Umfrage zur Akzeptanz des eCall-Systems

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  • Umfrage zur Akzeptanz des eCall-Systems

    Hallo zusammen,

    im Rahmen meiner Bachelorarbeit führe ich derzeit eine anonyme Online-Befragung zum Thema „Akzeptanz der eCall-Technik“ durch. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr euch etwa 8-10 Minuten Zeit nehmen würdet, um an meiner Befragung teilzunehmen.
    Gerne könnt ihr den Link auch an Freunde, Bekannte oder Verwandte weiterleiten.

    Vielen Dank im Voraus für eure Unterstützung!

    q-set.de/q-set.php?sCode=DBYRACQBBUJR
  • Ich teile die von Stefan300TD geäußerten Bedenken und plädiere dafür in Zukunft nur noch solche Umfagen hier zuzulassen, bei denen eindeutig die Hochschule und der betreuende Lehrstuhl ersichtlich sind.

    Es scheint ja mittlerweile in Mode gekommen zu sein, für alles und nichts erst einmal eine Umfrage zu starten. Und wie so oft ist auch dieses Mal das ganze Profil der ganzen Studie mehr als fragwürdig und zeigt einmal mehr das mangelhafte Niveau und die Unfähigkeit zur sauberen wissenschaftlichen Arbeit.

    Das fängt hier bereits bei der Einleitung an.

    "Ziel dieses automatischen Notrufsystems ist es, jährlich bis zu 2.500 Menschenleben zu retten und die Anzahl der im Straßenverkehr verletzten Personen deutlich zu verringern."

    Das ist schon an der Grenze zum Unfug. Einerseits ist schon nicht ersichtlich, ob sich die Zahl von 2.500 geretteten Menschenleben auf die Bundesrepublik Deutschland oder die gesamte EU beziehen soll, zum anderen wird das System die Anzahl der im Straßenverkehr verletzten Personen nicht deutlich verringern können, da das System selbst keine Unfälle verhindert, sondern lediglich einen Notruf absetzt.Folglich kann das System nicht die Anzahl der verletzten Personen verringern, sondern im besten Falle eine schnellere Versorung herbeiführen. Damit ist aber zugleich die Grenze der Unredlichkeit überschritten. Dem unbedarften Teilnehmer der Umfrage wird ein Vorteil des Systems vorgegaukelt, den es objektiv nicht hat.

    Bereits die erste Frage nach einem Führerschein der Klasse B macht deutlich, daß dem Verfasser der Studie offenbar die alten Führerscheine und deren Klasseneinteilung nicht bekannt sind. Das mag mit dem Lebensalter des Studienverfassers zusammenhängen, entschuldigt aber einen derartigen Fehler nicht.

    Wie so oft, was wir hier zu sehen bekommen: Müll
  • aggiepack schrieb:

    Wie so oft, was wir hier zu sehen bekommen: Müll


    Ich habe mich mal zum Spaß durch die 18 Seiten geklickt und genau deinen Schlußsatz habe ich auf Seite 18 unter Bemerkungen geschrieben :thumbup: :D

    Gruß
    Stefan
    An allem Unfug, der passiert, sind nicht etwa nur die schuld, die ihn tun, sondern auch die, die ihn nicht verhindern.(Erich Kästner)
  • Es freut mich, dass meine Umfrage hier so heiß diskutiert wird ;)

    @Winkler W109
    eCall ist ein automatisches Notrufsystem, das ab April 2018 in allen Neuwagen verpflichtend zur Ausstattung gehört.

    @Oliver107
    Ja es ist ein Oldtimer-Forum, aber auch ein Oldtimer kann einen Motorschaden haben und dann steht ihr eventuell vor der Entscheidung ein neues oder auch gebrauchtes Auto zu kaufen, das mit eCall-Technik ausgestattet oder auch nachgerüstet ist.

    @aggiepack
    Ich würde nicht einfach so eine Umfrage starten, wenn ich die Informationen nicht für meine Bachelorarbeit benötigen würde (warum auch?). Übrigens schreibe ich diese an der Uni Bayreuth am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik.

    Es ist mir durchaus bewusst, dass es früher andere Klasseneinteilungen beim Führerschein gab, allerdings beantworten diesen Fragebogen höchstwahrscheinlich hauptsächlich sehr viele junge Leute, die sich damit nicht auskennen. Aber ich würde mich natürlich auch freuen, wenn Leute mittleren Alters mitmachen :)

    "Es wird davon ausgegangen, dass der unionsweite eCall-Dienst dank einer frühzeitigen Alarmierung der Notdienste die Zahl der Todesopfer in der Union wie auch die Schwere der durch Verkehrsunfälle verursachten Verletzungen verringern wird."(Erwägungsgrund Nr. 7 VERORDNUNG (EU) 2015/758)
    "Im vergangenen Jahr kamen bei Verkehrsunfällen 25.700 Menschen ums Leben. Mit dem eCall-Notrufsystem könnte die Zahl der Unfalltoten um
    10% pro Jahr verringert werden."
    europarl.europa.eu/news/de/new…len-ab-fr%C3%BChling-2018
    Ich hab mir das nicht aus den Finger gesaugt, sondern nur das zitiert, was in meinen Quellen steht.

    Generell kann jeder selbst entscheiden, ob er an der Umfrage teilnimmt oder nicht und wie er sie findet. Nichtsdestotrotz stehe ich vor der Aufgabe 200 Leute dazu zu bewegen, den Fragebogen auszufüllen, um das Ganze letztendlich auszuwerten.
  • Da Du Dir die Mühe gemacht hast, hier auf Einwände zu antworten, habe ich nun an Deiner Umfrage teilgenommen.

    So ganz erschließt sich mir der Sinn aber nicht, wenn ja scheinbar schon feststeht, dass Neuwagen künftig mit dem System ausgestattet werden müssen.

    Wegen der eventuellen Motorschäden bei Oldtimern mach' Dir mal keine Sorgen. Erstens kommen die im Vergleich zu aktuellen Fahrzeugen kaum vor, zweitens nützt einem in einem solchen Falle dieses Forum weitaus mehr, als ein Anruf bei irgend einem Callcenter ("W123 habe ich hier nicht gelistet, -ist das vielleicht ein CLA?"...) und zum Dritten kaufen die meisten Leute mit Oldtimererfahrung keine Neuwagen. Daran wird "E-Call" ganz sicher nichts ändern.

    In jedem Fall viel Erfolg beim Hausaufgabenmachen!
  • Oh je,
    da hat einer weder die angesprochene Zielgruppe noc augenscheinlich die Grundzüge der wissenschaftlichen Arbeit verstanden.

    Wir erfahren jetzt, daß der Stichprobenumfang 200 betragen soll. Hat man sich da mal im Vorfeld die Mühe gemacht, das Vertrauensintervall zu berechnen, und zwar unter Berücksichtigung der immanenten Mängel im Studienaufbau?

    Der durchschnittliche VdHler ist wenn ich mich an die statistischen Aufarbeitungen richtig erinnere, Ende 40. Die Struktur zwischen Vereinsmitgliedern und Forumsteilnehmern dürfte sich sich nicht signifikant unterscheiden, teilweise sind die beiden Gruppen personenmäßig identisch.

    Das Durchschnittsmitglied (West) hat also seine Fahrerlaubnis für Personenkraftwagen mit einem "grauen Lappen" erteilt bekommen, vielleicht auch später im Zuge einer Erweiterung auch mit dem rosa Papier. Wenn ihm die Fahrerlaubnis nicht entzogen wurde oder durch freiwilligen Umtauch oder Erweiterung eine Fahrerlaubnis ausgestellt wurde, ist er immer noch mit dieser Fahrerlaubnis unterwegs. Und dann gibt es ja auch noch die Führerscheinklasse B (DDR) in zig unterschiedlichen Spielarten.

    Das Argument, man habe durch die Reduktion auf die Klasse B einem mutmaßlich jüngeren Zielpublikum Rechnung tragen wollen, ist ein Scheinargument. Denn dann stimmt schon das gesamte Design der Umfrage nicht (warum werden dann im weiteren Verlauf auch ältere Altersgruppen abgefragt?) und sie ist dann schon aus diesem Grunde nicht repräsentativ für die Gesamtgruppe. Die Ursache für diesen Fehler in der Studie liegt darin, daß man offenkundig im Vorfeld sich keine Mühe bei der sprachlichen Formulierung gegeben hat. Es ist nicht weiter schwierig, die Alternativen sprachlich zu erfassen. Aber mutmaßlich hat die Entwicklung des Fragebogens gemessen an dessen Güte keine 10 Minuten gedauert.

    Wie schon der Kollege Oliver107 festgestellt hat, ein hypothetischer Motorschaden wird kaum einen Oldtimerfahrer dazu bringen einen Neuwagen mit eCall als Ersatz in Erwägung zu ziehen. Das würde Mercedes-Benz sicherlich sehr gerne sehen, daß der von einem Motorschaden geplagte Besitzer eines W116 in die nächste Niederlassung läuft und eine neue S-Klasse kauft. Das wird allerdings kaum passieren. Der Olditmerfahrer wird entweder den Motorschaden reparieren (ja, liebe Kinder, man kann auch andere Dinge als ein defektes Display eines iPhones austauschen) oder einen anderen Oldtimer als Ersatz anschaffen.

    Ansonsten wird auch durch die Einlassung von mercedes265 der Täuschungsversuch über wesentliche Merkmale im Rahmen der eigentlichen Einleitung bestätigt. Man zitiert nun aus den Erwägungen des Verordnungsgebers und in diesem Zusammenhang ergibt sich, daß man von Seiten der Administration eine entsprechende Senkung der Todesfälle erwartet. Inwieweit diese Schätzungen realistisch sind, ist eine völlig andere Frage. Die meiste Zeit vergeht nun mal im Regelfall nicht bis zur Alarmierung der Rettungskräfte sondern bis zu deren Eintreffen am Unfallort. Entscheidend ist indessen, daß mercedes265 für den zweiten Teil in der Einleitung, nämlich eine Senkung der Anzahl der Verletzten, offenbar reputierliche Quelle vorweisen kann. Mit anderen Worten: dieser Teil der Schildeurng über die Vorteile des Systems ist schlicht frei erfunden.
  • Ich hatte vor drei Jahren einen Unfall auf der Autobahn bei hoher Geschwindigkeit mit erheblichen Folgen.

    Gerettet hat mich die Verkettung von guten Zufällen:
    Der Rettungssanitäter auf dem Weg nach Hause als Ersthelfer, der den RICHTIGEN Notruf absetzte.
    Der leitende Notarzt, der auf den Hubschraubertransport bestand, weil der Krankenwagen nicht schnell genug gewesen wäre.
    Die Hubschrauberpiloten, die schnellstens in das Traumazentrum flogen und eben nicht in das nächstgelegene Krankenhaus.
    Die Ärzte im Traumazentrum, die hochprofessionell ihre Arbeit im Schockraum und im OP taten.

    Ohne all dieses würde ich heute hier nichts schreiben.

    Es geht nicht nur um Schnelligkeit beim Notruf, manchmal geht es auch um die Qualität des Anrufs.
    Schöne Grüße aus H
    Frank

    Der Trend geht zum Fünftbenz...




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  • Ich denke, es sind schon Konstellationen denkbar, bei denen ein automatischer Notruf sinnvoll sein kann. Man liest ja immer wieder von Fällen, bei denen Autos von der Straße abkommen und irgendwo in der Pampa landen ohne dass vorbeifahrende das sehen. Wenn jetzt auch noch die Insassen nicht mehr handlungsfähig sind, kann ein sofort alarmierter Rettungsdienst natürlich u.U. schon Schlimmeres verhindern helfen...
    Man bedenke auch, dass es Gegenden auf der Welt gibt, in denen alle paar Stunden mal einer vorbei kommt.

    Auch wenn ich vermutlich nie ein Fahrzeug mit so einem Call besitzen werde, würde ich es nicht grundsätzlich (oder aus "Prinzip") ablehnen.

    Uwe