W109 Bremsniederhaltung überholen

    W109 Bremsniederhaltung überholen

    Hallo zusammen,

    meine rechte Bremsniederhaltung macht mir Sorgen. Die mehr oder weniger berühmten Rattergeräusche beim Rückwärtsfahren in Verbindung mit gleichzeitigem Bremsen sind bereits vorhanden, d.h. man muss hoffen, dass das Tragrohr noch brauchbar ist. Guter Rat kann in dem Fall tatsächlich teuer werden. Zunächst einmal soll die Lagerung der Niederhaltung zerlegt werden. Angenommen es wäre noch rettbar, was ist denn alles in dem Reparatursatz A1094200078 enthalten? Das Bild im EPC gibt nicht richtig Aufschluß. Ich schätze, daß da neue Lagerschalen drin sind, aber vermutlich keine Ausgleichscheiben wie im WHB beschrieben, oder? Die passenden Ausgleichsscheiben kauft man dann erst nach Sichtung oder gibt es hier Erfahrungswerte, daß die die drin verbaut sind im Normalfall weiterverwendet werden können?

    Viele Grüße
    Markus
    Hallo Markus,
    es sind die Kunstoffschalen nebst Dichtungen enthalten, sofern verfügbar. Sofern das Lager am Tauchrohr verschlissen, gibt es, je nach Verschleiss, evt. die Möglichkeit, mit einer gelochten dünnen Coladose temporär auszuhelfen. Ansonsten und bei Korrosion auf der Fläche hilft nur aufwendig reparieren/Material aufschweissen oder Wegschmeissen. Ich kenne keinen, der eine Drehbank sein eigen nennt, in die das Tauchrohr eingespannt werden könnte....das ist mal ein echtes Problem, weshalb sich viele mit der Dose behelfen.. ...
    Olli

    ..mit DER Lösung kann ich nicht leben, ich will mein Problem zurück.....
    :thumbsup:
    Hallo Olli,

    danke für Deine Rückmeldung. Den Rep-Satz gibt es noch, das ist schonmal nicht der Engpass. Da sind Kunstoffschalen drin? Aha, interessant, denn im WHB steht von denen gar nichts. Dann habe ich zunächst noch Hoffnung, dass nur die im Eimer sind. Ich kaufe mir nun mal zwei Sätze und werde mal sehen was mir da so entgegenpurzelt. Und falls als nicht-Cola-Trinker das Colablech zum Einsatz kommen muss: warum muss das gelocht sein?
    Wegwerfen sagst Du so einfach. Rechte 109er-Tragrohre wachsen nicht mehr auf Bäumen :(

    Viele Grüße
    Markus
    Oupps, na wenn das Verschleissmass überschritten, muss halt Material aufgeschweisst und dann abgedreht werden.
    Oder halt hilfsweise temporär so auf die korrosionsfreie Oberfläche Metall zuschneiden, dass die Kunstoffschalen dann bei fester Krümmung halt fest anliegen. Allzu viel Verschleiss kann damit natürlich nicht ausgleichen, Bremsflüssigkeitsdose geht auch von der Stärke her. Habe ich beides schon vorgefunden, tatsächlich immer die rechte Seite. Bei meinem unlängst erfolgten HA-Komplett-Wechsel war es auch wieder rechts.....Verschleissmass hatte der AI, weiss aktuell nicht, aus welchem Buch er das hatte.
    Olli

    ..mit DER Lösung kann ich nicht leben, ich will mein Problem zurück.....
    :thumbsup:
    Hallo zusammen,

    also Verschleißmaß steht hier: mercedesclubs.de/books/werkstatthandbuecher/WHBab1968/#680/z
    und die Reparatur da: mercedesclubs.de/books/werkstatthandbuecher/WHBab1968/#702

    Die Achse muss dafür nicht zwingend raus. Ohne Achsausbau könnte man zwar die Dichtringe für den Lagerbock nicht verbauen, aber der lässt sich sicherlich auch anderweitig abdichten.

    Ich dachte ehrlichgesagt, daß der Engpass dieses Distanzringe sind (die gibt es noch in 2,9; 3,0 und 3,2 mm => 3,1mm nml), aber wenn es das Lager hinter sich hat oder das Tragrohr nur noch rudimentär vorhanden ist, ist das Problem natürlich ein ganz anderes.

    Irgendwas ist immer,
    Markus
    Hallo Markus,

    hab das vor Jahren an unserem 109er gemacht, guckst Du Bilder.
    Bilder
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    weiter gehts, hab allerdings ne Bohnendose genommen, halbiert und alles weitere, siehe Bilder:
    Bilder
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    Hallo Pitterchen,

    vielen Dank für die aussagekräftigen Bilder. Besonders hervorhebenswert ist auch die zeitgenössische Schraubunterlage :thumbup:

    Jetzt wäre nur noch zu klären, ob die Riffelung der Bohnendose einen negativen Einfluß hat. Da wäre mir eine Coladose vermutlich doch sympatischer.
    Noch eine Frage zu den Ausgleichsscheiben/Distanzstücken: Hast Du die alten wieder verbaut und dickere? Oder anders gefragt: Kommt Spiel in der Bremmsniederhaltung durch ein verschliessenes Tragrohr/Lagerschalen oder weil die Ausgleichscheiben nicht (mehr) passen.

    Viele Grüße
    Markus
    Die Riffel der Bohnendose waren mir sehr symphatisch.
    Haben wohl den Vorteil, dass sich Fett dazwischen sammelt, so quasi als Speicher.

    Von nem Spiel war und ist mir nichts bekannt.
    Wir haben den Wagen mit diesem Fehler gekauft und sind gut zwei Jahre damit gefahren. Erst dann haben wir alles zerlegt, siehe Bilder.

    Bei Dir ist das Geräusch ja gerade erst aufgetreten. Von daher wird das ne gute Lösung für Dich sein.

    Wenn bei uns nach all dieser Zeit kein Spiel aufgetreten ist, wird es bei Dir erst recht nicht so sein.

    Distanzscheiben, Ringe oder ähnliches haben wir nicht gewechselt.
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    Hm, übliche Bohnendose ist m.E. deutlich dicker, oder? Zu viel würde ich nicht ausgleichen wollen. Verschleiss geht natürlich ohnehin weiter...
    Der Matthias hat noch geschaut ob es wirklich noch "rund" ist, war's bei mir aber nicht mehr 100%ig und Tauchrohr fiel in Verbindung mit verbauter Leichtmetalldose dann durch......machts dann nicht billiger! Aufarbeitung macht selbst er nicht selbst!
    Olli

    ..mit DER Lösung kann ich nicht leben, ich will mein Problem zurück.....
    :thumbsup:

    Pitterchen schrieb:

    weiter gehts, hab allerdings ne Bohnendose genommen, halbiert und alles weitere, siehe Bilder:


    Hi Kollegen,
    eine Frage hätte ich doch noch angesichts Pitterchens vorbildlicher Fotodokumentation. Nach meinem Verständnis wird beim Abschmieren dieses Lagers das Fett via Nippel durch beiden Bohrungen der Kunststoffschale gepresst und anschließend über die vier darin eingefrästen Nuten über die Auflagefläche verteilt, sodass diese komplett geschmiert auf dem Achsrohr aufliegt. Weiterhin vermute ich, dass die Kunststoffschalen nicht im Lagergehäuse mitrotieren, sondern feststehen?
    Auf Pitterchens Bildern liegt nun die behelfsmäßige Blechdosenschale innenseitig an der Kunstsoffschale an, wodurch letztere keinen Kontakt mehr zum eigentlichen Achsrohr hat. Gehst man also davon aus, dass sich die Blechlage mit dem Achsrohr mitdreht? Wenn ja, wodurch wird die denn "mitgenommen"?

    Ich hätte gedacht, dass man die Blechlage außenseitig auf der (feststehenden?) Kunststoffschale auflegt, versehen mit entsprechenden Löchern um die Fetteinbringung / Schmierung am Achsrohr weiterhin zu gewährleisten.

    Mache ich da einen Denkfehler?

    Danke für Aufklärung, und
    beste Grüße,
    Lutz
    Hallo Lutz,

    ich sehe das ähnlich wie Du. Die Lagerschalen aus Plastik sind als Verschleißteil konzipiert. Im Falle der Lösung wie oben beschrieben besteht aber die Gefahr, dass sich die Dosenhälften in die Achsrohre fressen. Ein ohnehin bereits vorgeschädigtes Achsrohr bekommt so noch den Rest und ist schließlich irgendwann Kernschrott. Nicht heute und morgen, aber irgendwann ist es soweit.
    Von daher sollten die Dosenhälften in der Tat aussen liegen und durch geeignete Maßnahmen so gesichert werden, dass die Teile sich nicht verdrehen, sondern fest stehen.

    MfG
    Maik
    "Die weltweite Nachfrage nach Kraftfahrzeugen wird eine Million nicht überschreiten, allein schon aus Mangel an verfügbaren Chauffeuren"
    (Gottlieb Daimler)
    Angeregt von Lutz werde ich die Sache bei mir im Winter kontrollieren müssen, denn auch ich habe beim langsamen Rückwärtsrangieren zeitweise komische Geräusche.

    Das Kapitel im WHB hab ich mehrmals gelesen aber erst durch die Bilddokumentation von Pitterich verstanden. Danke schon mal dafür.

    Ist es nicht so, dass sich die Kunststoffschalen (warum auch immer) nicht mitdrehen? So denke auch ich wäre es sinnvoll, die Ausgleichsbleche von aussen anzubringen. Damit bestünde doch die Gafahr des verdrehens nicht mehr. Und anstatt Dosenblech wäre auch ein schönes Blech aus Edelstahl denkbar. Andererseits haben sich Pitterich und andere sicher die gleichen Gedanken gemacht.
    Viele Grüsse

    Winfried

    300 SE W112 Cabrio M189 Automatik Fahrgestellnummer ...9840 Ende 1967
    Ich habe mir die Nummer der Lagerschalen rausgesucht.

    1123582222 Die gibt es noch für 4,00 € pro Stück minus 10% plus 19% direkt bei Mercedes. Ich habe mir nun vorsorglich welche bestellt.

    Wenn der Verschleiss an den Kunststoffschalen auftritt, warum nehmen wir dann Dosenblech? Kann es denn nicht sein, dass die neuen Kunststoffschalen genau um die 0,3 mm (soviel hat das Dosenblech höchstens) stärker sind und damit auch das Thema vom Tisch ist?
    Andererseits kommt mir das schon wieder zu einfach vor, dass ich mir denke, da muss doch ein Haken dran sein. Pitterchen und andere sind doch auch nicht doof und spielen unnötigerweise mit Coladosen rum.

    Kann hier noch jemand Licht ins Dunkel bringen?
    Viele Grüsse

    Winfried

    300 SE W112 Cabrio M189 Automatik Fahrgestellnummer ...9840 Ende 1967
    Hallo,

    normalerweise war gedacht, daß die Lagerschalen verschleißen, nach 50 Jahren ist es wohl aber meist eher so, daß nicht nur die Lagerschalen hinüber sind, sondern eben auch das Tragrohr. Und um diesen Verschleiß auszugleichen, packen nach meinem Verständnis manche Coladosen, Bohnendosen oder sonst was drauf. Mercedes hat die Kunstoffschalen sicherlich nicht 0,3mm dicker gemacht.

    Ich werde die Sache auch erst im Oktober angehen. Der Gedanke von Lutz erscheint mir richtig, zumindest könnte ich mir vorstellen, daß wenn die Dose innen auf dem Tragrohr montiert wird und rotiert, auch die neue Kunstoffschalen relativ schnell wieder beschädigt werden. Andererseits fehlt Material auf dem Tragrohr, von daher müsste das Blech eigentlich schon innen rein wie auf die Bildern.

    Hm... ;(

    Grüße
    Markus
    Hi Markus

    ich meinte nicht, dass die neuen Schalen dicker als ursprünglich gefertigt würden, sondern die alten Schalen durch Verschleiß um die erwähnten 0,3 mm dünner geworden sein könnten

    aber ich räume durchaus einen Fehlgedanken meinerseits ein
    Viele Grüsse

    Winfried

    300 SE W112 Cabrio M189 Automatik Fahrgestellnummer ...9840 Ende 1967
    Hi,
    bei Verschleiß am Tragrohr, den man mit dünnem Metall auszugleichen versucht, kann es nur unter die das Normalmass abbildenden Kunstoffteile gehören. Alles andere ist ja Lötzinn. Die Schalen passen sich nicht an. Auf Dauer verursacht diese Vorgehensweise weiteren Verschleiss und geht auch nur, wenn das Rohr noch "rund ist und keine Korrosion aufweist, was aufgrund nicht korrekter Wartungsschmierung über die Nippel leider der häufige Fall ist. HA wird gern mal vergessen beim Abschmieren....
    Olli

    ..mit DER Lösung kann ich nicht leben, ich will mein Problem zurück.....
    :thumbsup:
    Ich aber nicht.

    Winkler W109 schrieb:

    Hi,
    bei Verschleiß am Tragrohr, den man mit dünnem Metall auszugleichen versucht, kann es nur unter die das Normalmass abbildenden Kunstoffteile gehören. Alles andere ist ja Lötzinn. Die Schalen passen sich nicht an. .


    Nee, von Anpassen war ja auch nicht die Rede. Aber was passiert denn mit den lose(?) innenseitig eingelegten Blechlagen? Die rotieren doch mehr oder weniger unkontrolliert mit, oder nicht? Und das quasi ohne Schmierung zwischen Blech und Achsrohr, weil das eingepresste Fett nur bis zwischen Schale und Blech gelangt. Gefällt mir nicht, der Gedanke. Selbst bzw. erst recht nicht, sollten die Bleche nicht mitrotieren.

    Aus meiner zugegebenerweise unerfahrenen Sicht spricht für die außenliegende Blechlage, dass durch sie die Schale passend an das Achsrohr gedrückt wird, bei unverändert beibehaltener Abschmiermöglichkeit (sofern man 2 Löcher an passender Stelle in die Bleche stanzt). Falls die beiden Schalen so genau bemaßt sein sollten, dass sie in normaler Einbaulage einen absolut spaltfrei geschlossenen Ring passend zum Achsrohr-Urmaß bilden, dann muss man an ihren Stoßkanten (also dort, wo eine Schale an die andere stößt) natürlich einen Hauch Material abschleifen, damit sie sich auch von der daraufliegenden Blechlage über den gesamten Umfang gleichmäßig ans nun durch Verschleiß im Umfang verringerte Achsrohr andrücken lassen können.
    Soweit meine Theorie.

    Oder nich?

    Beste Grüße,
    Lutz
    das Material wird doch sicher Teflon sein. Läßt sich super auf Drehmaschinen verarbeiten.
    Da dieses Problem alle luftgefederten W112/W109-Fahrzeuge betrifft: warum nicht mal
    eine Serie Übermaßschalen herstellen in 2-3 RepStufen unterschiedlicher Dicke?

    Jemand hier der was von technischen Zeichnungen versteht? Eine neue Schale A1123582222
    könnte ich zur Verfügung stellen und mit der Zeichnung dann bei einer guten Dreherei
    anfragen. Lohnt aber nicht für nur 10 Stück.

    Viele Grüße,
    Thomas
    Hallo Thomas
    Hallo Lutz

    Nun will ich nicht schlauer sein als alle anderen; aber...

    1. Ausgehend davon, dass das Achsrohr noch rund ist, (andernfalls helfen m.E. weder das Colablech noch ein neues Schalenset dauerhaft) ist doch das was Lutz sagt einleuchtend. Das Blech aussen drückt die Lagerschalen an und durch die etwas abgefeilten Kanten kommen die Lagerschalen weiter zusammenund somit enger an das Achsrohr.

    2. Ebenfalls ausgehend davon, dass das Achsrohr noch rund ist, tritt denn der Verschleiss nicht eher an der Plastikschale auf als an der Stahlwelle. Die Mischung aus Rost und altem Fett wirkt doch vermutlich wie Schleifpaste und müsste eher das Plastik angreifen bzw. reduzieren. Hat denn schonmal jemand die Materialstärke einer neuen und einer alten Lagerschale verglichen? Das Dosenblech ist doch grade mal 0,3 mm stark. Die Chance wäre doch gross, dass diese Differenz durch neue Lagerschalen (weil verschlissen) ausgeglichen wäre.

    3. Wenn (2.) nicht, dann könnte die Idee von Thomas zum nachhaltigen Ziel führen. So wie ich das verstanden habe ist die Colablechlösung eher ein Kompromiss und nicht für häufige und lange Fahrten über mehrere Jahre geeignet.

    Ich denke dass der Arbeitsaufwand schon ziemlich hoch ist und dass man wenn möglich eine dauerhafte Lösung anstreben sollte. Ich würde es nur ungern zweimal machen.

    @ Thomas

    Die Originalschalen habe ich heute für 4,- € minus Rabatt plus MwSt, gekauft. Dafür wird uns vermutlich niemand was drehen. Könnte man nicht ohne Zeichnung zu einer Dreherei gehen? Der Dreher könnte sich das doch selbst rausmessen. Wäre es nicht einfach eine Kunststoffstange die eine Bohrung bekommt und dann in Scheiben geschnitten und mittig geteilt wird? Der Innendurchmesser der verschiedenen Rohre müsste dann eben in verschiedenen Varianten 0,3 mm, 0,4 mm und 0,5 mm kleiner sein.

    Alles recht unbedarft, das gebe ich zu.
    Viele Grüsse

    Winfried

    300 SE W112 Cabrio M189 Automatik Fahrgestellnummer ...9840 Ende 1967
    Hallo Winfried,

    stimmt alles schon. Aber wenn nur die Schale (die wie ich vermute aus Teflon ist) verschlissen wäre dann kommen doch nicht viele
    Leute auf die Idee 4x eine Coladosenschale zurechtzuschneiden um 4x 4€ zu sparen.
    Aber ich habe irgendwo noch ein paar gelaufene Schalen aus meinem W112-Coupe rumliegen, die kann ich mal messend gegen
    Neuteile vergleiche. Immerhin waren das die Schalen mit denen mein Coupe beim Rückwärtsfahrbremsen gerattert hat.

    Dreherei: wenn Nachfertigung, dann richtig, finde ich. Dazu muß eine Zeichnung her in der alles vermaßt ist (ist hier ja nicht viel).
    Dann kann man auch prüfen ob die gefertigten Drehteile maßhaltig sind. Macht schon Sinn.
    Wenn man natürlich nur 4 Stück für seinen eigenen Wagen herstellt dann geht das sicherlich auch ohne.

    Viele Grüße,
    Thomas