vdh kämpft um Bonner Wahrzeichen

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  • vdh kämpft um Bonner Wahrzeichen

    Haltet uns für verrückt, aber wir haben uns mit folgender Email an die Konzernzentrale gewandt! Mal sehen ob wir das Markenzeichen retten können! Wenn nicht wir, wer sonst?

    Sehr geehrte Damen und Herren !

    Wir sind mit knapp 7000 Mitgliedern der mitgliederstärkste anerkannte Mercedes Oldtimer Club in Deutschland.
    Auf unserem Jahrestreffen, welches immer am Pfingstwochenende stattfindet, versammeln sich einmal im Jahr bis zu eintausend Fahrzeuge aus ganz Europa.
    Der Veranstaltungsort im Frankenland heißt Ornbau. An diesen Tagen verdoppelt sich die Einwohnerzahl der zweitkleinsten Stadt in Bayern.

    Unser Anschreiben hat folgenden Hintergrund:

    In Bonn wird das Bonn-Center abgerissen. Auf dem Bonn-Center trohnte seit Jahrzehnten ein großer weißer beleuchteter Mercedes-Stern. Dieser liegt derzeit noch auf dem Dach des Gebäudes. Das Gebäude ist größtenteils bereits entkernt. Es soll bis spätestens Mitte März gesprengt bzw. abgerissen werden. Heute haben wir mit dem Investor "Art Invest" in Köln telefoniert und erfahren, dass das Werk als Eigentümer des Sterns kein Interesse mehr an diesem Markenzeichen hat, da es nicht mehr den Corporate Identity Richtlinien des Konzerns entspricht.



    Es liegt natürlich auf der Hand, dass wir als Mercedes-Benz Oldtimerclub diesen geschichtsträchtigen Bonner Stern unter allen Umständen retten wollen und in den vereinseigenen Mehrzweckhallen einlagern würden. Nach Rückfrage mit dem Bürgermeister der Stadt Ornbau hat uns die Stadtverwaltung bereits grünes Licht erteilt, dass wir dieses imposante Exponat während des Pfingsttreffens aufstellen und ausklappen könnten. Ein Mercedes-Stern dieser Größenordnung würde nicht nur hervorragend zu unserem überdimensionalen Kühlergrill passen, welchen wir jedes Jahr anlässlich des Jahrestreffens aufbauen, sondern dem Treffen ein weiteres "Hightlight" im doppelten Wortsinne bescheren. Der gesamte Vorstand steht hinter dem Projekt und wir würden weder Kosten noch Mühe scheuen um dieses Relikt zu retten. Nachdem wir versucht haben, über die Telefonzentrale der Daimler AG in Stuttgart einen geeigneten Ansprechpartner zu finden, wurde uns mitgeteilt, dass wir uns entweder an die Bonner Mercedes Niederlassung wenden oder eine Email an dialog@daimler.com senden sollen. Bitte leiten sie dieses Schreiben doch an die betreffenden Personen weiter. Wir möchten unbedingt dieses Bonner Wahrzeichen retten und ein neues zuhause geben.


    mit freundlichen Grüßen

    Horst Stümpfig
    1. Vorsitzender vdh - mercedesclubs.de
    Weidenbacherstr. 45

    91737 Ornbau






    weiteres Bildmaterial findet ihr hier!


    gruß stuempfig

    mercedesclubs.de

    Wenn etwas nur funktionieren kann, sofern sich alle daran halten, dann funktioniert es nicht.
  • Hallo Horst,

    Du bist schneller als der Schall.

    Das Ding müssen wir retten.

    Jedes Mal, wenn ich am Bonn-Center vorbeigefahren bin und den gigantischen Stern um seine eigene Achse drehen sah, wußte ich, dass alles gut ist. Er ist Baujahr 1969 - genau wie ein Wagen von mir.

    Als ich heute Nachmittag sah, dass er noch auf dem Dach des Bonn-Centers liegt und mein Friseur mir mitteilte, dass den Stern niemand will und deshalb verschrottet werden soll, wußte ich:

    Den müssen wir sicherstellen und für die Nachwelt erhalten.

    Beim Pfingsttreffen wird es ein eindrucksvolles Bild werden:

    Der drehende beleuchtete Riesenstern im Vordergrund kombiniert mit einem farbenfrohen Feuerwerk im Hintergrund: Das gab es noch nie. Das ist wird einmalig.

    Hoffen wir, dass die Verantwortlichen bei der Daimler AG sich zu den Bewahrern ihrer Historie bekennen.

    Hans (vom Bericht aus Bonn)
  • Hallo Horst,

    so wie ich das sehe, braucht ihr alle Hilfe, die ihr kriegen könnt. Ich würde erstens vorschlagen, die örtliche Presse mit ins Boot zu holen. Die haben auch schon über den Stern und sein drohendes Schicksal berichtet:

    express.de/bonn/bonn-center-hi…rd-verschrottet--23870720

    Und zweitens, was den Kontakt zu Daimler angeht: die Pressestellen solcher Unternehmen sind immer direkt dem Vorstand untergeordnet. Die haben also den kürzesten Draht nach ganz oben. Bohrt die doch mal an. Sie dürfen bei der Bergung dabei sein. Ist doch bestimmt eine schöne Geschichte. Vielleicht beteiligen sie sich sogar. Kostet auch nicht viel mehr als eine Hochglanzanzeige im Spiegel. Erzielt aber viel mehr Wirkung.

    media.daimler.com/marsMediaSit…nce/ko.xhtml?oid=10894572

    Ich würde es parallel bei der 'Leitung' und bei 'Classic' versuchen. Erst schreiben und wenn keine Reaktion kommt anrufen. Vorher Anzug anziehen und Schlips umbinden und ganz gerade hinsetzen. ;)

    Viel Glück

    Gruß
    Bernd

  • Gerne weitere Vorschläge ...

    Kostenvoranschlag für die Bergung einholen. airlloyd.de/home Die Firma fliegt ab Bonn-Hangelar.
    Weiß jemand, was der Stern (ohne Sockel) wiegt? Im Zweifelsfall müsste Daimler dazu noch Unterlagen haben.
    Ist er zerlegbar, was den Transport nach Ornbau deutlich erleichtern würde?
    Und wenn nicht, wie groß ist das Teil? Passt der auf einen Lastwagen?
    (auch diese beiden Fragen müsste Daimler beantworten können. Schließlich haben die noch mehr von diesen Dingern im Einsatz.)
  • Hallo zusammen,

    Vom Dach bekommen wir den Stern herunter:
    Am Gebäude hängt außen ein Container, mit dem das Abbruchunternehmen das ganze Material heruntertransportiert.

    Irgendwie kam der Stern 1969 zum Bonn-Center. Sicher mit einem Transport auf der Straße.
    Der Transport auf der Schiene ist auch kein Problem. Die Gleise sind nicht weit entfernt.

    Viele Grüße
    Hans
  • Wenn das 8x8 Meter-Ding nicht zerlegbar ist, dann dürften seine Tage gezählt sein!
    Größte LKW-Maße sind 2,60 x 4,00 Meter, mal ganz zu schweigen, wie man die geschätzten 5-7 Tonnen Gesamtgewicht aus den 18+1. Stock (sind laut Wikipedia 60 Meter) holen soll (denkbar wäre ein Turm-Falt-Kran, wenn es vom Gewicht her noch passt, wird aber nicht billig: scholppkran.de/technik/kranklassen.html)
    Stern und Unterbau sind offenbar verschraubt, ich fürchte aber, dass der Stern selber vor Ort montiert wurde. Da sollte sich jemand, der das beurteilen kann, baldmöglichst ein Bild machen, ob der Stern zerstörungsfrei zerlegt werden kann, sonst braucht´s auch keine Freigaben vom Daimler...

    Uwe
  • Moin,

    angenommen, man bekäme den Stern nicht zerlegt, aber heile (= ohne dass er sich im Hebegeschirr unter seinem Eigengewicht zerdrückt, denn für diesen Lastfall dürfte er nicht ausgelegt sein) im Ganzen vom Dach, dann kommt man damit auf normaler Spur (= hochkant gestellt) unter keiner Straßen- oder Eisenbahn-Brücke her, und querliegend müsste die Straße von Bonn bis Ornbau auf voller Breite genutzt werden, was einen vermutlich nicht eben günstigen Sonderschwertransportinkl. Mörder-Genehmigungs-Behördenpapierkrieg bedeutete.
    Bliebe evtl. die Möglichkeit über den Wasserweg, zumindest für eine Teilstrecke? HAt das Technikmuseum Sinsheim nicht auch seine Raumfähren und Jumbos etc. auf dem Wasserweg transportiert? Auf jeden Fall haben die dort Ahnung von solchen Problemstellungen - mal anfragen?

    Günstig wird der Spaß, wie´s aussieht, so oder so nicht. Ab einer gewissen Summe stehen Sinn und Kosten im kritischen Verhältnis zueinander, finde ich. Wär schon schön, wenn der DAimler dem vdh ggfs. unter die Arme hölfe.

    Gruß
    Lutz
  • Huhu,

    also die Genehmigung von Sondertransporten ist die leichteste Übung. Habe ich schon selber gemacht.

    Kosten sind überschaubar (für die Genehmigung). Bei mir zuletzt 100 Euro

    Was ich nicht abschätzen kann sind die Kosten für Straßensperrungen, Begleitfahrzeug usw.

    Viele Grüße
    Thomas
    Das Reh springt hoch. Das Reh springt weit. Warum auch nicht? Es hat ja Zeit.

    Mit Zeit und Weile springt auch der Frosch ne Meile
  • Der Stern ist 1969 irgendwie (ganz oder zerlegt, was wahrscheinlich ist) hochgekommen.
    Dann bringt man ihn auch wieder runter. Der Schwerlast-Container hängt schon.

    Wenn er unten ist, dann wird er in transportierbare Teile zerlegt, aufgeladen, transportiert und wieder aufgebaut.

    Oldtimerliebhaber haben Wertschätzung und Erfahrung mit Eisen und Stahl - und Schrauben können die meisten von uns auch.

    Es ist ein einmaliges geschichtsträchtiges Symbol. Unwiederbringlich.
  • Üblicherweise wird ein abzubrechendes Gebäude an einen Verwerter veräußert, der sich die "gewinnbringenden" Dinge ausbaut. Z.B. Metalle, Elektronik, Regale, Einrichtung, Notstromaggregat, Einkaufswagen bei Märkten usw.

    Hier ist es sinnvoll vorher mit dem Eigentümer zu sprechen, dass der Stern außen vor bleibt. Falls schon weg,mit dem Verwerter Kontakt aufnehmen. Der ist bauernschlau wie ein Schrotthändler, aber damit hat der vdh ja beste Erfahrungen...
  • Ich finde derartige Vorhaben großartig! So richtig schön irrwitzig - wenn ich irgend helfen kann, lasst's mich wissen!
    Beste Grüße und gutes Gelingen
    Holger aus Frankfurt
  • Habe gerade mit dem Redakteur des Bonner Express gesprochen. Er hat sowohl beim Investor als auch bei Mercedes nachgehakt.
    Der Investor prüft den Vertrag, ob der Stern abgebaut werden muss, Mercedes prüft ob eine Weiterreichung machbar ist.

    Der Stern ist nach neuesten Informationen in seine Einzelteile zerlegbar. Müssen wir dann halt mit 20 Mann eine konzertierte Aktion starten und mit Franken, Ruhrportlern, Niederrheinern (oder muss ich da aufpassen?) und allen Forumslesern das Trumm zerlegen und runterschleppen. vdh typische Bewegungsabläufe eben.

    Mal schaun wie die Resonanz ist. Von allen Seiten. Dann kriegen wir das Ding gestemmt ...
    gruß stuempfig

    mercedesclubs.de

    Wenn etwas nur funktionieren kann, sofern sich alle daran halten, dann funktioniert es nicht.