W 108 250 SE nicht Vollgasfest – was heist das?

  • W 108 250 SE nicht Vollgasfest – was heist das?

    Hallo Zusammen,

    zu meinem 250 SE W108 ließt man oft dass er "termisch anfaällig" oder "nicht vollgasfest" oder ähnliches sei. Was heist das eigentlich? Bedeutet dies, dass man mit ihm nicht 4 h mit Vollgas über die Autobahn brettern kann oder muss ich schon Bedenken haben bei 30 C Außentemperatur eine h 120 zu fahren? Kann das etwas genauer eingegrenzt werden, hat jemand Erfahrung oder ist das was irgendwann irgendwer mal schlau dahergeschwätzt hat und jeder plappert das nach?

    Würde mich über Statements freuen...übrigens, ich habe nicht vor mit meinem alten 250er Vollgas zu fahren, meine ja nur.

    Grüße

    Gisbert
    Nach 200D folgt 250SE
  • Hallo, also im allgemeinen ist bei Mercedes die Schonfahrt bei 110 Km/H angesetzt, so werden die auch erprobt. Der 250er Motor ist nicht Vollgasfest weil man ihn bis zum Exzess "treten" kann, bis er auf gut Deutsch den "Löffel" abgibt. Ser Motorblock ist im Grunde ein nur weiter aufgebohrter 220 SE Heckflossen oder gar Ponton Motor, lediglich 7-fach gelagerte Kurbelwelle, Problem ist dass die Kolbenbohrungen eng anschließende Wasserkanäle haben und die Kofdichtung gerne durchgeht....hat mir so mal mein Onkel erzählt der damals Meister bei Mercedes war. Beim 250er soll die Reisegeschwindigkeit bei einem guten Motor bei etwa 150 Km/H liegen. Ich selber fahre meistens mit meinem 3.5er auch nicht oft schneller als 120, die Technik ist nunmal schon alt, hat ihre gebrauchsspuren und Narben, ab und zu geb ich zum "Freiröhren" mal richtig Gas, das benötigen die auch mal....aber mam sollte es nicht übertreiben.
    Aber die können immer noch ihre Sache, mein W108 280 SEL 3.5 läuft immer noch bis knapp über 200 Km/H....das will was heißen für das Alter. ;)
    Aber nun um deine Frage zu beantworten, mit deiner Vollfest Einschätzung hast du es genau richtig erkannt.

    Gruß Andreas
  • Moin,
    der Werkstattalltag hat mir gezeigt, dass der 250er M127 besser ist als sein Ruf. Man muss aber unterscheiden welche Ausführung mit welchen technischen Nachbesserungen man hat, was leider nicht von aussen zu erkennen ist, und in was für einen technischen Zustand sich der Motor heute befindet. Wir haben wesentlich mehr M127 und M130 überholen müssen als M129, was sich allerdings durch die kurze Bauzeit des 250 wieder relativiert.
    Der schlechte Ruf des Motors kommt vor allem durch die Anfänglichen Probleme mit dem Ölverbrauch und fressenden Kolben, die durch Änderungen relativ in den Griff zu bekommen waren. Auch die schnelle Ablösung durch den 280er warf kein gutes Licht auf ihn .

    Lustigerweise gab es fast die gleichen Probleme mit dem 230er und 280er am Anfang der Baureihe, am M130 wurde massivst nachgebessert, so dass frühe und späte Ausführung mechanisch nicht kompatibel sind, aber davon spricht heute halt keiner mehr.

    Ich bin mit unserem 250 SE viel gefahren und das auch schnell wenn es sein musste und er hat das nie krumm genommen.

    Bei den Pagoden fällt auch immer wieder auf dass die 250 SL weniger beliebt sind und billiger gehandelt werden. Die zwei Exemplare in unserer Kundschaft
    laufen problemlos und schöner als die viele ihrer 230er und 280er Brüder.

    Gruß
    Obelix
  • Hallo,

    meine Wenigkeit schließt sich Obelix seiner Meinung vollumfänglich an!
    Er hat alles gesagt, was man dazu sagen kann.
    Und da die 250 "deutlich" günstiger als die 280er sein sollen, sollte man sich den gezielten Erwerb von dieser Motorisierung überlegen :-), modellabhängig.

    Nach ca. 50 Jahren gibt es oft Themen mit der Kühlleistung, ein neues Kühlernetz schafft hier sicher für Entspannung.
    Und eine 50 Jahre alte Kopfdichtung könnte gewechselt werden, bevor sie irgendwo undicht wird ... .
    Ich würde auch den Ölstand regelmäßig checken ... .

    Da zumindest mein Wagen ab 130 km/h deutlich lauter wird, und das alles nun halt mal 49 Jahre alt ist, belasse ich es bei 120.
    Ab 140 wird's ungemütlich :)

    Frohe Ostern
    Marc
  • Hallo liebe 250SE Experten, Hier noch meine praktische Erfahrung mit dem Thema:

    W111 250SE Coupe Bj Dez. 1967
    Betrieb bis Ende 1972 ca. 90.000 Km fast durchgehend mit Vollgas auf der Autobahn
    Danach nur noch ca. 1.000 Km / Jahr im Schonbetrieb
    1995 Motorschaden bei 127.000 Km und Austauschmotor von Mercedes
    Danach 1.000 bis 3.000 Km / Jahr im Schonbetrieb
    Heute 182.000 und Motor kerngesund.
    Dem Austauschmotor würde ich auch Vollgas auf der Autobahn zutrauen, der übrigen Technik aber lieber nicht mehr.
    110 bis 130 Km/h sind eher angemessen für ein fast 50 Jahre altes Auto, auch wenn es technisch ok ist.

    Ostergrüsse von Wolfgang
  • Auch von mir...Obelix hat Recht! Ist der Ruf erstmal versaut...und dauerhaftes Vollgas fahren mag keiner der alten Benz-Motoren.
    Auch kein 280er und erst recht kein 300er oder 230er.
    Bei meinem war nach 48 Jahren und bei 170 TKM die Kopfdichtung fällig...denke das wäre für die anderen Varianten auch nichts außergewöhnliches. Wenn schon offen dann halt richtig und somit wurde der Motor komplett grundüberholt ;(
    Jetzt verbraucht er fast kein Öl mehr und nur 13-14 l bei sportlicher Fahrweise und Automatic.

    Und jetzt weiß ich auch warum in den 60zigern so einige 250er geplatzt sind...ein guter M 129 ist in gewisser Weise ein Drehzahlmonster und will immer höher hinaus als ihm vielleicht dauerhaft gut tut... :D

    Also - Reisegeschwindigkeit 130-150 Km/h ist völlig OK und gefällt auch einem 250er oder 280er oder 230er oder 300er.. und im Zwischensprint darf es auch gerne etwas mehr sein ;)
  • Hallo Zusammen,

    ok, damit kann ich sehr gut leben und das passt auch zu meiner Sicht wie ein Oldi zu fahren ist. Und es stimmt, er wird sehr laut, was aber auch nicht wundert wenn man bedenkt wie früh er in den vierten Gang schaltet (Automatik), warum auch immer. Klar dass er dann bei den Drehzahlen die dann nötig sind um über 120 zu fahren laut wird.

    Noch eine Frage, meiner brummt zwischen 90 und 110 sobald man die Motorbremse benutzt bzw. vom Gas geht. Drüber und drunter ist es ok. Wo würdet ihr da anfangen zu prüfen oder ist das "üblich"? Bislang hatte ich einen 200er Diesel Heckflosse, da musste ich mir über solche Sphären der Geschwindigkeit keine Gedanken machen :)
    Nach 200D folgt 250SE
  • Einfach mehr Gas geben...dann schaltet er auch später! :D
    Schau mal auf deinem Tacho wie weit die Markierungen der einzelnen Gänge gehen...musst natürlich nicht gleich sooo hoch drehen, aber wenn der Motor warm ist, darf´s auch etwas mehr sein ;) . Ansonsten kann es natürlich auch an der Getriebeeinstellung bzw. der sonstigen Periphery liegen.
    Laut wird er eigentlich erst wenn sonst alles passt ab 5000 U/min.
    Üblich dürfte - falls noch nicht gemacht - das Standart-Gummi-Programm sein, welches viele solcher Brummgeräusche beseitigen könnte, bevor größere Dinge wie Achsen/Differenzial usw. verdächtigt werden.
    Von vorne angefangen: Achslager, Motorlager, Getriebelager, Kardanwellenmittellager + Hardyscheibe, Hinterachslager....wie schon gesagt...das ist nur etwas Gummi und eigentlich nach so vielen Jahren bei allen Fahrzeugen notwendig und kein Luxus.
    Übrigens Motorenunabhängig ;)
  • Hallo,
    ich würde mich dem anschließen und die Gummilagerungen überprüfen von Motor, Getriebe, aber auch die Motordämpfer.
    Eventuell sinds aber die Räder, falls er auch etwas mehr vibriert sind oftmals die Räder nicht mehr richtig gewuchtet.

    Gruß Andreas
  • Stimmt natürlich..richtig ausgewuchtet sollten sie zuallererst natürlich schon sein. Aber wenn es nicht hilft..auch mal den Reifen auf der Felge drehen lassen. Falls immer noch nicht gut, die Felgen mal ohne Reifen einspannen lassen und auf Höhen- und Seitenschlag prüfen...eventueller Unfall oder Bordstein oder sonst was...und falls nötig bessere Felgen suchen. Natürlich auch noch die Reifenfrage, die sich durch die richtigen 185 MXV von Michelin eigentlich schon erledigt. Du erfährst einfach die leider zu bezahlende Qualität mit den wirklich für das Auto passenden Reifen.
    Bei mir musste es natürlich wieder alles sein bis zum gewünschten Ergebnis - Kombination aus Gummiprogramm, Felgen und Reifen - aber jetzt fährt es sich einfach schön :thumbsup:
    Aber bitte keine Alufelgen auf einen 250er...auch wenn die herstellungsbedingt natürlich viel besser laufen ;)
  • Stimmt, den Barockfelgen stehen den W116 aufwärts zwar gut, nur bei den W18 bis W113 finde ich die Felgen alles andere als passend.
    Auf meinbem W108 hab ich Felgen für die kleine Radkappen mit dem separaten Zierring, einfach nur schön. ;)
    Aber jeder wie immer hat seinen eigenen Geschmack.

    Gruß in die Runde
  • Hi Zusammen, ich glaube ich habe mich unklar ausgedrückt, sorry. Mit "brummen" meinte ich kein holpern oder auch keine Unwucht der Reifen sondern ein Brumm-Ton quasi ohne Vibration, der entsteht wenn man bei 110 vom Gas geht und die Motorbremse in Kraft tritt. Und das hört dann bei 80 wieder auf. "Drüber" und drunter ist alles gut und ruhig. Er fährt sich auch gut, keine Unwucht, hält die Spuhr, kaum/kein Lenkradspiel aber das Gebrumme ist arg unangenehm und muss ja einen Grund haben...
    Nach 200D folgt 250SE
  • Die Motoren der 250er 108 sind wohl deswegen thermisch etwas instabil..., weil sie die letzten Motoren sind, die nach dem alten 220er Konzept paarweise gebohrt sind, d.h. mit ungleichen Zylinderbohrungs-Achsabständen. Zylinder 1-2 zusammen, Abstand, Zyl. 3-4 zusammen, Abstand, Zyl 5-6 zusammen.

    Das führt wohl teils dazu, dass der Wärmehaushalt insbesondere "weg" von der Flügelpumpe ganz hinten an den Zyl. 5-6 kränkelt.

    Sowohl sehr zages Fahren mit niedrigen Drehzahlen mag dann schlecht sein...., weil die Flügelpumpe nicht genügend tut, dass "hinten" an der Zylinderpaarung 5-6 genug cooles Kühlwasser hinkommt. Volldampf blasen aber ist dann auch mist, weil hohe Leistung und damit auch Wärme anliegt. Das muss man sich vorstellen - ein Wirkungsgrad von ca. 30% oder weniger und 150 PS des 250 SE bedeutet eben schlicht, dass der Motor die doppelte bis dreifache Wärmemenge abführen muss, 300-450 PS i.e. gut was über 200 kW.... Das Ding kann also zwanzig Häuser heizen. Das macht sich normalo niemand klar. Das ist mega, das muss weg. ....

    Also zwei ganz wichtige Tips:

    A- nicht soviel Leistung machen, dann fällt auch nicht so furchtbar viel Abwärme an....
    B- nicht mit allzu niedrigen Drehzahlen herumschlörren, weil dann die Wärmeleistung "hinten" nicht gut wegkommt.

    Also, völlig entgegen heutiger Fahrweisen, kein Vollgas, dem Ding aber bitte etwas mehr Drehzahlen gönnen. ...

    Die Hitze muss weg. Bei den 280ern bohrten sie dann die Blöcke mit gleichmäßigen Stichmaßen.

    Was auch helfen könnte: die Wasserpumpe mit einer etwas kleineren Riemenscheibe auf höhere Drehzahlen bringen...

    = = = = =


    ... und was hat das mit mir zu tun?!?!

    Ich war damals an meinen horizontblauen W108 250 S genau wegen dieser Problematik gekommen. Mein Ferien-Brötchengeber, eine freie LKW-Werkstatt in Essen-Altenessen, hatte sich eine Lackieranlage für Trucks angebaut und gleich mal auch Leute eingestellt, u.a. einen jungen Lackierermeister als Abteilungsleiter. Der, frischer Chef, wollte dann S-Klasse fahren... Beruflich erfolgreich und so...

    250 S gekauft, herumgefahren - und kracks, nach 3 Monaten Motorschaden. Er rannte zum Onkel Benz. "Was kost bei euch AT-Motor? Watt !?!?! Sechseinhalb? Näähh." Er rannte zu Verwertern, "wat kost dat bei euch !?! Dreieinhalb? jauu, machen." Dann fuhr er wieder herum, Cheffe, S-Klasse, weißes Lenkrad, Lenkradautomatik, Wohlbefinden bis Bottrop - und vier Monate später was?

    Klar. KRACKS - Motorschaden.

    Seine Ellies hatten in Bottrop im Zechenreihenhaus so eine Garage, wie sie von Wiking für die Märklinbahn gibt. Wellblech. Winzig. Zu schmal zum Reinfahren, dann kommst nicht mehr raus aus dem W108... Also schob er bei geschlossenen Türen den 250 S in die Garage, machte die Garagentüren zu - und guckte die babyblaue Schönheit (frisch lackiert hatte er ihn...) mit dem Hintern nicht mehr an.

    Rannte zum Opel-Dealer, kaufte sich einen neuen Rekord 2.0 E.

    Diese Geschichte zog Kreise auf dem Werkstatthof. Die Kollegen frozzelten ihn: "Hey, Lacki, unglücklichen Benzfahrer, sprich doch mal den Studenten an, der macht doch wat mittie alte Benze..."

    So kam ich für 500 DM an einen frisch lackierten 250 S mit Motorschaden. Dem wurde dann ein Diesel OM 621-III aus einem 190 Dc implantiert. Jaa, ich weiß, das macht man nicht. Macht man heute nicht mehr. Aber damals machte man das. Ich war jung, und ich brauchte das Geld. ...

    So kam ich schon als Student mit 23 Jahren ans S-Klasse-Fahren, nicht von Sponsoring by Papa, sondern von eigener Arbeit.

    250 S 2.0 D ... Digitales Autofahren. Gas oben oder unten. Zwischenstände sinnlos. ... Zeiten der Wanderdünen.

    = = =

    UInd dann war da noch mein Schwager. Den es auch juckte mit den Sternchenautos... Er holte sich einen 250 SE, knallte damit lustvoll herum. U.a. sind wir in die Fandungen des "Deutschen Herbstes" geraten, Vollsperrung der Wuppertaler Innenstadt, und vier junge Leute - in einem dicken S-Benz... - Verkehrskontrolle. Er sprintet beim Angehaltenwerden fröhlich raus - und schaut in die Mündung einer dicken Heckler & Koch Maschinenpistole. DIe Rennleitung hatte Angst vor ihm...

    Jedenfalls segnete die Eisen-drei-Oxidation das Häuschen des 250 SE, und wir, nicht feige, holten beim Heutmekers an der alten Tanke in Essen-Frohnhausen einen motordefekten 280 SE und bauten die 250er Maschine dann da rein. ... Anschließend Probefahrt Emscherschnellweg, juchhuu, er läuft wieder knappe 200 nach Tacho. Well done.

    Bis dass die Eisen-drei-Oxidation ihn vom Sternchen schied. Er hat danach nie wieder Benz gekauft...

    Obwohl seine 250 SE-Maschine nie verreckt war. Die Maschine hatte durchgehalten, 150 PS. Er hatte sie wohl korrekt bewegt. Immer ganz gut am Gas, nie aber volle Kanne auf langer Fahrt. Dann kann das klappen.

    Ich hätte vor einem 250 S oder 250 SE keine Angst. Ich bin Maschinenbauer. Wir lernten Thermodynamik. Dann kann man bissl nachdenken, und ahnt dann, was geht, und was nicht.
    In der Theorie verhält sich die Praxis wie die Theorie. In der Praxis tut sie das nicht. (Yogi Berra)

    1. Mittwoch 19h „Junkers Ratshaus“ B1 Soest-Bad Sassendorf, Franz Magner 02941 61142
    1. Mittwoch 19h „Zum Freischütz“ Dortmund-Schwerte B 236 im Stadtwald Schwerte, Jörg Scheele 0172 2322972
    3. Mittwoch 19.30h "RoadStop" Münster Schiffahrter Damm 315, Stephan Schorlemmer 0251 664924
    3. Donnerstag 19h „Jagdhaus“ Mollenkotten 144 Wuppertal, Sebastian Treibholz 0172 6491828
  • Hi Gisbert,

    ich hatte mal ein ähnliches Problem, hatte aber zugegebenermaßen nichts damit zu tun, ob ich von Gas gegangen oder nicht. Das Geräusch war immer ab ca. 80km zu hören und hat dann irgendwann plötzlich bei ca. 120km wieder aufgehört (aber nicht immer). Zuerst habe ich mir keinen Reim drauf machen können, weil irgendwie nicht Drehzahl, aber tempoabhängig. Hab lange gesucht, bis ich dann beim Viscolüfter gelandet bin. Der hatte, im Gegensatz zu den meisten kaputten Lüfter, die kein Öl mehr drin haben, zu viel Kraftschluss, d. h. der hat nie bei entsprechender Drehzahl ausgekuppelt, sondern ist immer mitgelaufen. Bis zu dem Tag wo er auf einmal ausgekuppelt hat und das Geräusch weg war. Ich dachte vorher das muss so sein, bis es dann auf einmal weg war. Ich habe dann einen neuen eingebaut und alles war gut. Hier lag es wahrscheinlich an einem defekten Lager. Das Lager im neuen Viscolüfter ließ sich viel leichter drehen. Vielleicht ein Ansatz??

    Gruß
    Rainer
    Stammtisch Weimar
    Treffpunkt: Gaststätte zur "Weintraube" in Hopfgarten oder bei mir auf dem Hof
    Termin: ab 01.04.2017 erster Dienstag im Monat!

  • hallo BerndB,
    mein damaliger 220er mochte auch kein Vollgas. Man musste die Temperatur stets im Auge behalten. Die Herzchen sind insgesamt auch nicht für sowas ausgelegt. Angefangen von der Lagerung, welche schmaler war als heute, zu den Kolben, welche heute robuster sind, zu dem Kopf. Die früher verwendeten Rotguss- oder Messingventilführungen verschlissen recht zügig und machten sich auch gerne selbsständig. Oft musten die gegen Übermaßführungen getauschte werden, oder im Extrem auch mal welche extra gedreht werden.

    Ein entschleunigtes Reisen ist doch auch das Schönste. Wenn ich schnell fahren will hole ich mir ein entsprechendes Auto, das kann in dem Fall auch ein modernes Dieselross sein.

    Gruß

    Volker
    gelöscht!
  • Zur Erläuterung der von BerndB so nett geschilderten Probleme infolge paarweiser Zylinder... Die Paare 1/2, 3/4 und 5/6 liegen einfach etwas näher beieinander als z.B. 2/3. Schäden an der ZKD sollen daher meist an eben diesen "dünnen" Stegen auftreten. Daher ist das u.g. Schadensbild am dem M129 im dem 250SE verwandten M108 im 250S nicht gerade prototypisch (war hier auch Folge vom lecken Kühlsystem), verdeutlicht die Sache aber hoffentlich etwas..

  • Hallo,

    der Test dafür ist im Werkstatthandbuch beschrieben, welches mir nicht vorliegt.
    Und aus der Erinnerung weiß ich es nicht mehr sicher.

    Aber:
    lt. dem Test war mein alter Lüfter noch ok, jedoch hatte das Lager in diesem Spiel, was man ganz einfach merkt, in dem man dran "wackelt" (Motor aus).

    Ansonsten gibt es an der Stirnseite des Viskolüfters, unter der Bimetall-Platte, einen Stift, welcher von dieser bei Veränderung der Temperatur in den Lüfter gedrückt wird. Dieser Stift kann sich im Gehäuse festsetzen, so dass die Ansteuerung durch die Bimetall-Platte nicht mehr funktioniert.
    Man kann den Lüfter ja wunderbar abschrauben, dann von vorne mal gründlich den Dreck der Jahrzehnte abbürsten, dann die Bimetall-Platte aushängen, und dann eben besagten Stift mit Kriechöl gangbar machen. Dann funzt der Lüfter ggf. wieder, was aber bei einem Lagerschaden letzten Endes auch nicht mehr hilft.

    Grüße
    Marc
  • Hi,

    hier der Auszug aus dem WHB.
    Wenn das Lager fest sitzt merkst du das am besten daran, dass sich der Lüfter relativ schwer drehen lässt. Wenn du die Möglichkeit hast, das an einem anderen Viscolüfter zu testen, wirst du den Unterschied merken.

    Gruß
    Rainer
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