220S Getriebeüberholung / 4. Gang springt raus.

  • Hallo,
    wenn die Hebelstellung am Schaltbock richtig justiert ist, dann liegt das Problem im Deckel des Schaltgetriebes.
    3 Federn (erlahmt) und die 3 Kugeln erneuern, bei der Gelegenheit auch die Buchsen für d. Schaltgestänge.
    d.h.
    2x Buchse 000 992 0010
    1x Druckfeder 136 993 3101
    2x Druckfeder 186 993 1301
    3x Stahlkugel 8 / DIN 5401


    alles nachzuvollziehen im E-Teilkatalog, Explosionszeichnung/ Getriebedeckel
    mfg
    Carl

  • Hallo Christian,
    ein defektes Pilotlager in der Kurbelwelle kann das auch bewirken.
    Bei einem meiner Fahrzeuge fehlte die Abdeckscheibe des Lagers und es wanderte zum Ende des Zapfens.
    Durch die dann fehlende Führung der Eingangswelle war der 4. gang nach spätestens drei mal Fahrpedal lüften raus.
    Gruß HaWA

  • Hallo Christian,


    für vdh-Mitglieder gibt´s eine Ersatzteilliste im Clubshop für 10 Euro:


    https://mercedesclubs.de/teilekataloge


    Oder für den doppelten Preis hier:
    http://www.ebay.de/itm/Mercede…57466?hash=item58f3398e1a


    Für tiefere Einblicke brauchst du die Werkstatthandbücher:
    https://mercedesclubs.de/werkstatthandbuecher


    Beim Eintritt in den Verein gab es die Ersatzteilliste für meinen Benz damals gratis dazu... Also auf, in den Verein!


    V G v Schwedenponton :thumbup: ,


    Jürgen

  • Hallo liebe Schrauberfreunde,

    auch nach 3 Jahren Restauration ( 220SB BG63, 4Gang Lenkradschaltung) ist bei mir noch kein wirkliches Ende in Sicht und es treten bei jeder Probefahrt wieder neue Fehler auf.

    Bei mir springt der 2.Gang bei normaler Fahrt, eher bei Gaswegnahme raus. Der 2.Gang läßt sich dann beim rollen auch nicht wieder einlegen.

    Auch vom 3. Gang kann man bei Fahrt nicht in den 2. Gang schalten. Erst nach anhalten und schalten vom 1. Gang kann man wieder ganz normal in den 2. Gang schalten. Im Stand lassen sich alle Gänge leicht durchschalten.

    Das Getriebemittellager wurde nach WHB eingestellt. Alle Kunststoffbuchsen, Kugelpfannen, Pilotlager sind neu.

    Hat jemand eine Idee?

    Liegt es eher am Getriebe ( Zahnräder usw.) oder an der Schaltkulisse auf dem Getriebe?

    Könnte es ggf. an den 3 Federn (1x Druckfeder 136 993 3101 2x Druckfeder 186 993 1301) und 3 Kugeln liegen, muss dazu das Getriebe wieder raus?

    Auf meinen Getriebegehäuse (US Flosse) steht die NR. 111 261 0601, das ist wohl auch nicht das Original Getriebe oder?

    Danke und Gruss aus dem Emsland

    Michael


  • Hallo,


    ist das Hebelwerk der Lenkradschaltung vom Schaltehebel bis zum Getriebe richtig eingestellt? Hiermit würde ich beginnen. Hat das Getriebe vor der Restauration funktioniert? Wer hat die Arbeiten am Getriebe gemacht?


    Grüße Udo

  • Hallo Udo,

    „Hebelwerk“ ist nach WHB eingestellt, ich habe das Auto im Zustand 5 nicht fahrbar gekauft, ob es vorher funktionierte, kann ich nicht sagen.

    Wie gesagt „ Im Stand bei laufendem Motor lassen sich alle Gänge leicht durchschalten“

    Das Getriebe ist nicht auseinander gewesen, eins der wenigen Bauteile die noch nicht von mir demontiert wurden. Nur den Simmering zur Kardanwelle habe ich getauscht.

    Werde wohl ein gebrauchtes Getriebe besorgen und tauschen.

    Gruß Michael

  • Hallo ich habe auch mal ein Getriebe gewechselt, weil der 1. Gang beim Anfahren immer raussprang. Bei späterer Untersuchung sah das Getriebe völlig in Ordnung aus, nur die Buchse vom Wählhebel am Getriebe hatte Spiel. Es ist also wahrscheinlich, dass bei dir die Gänge nicht richtig drin sind. Ich würde die Kugelpfanne mal weiter reinschrauben, und dann probieren, oder eben in die andere Richtung, bis es funktioniert...Grüsse Thorsten

    (Kupplung trennt aber ordentlich oder?)

  • Hallo Oelbrenner,

    Kugelpfannen weiter rein oder rausgeschraubt habe ich auch schon ausprobiert, ohne Erfolg.

    Man kann aber auch nicht mehr während des Fahrens vom 3. Gang in den 2. Gang zurückschalten.

    Im Stand geht es dann wieder. Ich habe mir jetzt ein gebrauchtes Getriebe beschafft.

    Werde das alte Getriebe nun ausbauen und beide miteinander vergleichen, vielleicht ist es die Schaltmimik auf dem Getriebe.

    Bei der Kupplung ist alles Neu, die hätte ja auch auf das Rausspringen des 2. Ganges bei Lastwechsel keinen Einfluß, oder?

    Bin für jede weitere Idee dankbar.

    Gruss

    Michael

  • Ich werde diesen Thread ebenfalls mit großem Interesse folgen.


    Vor der Wiederherstellung meines 219 fiel der dritte Gang immer aus wenn Motorbremsen und hatte dies über viele Jahre getan. Ich habe das Getriebe bei Mercedes für einen "interessanten" Geldbetrag (vor 25 Jahren) restaurieren lassen. Während der Arbeit mit dem Getriebedeckel (Thread dazu findet ihr in diesem Forum) habe ich festgestellt, dass sie nur das Simmern und einige Dichtungen erneuert hatten, nie die Box selbst geöffnet.


    Letztes Jahr habe ich das Getriebe, den Motor usw. montiert und das Schaltgestänge (Gestänge, Kugeln etc neu) nach dem WHB angepasst. Als ich in diesem Jahr das Auto zum ersten Mal seit 25-30 Jahren (…) fuhr, fiel der dritten Gangs heraus. Wenn ich den Schaltknüppel halte, bleibt der Gang. Sonst keine Probleme mit dem Getriebe, überhaupt.


    Im Winter hoffe ich, dass ich Energie habe, um das Schaltgestänge erneut zu überprüfen und das Getriebe gegebenenfalls herauszunehmen und es von jemandem ansehen zu lassen. Noch einmal.

  • Hallo,

    ja ich bin auch sehr gespannt, wo die Lösung liegt.

    Momentan habe ich ein "günstiges" gebrauchtes Getriebe ungesehen gekauft, bei der Demontage viel direkt auf, dass ca. 20 Zähne unten im Gehäuse lagen. Die Vorgelegewelle ist bei den "Neuen" Getriebe gebrochen und hat schlimm gewütet, war wohl zu günstig! Aber egal. Gleichlaufkörper und Schiebemuffe 2. Gang vom dem neuen Getriebe sehen deutlich besser aus, als von meinen alten.


    Ich bin ja kein Getriebespezialist, aber eigentlich sieht mein altes Getriebe nicht so schlecht aus, es läuft auch in allen Gängen geräuscharm, nur der 2.Gang fliegt bei Lastwechsel raus.

    Aber der Gleichlaufkörper vom 2. Gang sieht schon sehr mitgenommen aus. (siehe oberes Bild).

    Bin mal gespannt wie die Schiebemuffe von Innen aussieht.

    Oberes Bild ist die jetzt noch eingebaute Hauptwelle, mittleres Bild ist die "neue" gebrauchte Hauptwelle, von der ich den Gleichlaufkörper + Schiebemuffe tauschen werde. Unteres Bild ist mein altes Getriebe komplett.

    Ausserdem werden alle 4 Lager und Dichtungen neu gemacht.

    Dann wird noch die Schaltmimik demontiert ( Federn + Kugeln überprüfen, usw.)

    Und zum Schluß die Schaltung neu einstellen. Wenns läuft melde ich mich.


    Immer noch für jede weitere Idee sehr dankbar.


    Gruss Michael




  • Hallo an alle,

    wollte mich mal hier reinhängen,weil ich ein ähnliches Problem mit herausspringendem 4.Gang hatte. W111 250 SEC Bj.67) Kopfgesteuert.

    Ich habe damals alles zerlegt und begutachtet und dann in der Schiebemuffe des Synchronkörpers (hoffentlich habe das jetzt richtig benannt<) die drei Kugel,Gleitstücke und Federn erneuert, die ja die Schiebemuffe im Gegenstückfesthalten,oder so ähnlich.

    Dann alles penibelst (ist das deutsch?) zusammengesetzt und neue Lager und Dichtungen genommen.

    Eingebaut.. gleiches Problem. Schaltgestänge eingestellt. Kein Erfolg. Kardanwelle und Lager und Getriebelagerung hinten nochmals im Stand leicht geöffnet und erneut hin und hergerollt und wieder mit den vorgeschriebenen Drehmomenten festgezogen (wäre mal gespannt,wer bei der Gegenmutter der Welle (Schlüssel Nr.41?) einen Drehmomentschlueesel hinzuzieht?! ich mache das mit Gefühl,da kommt man ja kaum hin!)

    Hier muss ich voraussagen,dass ich aus meinem ursprünglichen anderen Getriebe (Original) den Schaltdeckel genommen habe,weil bei dem "neuen" gebrauchten die Schaltgabeln gerade beim 3/4 Gang sehr abgenutzt waren. (Der alte Schaltdeckel mit Innereiene hatt ja einwandfrei beim alten funktioniert!!

    Wie dem auch sei, der 4. Gang ist leider bei Beschleunigung immer wieder herausgesprungen! Mit dem Festhalten im 4.Gang (was man ja nicht länger machen sollte,weil die Schaltgabeln ja evtl. abnutzen !) ging das alles zu fahren,ist nur lästig,wenn man den Schalthebel immer festhalten muss.

    So nun bin ich ca 500km gefahren und auf einmal springt das Teil nicht mehr heraus, nur wenn man extrem rückartig beschleunigt und wieder bremst,was man ja im Normalfal nicht macht.

    Soviel dazu. Also das Zusammenspiel von vielen einzustellenden Teilen und Einbaulagen etc. kann bei jedem Fzg. unterschiedlich sein und die

    Varianten sind leider groß. Übrigens HaWa hatte auch noch das Pilotlager an der Kurbelwelle erwähnt, das kommt auch infrage!

    Gruß an alle Schrauber und nicht verzagen.

    Tobias

  • Hallo Tobias,

    4. Gang dürfte immer ein Flucht/Führungsproblem vom Pilotlager sein.

    Flucht wäre ein nicht zur Kurbelwelle zentrierter (z.B. durch nachsetzten der Lagergasse) Verwendung eines von einem anderen Block oder gar verbogener Montageflansch.

    Gruß HaWA

  • Hallo HaWa,

    danke für die <Info , wir hatten das schon einmal durchgedacht. Kann denn jetzt , im Bsp. bei mir sein,dass sich die Flucht durch das Fahren und evtl. Setzen wieder hergestellt hat? Habe ich dann evtl. bei der Verwendung der "alten Getriebeglocke,die ursprünglich ja am Motor verbaut war, und die ich ja dann an das "neue" Geriebe geschraubt habe, ein Fluchtproblem geschaffen,das sich auf den 4. Gang dermassen ausgewirkt hat?

    Jetzt ist mir auch noch etwas evtl. wichtiges eingefallen: die neue Hauptwelle hatte einen ganz anderen Zapfen vorne, der in das Pilotlager eingreift, viel länger zum Getriebe zu, damit evtl. eine kürzere Fhrg. der Nuten, auf der die Kupplung eingreift..

    Inwieweit das alles eine Rolle spielt, habe ich nicht wirklich nachvollzogen. Die Gesamtlänge der herausragenden Welle aus dem Getriebe war m.E. gleich,so dass hier kein Längenproblem zu erwarten war, das habe ich m:W. damals schon nachvollzogen, denn dann hätte da was nicht gepasst.

    Soweit jetzt im Nachhinein von mir, nur als Anmerkung.. Für alle, die da noch schrauben und Probleme haben, als Ergänzung zu >Denksportaufgaben im Bereich Getriebe.

    Gruß

    Tobias

  • Hallo Michael,

    verbrauchte Synchronringe machen sich durch kratzen beim Schalten bemerkbar.

    Vielleicht mal die Schaltrastung überprüfen.

    Aber wenn das beim Lastwechsel passiert ist meist was mit der Flucht Kurbelwelle/Getriebe nicht in Ordnung.

    Das gibt einen Knick in der Flucht Eingang/Ausgangswelle welcher den Schaltring in den Leerlauf schiebt.

    Im 4. Gang werden Eingang und Ausgangswelle verbunden.

    Gruß HaWA

  • Hallo Hawa,

    vielen Dank.
    Kratzen tut da niggs.
    Wenn ich etwas mehr Druck aufs Schaltgestänge gebe hält der Gang besser.
    Wenn dir Karre dann mal heiß ist und ich nicht richtig Druck gebe beim Schalten,
    springt er manchmal wieder raus.

    Bei Lastwechsel passiert das nicht.

    Wie kann ich die Flucht korrekt einstellen?

    Getriebeflansch bei eingelegtem 4. Gang lösen und wieder anziehen?

    Viele Grüße

    Michael