen des Moduls bringen, wie HaWa schon angedeutet hat. In den meisten Fällen hilft aber der einfache Tausch des Verteilerfingers gegen eine Ausführung mit breiterem Kontakt, in Deinem Fall sollte von Beru der EVL085 passen.

    MfG
    Maik
    "Die weltweite Nachfrage nach Kraftfahrzeugen wird eine Million nicht überschreiten, allein schon aus Mangel an verfügbaren Chauffeuren"
    (Gottlieb Daimler)
    Hallo HaWa
    Hallo Maik

    Danke euch, vor allem auch für die Hinweise betreffend statischem ZZP. Ist ja schön, wenn man so wenig weiss wie ich, dann lernt so viel dazu ^^ .
    Natürlich habe ich mich auch an die Pertronixe gewendet. Habe als Mailantwort Hilfe, aber auch den expliziten Hinweis erhalten, dass es nicht nötig, ja schädlich sei, den Abstand durch Feilen oder Bohren oder wie auch immer zu verändern (Stichwort "Abstand 0.75mm" im Troubleshooting), denn die Module seien genau für den angegebenen Verteiler gemacht. Ich habe nachgefragt, warum dann im Troubleshooting auf diesen einzustellen Wert verwiesen werde. Darauf hiess es, allein die beiliegende deutesche Bedienungsanleitung sei massgebend. Es gebe eben Kits, wo die Anpassung vorgesehen ist, andere, wo nicht.
    Dass sich der Ring wie weiter oben beschrieben nicht auf Position drücken liess, dass der Abstand sehr gross ist, dass das Modul nicht genau mittig zur Nockenwelle liegt ... ja nun, es trug nicht gerade zu meiner Entwirrung bei, daher hier auch immer wieder Fragen meinerseits.
    Gruß
    Paul
    So, wieder mal Zeit für ein Update

    Der Wagen startet zwar wieder einigermassen, läuft aber immer noch schlecht, mit Unterdruck deutlich schlechter als ohne.
    Ich habe eine neue Batterie drin, die Pertronix so gut es ging justiert und diverse Tests durchgeführt:
    - Massetest - gut, Verteiler hat sehr guten Massekontakt
    - Leistungstest - weniger gut. Es zeigt sich, dass lediglich 5.5V für die Zündung anliegen (Messung über Verteiler) .Messe ich bei eingeschalteter Zündung direkt vor dem Vorwiderstand, liegen 12.4 Volt an.
    - Spule nach Test unauffällig (Widerstand zwischen den Polen bei ca 0.2, zwischen Hochleistungsausgang und Polen je 11.5kOhm. Der Vorwiderstand zur Spule zeigt die angegebenen 1.8 Ohm

    Beim Versuch, den Zündzeitpunkt zu kontrolliere, zeigen sich deutliche Blitzlicht-Aussetzer, wobei ich annehme, dass Blitzlichtaussetzer = Zündaussetzer.

    Den anderen Verteilerfinger bekomme ich hier (CH) gar nicht so einfach her, ausser sehr teuer, daher habe ich das bisher noch nicht probiert. Eine neue Kappe und Finger (leider aber gleicher Bauart wie gehabt) habe ich zur Sicherheit drin, genauso wie ein neues Z-Kabel von der Spule zur Kappe.
    Gruß
    Paul
    Wenn Du möchtest, dann besorge ich Dir den Verteilerfinger über meinen Großhändler. Wir haben heute Feiertag, das könnte ich also morgen erledigen. Das Teil kostet weniger als 10€, der Versand zu Dir wird mit Sicherheit teurer sein. Kurzfristig lieferbar ist das Teil, habe ich vor einigen Tagen schon mal geprüft.

    Wie meinst Du das mit 5,5V über den Verteiler gemessen?

    Ich gehe immer noch von einem Fehler in der Position des Verteilerfingers aus, das Problem ist bekannt. Ich habe mich diesbezüglich auch schon mit Hr. Detzner von Detzner Motorsport unterhalten (Hersteller der Fulmax Zündanlagen).

    MfG
    Maik
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    (Gottlieb Daimler)
    Ich glaube, wir reden und verstehen hier an einander vorbei...
    Paul, beschreibe bitte nochmal, wie Du die Pertronix angeschlossen hast. Weiter oben habe ich es so verstanden, dass die Zündanlage vor dem Widerstand der Zündspule direkt auf 12 V geklemmt ist, ist das korrekt?
    Die Aussage mit den 5,5V macht mich kirre...

    MfG
    Maik
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    (Gottlieb Daimler)
    Moin Zusammen

    Also, die Pertronix habe ich gemäss Anleitung angeschlossen:
    1) Zündspule mit Vorwiderstand, daher Abgriff des roten Ignitorkabels vor dem Widerstand
    2) Schwarzes Kabel des Ignitors an die Minusklemme/-Pol der Spule
    3) Zündungsplus über Vorwiderstand bleibt verbunden mit Plusklemme/+Pol der Spule.

    @Maik
    Es gibt auf der Pertronix-hp für die Fehlersuche zwei beschriebene Tests, einen Massetest und einen Leistungstest. Beide habe ich durchgeführt, wobei der Massetest gut, der Leistungstest schlecht, mit Ergebnis 5.5V verlief.
    Und vielen Dank für das nette Angebot mit dem Verteilerläufer. Jetzt habe ich hier endlich einen gefunden, für knapp Fr. 9.-

    Anbei Bilder der Anleitung, meines Umrüst-Kits und die Beschreibung des Leistungstests.
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    Gruß
    Paul
    Lag ich also richtig Paul, nach Deiner Schilderung ist die Pertronix korrekt angeschlossen.
    Mit dem Leistungstest prüfst Du die Spannung, mit welcher die Zündspule versorgt wird (ein Kabel an Klemme + der Zündspule hinter dem Vorwiderstand, eines auf einen Massepunkt, die Zündspule ist über das Hilfskabel ebenfalls mit ihrem - Pol auf diese Masse geklemmt). Welche Aussage diese Prüfung mit der Pertronix zu tun haben soll, erschließt sich mir nicht wirklich. Fakt ist, dass Deine Zündanlage bei korrekter Klemmung (wie von Dir beschrieben) mit +12V versorgt werden sollte und das ist offensichtlich der Fall.

    Je nach Vorwiderstand (Zündspule und selbiger sollten natürlich zusammen passen) liegt an der Zündspule eine Spannung von ca. 6 Volt an, das deckt sich mit Deiner Messung und ist kein Indiz für einen Defekt.

    Ich tippe weiterhin auf den Verteilerläufer. Zumal Du ja beschreibst, dass die Zündung in bestimmten Drehzahlbereichen funktioniert und die Aussetzer nur unter gewissen Bedingungen auftreten.

    MfG
    Maik
    "Die weltweite Nachfrage nach Kraftfahrzeugen wird eine Million nicht überschreiten, allein schon aus Mangel an verfügbaren Chauffeuren"
    (Gottlieb Daimler)
    Guten Abend

    Ein weiteres Update:
    heute habe ich die Hochleistungs-Zündspule erhalten und sofort eingebaut, selbstverständlich ohne Vorwiderstand. Ergebnis: leider keine Veränderung. Der Motor springt zwar an, läuft einigermaßen ohne Unterdruck, verschlechtert seinen Lauf aber beim Anschluss an den Unterdruck. Ich habe heute nochmals mit mehr Geduld den Zündzeitpunkt gemessen und stelle fest, dass beim Gasgeben im unteren Drehzahlbereich mit steigender Betriebstemperatur Aussetzer und Fehlzündungen entstehen und der ZZP entweder wild springt oder aufgrund der Aussetzer einfach schlecht messbar ist. Im höheren Drehzahlbereich ist der Lauf wieder besser. Die Aussetzer sind aber auch bei kaltem Motor zu beobachten, nur schwächer.

    Der von Maik empfohlene Verteilerläufer ist leider noch nicht eingetroffen.

    Aufgrund der langen Lagerzeit vermute ich nun langsam, dass der Verteiler selbst ein Problem haben könnte. Dazu ist zu bemerken, dass ich bereits vor den Umbauversuchen zunehmend kleinere Probleme hatte, wenn der Motor in der Warmlaufphase war, circa bei 60 °C (leichtes Ruckeln, was aber nach ein bis zwei Minuten verschwand). Ganz am Anfang gab es dieses Ruckeln noch nicht, es kam nach circa 2000 km. Auch heute fiel das auf, nur dass es nicht mehr verschwindet.

    Dann habe ich am Verteiler getestet, ob die Fliehkraftverstellung nach vorsichtiger manueller Betätigung wieder von alleine auf Null zurückgeht. Hier habe ich den Eindruck, dass dies nicht eindeutig der Fall ist. Dafür sprechen würde nach meinem Verständnis zudem, dass sich die Leerlaufdrehzahl nach verschiedenen Gasstössen nicht immer exakt gleich einregelt.

    Nun habe ich zum Glück ja einen 049er und einen 61T Verteiler. Bei beiden hiess es, sie würden zum M127 passen. Einen könnte ich eigentlich überholen lassen, da es mich ohnehin nervt, Material liegen zu haben, von dem ich nicht weiss, wie gut es funktioniert. Es fragt sich nur wo. Habt ihr Erfahrungen diesbezüglich?
    Oder gleich auf die 123 ignition gehen?
    Natürlich wäre auch zerlegen und reinigen eine Option, nur dass ich nicht weiss woher ich die kleinen Federn der Fliehkraftverstellung beziehen soll und auch nicht so recht, wie das ganze Geraffel nach zu testen ist. Dennoch werde ich als erstes eine ordentliche Reinigung vornehmen und mit dem vorhandenen Material arbeiten. Vielleicht bringt's ja was :/
    Gruß
    Paul
    Hallo Paul,
    passende Zündverteiler sollten folgende Nummern haben (für 220 SEb, M127, Quelle Bosch Service Liste):

    früher haben Koller und Schwemmer in Nürnberg Zündverteiler überholt, koller.de/ , bin mir aber nicht sicher, ob die dieses noch machen.

    Selber überholen wird schwierig, da Du sie nicht testen kannst. Meist ist die Verteilerwelle ausgeschlagen.

    Markus
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    Hallo Paul

    Ich hatte wie Du weisst letzte Woche ebenfalls Probleme mit meiner Zündung und benötigte zwei Tage bis mein Motor wieder rund lief. Dabei habe ich mich auch noch gehörig verlaufen.

    Wenn ich es richtig weiss, dann ist Dein Motor bis vor wenigen Wochen bei Deinem Besuch in München gelaufen. Dann hast Du die elektronische Zündung eingebaut, ...ab dann ging nichts mehr.

    Sofern Du einen alten Reserve-Verteiler hast der passt, ....häng den doch mal rein. Egal wie der Zustand ist, nur um zu sehen, ob der Motor dann läuft. Dazu würde ich die zuletzt verbaute ZSP nebst Vorwiderstand auch wieder reinbauen. Auch alle anderen bisher durchgeführten Massnahmen würde ich erstmal wieder rückgängig machen, so ist alles erst mal wieder in Ausgangszustand.

    Damit könntest Du evtl. alle anderen Komponenten schon mal ausschliessen.

    Die 123 hatte ich in meinem M130 drin und damit hatte ich leider keine Freude. Die 123 wird ja zigtausendfach verkauft und funktioniert sicher gut. Was mich störte ist, dass der Verteiler ohne Ankündigung auf der Autobahn seinen Dienst verweigerte. Einfach tot. Der Originalverteiler kündigt verschleissbedingte Unpässlichkeiten meiner Meinung nach stückweise während der Fahrt an.

    Viele Grüsse

    Winfried

    300 SE W112 Cabrio M189 Automatik Fahrgestellnummer ...9840 Ende 1967

    mercedes (affe) gehrmann-privat de
    Hallo Zusammen

    @markus
    Danke für die Bosch-Liste. Damit hatte ich mich auch beschäftigt und meine, dass mein 049er als Ersatz für den 042er kam und zulässig ist. Teilweise gibt es dann leicht unterschiedliche Einstellwerte.
    Koller u. Schwemmer war früher tatsächlich in aller Munde, jetzt erinnere ich mich.

    Danke Olli für den Kontakt, das wäre sicher eine Alternative.

    @winfried
    Mit Punkt 1 hast du sicher Recht: Erst nach dem Umbau begannen die Probleme. Ausnahme: das leichte Ruckeln nur in der Warmlaufphase.
    Ich habe ja den 61T-Verteiler probehalber reingehängt, als kaum mehr was mehr ging. Nur ging mit dem dummerweise überhaupt nix mehr. Ich weiss beim 61T eben nicht, ob der überhaupt noch gut ist.
    Mit dem auf die alten Kontakte zurückgerüsteten 049er bin ich ja wieder ein Stück weit gefahren, aber bereits mit den beschriebenen, dann schon recht starken Symptomen auch nach dem Warmlauf.

    Wie äussern sich denn die ausgeschlagenen Wellen? Tendieren die dann zum Axial- oder zum Radialspiel?
    Denn Axialspiel (nach oben bzw.unten) spüre ich deutlich. Radial ist kein Spiel vorhanden.
    Was mir noch auffiel: Der Filz in der Welle oben, unter dem Läufer, war arg trocken. Den habe ich mit einem Tropfen Öl versehen.

    Ich habe eine ganze Sammlung von Unterdruckdosen für die Boschverteiler, weiss aber natürlich nicht, welche für welchen Verteiler zugehörig ist, sonst könnte ich die derzeit angebaute probehalber tauschen.
    Gibt es eine Chance, die richtige zu ermitteln? Es sind ja kleine Schlagzahlen an den Sockeln, aber die sagen mir nix. 145 steht auf meiner aktuell verwendeten und eine zweite mit 145 habe ich natürlich genau nicht.

    Gruß
    Paul
    Hallo Paul

    Hast Du denn im Moment den rückgerüsteten 049 er drin? Und hast Du im Moment den Status von vor ein paar Wochen als er noch einigermassen lief mit Aussetzern nach Erreichen der Betriebstemperatur?
    Viele Grüsse

    Winfried

    300 SE W112 Cabrio M189 Automatik Fahrgestellnummer ...9840 Ende 1967

    mercedes (affe) gehrmann-privat de
    Hallo Paul,

    natürlich kann so ein Zündverteiler hängen. Sowohl die Fliehkraftverstellung als auch die Unterdruckverstellung. Das passiert gerne, wenn die lange stehen. Manchmal brechen auch die Federn oder Schlimmeres. Das Schlimmste, was ich je gesehen habe, war ein Zündverteiler, dem die Amis einfach die Federn und Fliehkraftgewichte eines anderen Zündverteilers verpasst haben.

    Wo steht denn Dein Zündzeitpunkt (ZZP) bei Leerlauf oder Anlassdrehzahl? Bei Anlassdrehzahl sollte er so bei 6° vor OT stehen. Bitte kontrolliere auch, dass es sich um Zünd-OT und nicht um Gegen-OT handelt. Wenn er damit anspringt, dann prüfe bitte die anderen Werte aus dem WHB ab 1958 bei Leerlauf, 1500/min, 3000/min und 4500/min sowie die Unterdruckversellung. Sicherheitshalber prüfe dann bitte auch, dass am Unterdruckanschluss im Leerlauf kein Unterdruck ankommt, erst bei Öffnen der Drosselklappe. Wenn ich so nicht weiter komme, nehme ich einen solchen Zündverteiler auf den ZV-Prüfstand. Da sehe ich dann sehr schön, was der bei Verändern der Drehzahl macht. ob er gleichmäßig verstellt, wie sich der Schließwinkel verhält und ob er wegen ausgeschlagener Welle springt. Meist sieht man das aber schon beim Prüfen der 4 Werte mit der Stroboskoplampe. hilfreich sind digitale Stroboskoplampen mit hellem Licht. An den digitalen kann man den Sollwert einstellen und muss so nur noch auf die OT-Markierung blitzen. Ein Säubern und markieren der Kurbelwellenscheibe entfällt dabei.
    Viele Schraubergrüße, Dr-DJet Volker



    Fast alles zum 107 SL/SLC: Sternzeit-107 sowie zu D-Jetronic und Zündung aller Hersteller: oldtimer.tips
    Danke euch

    Momentan ist der 49er mit Pertronix drin, ich hatte aber auch schon den 49er zurückgerüstet drin, es war etwa ähnlich.

    Danke Wolf für den link zu den Verteilern. Ich denke nur, da ich eigentlich zwei habe, die nochdazu aus dem Skolnik-Bestand sind und als eigentlich revidiert galten, will ich eigentlich nicht noch einen dritten, auch keinen 123.. Nur vor wie langer Zeit diese revidiert wurden ist hat die Frage. Viel "eigentlich" in dem Satz, aus Verzweiflung überlege ich aber natürlich trotzdem.

    Ich habe den ZZP gemäss den Vorgaben wie im angehängten Screenshot hier aus dem Forum eingestellt. Im Leerlauf bei gut 800 U/min habe ich ca. 7-9 vOT, bei 1500 bei etwa 19vOT. Ich glaube, hätte ich Gegen-OT würde er wohl gar nicht anspringen oder laufen, oder sehe ich das falsch?
    Ohne U-Druck bin ich auch mal auf 3k und 4.5k, da lagen die Werte bei ca. 25vOT und gegen 40vOT.
    Ich habe ein Stroboskop (Equus 590), neu, mit gutem Licht und digital, mit entsprechenden Anzeigen.
    Der Hinweis auf Kontrolle U-Druck bei geschlossener DK ist gut, das prüfe ich.
    Bilder
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    Gruß
    Paul
    Hallo Paul,
    ​noch so eine kleine Gemeinheit ist zu beachten!
    ​Der Mitnehmer des Verteilers ist außermittig!!
    ​Habe schon erlebt das so etwas 180° verdreht zusammengebaut war weil es die Kupplung gerade noch hergibt.
    Bei Montage immer darauf achten.
    ​Ggf. das Antriebsstück weiterrasten bis es passt (180°)
    Gruß HaWA
    Wenn ich den ganzen Thread lese und es bei allen Versuchen bis jetzt noch keinen Erfolg gab würde ich bei „Adam und Eva“ wieder anfangen.

    - Zündverteiler mit Elektronik wieder raus
    - Alle Zündkerzen raus
    - Motor auf 1. Zyl (Zünd)-OT stellen
    - Originalverteiler mit U-KontaktenPrüfen ob Fliehgewichte zumindest beweglich sind
    - Prüfen ob Unterdruckdose dicht ist
    - U-Kontakte u.U. erneuern
    - Verteilerwelle auf radiales Spiel prüfen
    - Verteiler so einsetzen, dass Verteilerfinger auch auf 1. Zylinder ist und nicht 180° verkehrt
    - Schließwinkel einstellen
    - ZZP mit Prüflampe auf 7° vor OT einstellen
    - Zündkerzen u.U. erneuern
    - Zündkabel u.U. erneuern
    - Verteilerfinger und -kappe montieren
    - Zündkabel gemäß Zündfolge stecken

    Damit sollte es zumindest anspringen und im Leerlauf laufen.
    Dann ZZP einstellen gemäß Handbuch, Verstellung Fliehgewichte und U-Druck prüfen.
    Wenn das alles i.O. ist CO Einstellung Leerlauf prüfen.

    Sollte er dann immer noch wie ein Sack Nüsse laufen wäre ich zumindest zu 95% sicher, dass es nicht an der Zündung liegt.

    GrußDirk
    Hallo Paul,

    die Werte des 0 231 116 049, die Du hier zitierst, stimmen. Aber Dein Prüfwert stimmt nicht. Bei 4500/min soll der ZZP ohne Unterdruck bei 28° liegen, Du meldest 40°. Das wäre 4500/min MIT Unterdruck. Aber dann müsstet Du auch einen höheren Wert bei 3000/min haben. Wenn die Werte stimmen, sollte der ZV mal auf den ZV-Prüfstand.

    Und ja, im Gegen-OT würde er wohl gar nicht laufen. Aber prüfe es doch schnell: ZV -Finger auf 1. Zylinder zeigen lassen, dann Ventildeckel ab und nachsehen, ob jetzt beide Ventile des 1. Zylinder geschlossen sind (Nocken stehen nach oben weg).
    Viele Schraubergrüße, Dr-DJet Volker



    Fast alles zum 107 SL/SLC: Sternzeit-107 sowie zu D-Jetronic und Zündung aller Hersteller: oldtimer.tips
    Guten Abend

    Volker hat natürlich Recht: die 40vOT waren mit Unterdruck, ohne bleibt er bei ca 26-28. Inzwischen kann ich aber mit U. aufgrund der Sympotmatik nicht mehr messen.

    Habe heute den Verteiler zerlegt, gereinigt, und wieder eingesetzt. Dabei fiel auf, dass die U-Druckverstellung etwas schwergängig bzw. hakelig war.
    Ansonsten habe ich eigentlich alles gemacht, wie auch Dirk es vorschlägt.
    OT ist auch geprüft: Habe die Kerze des Zyl.1 draussen gehabt und gesehen, dass der Kolben oben steht.
    Auch bin ich mir sehr sicher, dass ich den Verteiler mit der Kupplung nicht verkehrt eingesetzt habe.

    Fazit: Motor springt jetzt gar nicht mehr an. Es ist zum Verzweifen und ich verstehe wirklich nix mehr.
    Die nächsten Fehler beschreibe ich in der Rubrik "Kleinanzeigen, W111 Cp abzugeben, wenig gelaufen" :cursing: X/
    Als nächstes werde ich den 61T ebenfalls zerlegen und reinigen und dann einen Verteiler mit der Pertronix versehen, den anderen konventionell und nochmals tauschen.Aber sonst fällt mir langsam wirklich nix mehr ein.

    Der andere Beruf-Verteilerfinger - wie von Maik vorgeschlagen - ist angekommen,der passt nur leider nicht zur Welle - zu gross, hat keinen Halt. Das konnte ich also leider nicht prüfen.


    Gruß
    Paul
    Hallo Paul,

    wenn Du eine Zündkerze heraus nimmst und sie gegen Masse hältst, hast Du dann beim Starten einen starken Funken? Wenn nein, wäre das grüne Kabel mit dem Zündkondensator und speziell dessen Durchführung durchs Gehäuse eine öfters gesehene Fehlerquelle. Wenn ja, prüfe mal alle Zündkerzen durch, ob die ordentlich funken.
    Viele Schraubergrüße, Dr-DJet Volker



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